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Der neue Landdoktor 29 – Arztroman: Schluss mit den Intrigen!

Der neue Landdoktor 29 – Arztroman: Schluss mit den Intrigen!

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Der neue Landdoktor 29 – Arztroman: Schluss mit den Intrigen!

Länge:
112 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 1, 2016
ISBN:
9783740910563
Format:
Buch

Beschreibung

"Der neue Landdoktor" zeichnet sich gegenüber dem Vorgänger durch ein völlig neues Konzept aus. Es wird noch größerer Wert auf Romantik, Spannung und sich weiterdichtende, zum Leben erwachende Romanfiguren, Charaktere und Typen gelegt. Eines darf verraten werden: Betörend schöne Frauen machen dem attraktiven Landdoktor schon bald den Hof. Und eine wirkliche Romanze beginnt...

"Jetzt bin ich hier, dann gehe ich auch hinein", flüsterte Lydia, um sich selbst Mut zu machen. Sie stand schon seit einigen Minuten auf dem großen Platz gegenüber der Bayerischen Staatsoper und beobachtete die elegant gekleideten Menschen, die sich die Premiere von ›Carmen‹ ansehen wollten. Als Leiterin des Tourismusbüros in Bergmoosbach kam sie preiswert an gute Karten. Sie hatte eine Freundin, die in München wohnte und gerade von ihrem Freund getrennt lebte, zu dieser Vorstellung eingeladen. Vor einer halben Stunde hatte sie abgesagt, weil sie sich mit ihrem Freund wieder versöhnt hatte. Das wiederum hatte Lydia schmerzlich daran erinnert, dass sie schon lange keinen Freund mehr hatte und auch niemand in Sicht war, der diesen Platz einnehmen könnte. So etwas kann ich nie anziehen, dachte sie und schaute auf die gertenschlanke Frau in dem goldfarbenen Kleid, die am Arm eines Mannes im dunklen Anzug die breiten Steinstufen hinaufschritt. Sie sah den beiden nach, bis sie in dem von Säulen flankierten Eingang des Opernhauses verschwunden waren.
Mit einem tiefen Seufzer schaute sie auf das dunkelrote Samtkleid, das ihr bis knapp unter die Knie reichte. Es hatte halb lange Ärmel, einen runden Ausschnitt und die hoch angesetzte Taille ließ es weich und locker über ihre Hüften fallen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 1, 2016
ISBN:
9783740910563
Format:
Buch

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Buchvorschau

Der neue Landdoktor 29 – Arztroman - Tessa Hofreiter

Der neue Landdoktor –29–

Schluss mit den Intrigen!

Du hast schon einmal ein Glück zerstört

Roman von Tessa Hofreiter

»Jetzt bin ich hier, dann gehe ich auch hinein«, flüsterte Lydia, um sich selbst Mut zu machen. Sie stand schon seit einigen Minuten auf dem großen Platz gegenüber der Bayerischen Staatsoper und beobachtete die elegant gekleideten Menschen, die sich die Premiere von ›Carmen‹ ansehen wollten. Als Leiterin des Tourismusbüros in Bergmoosbach kam sie preiswert an gute Karten. Sie hatte eine Freundin, die in München wohnte und gerade von ihrem Freund getrennt lebte, zu dieser Vorstellung eingeladen. Vor einer halben Stunde hatte sie abgesagt, weil sie sich mit ihrem Freund wieder versöhnt hatte. Das wiederum hatte Lydia schmerzlich daran erinnert, dass sie schon lange keinen Freund mehr hatte und auch niemand in Sicht war, der diesen Platz einnehmen könnte.

So etwas kann ich nie anziehen, dachte sie und schaute auf die gertenschlanke Frau in dem goldfarbenen Kleid, die am Arm eines Mannes im dunklen Anzug die breiten Steinstufen hinaufschritt. Sie sah den beiden nach, bis sie in dem von Säulen flankierten Eingang des Opernhauses verschwunden waren.

Mit einem tiefen Seufzer schaute sie auf das dunkelrote Samtkleid, das ihr bis knapp unter die Knie reichte. Es hatte halb lange Ärmel, einen runden Ausschnitt und die hoch angesetzte Taille ließ es weich und locker über ihre Hüften fallen. Eigentlich war Lydia mit ihrer Figur zufrieden, auch wenn sie einige Pfunde von den Idealmaßen der Frauen trennten, die sie in den Modezeitschriften bewundern konnte. Aber an so einem Abend allein vor der Oper mit diesen eleganten Paaren vor Augen hatte sie das Gefühl, dass sie nicht attraktiv genug war, um einem Mann zu gefallen.

»Sie wollen doch sicher nicht allein in die Oper?«

»Bitte? Wer? Ich?« Verdutzt sah sie den jungen Mann an, der sie so unvermittelt ansprach.

»Ja, Sie«, antwortete er lächelnd. »Oder wollten Sie die loswerden?« Er hob die Karte auf, die ihr unbemerkt heruntergefallen war, und gab sie ihr. »Ich wünsche Ihnen und Ihrer Begleitung viel Vergnügen.«

»Vielen Dank.« Dieser fremde junge Mann gefiel ihr. Die dunklen Locken, die fröhlichen braunen Augen und dieses Lächeln, das ihr Herz schneller schlagen ließ. Sie schaute ihm nach, sah zu, wie er sich auf die Stufen des Max-Joseph-Denkmals in der Mitte des Platzes setzte und das dicke Buch aufschlug, das er unter den Arm geklemmt hatte.

Er schien nicht besonders in Eile und war mit seiner dunklen Hose und dem weißen Hemd passend angezogen. Vielleicht hat er Zeit für einen Opernbesuch, dachte Lydia und lief geradewegs auf das Denkmal zu,

»Interessieren Sie sich für ihn?«, fragte der junge Mann, als sie vor ihm stehen blieb.

»Für wen?«

»Maximilian I., König von Bayern, gestorben 1825«, sagte er und deutete auf das Bronzedenkmal, das den thronenden Herrscher darstellte.

»Nein, es geht um Sie.«

»Um mich?«

»Haben Sie Lust, mich in die Oper zu begleiten?« Hilfe, ich blamiere mich gerade, dachte Lydia, als er sie verblüfft anschaute. »Tut mir leid, ich wollte Sie nicht in Verlegenheit bringen, das war wohl ein bisschen zu spontan. Aber meine Freundin hat ganz überraschend abgesagt, und ich dachte, ehe die Karte verfällt, aber egal. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend«, sagte sie und wollte schon davoneilen, als er sein Buch zuklappte und aufs prang.

»Ich wollte zwar für eine Prüfung lernen, solange die Vorstellung dauert, aber das kann ich auch verschieben. Elmar Nebe, ich komme gern mit«, sagte er und reichte ihr die Hand.

»Lydia Draxler«, antwortete sie und umfasste seine Hand. »Darf ich Sie fragen, warum Sie sich nach der Dauer der Vorstellung richten, wenn Sie lernen wollen?«

»Ich verdiene mir mein Studium als Chauffeur, und mein Arbeitgeber besucht die Premiere von ›Carmen‹. Ich muss hier auf ihn warten.«

»Jura, nehme ich an«, sagte sie, als sie auf das Strafgesetzbuch schaute, das er wieder unter den Arm klemmte.

»Im sechsten Semester.«

»Dann ist Carmen doch die richtige Oper für Sie.«

»Sie meinen, weil der Mann, der Carmen liebt, den sie aber nicht mehr liebt, sie zum Schluss tötet, damit sie sich keinem anderen zuwendet?«

»Mord aus Eifersucht. Das könnte in der Praxis auf Sie zukommen.«

»Wenn ich mich auf das Strafrecht spezialisiere, dann wäre das durchaus möglich. Aber ehrlich gesagt, ich weiß noch nicht genau, in welche Richtung ich gehen werde. Und was machen Sie, wenn Sie nicht gerade in die Oper gehen?«, fragte er, als sie die Stufen zum Eingang des Opernhauses hinaufgingen.

»Ich kümmere mich um den Tourismus in Bergmoosbach.«

»Wo genau liegt Bergmoosbach?«

»Hier sind wir.« Sie blieb mitten auf der Treppe stehen und deutete auf seinen obersten Hemdknopf. »Und hier, eineinhalb Autostunden entfernt in südwestlicher Richtung, liegt Bergmoosbach.« Sie fuhr mit dem Finger über sein Hemd, als sei es eine Landkarte.

»Das war eine außergewöhnlich interessante Ortsbeschreibung. Danke, Lydia aus Bergmoosbach.« Diese Frau mit dem hübschen Puppengesicht war einfach hinreißend. Wie sie ihn mit ihren großen blauen Augen anschaute und verlegen mit ihrem blonden schulterlangen Haar spielte, das gefiel ihm sehr. Er konnte sich im Moment nichts Schöneres vorstellen, als mit ihr den Abend zu verbringen.

»Kommen Sie, die Vorstellung fängt gleich an«, sagte Lydia, als ihr bewusst wurde mit welcher Selbstverständlichkeit sie gerade diesen Mann berührt hatte, den sie doch erst ein paar Minuten kannte.

Wie immer, wenn Lydia das Opernhaus betrat, war sie von der Einrichtung fasziniert. Die weißen Säulen, die Marmorböden, die goldfarbenen Stuckelemente an den Wänden, die Kronleuchter mit ihrem funkelnden Glas.

Nachdem ein Mann im dunklen Anzug ihre Karten kontrolliert hatte, deponierte Elmar sein Buch bei der freundlichen Garderobiere, und danach eilten sie die Treppe in den ersten Stock hinauf. Zum Glück wusste Lydia, wo ihre Plätze waren, und fand auch gleich die richtige Tür. Das junge Mädchen in dem dunklen Kostüm, das sie gerade schließen wollte, warf einen Blick auf ihre Karten, wünschte ihnen viel Vergnügen und zog die Tür wieder auf.

Ihre Plätze waren auf dem untersten der fünf Balkone, die sich in einem eleganten Bogen um den Saal wanden. Samtig rote Wände, altes Parkett, die an ein Zeltdach erinnernde Decke mit dem riesigen Lüster in der Mitte, mit rotem Samt bezogene Stühle, die prachtvolle Königsloge und der rote Bühnenvorhang. Lydia fühlte sich wieder in eine längst vergangene Zeit versetzt.

»Ehrlich gesagt, ich gehe selten in die Oper«, raunte Elmar ihr zu, als das Licht in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal verlöschte.

»Welche Oper hast du denn zuletzt gesehen? Verzeihung, ich meine, welche Oper haben Sie gesehen?«, verbesserte sich Lydia, als sie ihn ebenso spontan duzte, wie sie ihn zuvor berührt hatte.

»Bleiben wir doch beim Du, das gefällt mir viel besser, entgegnete Elmar. »Und die letzte Oper, die ich gesehen habe, war Hänsel und Gretel. Das war an meinem zehnten Geburtstag. Meine Eltern wollten mir mit diesem Opernbesuch eine besondere Freude machen.«

»Offensichtlich hat dich die Vorstellung nicht sehr beeindruckt.«

»Doch, es war ein schönes Erlebnis, aber ich bin nicht wirklich ein Fan von klassischer Musik. Ich bevorzuge Musicals, Rockkonzerte und Theater.«

»Psst«, zischte es plötzlich von den Plätzen hinter ihnen. Auch die ältere Dame, die neben Lydia saß, warf ihnen einen zurechtweisenden Blick zu, als der Vorhang sich öffnete und die Scheinwerfer die Bühne in helles Licht tauchten.

Die Kulisse war liebevoll gestaltet und versetzte die Zuschauer in das spanische Sevilla Anfang des 19. Jahrhunderts. Als Carmen ihren ersten Auftritt hatte, ging ein bewunderndes Raunen durch den Zuschauersaal. Die Sängerin mit der großartigen Stimme trug ein aufregendes rotes Kleid und begeisterte

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