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Jed McKennas Theorie von Allem: Die Erleuchtete Perspektive

Jed McKennas Theorie von Allem: Die Erleuchtete Perspektive

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Jed McKennas Theorie von Allem: Die Erleuchtete Perspektive

Länge:
202 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 3, 2016
ISBN:
9781507161111
Format:
Buch

Beschreibung

Wir werden von Geburt an darauf programmiert zu glauben, unsere Existenz sei ein unlösbares Rätsel, doch wenn wir uns wirklich Mühe geben, dann entdecken wir, dass das Geheimnis selbst das Rätsel ist. Nicht nur, was das große Geheimnis ist, sondern auch warum es überhaupt ein Geheimnis gibt. Und was wäre, wenn es gar keines gäbe? Was wäre, wenn das große Geheimnis nur ein innerer Glaube ohne äußere Entsprechung wäre? Was wäre, wenn die Antworten auf die größten Fragen des Lebens direkt vor uns lägen?

„Wenn der Mensch schlagen will,
so schlag er durch die Maske!
Wie kann der Häftling denn ins Freie,
wenn er die Mauer nicht durchbricht?

- Herman Melville


Alle, die durch die Maske schlagen wollen, werden eine Theorie von Allem begrüßen, die Sinn macht, die sich nicht auf religiöse oder wissenschaftliche Schikane verlässt und die leicht verständlich ist. Und diejenigen, die mit Jed McKenna vertraut sind, werden wissen, dass es sich nicht nur um eine Theorie handelt.

Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 3, 2016
ISBN:
9781507161111
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Jed McKennas Theorie von Allem - Jed McKenna

Sapere Aude

Wage es, weise zu sein

Horaz

––––––––

„Freilich will ich dies tun, ohne den Beifall der Alltags-menschen und eine große Leserschaft zu erwarten. Vielmehr will ich allein diejenigen zum Lesen veranlassen, die ernsthaft mit mir meditieren und ihren Geist den Sinnen und zugleich den Vorurteilen entziehen können und wollen. Ich weiß sehr wohl, daß man nur sehr wenige solche Leute antrifft. Was aber diejenigen betrifft, die sich gar nicht darum kümmern, die Abfolge und die Verkettung meiner Begründungen zu verstehen, sondern, wie es bei vielen in Mode ist, darauf bedacht sind, nur gegen einzelne Textpassagen anzuschwatzen, so werden sie aus der Lektüre dieser Schrift keinen großen Gewinn ziehen. Und selbst wenn sie vielleicht bei vielem Gelegenheit zum Spott vorfinden mögen, so werden sie gleichwohl nur schwer irgendetwas einwenden, was mich in die Enge triebe oder einer Erwiderung wert wäre." 

-René Descartes

Das Einfachste, was es gibt

––––––––

Sokrates:

Denn ich will gern von ihm erfahren, was doch die Kunst des Mannes eigentlich vermag und was das ist, was er ausbietet und lehrt. Was er uns sonst zeigen will, mag er, wie du auch sagst, ein andermal tun.

Kallikles:

Nichts besser als ihn selbst fragen, Sokrates. Auch gehörte ja das mit zu seiner Ausstellung; denn er hieß nur eben alle drinnen fragen, was einer nur wollte, und auf alles verhieß er zu antworten.

Sokrates:

Sehr wohl gesprochen. Frage ihn also, Chairephon.

Chairephon:

Was soll ich ihn fragen?

Sokrates:

Was er ist.

––––––––

DER TITEL DES ERSTEN UND LETZTEN KAPITELS der Trilogie war Das Einfachste, was es gibt. In den Büchern haben wir gesehen, wie das für den Prozess des Erwachens gilt. Nun wollen wir herausfinden, ob es nicht auch für die Entschlüsselung der Wirklichkeit zutrifft.

„Du sagst, das tut es, nehme ich an?", fragt Karl.

„Ja, das ist es, was ich sage. Und wenn ich richtig damit liege, wie einfach es ist, sollte es gar kein Problem sein, es dir so zu erklären, dass du es theoretisch genauso gut verstehst wie ich."

„Theoretisch?"

„Ja, denn das, was für mich gelebte Wirklichkeit ist, das Paradigma, in dem ich Zuhause bin, kann für jemanden, der die Reise selbst nicht unternommen hat, nur reine Theorie sein. Davon abgesehen können wir sicher herausfinden, ob es vielleicht nicht nur sehr einfach ist, sondern sogar das, was sich nicht mehr weiter vereinfachen lässt."

„Was glaubst du, wie lange das dauern wird?"

„Wir erschließen die Geheimnisse der Schöpfung. Kannst du dafür keinen Platz im Kalender finden?"

„Aber wenn es doch so einfach ist..."

„Na gut. Wenn du fair spielst keine fünf Minuten, sieben wenn du dich verschließt."

„Warum sollte ich mich verschließen?"

„Maya."

„Die Hündin?"

„Die andere."

„Okay, es ist jetzt zwei Uhr siebenundvierzig. Der Verlierer kauft das Bier. Gutes Bier."

„Abgemacht! Glaubst du, dass Wahrheit existiert?"

„So leicht werde ich es dir nicht machen."

„Gut, dann anders gefragt. Glaubst du, dass Wahrheit nicht existiert?"

„Ich rieche eine Falle."

„Wenn wir sagen, dass Wahrheit nicht existiert, dann sagen wir, es ist wahr, dass Wahrheit nicht existiert; das ist eine sich selbst verneinende Aussage, so als würde man sagen: Es gibt nichts Absolutes. Stimmst du zu?"

„Ich glaube schon."

„Bis hierhin ist es weder Glaube noch Gefühl, es ist simple Logik. Findest du einen Fehler in dieser Logik?"

„Nein. Ich stimme zu, dass die Aussage Wahrheit existiert nicht ein logischer Widerspruch ist."

„Folglich?"

„Basierend auf der Tatsache, dass Wahrheit nicht nicht existieren kann, weil es absurd wäre zu sagen, Nicht-Wahrheit ist Wahrheit wäre wahr, stimme ich zu, dass Wahrheit existieren muss. Ich weiß nicht, was Wahrheit ist, aber ich weiß, dass irgendetwas wahr sein muss."

„Du stimmst also zu, dass irgendetwas wahr sein muss. Egal, worum es sich handelt, Wahrheit muss existieren. Ja?"

„Ja, ich stimme zu."

„Ich möchte nicht an diesen Punkt zurückkehren, weil wir ihn zu früh abgeschlossen haben. Hast du irgendwelche Zweifel daran, dass, unabhängig von allem anderen, irgendetwas wahr sein muss?"

„Ich bin davon überzeugt. Nicht-Wahrheit kann nicht wahr sein, also muss etwas wahr sein. Noch vier Minuten."

„Okay, jetzt haben wir also herausgefunden, dass etwas wahr sein muss, egal was es sein könnte. Mal sehen, was wir noch sagen können. Glaubst du zum Beispiel, dass es möglich ist, dass Wahrheit sich ändert? Könnte sie jetzt die eine Sache sein und später eine andere?"

„Wenn etwas sich ändert, kann es unmöglich wahr sein. Wahrheit muss unveränderlich sein. Selbst wenn die Zeit erlischt, muss Wahrheit immer noch wahr sein, sonst wäre sie es nie gewesen."

„Na gut, aber selbst wenn Wahrheit über die Zeit hinaus konstant wäre, könnte sie die eine Sache sein und nicht auch eine andere?"

„Kannst du ein Beispiel nennen?"

„Glaubst du, Wahrheit könnte so etwas wie Licht oder Liebe oder Schönheit sein?"

„Eher nicht. Diese Dinge scheinen Teile von etwas Größerem zu sein und können nicht eigenständig existieren. Sie brauchen ihr Gegenüber. Was ist das Licht ohne die Dunkelheit? Was ist das Gute ohne das Böse oder Liebe ohne Hass? Offensichtlich kann Wahrheit kein losgelöstes Teil sein."

„Du würdest also zustimmen, dass Wahrheit, was auch immer das ist, sowohl unveränderlich als auch ganzheitlich sein muss?"

„Sie muss zweifellos konstant und unveränderlich sein, ja. Und ich würde zustimmen, dass sie ein Ganzes sein muss, kein Teil, denn was wäre dann das andere Teil? Eine andere Wahrheit? Offensichtlich nicht. Unwahrheit? Offensichtlich auch nicht."

„Glaubst du denn, Wahrheit könnte eine Frage der Perspektive sein? Glaubst du, meine Wahrheit könnte eine andere Wahrheit sein als deine? Kann Wahrheit relativ sein?"

„Mit Sicherheit nicht. Wir haben festgestellt, dass Wahrheit universell wahr sein muss, sonst wäre sie nicht wahr."

„Würdest du annehmen, dass Wahrheit endlich oder unendlich ist?"

„Wir haben festgestellt, dass Wahrheit nicht endlich sein kann. Wenn es noch etwas anderes gäbe als die Wahrheit, dann müsste dies auch wahr sein, wodurch wiederum keines von beidem wahr sein könnte und die tatsächliche Wahrheit irgendeine größere, allumfassende Sache sein müsste. Noch drei Minuten."

„Geduld, die eine wahre Theorie von Allem könnte auch sechs Minuten benötigen."

„Dann werde ich erleuchtet und bekomme ein Bier. Verschließe ich mich?"

„Du bist fair, aber sei nicht zu fair. Lass uns bitte keinen Punkt überspringen, bei dem du noch unentschlossen bist. Wenn ich zusammenfassen darf: Wir haben bis jetzt festgestellt, dass Wahrheit existiert, richtig?"

„So viel ist sicher."

„Und wir haben festgestellt, dass sich  Wahrheit nicht ändern kann, sie kann nicht heute so und morgen anders sein. Sie muss unveränderlich sein, stimmt's?"

„Ja, ich stimme zu, dass Wahrheit unveränderlich sein muss, sonst wäre sie nicht mehr als das Zwitschern eines Vogels oder der Umriss einer Wolke."

„Und wäre es aber nicht möglich, dass, was immer wir herausfinden, was Wahrheit ist, sie in allen Dingen zu finden sein müsste? Dass nichts, was existiert, von Wahrheit ausgenommen sein oder außerhalb der Wahrheit existieren kann?"

„Sehr möglich sogar. Tatsächlich muss ich darauf bestehen. Wahrheit muss in der Natur aller Dinge liegen und nichts kann unabhängig von Wahrheit existieren. Es ist absurd  zu behaupten, etwas könnte in Unwahrheit existieren."

„Und wir haben festgestellt, dass Wahrheit kein Teil von etwas Größerem sein kann oder die Hälfte von etwas Ganzem. Sind wir uns da einig?"

„Ja, Wahrheit kann nicht beschränkt oder endlich sein. Ich stelle ungehindert fest, dass sie universell und unbeschränkt sein muss, grenzenlos."

„Wahrheit muss also unendlich sein?"

„Muss sie."

„Und Wahrheit ist absolut, kein Einzelteil oder Aspekt, keine Teilmenge?"

„Bestimmt. Wahrheit muss absolut sein oder es ist keine Wahrheit. Es ist zwei Uhr fünfzig. Noch zwei Minuten."

„Nur um sicher zu sein: Kann es zwei Wahrheiten geben?"

„Definitiv nicht! Wenn etwas absolut wahr ist, dann kann nichts anderes absolut wahr sein. Wenn das andere absolut wahr ist, dann kann es das erste nicht gewesen sein. Es ist sehr einfach."

„Danke. Würdest du denn sagen, dass Wahrheit innerhalb von Zeit und Raum existiert?"

„Es wäre eher abwegig, das zu denken. Dann wäre sie endlich und würde sich verändern, aber wenn Wahrheit endlich ist und sich verändert, dann ist sie nicht absolut. Folglich existiert Wahrheit nicht innerhalb von Zeit und Raum, da beides unbeständig ist."

„Als Kapitän Ahab sagte, die Wahrheit kennt keine Schranken, hatte er also deiner Meinung nach Recht?"

„So muss es sein, denn wenn Wahrheit Schranken hätte, was läge dann außerhalb dieser Schranken? Mehr Wahrheit? Wahrheit muss grenzenlos sein."

„Und Unwahrheit? Wo passt sie ins Bild?"

„Gar nicht. So etwas wie Unwahrheit kann es schlicht und ergreifend nicht geben. Ich kann nicht behaupten, dass ich es verstehe und es passt auch nicht in die Realität, wie ich sie vor mir sehe, aber die Logik dahinter ist zweifellos schlüssig. Es steht außer Frage, dass Wahrheit absolut ist und dass Unwahrheit nicht existiert. Unwahrheit kann nicht wahr sein, genauso wenig wie Nicht-Sein sein oder Nicht-Existenz existieren kann."

„Um also noch einmal zusammenzufassen: Du stimmst zu, dass Wahrheit existiert und würdest darüber hinaus sagen, dass Unwahrheit nicht existiert. Gibt es noch irgendeinen unklaren Punkt in deinem Denken?"

„Nein, allein in den letzten paar Minuten ist mir klar geworden, dass, eben weil Wahrheit absolut ist, die Sache sehr einfach ist. Wahrheit muss existieren und Unwahrheit kann nicht existieren. Die Uhr tickt. Zwei Uhr einundfünfzig. Noch eine Minute. Ich mache mir Sorgen um dich."

„Tut mir leid, dich zu enttäuschen, aber es scheint, als wäre ich zu schnell gewesen. Ich würde jetzt eigentlich eine Pause machen, mir eine Zigarette anzünden und die Füße hochlegen, nur dass ich nicht rauche und die Füße bereits hochgelegt habe."

„Tick-Tack. Fünfzig Sekunden."

„Aber wir sind so gut wie fertig. Wir haben festgestellt, dass Wahrheit existiert und absolut sein muss. Was könnte einfacher sein als das? Wir haben die erste Prämisse einer wasserdichten Logik statuiert: Wahrheit ist alles. Siehst du das anders?"

„Das steht außer Frage. Wahrheit existiert und Unwahrheit ist nicht möglich, daher ist Wahrheit alles. Es gibt nur eine Wahrheit. So muss es sein, ich stimme vollkommen zu."

„Um herauszufinden, was Wahrheit ist, müssen wir nun also nur etwas finden, was mit absoluter Sicherheit existiert. Wovon kannst du sagen, dass es mit absoluter Sicherheit wahr ist?"

„Das ist leicht, das gehört zum Einmaleins der Philosophie. Ich kann sagen: Ich bin. Ich weiß, dass ich existiere. Fünfzehn Sekunden."

„Und was ist die Natur deiner Existenz?"

„Die Natur meiner Existenz? Bewusstsein natürlich, ich habe ein Bewusstsein und deine Zeit ist abgelaufen. Ich finde das alles hochinteressant und würde die Unterhaltung gerne fortführen, aber du schuldest mir ein Bier. Ein gutes Bier."

„Ich möchte die Unterhaltung auch gern bei einem Bier fortsetzen, das du besorgen wirst, denn wir haben gerade in fünf Minuten jedes einzelne Rätsel der Existenz gelöst."

„Haben wir das? Warum weiß ich es dann noch nicht?"

„Das tust du, du hast es nur noch nicht erkannt. Und das sollte nicht meinen fünf Minuten angerechnet werden, oder?"

„Nicht, wenn du Recht hast, aber ich sehe nicht, dass wir getan haben, was du behauptest."

„Sind dir Syllogismen vertraut?"

„Ja, Logik; wenn/und/dann. Wenn alle Menschen sterblich sind und Sokrates ein Mann ist, dann ist Sokrates sterblich."

„Das ist der bekannteste, genau. Zwei Prämissen, alle Menschen sind sterblich und Sokrates ist ein Mann, beweisen eine These: Sokrates ist sterblich. Wenn die Prämissen wahr sind, muss auch die These richtig sein."

„Und in den fünf Minuten haben wir einen Syllogismus aufgestellt?"

„Das haben wir. Einen zuverlässigen, wasserdichten, perfekten syllogistischen Beweis. Wir haben festgestellt, dass Wahrheit alles ist und dass Bewusstsein existiert, beides mit absoluter Sicherheit, richtig?"

„Wahrheit ist alles, ja. Und zu sagen, ich existiere, ist dasselbe wie zu sagen, Bewusstsein existiert, genau."

„Kannst du sagen, dass irgendetwas anderes existiert?"

„Nein. Ich bin recht gut vertraut mit dem Cogito, dem Solipsismus und deinen Büchern und habe das mit völliger Überzeugung festgestellt: Das Einzige, was ich sicher weiß, ist, dass ich existiere. Und das ist dasselbe wie zu sagen, dass Bewusstsein existiert."

„Und wenn wir diese Punkte syllogistisch erklären würden?"

„Wahrheit ist alles und Bewusstsein existiert? Wir würden vermutlich sagen, wenn Wahrheit alles ist und Bewusstsein existiert, dann... ahhhh, dann schulde ich dir ein Bier."

„Ein gutes Bier."

*

Das Einfachste, was es gibt:

Wenn

Wahrheit Alles ist

Und

Bewusstsein Existiert

Dann

ist Bewusstsein Alles

Da sind wir wieder

––––––––

Manchmal sitze ich so da und denke,

und manchmal sitze ich einfach nur so da.

Satchel Paige

––––––––

FRÜHER HABE ICH MIR DIE WOCHENTAGE GEMERKT, wie man es eben

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