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111 Orte in und um Coburg, die man gesehen haben muss: Reiseführer
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eBook577 Seiten1 Stunde

111 Orte in und um Coburg, die man gesehen haben muss: Reiseführer

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Über dieses E-Book

Coburg wurde einst von Bismarck als »Gestüt Europas« bezeichnet. Zahlreiche Königshäuser haben verwandtschaftliche Bande in das kleine Herzogtum. Aber auch die neuere Geschichte prägt den Landstrich zwischen Werraquelle und Obermain. Wo einst Stacheldraht »wuchs«, sprießt nun das Grüne Band. Hier gibt es viel zu entdecken und noch mehr zu bestaunen. Bei der einen Anekdote ist Kopfschütteln, bei der anderen eher Schmunzeln angesagt. Gemeinsam haben diese Orte und Geschichten, dass sie die eigene Heimat interessanter, spektakulärer und liebenswerter machen.
SpracheDeutsch
HerausgeberEmons Verlag
Erscheinungsdatum16. Nov. 2016
ISBN9783960411642
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    Buchvorschau

    111 Orte in und um Coburg, die man gesehen haben muss - Oliver Ultsch

    111 Orte in und um Coburg, die man gesehen haben muss

    Oliver Ultsch

    emons: Verlag

    Impressum

    Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    © Emons Verlag GmbH // 2016

    Alle Rechte vorbehalten

    Texte: Oliver Ultsch

    © der Fotografien: Pia Ultsch, außer

    Kap. 2: Kur-Betriebs-GmbH Bad Königshofen;

    Kap. 27: Feyler-Lebkuchenmanufaktur;

    Kap. 30 unten: Andreas Kuschbert;

    Kap. 37: Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.de;

    Kap. 53: Roland Günter;

    Kap. 88: Bayerische Schlösserverwaltung, www.schloesser.bayern.de;

    Kap. 92: Beier Distribution e.K.;

    Kap. 98: Hermann Rittmaier

    © Covermotiv: Stadt Coburg

    Gestaltung: Emons Verlag

    Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

    ISBN 978-3-96041-164-2

    E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

    Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons:

    Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

    Inhalt

    Vorwort

    1_Die Gedenkstätte | Bad Colberg

    Wüstung Billmuthausen

    2_Urbani und Regius | Bad Königshofen im Grabfeld

    Schwimmen im Heilwassersee

    3_Die Adam-Ries-Statue | Bad Staffelstein

    Rechnen auf Linien

    4_Das Brückentheater | Bad Staffelstein

    Wir wollen doch nur spielen!

    5_Das eingemauerte Herz | Bad Staffelstein

    Herzog Wilhelms Liebe zu Banz

    6_Der Stein von Dendur | Bad Staffelstein

    Wir Franken sind doch keine Bayern!

    7_Die Schwalbennestorgel | Bedheim

    Der Organist mit seiner Fernbedienung

    8_Das Münchhausen-Grab | Bockstadt

    Die letzte Ruhestätte des Barons

    9_Das Mühlbergmädchen | Buchenrod

    Freizügige Frau, phantastischer Fernblick

    10_Das Siebenwegekreuz | Bundorf

    Der Place de la Concorde der Haßberge

    11_Die Oscar-Trophäe | Burgkunstadt

    Zwei »gingen« an den Obermain

    12_Das Nostalgie-Museum | Burgpreppach

    Sonntägliche Zeitreise zu Elvis & Co.

    13_Das Bernsteinzimmer | Coburg

    Und es ist doch in Coburg!

    14_The British Corner | Coburg

    Willkommen in der heimlichen Hauptstadt Europas

    15_Die Coburger Bratwurst | Coburg

    Die beste Deutschlands!

    16_Das Coburger Fuchsschaf | Coburg

    Auf der Suche nach dem goldenen Vlies

    17_Der Coburger Marsch | Coburg

    Der »österreichische« Prinz und Retter der Stadt

    18_Das Epitaph | Coburg

    Wimmelbild in St. Moriz

    19_Die Floßstegbrücke | Coburg

    Relikt an Coburgs einstiger Lebensader

    20_Das Gemälde | Coburg

    Was, ein echter Brückner?

    21_Das Georgenspital | Coburg

    Der Drachenbezwinger vor den Toren der Stadt

    22_Das Grüne Labor | Coburg

    Drum prüfe, wer sich ewig bindet

    23_Der Gurken-Alex-Brunnen | Coburg

    Andenken an ein Coburger Original

    24_Der Hafen | Coburg

    Mit dem Schiff von Wien über Coburg nach Bremen

    25_Die Herzoglichen Gräber | Coburg

    Friedhöfe im Callenberger Forst

    26_Das Hofbrauhaus | Coburg

    Einst Kreationen von Bier, nun Kreativitätspionier

    27_Die Hofkonditorei Feyler | Coburg

    Guten Freunden gibt man ein Schmätzchen

    28_Das Kaufhaus Conitzer | Coburg

    Finstere Wolken über der Stadt

    29_Der Ketschenanger | Coburg

    Da hat aber jemand den Vogel abgeschossen

    30_Die Koháry-Gruft | Coburg

    Die Rückkehr der Katholiken

    31_Das Lutherdenkmal | Coburg

    Geht Reformation da nicht ein bisschen zu weit?

    32_Die Marathonstrecke | Coburg

    Aus gutem Grund 42,195 Kilometer!

    33_Mars und Neptun | Coburg

    Ein Hauseingang zieht um

    34_Die Mittagssäule | Coburg

    Hölzerne Kunst mit Überraschungseffekt

    35_Die Prinz-Albert-Statue | Coburg

    Mehr Königliche Hoheit als Prinzgemahl

    36_Die Puppe Lilli | Coburg

    Barbies Mama stammt aus dem Coburger Land

    37_Queen Victorias WC | Coburg

    Da muss man … mal gewesen sein!

    38_Der Rathauserker | Coburg

    Zweistöckiger »Spion« der Obrigkeit

    39_Die Ritterfigur | Coburg

    Krieger haben kurze Beine?

    40_Das Rückert-Haus | Coburg

    Mein lieber Freund und Kupferstecher

    41_Der Salvatorfriedhof | Coburg

    Ein Dreier zwischen Grabsteinen

    42_Die St.-Nikolaus-Kapelle | Coburg

    Ein abwechslungsreicher Lebenslauf

    43_Die Strauß-Gedenktafel | Coburg

    Von Wien nach Coburg und zurück

    44_Die Taubenschläge | Coburg

    Survivaltraining für gefiederte Bewohner

    45_Die Wettersäule | Coburg

    Neugotik in Miniatur

    46_Der Zwergenharnisch | Coburg

    Gebt mir acht auf den Hofnarren!

    47_Der Grauturm | Ebern

    Hier schlägt der Tod die Stunde

    48_Am Ebnether Felsensteig | Ebneth

    Verwunschene Felsen und romantischer Wasserfall

    49_Der alte Wachturm | Eisfeld

    »Halt, stehen bleiben! Grenze!«

    50_Das Dunkelgrafen-Grab | Eishausen

    Begleiter einer geheimnisvollen Frau

    51_Die Baunachbrücke | Frickendorf

    Die Prager Karlsbrücke in Klein

    52_Die Heunischenburg | Gehülz

    Machtzentrum der Vorzeit

    53_Das Hofcafé Mohnbiene | Gemünda

    Der tierischen Tapezierspezialistin auf der Spur

    54_Das Ummerstädter Kreuz | Gemünda

    Vernebelte Andacht oder benebelte Grenzer?

    55_Der Bahnhof und die Mauer | Görsdorf

    Überbleibsel des Kalten Krieges

    56_Die Kirchenglocken | Grattstadt

    Freud und Leid liegen oft eng beieinander

    57_Der Kupferbrunnen | Grub am Forst

    Gehyptes Heilwasser

    58_Mein Woody | Grub am Forst

    Mehr als nur ein Produkt

    59_Der Regiomat | Hattersdorf

    Eier von mobilen Hühnern zu jeder Tageszeit

    60_Die Drachengrotte | Hohenstein

    Schloss Hohenstein und seine Geheimnisse

    61_Der Querkelsteinweg | Hohenstein

    Wehe, wenn die Zwerge toben

    62_Die Heilsteine | Jesserndorf

    Wo bitte geht’s zum Prostatastein?

    63_Die Wachswerkstatt | Kirchschletten

    Ein Kloster geht online

    64_Das Tropenhaus | Kleintettau

    Papayas aus dem Franken-, nicht aus dem Regenwald

    65_Der Amtsbotenweg | Königsberg in Bayern

    Warum der Intelligenzbote nicht schlau sein musste

    66_Das Glockenspiel | Königsberg in Bayern

    Kriegstreiber verfolgt Astronomen

    67_Die Lichtbrücke | Kösten

    Integral und illuminiert

    68_Der Nabel der Stadt | Kronach

    Jedem Viertel (s)ein Meister

    69_Der Plessi-Turm | Kronach

    Feuer und Wasser vereint

    70_Die Sandsteine | Kronach

    Kronach ist eigentlich überall

    71_Die Fischbachsmühle | Lauenstein

    Von der Holz- zur Pralinenwerkstatt

    72_Der Oertelsbruch | Lehesten

    Ein verlassenes Dorf, sich selbst überlassen

    73_Der Schieferpark | Lehesten

    Dächer voller blauem Gold

    74_Das fehlende Gleis | Lichtenfels

    Wo ist es nur geblieben?

    75_Der Präsentkorb | Lichtenfels

    Wenn es einem gefällt, einen Korb zu bekommen

    76_Der Von-Scheffel-Blick | Lichtenfels

    Wandergeselle und verwirrter Dichter

    77_Der Walfisch | Lichtenstein

    Moby Dick im Felsenlabyrinth

    78_Der Landschaftspark | Manau

    Die Romantiker und ihre neu entdeckte Kreativität

    79_Der Generalsblick | Mengersgereuth-Hämmern

    Grünes Band und geheimer Tunnel

    80_Die Zinselhöhle | Meschenbach bei Rauenstein

    Hier bricht die Erde auf

    81_Die Hinrichtungsstätte | Mitwitz

    Das letzte Todesurteil des Gerichts Hassenberg

    82_Die alte Eiche | Nedensdorf

    1.000 Jahre sind (k)ein Klacks!

    83_Das alte Schwimmbad | Neuhaus-Schierschnitz

    Eisenbahnerkinder im späteren Sperrgebiet

    84_Die Arche 2020 | Neukirchen

    Noahs Erben im Einsatz

    85_Die Schlosskirche | Niederfüllbach

    Willkommen im deutschen »Gretna Green«

    86_Der Decca-Sender | Oberlauter

    Schiffsortung auf dem Lauterberg

    87_Die Hummelfiguren | Rödental

    Sammelleidenschaft »made in Germany«

    88_Die Wiege der Monarchie | Rödental

    Warum die Queen einen falschen Namen trägt

    89_Menosgada | Romansthal

    Eine der ersten Städte der Welt

    90_Die steinerne Rinne | Roschlaub

    Phänomenales Naturschauspiel

    91_Der Froschgrundsee | Schönstädt

    Deutsche Annäherung im Kalten Krieg

    92_Bogensport Beier | Seßlach

    Lasst uns Orks jagen!

    93_Das Kommunbrauhaus | Seßlach

    Frei nur für Bierabholer!

    94_Der Dreistromstein | Siegmundsburg

    Wenn es in Thüringen anfängt zu regnen

    95_Die Wehd | Sonneberg

    Wenn der Flur- zum Nachnamen wird

    96_Das Naturpark-Dreieck | Spechtsbrunn

    Holzkonstruktion an der »Kalten Küche«

    97_Der Skiflyer | Steinach

    Mit 50 Stundenkilometern in die Tiefe

    98_Der Dorfplatz | Steinbach an der Haide

    Grüner und bunter geht’s im Sommer kaum

    99_Die Hutelandschaft | Stressenhausen

    Auge in Auge mit Rind und Pferd

    100_Das Korneffer Kreuz | Streufdorf

    Aus Steinen erschaffen

    101_Der Straufhain | Streufdorf

    Armageddon im Heldburger Unterland

    102_Die Greifvogelvorführung | Tambach

    Flieg, mein Freund, flieg!

    103_Die Arnikablüte | Teuschnitz

    Steinernes Abbild einer Heilpflanze

    104_Der Nassanger | Trieb

    Vom klösterlichen Gutshof zum Ort der Sünde

    105_Die Metzgerbräu | Uetzing

    Eine ausgereifte Kombination

    106_Die Simultankirche | Untermerzbach

    (Kon)fusion bei der Konfession

    107_Die Flößerei | Unterrodach

    Brotgeber einer ganzen Region

    108_Die Sonne | Untersiemau

    Dem Zentralgestirn ganz nah

    109_Der Jungferbrunnen | Weißenbrunn bei Kronach

    Entblößter Wasserspender

    110_Der Konfluenzpunkt | Windischletten

    Hier gibt es nichts Besonderes zu sehen

    111_Das Mausoleum | Ziegelsdorf

    Einsames Gebäude mitten im Wald

    Bildteil

    Übersichtskarten

    Vorwort

    Es gibt in der deutschen Sprache kaum ein interessanteres Wort als »merkwürdig«. Mittlerweile umschreibt diese Bezeichnung etwas Seltsames, Sonderbares oder Eigentümliches. Es schwingt eindeutig ein negativer Unterton mit. Aber warum eigentlich?

    Der Begriff ist mir bei Recherchen in alten Coburger Zeitungen aufgefallen. Damals nutzten die Ersteller von Werbeanzeigen das Wort noch in seiner ursprünglichen Form. Es ging um Dinge, die bemerkenswert und denkwürdig waren. Des Ausdrucks wahre Bedeutung erschließt sich tatsächlich erst auf den zweiten Blick. Auffällig ist, dass beide Definitionen, die alte wie die neue, die Ungewöhnlichkeit in sich vereinen. Das Besondere. Etwas, das das Bezeichnete von allem anderen abhebt. Unter keinem besseren Motto könnte daher dieses Buch stehen. Die eigene Heimat kennen die meisten viel zu wenig. Dieses Buch hilft dabei, das Gewohnte, Alltägliche spannend neu wahrzunehmen. An allen Ecken und Enden schlummert etwas Einzigartiges. Das kann ein Ort an sich, das Skurrile auf den zweiten Blick, die Geschichte dahinter oder einfach nur das Liebenswerte sein.

    Ein Tagebucheintrag von Queen Victoria, mit dem sie ihre Zuneigung zu Schloss Rosenau und Coburg, der Heimat ihres Mannes, ausdrückte, unterstreicht dies: »Wäre ich nicht, was ich bin, wäre hier mein wahres Zuhause.«

    Dabei kann sie unmöglich alle 111 Orte aus diesem Buch gekannt haben.

    Dann schon eher der ehemalige Oberbürgermeister Dr. Langer, der 1956 niederschrieb: »Mögen die Alpen wilder und großartiger, mag das Meer gewaltiger sein: Hier umfängt Dich die Lieblichkeit einer stillen Landschaft, wo Baum und Stein, Landschaft und Menschenwerk eine besonders innige Verbindung miteinander eingegangen sind.«

    In diesem Buch lernen Sie die Residenzstadt Coburg und ihre Umgebung mit dem Obermaintal und den zahlreichen Mittelgebirgszügen näher kennen. Es lohnt sich. Versprochen!

    Bad Colberg

    Zum Vollbild

    1_Die Gedenkstätte

    Wüstung Billmuthausen

    Billmuthausen war ein beschauliches kleines Örtchen in unmittelbarer Nähe der heutigen Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Das ehemalige Rittergut, das auf eine über 600-jährige Geschichte zurückblicken konnte, wurde aufgrund seiner grenznahen Lage nach dem Zweiten Weltkrieg Stück für Stück von den Machthabern der DDR zerstört.

    Die Deportation und Ermordung des Gutsbesitzers 1945 durch die Rote Armee, die Schaffung der Sperrzone 1952, die Flucht einiger Familien mit allem Hab und Gut im gleichen Jahr und die Zwangsumsiedlung weiterer Familien 1961 ließen das Bauerndorf mit seinen Wohnhäusern, Ställen und Scheunen immer weiter schrumpfen. 1965 ordneten die Staatsbehörden den Abriss der malerischen Kirche an, um im nächsten Schritt die Grenzanlagen mitten durch die noch vorhandenen Anwesen zu bauen. Die Mühlen und Keller der restlichen Einwohner waren plötzlich vom Ort getrennt. 1977 ließ das Regime die letzten Mühlen abreißen und verkündete die vollständige Räumung des Dorfes. Die Verbliebenen wurden vertrieben, die Gebäude sofort danach abgerissen. 1978 war Billmuthausen »geschleift«, was so viel bedeutet wie »dem Erdboden gleichgemacht«. Nur gegen die Einebnung des Friedhofs konnten sich die ehemaligen Bewohner erfolgreich zur Wehr setzen.

    Info

    Adresse 98663 Billmuthausen | Anfahrt St 2205 Richtung Bad Rodach, nach Gauerstadt, in der Ortsmitte bei Gasthof Wacker links in die Billmuthäuser Straße, dieser dann folgen | Öffnungszeiten immer geöffnet | Tipp Weitere Gedenksteine und Tafeln erinnern an der Grenze zum Landkreis Coburg auch an die Orte Korberoth bei Effelder, Erlebach bei Autenhausen und Liebau bei Wörlsdorf, die das gleiche Schicksal erlitten.

    Zum Innehalten ist die »Wüstung« Billmuthausen noch heute einen Besuch wert: Dem Friedhof und Transformatorenturm wurde ein Gedenkstein beigestellt, eine Gedenkkapelle errichtet und der Dorfbrunnen an alter Stelle wiederaufgebaut. Ein Mahnkreuz und einige Informationstafeln versetzen einen zurück und machen in diesem Fall traurige Geschichte wieder lebendig. Skurril: Im neuen Postleitzahlenkatalog nach der Wende aus dem Jahr 1992 taucht Billmuthausen noch auf und bekommt die identische Postleitzahl wie Bad Colberg zugewiesen. Dabei gab es zu diesem Zeitpunkt schon längst keinen Bewohner mehr.

    In der Nähe

    Das Ummerstädter Kreuz (4.44 km)

    Das Hofcafé Mohnbiene (7.44 km)

    Der Straufhain (7.81 km)

    Die Greifvogelvorführung (8.3 km)

    Zur Online-Karte

    Zum Kapitelanfang

    Bad Königshofen im Grabfeld

    Zum Vollbild

    2_Urbani und Regius

    Schwimmen im Heilwassersee

    zurück

    Es gibt Kneipp-, Luft- oder auch Heilklima-Kurorte. Ein solcher Kurort braucht nicht zwingend eine Quelle. Dann gibt es auch noch Seebäder. Oder einfach nur »Erholungsorte«. Verschiedenste Güte- oder Qualitätssiegel sind hier nur noch schwer auseinanderzuhalten.

    Eine Stufe höher ist die Bezeichnung »Heilbad« einzuordnen. Hier gibt es konkrete Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen. Als Gegenleistung dürfen diese Ortschaften den Titel »Bad« führen. Womit wir nun wieder bei der Quelle sind. Denn Heilbäder besitzen immer ein »Heilmittel des Bodens«, das kann eine Mineral-, Thermal- oder Solequelle sein, alternativ ein Moor.

    Info

    Adresse Am Kurzentrum 1, 97631 Bad Königshofen im Grabfeld, Tel. 09761/91200 | Anfahrt B303 Richtung Schweinfurt, B279 Richtung Bad Neustadt, vor Ort ausgeschildert | Öffnungszeiten siehe www.frankentherme.de | Tipp Die Thermalbäder in Bad Staffelstein, Bad Colberg und Bad Rodach bieten gleichfalls Entspannung in angenehmer Atmosphäre.

    Bad Königshofen hat gleich zwei verschiedene Heilwasservorkommen zu bieten. So weit noch gar nicht ungewöhnlich. In Aachen, übrigens eine der Städte, die das »Bad« im Ortsnamen weglassen, gibt es gar 30 verschiedene.

    Im Gradierpavillon im örtlichen Kurpark kann jeder in den Genuss einer Brise aus der Urbaniquelle kommen, die die Schleimhäute entlastet und die Atemwege frei macht. Diese sogenannte »Champagnerluft« gilt als besonders rein, angenehm kühl und prickelt durch den hohen Anteil von Aerosolen auf der Haut.

    Die Kleinstadt im Grabfeldgau besitzt obendrein seit 2005 den ersten Naturheilwassersee Deutschlands. Was das genau bedeutet? Das Wasser aus der zweiten, der Regiusquelle, wie die Schwesterquelle übrigens ein eher seltenes Bitterheilwasser, wird in einen künstlich angelegten See gespeist. Dieser ist naturbelassen und ungechlort, wird quasi direkt von der Quelle abgezapft. Die Reinigung geschieht durch Pflanzen und Bodenfilter, ganz ohne Chemie. Ökonomie meets Ökologie. Alle Mineralstoffe eines Heilwassers sind übrigens nachweislich heilend, lindernd und vorbeugend. Die Indikationen sind, je nachdem, ob das feuchte Element besonders eisen-, jod- oder solehaltig ist (Aufzählung nicht abschließend), ebenfalls breit gefächert.

    In der Nähe

    Das Siebenwegekreuz (14.16 km)

    Die Schwalbennestorgel (16 km)

    Der Landschaftspark (16.92 km)

    Das Korneffer Kreuz (17.47 km)

    Zur Online-Karte

    Zum Kapitelanfang

    Bad Staffelstein

    Zum Vollbild

    3_Die Adam-Ries-Statue

    Rechnen auf Linien

    zurück

    Der Titel des Rechenmeisters war in der frühen Neuzeit etwas ganz Besonderes. Man würde den damaligen Größen zweifelsohne unrecht tun, wenn man sie auf eine Stufe mit den heutigen Mathematiklehrern stellt. Als Adam Ries just zu jener Zeit, als Kolumbus Amerika entdeckte, in »Staffelsteyn« geboren wurde, war von der »Rechenkunst« die

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