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Das ESP8266-Projektbuch: Heimautomation mit dem WLAN-Chip
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eBook216 Seiten1 Stunde

Das ESP8266-Projektbuch: Heimautomation mit dem WLAN-Chip

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Über dieses E-Book

Mit integrierter WLAN-Schnittstelle und zugleich günstig in der Anschaffung bietet der Mikrocontroller ESP8266 eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten für das Internet der Dinge und die Heimautomation. Dieses Buch liefert einen praxisnahen Einstieg in die vielfältige Welt des ESP8266 und seine Entwicklungsumgebung, die auf der leicht bedienbaren Arduino IDE basiert.
Den Kern des Werkes bilden fünf Projekte mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad, die auf verschiedene Weise zeigen, wie der ESP8266 für IoT- oder Smart-Home-Projekte eingesetzt werden kann. Basierend auf seiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Elektronik erklärt der Autor, wie man eine eigene Wetterstation baut, die lästige Bewässerung des Gartens dem Controller überlässt, einen Briefkastensensor anbringt oder einfach eine schöne Beleuchtung mit Philips Hue steuert. Will man sich selbst oder seinen Kindern dann auch noch eine Freude machen, wird der automatisierte Adventskalender für eine wundervolle Festtagsstimmung sorgen.
Das Buch ist dabei leicht verständlich geschrieben und möchte Sie dazu anregen, die Projekte nicht einfach nur nachzubauen, sondern sie Ihren Bedürfnissen entsprechend anzupassen und zu erweitern.
SpracheDeutsch
Herausgeberentwickler.press
Erscheinungsdatum28. Nov. 2016
ISBN9783868026931
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    Buchvorschau

    Das ESP8266-Projektbuch - Martin Mohr

    hat.

    1 Einleitung

    1.1 Hinweise

    An dieser Stelle einige Hinweise, die ich vorab ansprechen möchte. Das Wichtigste sind die Grundbedürfnisse unseres Körpers, denn schließlich ist unser Überleben im Bastelkeller zu sichern.

    Es ist immer dafür zu sorgen, dass genügend koffeinhaltige Getränke vorhanden sind.

    Die Notrufnummer des Pizzaboten muss gut sichtbar neben dem Telefon hängen.

    So, nun Spaß bei Seite: Der wichtigste Punkt ist die Sicherheit, um Ihr Heim, Ihre Gesundheit und die Ihrer Lieben zu schützen. Da in der heutigen Zeit die Elektrizität allgegenwärtig ist, sollte man zumindest die wichtigsten Grundregeln im Umgang mit ihr kennen und beherzigen. Finger weg von der Netzspannung! Es soll Leute geben, die nur ein leichtes Kribbeln spüren, wenn sie an die Netzspannung greifen. Das ist aber eher die Ausnahme. Üblicherweise liegt es daran, dass diese Personen eine sehr dicke Hornhaut an den Fingern haben. Wenn Sie nicht zu dieser reptilienähnlichen Gattung Mensch gehören, sollten Sie es sich immer gut überlegen, bevor Sie etwas anfassen. Um die Sicherheit bei der Durchführung der Projekte zu gewährleisten, sind alle so aufgebaut, dass man sie mit Netzteilen betreiben kann. Bei der Wahl des Netzteils ist natürlich darauf zu achten, dass keine Teile zugänglich sind, die Netzspannung führen. Solange Sie wie hier beschrieben arbeiten, kann nichts schief gehen.

    Die zweite große Gefahrenquelle ist der Lötkolben. Seine Spitze wird verdammt heiß. Genauer gesagt: Bis zu 450° C. Daher rate ich Ihnen, darauf zu achten, sie nicht zu berühren. Passiert es einem dennoch, wird man diese Erfahrung kein zweites Mal machen wollen. Alle Arbeiten rund ums Löten sollten auf einer nicht brennbaren Arbeitsfläche (z. B. Glas) erfolgen. Was schon weniger Menschen wissen: Lötzinn ist ziemlich schädlich für den menschlichen Körper. Es beinhaltet normalerweise recht viel Blei, ein Schwermetall, das Vergiftungen hervorruft. Das ist leider noch nicht alles. Sehen wir uns das Flussmittel innerhalb des Lötzinns an. Es ist beim Verschlucken hochgiftig. Nun fragt man sich: Wer würde freiwillig Flussmittel schlucken? Das Flussmittel hat die unangenehme Eigenschaft zu spritzen. Nach einer Lötsession können Sie davon ausgehen, Blei und Flussmittelreste an den Fingern zu haben. Von dort kommen die Schadstoffe dann leicht auf das kalte Stück Pizza von gestern. Den Rest können Sie sich sicher selbst ausmalen. Ich vertrete die Meinung, dass Lebensmittel generell nichts in der Nähe des Lötkolbens verloren haben. Sie sollten immer ein Stückchen vom Ort des Geschehens entfernt stehen, wenn Sie Ihr Essen unbedenklich genießen wollen. Es ist vermutlich auch höchst unangenehm, ein abgeknipstes Transistorbeinchen quer im Hals stecken zu haben. So, das soll es jetzt aber gewesen sein, mit dem erhobenen Zeigefinger. Wir wollen ja interessante Projekte verwirklichen und keine Arbeitssicherheitsschulung machen.

    Das Internet ist eine sich schnell verändernde Angelegenheit. Dieses sollten Sie immer im Hinterkopf haben, wenn Sie einem der in diesem Buch abgedruckten Links folgen. Die Links haben bei Drucklegung alle einwandfrei funktioniert. Es ist nun einmal ein bekanntes Problem, dass sie sich ohne Vorwarnung ändern können. Sollten Sie auf einen toten Link in diesen Buch stoßen, ergoogeln Sie sich bitte die Quelle neu.

    1.2 Steckbrief des ESP8266

    Der ESP8266 ist ein Mikrocontroller, der seinen Konkurrenten gegenüber einen entscheidenden Vorteil hat: Bei ihm ist eine WLAN-Schnittstelle schon ab Werk mit verbaut. Das bekommt man so bei keinem anderen Mikrocontroller in dieser Preisklasse geboten. Der Fairness halber muss man zugeben, dass der ESP8266 nicht wirklich viele GPIOs (general purpose input/output) hat, und auch der eine analoge Eingang ist eher dünn. Dafür hat er allerdings I²C- und SPI-Schnittstellen an Bord, um seinen Funktionsumfang, falls nötig, zu erweitern. Der Hersteller hat sich natürlich etwas dabei gedacht, als er diesen Mikrocontroller so entworfen hat. Primär ist er dazu konzipiert, beliebige elektronische Komponenten an das WLAN anzubinden. Durch seinen Aufbau und auch seine geringe Größe ist er für viele verschiedene Anwendungsfälle geeignet. Das Internet of Things ist derzeit in aller Munde, hier kann der ESP8266 sowohl als Client wie auch als Server alle Trümpfe ausspielen. Zusätzlich hat er ausgeklügelte Energiesparfunktionen, die sogar einen Batteriebetrieb ermöglichen. Seine vorhandenen GPIOs reichen für die meisten Anwendungen, die man sich im Bereich IoT und auch Hausautomation vorstellen kann, vollkommen aus. Nicht zu vergessen ist seine beachtliche CPU-Leistung, mit der er auch komplexere Probleme lösen kann. Und natürlich ist sein bastlerfreundlicher Preis von unter 4 Euro ein dicker Pluspunkt.

    1.3 Testgelände

    Um die Projekte in diesem Buch realisieren zu können, benötigen wir eine Entwicklungsumgebung (IDE = Integrated Development Environment). Was liegt näher, als sich für eine IDE zu entscheiden, die schon auf die Bedürfnisse des Mikrocontrollerprogrammierers zugeschnitten ist? Die Arduino IDE bietet uns genau das, was wir brauchen. Sie ist zur Entwicklung von Programmen für Mikrocontroller konzipiert worden, leicht zu bedienen und hat ein spezielles Plug-in für den ESP8266 an Bord. Man kann die Software kostenfrei für alle üblichen Betriebssysteme von der Homepage des Arduino-Projekts herunterladen. Natürlich ist auch für das allseits beliebte und betriebssichere Linux eine 32/64-Bit-Version vorhanden.

    1.4 Hardware

    Damit wir überprüfen können, ob das Installieren und Einrichten der Software fehlerfrei verlaufen ist, bauen wir uns eine Testhardware zusammen. Es ist zwar nicht besonders anspruchsvoll, eine LED blinken zu lassen, aber es reicht, um die grundlegende Kommunikation zwischen PC und ESP8266 zu testen. Das Testprogramm zeigt uns auch gleich, wie man über die USB-Schnittstelle Debuginformationen vom ESP8266 an die Arduino IDE senden kann. Für den Testaufbau benötigen wir die in Tabelle 1.1 aufgeführten Bauteile.

    Tabelle 1.1: Bauteilliste für die Testhardware

    Auf dem Schaltplan (Abbildung 1.2) ist zu sehen, wie alle Komponenten miteinander verbunden werden müssen. Damit Sie eine Vorstellung bekommen, wie ein solcher Aufbau aussehen kann, werfen Sie bitte einen Blick auf Abbildung 1.1. Es ist kein großer Aufwand, mit einer Steckplatine eine Testhardware für den ESP8266 aufbauen.

    Abbildung 1.1: Die Testumgebung auf einer Steckplatine

    Abbildung 1.2: Der Schaltplan zur Testumgebung

    Der ESP8266 hat leider ein etwas kleineres Rastermaß als die Steckplatine. Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen. Die erste ist, dass wir uns einfach im Internet einen schicken Adapter für unseren Mikrocontroller bestellen (Abbildung 1.3). Bei diesen Adaptern muss man allerdings etwas aufpassen, da sie schon mit einigen Widerständen bestückt sind. Man sollte auf jeden Fall überprüfen, ob die schon vorhandene Bestückung für das eigene Projekt sinnvoll ist.

    Abbildung 1.3: Adapter, um den ESP8266 in die Steckplatine stecken zu können

    Die zweite, etwas kostengünstigere Lösung ist, sich aus Leitungsresten selbst einen Adapter zu basteln. Das ist gar nicht so schwer, wie es sich zuerst anhört.

    Schritt 1: Einige Zentimeter Leitung unter leichtem Zug glätten.

    Schritt 2: Den Kupferkern von der Isolierung trennen.

    Schritt 3: Ca. 3 cm lange Kupferstücke schneiden, die Isolierung in ca. 1 cm lange Stücke schneiden.

    Schritt 4: Die Kupferstücke möglichst gerade an den ESP8266 löten. Es hilft, das andere Ende in eine alte Steckplatine (Achtung, es kann beim Löten Schaden nehmen, wenn es zu heiß wird!) zu stecken.

    Schritt 5: Die Isolierung wieder über das Kupfer schieben.

    Und fertig ist unser selbst gebauter Adapter. Wenn man etwas Übung im Löten hat, braucht es nur wenig Zeit und kostet nichts. Der Adapter kostet allerdings auch nur 3,50 €. Egal, für welche von den zwei Lösungen Sie sich entscheiden, der ESP8266 kann jetzt auf die Steckplatine montiert werden.

    Oder um es in UNIX auszudrücken: mount -t Hardware /dev/ESP8266 /ProtoBoard.

    Unser Testaufbau wird über ein altes USB-Kabel mit Spannung versorgt. In Abbildung 1.4 ist zu sehen, wie ein USB-Anschluss beschaltet ist. Normalerweise ist die rote Leitung Plus und die schwarze Minus. Im Zweifel kann ich nur raten, die Leitung vor dem ersten Versuch auszumessen. Ein USB-Anschluss kann bei einer Spannung von 5 Volt eine Stromstärke von bis zu 500 mA (Milliampere) liefern. Das ist leider etwas zu viel Spannung, um den ESP8266 direkt daran anzuschließen. Der ESP8266 benötigt eine Betriebsspannung im Bereich von 3 bis 3,6 Volt. Wird er an eine höhere Spannung angeschlossen, geht er kommentarlos kaputt. Wir müssen also ein Bauteil dazwischen schalten, das die

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