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111 Orte in Tübingen, die man gesehen haben muss: Reiseführer
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111 Orte in Tübingen, die man gesehen haben muss: Reiseführer
eBook577 Seiten2 Stunden

111 Orte in Tübingen, die man gesehen haben muss: Reiseführer

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Über dieses E-Book

Oft als Stadt der Dichter und Denker apostrophiert, schlägt die altehrwürdige Universitätsstadt am Puls der Zeit. Tradition und Trend sind hier kein Widerspruch, und so verbindet sich in Tübingen pittoreskes Lokalkolorit mit hoher Lebensqualität und dynamischer Stadtentwicklung. Mit seinem vollständig erhaltenen historischen Stadtkern und der malerischen Umgebung weiß das schwäbische Idyll mit ureigenem Charme Geschichten über Geschichten von damals und heute zu erzählen.
SpracheDeutsch
HerausgeberEmons Verlag
Erscheinungsdatum30. Nov. 2016
ISBN9783960410591
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    Buchvorschau

    111 Orte in Tübingen, die man gesehen haben muss - Katharina Sommer

    111 Orte in und um Tübingen, die man gesehen haben muss

    Katharina Sommer

    emons: Verlag

    Impressum

    Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

    © Emons Verlag GmbH // 2016

    Alle Rechte vorbehalten

    Texte: Katharina Sommer

    © der Fotografien: Katharina Sommer, außer

    Ort 4: mauritius images/Silwen Randebrock/Alamy; Ort 9: Hermann Kurz; Ort 21: Dieter Stoll; Ort 23: Angelika Wolter/pixelio; Ort 29 unten: Gert Fleischer/Schwäbisches Tagblatt Rottenburg; Orte 39, 100: Pit Eitle; Kap. 58, 64, 79, 98: Museum der Universität Tübingen/Valentin Marquardt; Ort 59: Universitätsbibliothek Tübingen-MaVi165_p77v; Orte 41, 83, 96, 97, 102: Elke Jokers; Ort 89: Phillip/Streitkultur e.V.; Ort 94 unten: Gebrüder Metz/Stadtarchiv; Ort 103: Chris Wohlwill/Wüste Welle; Ort 104: Achim Bornhoeft

    © Covermotiv: mauritius images/Westend61

    Gestaltung: Emons Verlag

    Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

    ISBN 978-3-96041-059-1

    E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

    Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons:

    Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

    Inhalt

    Vorwort

    1_Im Gärtle | Ammerbuch-Entringen

    Kunstwerke auf Teller und Leinwand

    2_Die Römerquelle | Bad Niedernau

    Auch stille Wasser sind nass

    3_Die Sieben-Täler-Höhle | Bad Niedernau

    Schmaler »Gang« zwischen Faszination und Panik

    4_Das Kloster Bebenhausen | Bebenhausen

    Da drückten die Zisterzienser ein Auge zu

    5_Das Belsener Kirchle | Belsen

    Wer alle Geheimnisse kennt, kennt kein Geheimnis

    6_Das Obstsortenmuseum | Belsen

    Auch krumme Bäume tragen Früchte

    7_Das Museum Anthon | Breitenholz

    Eine Wiese als Quelle der Inspiration

    8_Das Kathree-Häusle | Dettenhausen

    Wo man sich ziemlich nahe kam

    9_Der Doschka-Garten | Dettingen

    Wo sich Kunst und Natur die Hände reichen

    10_Die Steinzeit-Werkstatt | Dußlingen

    Hier hätten Fred Feuerstein & Co. wahre Freude

    11_Schloss Einsiedel | Einsiedel

    Geballte Geschichte auf 340 Hektar Schönbuch

    12_Die Schlüsselsteine | Einsiedel

    Schlüsselerlebnisse im Mönchsorden

    13_Das Gomaringer Schloss | Gomaringen

    Hier war nicht jeder Gast willkommen

    14_Die Mammutbäume am Schweinhag | Hagelloch

    Rechenfehler mit »großen« Folgen

    15_Das Schloss Hohenentringen | Hagelloch

    Ein stetes Kommen und Gehen

    16_Der Hirschauer Hirsch | Hirschau

    Rost nach Plan

    17_Die Keltengräber | Kilchberg

    Das Leben der Ahnen erahnen

    18_Die Kilchberger Kirchturmspitze | Kilchberg

    »Wundertüte« mit Tradition

    19_Pustefix | Kilchberg

    Bubble Economy, oder was?

    20_Das Pfeilergrabmal | Kirchentellinsfurt

    Von rätselhaften Löwen und Sphingen

    21_Das Scheunenkino Metropol | Kusterdingen

    Im Western nichts Neues

    22_Der Bergrutsch | Mössingen

    »Haltlos« in die Tiefe

    23_Das NABU-Vogelschutzzentrum | Mössingen-Ziegelhütte

    Hier piept’s wohl

    24_Das Kirschblütenfest | Nehren

    Wo der Wandel Bestand hat

    25_Das Tante-Emma-Museum | Obernau

    Siedlerstolz, Zichorie und andere vergessene Dinge

    26_Das Schneckenpflaster | Ofterdingen

    Schneckentempo war gestern

    27_Die Neske-Bibliothek | Pfullingen

    Wo Weltansichten aufeinandertrafen

    28_Das Sprechgitter | Pfullingen

    Ein Fenster zur Welt

    29_Die Kanonen der Bürgerwache | Rottenburg

    Der Zufall kam zupass

    30_Der Wildrosengarten | Rottenburg

    Wo Bienen gerne wohnen

    31_Der Kornbühl | Salmendingen

    Alles im grünen Bereich

    32_Der Birkensee | Schönbuch-Naturpark

    Wo die Füße trocken bleiben

    33_Das Pfeifferkreuz | Schönbuch-Naturpark

    Wo Tragödien im Dunkeln bleiben

    34_Die Alte Lindenallee | Tübingen

    Was ist schon für die Ewigkeit?

    35_Der Alte Schlachthof | Tübingen

    Wo Fruchtfleisch nebensächlich war

    36_Der Ammerfriedhof | Tübingen

    Am Ende aus der Reihe getanzt

    37_Die Bernhardt’sche Walze | Tübingen

    Wo die Schatten wandern

    38_Der Bonatzbau | Tübingen

    Wo es von allem ein bisschen gibt

    39_Boulanger | Tübingen

    Alkohol ist keine Lösung, sondern ein Destillat

    40_Doblerstraße 18 | Tübingen

    Wenn das Schicksal die Karten mischt ...

    41_Der Eisenmeteorit | Tübingen

    Geschenk des Himmels

    42_Das Elisabeth-Käsemann-Grab | Tübingen

    Wenn die Gerechtigkeit untergeht

    43_Der Energie-Rundweg | Tübingen

    Wo es mit grünem Beispiel vorangeht

    44_Das Epple-Haus | Tübingen

    Symbol einer wilden Vergangenheit

    45_Floßkultour | Tübingen

    Astreine Sache

    46_Die G91-Halle | Tübingen

    Vorboten einer neuen Welt

    47_Der Gehörnte | Tübingen

    Wo man ins Grübeln kommt

    48_Das Gemeinschaftskraftwerk | Tübingen

    Anfeuern leicht gemacht

    49_Der geografische Mittelpunkt | Tübingen

    Es kommt immer auf die Perspektive an

    50_Die Glocke | Tübingen

    Inspiration für den Dichterfürsten – Glocke in »b«

    51_Die Goethetafel | Tübingen

    Hier kotzte Goethe

    52_Das Goethehäuschen | Tübingen

    Idyllisch, schön und »aussichtsreich«

    53_Das Haus des Attentäters | Tübingen

    Wo Ideen Schicksal schrieben

    54_Das Haus des Tanzmeisters | Tübingen

    French Connection zum Sonnenkönig

    55_Die Jakob-van-Hoddis-Staffel | Tübingen

    Ein »Treppenwitz« der Geschichte

    56_Der Kartoffelladen | Tübingen

    Die Mischung macht’s

    57_Der Kettensäger | Tübingen

    Klotzen statt kleckern

    58_Die Klangkörper | Tübingen

    Von Tuten und Blasen

    59_Das Koranfragment | Tübingen

    Wo Alter für Furore sorgt

    60_Kunst im Klinikum | Tübingen

    Bis der Arzt kommt

    61_Der literarische Radweg | Tübingen

    Wo sich die schreibende Zunft die Hände reichte

    62_Das Lotte-Zimmer-Denkmal | Tübingen

    Da scheiden sich die Geister

    63_Die Marmortafeln | Tübingen

    Wo Kunst mit Füßen getreten wird

    64_Mind Things | Tübingen

    Wahrnehmung auf dem Prüfstein

    65_Mörikes Kegelbahn | Tübingen

    Nudelnüchtern Kugeln schieben

    66_Die Mühlstraße | Tübingen

    Fürs Städtle Berge versetzen

    67_Die Natursteine | Tübingen

    Wo sich Sprüche leichter klopfen lassen als Steine

    68_Die Neckarhalde 38 | Tübingen

    Tragen alle mehr, tragen alle weniger

    69_Das Neckarkraftwerk | Tübingen

    Wo der Fluss zum Strom wird

    70_Die Neue Straße 1 | Tübingen

    Wo die Cuisine française Begehrlichkeiten weckte

    71_Das Niemeyer-Haus | Tübingen

    In Rechtecke vernarrt

    72_Die Nymphe am Mühlbach | Tübingen

    Ein Schelm, wer Böses dabei dachte

    73_Die Ödenburg | Tübingen

    Wo es unsichtbare Dinge zu sehen gibt

    74_Der Pfleghof-Erker | Tübingen

    Lindgrens Karlsson hätte es gefallen

    75_Der Professorenstein | Tübingen

    Zauberwald im Dornröschenschlaf

    76_Der Radlerkönig | Tübingen

    Wenig Gnade für die Wade

    77_Schickards Rechenmaschine | Tübingen

    Da wäre Blaise Pascal erblasst

    78_Das Schimpfeck | Tübingen

    Spielball feinsinniger Architektur

    79_Das Schlosslabor | Tübingen

    Wo die Nadel im Heuhaufen steckte

    80_Siddharthas Sparkasse | Tübingen

    Wo Zinsen kein Thema sind

    81_Die Sonnenscheiben | Tübingen

    Wo Vergangenheit auf Gegenwart trifft

    82_Der Stadtfriedhof | Tübingen

    Gerade noch einmal gut gegangen

    83_Der Stadtteilbauernhof Lustnau | Tübingen

    Bauernregel: Regen im Mai, April vorbei

    84_Der Steinbruch im Hägnach | Tübingen

    Wo Urgeschichte ins Grübeln bringt

    85_Das Steinkind von Leinzell | Tübingen

    Wunder für die Ewigkeit

    86_Die Sternwarte | Tübingen

    Wo man sich besonders und winzig fühlt

    87_Die Stocherkähne | Tübingen

    Wo Mann und Stange unzertrennlich sind

    88_Die Stolpersteine | Tübingen

    Wo Geschichte begehbar ist

    89_Der Streitkultur e. V. | Tübingen

    Hier sind Zwietrachten in Mode

    90_Der Synagogenplatz | Tübingen

    Wo einem die Worte fehlen

    91_Der Tatort bei Frau Hopf im Schlosscafé | Tübingen

    Immer wieder sonntags

    92_Der Theatersport | Tübingen

    Wo Scheitern gefragt ist

    93_Das Thiepval-Areal | Tübingen

    Nägel werden immer geschlagen

    94_Das Tübinger Fass | Tübingen

    Wo trockenes Nass gefragt war

    95_Der Tübinger Neckar | Tübingen

    Hier sind Ausnahmen die Regel

    96_Der Tübinger Tierpark | Tübingen

    Da gab es Brüllen, Bellen, Knurren und Piepsen

    97_Die Umsonstläden | Tübingen

    Feierabend für Langfinger & Co.

    98_Die Vogelherd-Figuren | Tübingen

    Wo manche kopflos sind

    99_Die Wagenburg | Tübingen

    My home is my castle

    100_Der Wasserturm | Tübingen

    Nur Zentimeter trennen Welten

    101_Das Wildermuth-Denkmal | Tübingen

    Wie die Schreiberin, so das Buch

    102_Das Willi | Tübingen

    Wo immer mal was wegkommt

    103_Wüste Welle | Tübingen

    Selbst eckige Radios bieten Rundfunk

    104_Das Zinser-Eck | Tübingen

    Ein Tropfen auf den heißen Stein

    105_Zundels Berghof | Tübingen

    Wo Privilegien zu Hause waren

    106_Der Gasthof Lamm | Unterjesingen

    Das Ländle »brennt«

    107_Das Keltermuseum | Unterjesingen

    Selbst Weißwein macht rote Nasen

    108_Die Milchtankstelle | Waldhausen

    Wo Milch ohne Honig fließt

    109_Die Weiler Burg | Weiler

    Wo sich der Adel die Hände reichte

    110_Der Weilheimer Menhir | Weilheim

    Ein echt harter Brocken

    111_Der Pfaffenberg | Wendelsheim

    Wo Kröten First Class residieren

    Bildteil

    Übersichtskarten

    Vorwort

    Obwohl ich nach gut 30 Jahren Tübingen nur noch als halb »reingeschmeckt« gelten dürfte, hat sich meine Arbeit an den 111 Orten in und um die kleine Weltstadt am Neckar als erstaunliche Reise erwiesen. Zwischen Offensichtlichem und Verstecktem war nichts zu groß und nichts zu klein. Egal, ob das kaum zu übersehende Thiepval-Areal oder der fast nicht mehr auszumachende Ammerfriedhof, der protzige Waldhäuser Wasserturm oder ein kleiner Automat für Blumensamen – vieles hat in und um Tübingen mein Stadtbild verändert. Ich bin kuriosen, lustigen, historischen, aber auch traurigen Orten begegnet, und je nach Perspektive und zweitem Blick eröffneten sich unbekannte, spannende Aspekte. Tübingen lässt sich nicht neu erfinden, aber hier und dort neu erschließen.

    Wer in diesem Buch über Tübingen und Umgebung eine leidenschaftliche Beschreibung des Hölderlinturms erwartet, wird aber vergeblich blättern. Auch das neu herausgeputzte historische Rathaus hat es nicht auf die Seiten geschafft, ebenso wenig wie die Kunsthalle, die mit ihren hochkarätigen Ausstellungen Tübingen vor Jahren schon an die Seite großstädtischer Museen katapultierte. Denn Tübingens »klassische« Sehenswürdigkeiten sind bereits bestens beschrieben und aufgearbeitet. 

    Allein von Neugier angetrieben, habe ich die 111 Orte wie zufällig aneinandergereiht. Heute gehe ich mit Freude, Respekt und nach wie vor mit ungebrochener Wissbegierde durch die mit ihren unzähligen Facetten so reiche Stadt, die eingebettet ist in ihr nicht weniger faszinierendes Umland. Meine Begeisterung für Land und Leute zu teilen und den Blick auf Tübingen und Umgebung zu schärfen, das ist die Idee dieses Buches.

    Ammerbuch-Entringen

    Zum Vollbild

    1_Im Gärtle

    Kunstwerke auf Teller und Leinwand

    Das Wort Kunstgenuss hat »Im Gärtle« eine weitreichende Bedeutung. Denn das nunmehr in der dritten Generation geführte Restaurant am Rand des Schönbuchs verbindet Kunst und Kulinarik in einem Ambiente von ganz eigenem Flair. In jedem der Räume, von der gemütlichen Malerstube über das barocke Kaminzimmer bis hin zum lichtdurchfluteten Pavillon, überall setzen Werke des Künstlers Manfred Luz »malerische« Akzente. Selbst Gartenzimmer und Terrasse bilden da keine Ausnahme. Das hat natürlich einen Grund. Vor knapp 50 Jahren realisierte Luz mit der Eröffnung seines Restaurants die Idee, Gaumenfreuden und Kunst zusammenzubringen. Gelungen ist es ihm allemal. Heute hantieren seine Enkel leidenschaftlich mit Kochtopf und Kelle und überzeugen Gourmets wie Schleckermäuler gleichermaßen. Küchentraditionen gehen hier ganz nach dem Motto des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes »Schmeck den Süden« Hand in Hand mit moderner Gastronomie. Als Garant für unverfälschten Genuss finden nur qualitativ hochwertige Produkte der Region ihren Weg auf den Tisch.

    Nur ein paar Meter durch den Garten öffnet sich eine weitere Tür, hinter der das Lebenswerk des passionierten Künstlers Luz seinen Platz gefunden hat. Das nach Richtlinien moderner, funktionaler Architektur in Eigenregie erbaute Kunstmuseum im Bauhausstil dokumentiert seine von unterschiedlichen Strömungen wie Kubismus und Expressionismus oder auch metaphysischer Bildsprache geprägten Schaffensphasen auf 500 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Rund 140 Werke, meist in Aquarell oder Öl, zeigen die Entwicklung und Ausdruckskraft des Künstlers seit frühester Jugend: von ersten Körperstudien über oft großflächige farbenstarke Gemälde bis hin zu Werken, in die vielerlei Motive Eingang fanden. So thematisierte er etwa mit Tschernobyl dunkle Kapitel der Geschichte genauso wie die einzigartige Schönheit von Landschaft und Natur.

    Info

    Adresse Restaurant »Im Gärtle« und Kunstmuseum Manfred Luz, Bebenhauserstraße 44, 72119 Ammerbuch-Entringen, www.imgaertle.de und www.kumuluz.de | ÖPNV Regionalbahn, Haltestelle Ammerbuch-Entringen, Fußweg etwa 10 Minuten | Öffnungszeiten Restaurant Mi–Do 11.30–14.30 und 17.30–23.30 Uhr, Fr–So 11.30–21.30 Uhr, ab Mai auch Di; Kunstmuseum Manfred Luz Fr–So 14–18 Uhr | Tipp An der Evangelischen Michaelskirche in der Kirchstraße sind teilweise noch Fragmente aus romanischer Zeit erhalten. Öffnungszeiten: April–Okt. So nach dem Gottesdienst bis 18 Uhr.

    In der Nähe

    Das Schloss Hohenentringen (1.16 km)

    Das Museum Anthon (1.95 km)

    Die Mammutbäume am Schweinhag (2.43 km)

    Das Keltermuseum (3.41 km)

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    Bad Niedernau

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    2_Die Römerquelle

    Auch stille Wasser sind nass

    zurück

    Dass sich an der Quelle bei Bad Niedernau schon die Römer labten, brachte dem Geschenk der Natur ganz zu Recht seinen Namen ein. Bei Grabungen im Jahr 1836 wurden nicht nur Schmuck und Gefäßfragmente aus der Römerzeit ans Tageslicht befördert, sondern auch rund 300 Münzen aus der Zeit von Kaiser Nero bis Kaiser Valens und nicht zuletzt ein Relief Apollo Grannus’. Der Tausendsassa im Pantheon römisch-griechischer Kulturen galt auch den Kelten als Gottheit des Quellwassers und Bades. Ob der Ort am Zugang der Wolfsschlucht auch der römischen Badekultur diente oder als Heiligtum für die Bewohner der nahe gelegenen bedeutenden Siedlung Sumelocenna, bleibt bislang offen.

    Vergessen wurde die Quelle seither nicht. In Chroniken taucht sie erstmals 1471 als »Sauerbronnen« auf. Doch das feinperlige Wasser schmeckt eher mild und erfrischend – Eigenschaften, die dem Weg des Wassers zu verdanken sind, das aufgrund seines Mineralienreichtums heute gar als Heilwasser deklariert wird. Ins Erdreich eingesickertes Regenwasser passiert neben der Grundwasserschicht mehrere Gesteinsschichten aus Kalkstein, Dolomit und Tonsteinen und reichert sich hier mit Mineralstoffen, allen voran Calcium, an. In rund 25 Metern Tiefe ist die Reise zu Ende, denn hier trifft das Wasser auf eine undurchlässige Schicht vulkanischen Ursprungs.

    Info

    Adresse Bachstraße (Verlängerung Waldweg), 72108 Bad Niedernau | ÖPNV Regionalbahn bis Bahnhof Rottenburg; von hier aus Bus AST 7626, Haltestelle Bad Niedernau (insgesamt 20 Minuten); dann etwa 20 Minuten zu Fuß entlang der Bachstraße | Öffnungszeiten Im Winter ist das Wasser abgestellt. | Tipp Beim ehemaligen Kurhaus lockt linker Hand der Bachstraße eine kleine, gepflegte Parkanlage mit See und Pavillon zum Nichtstun.

    Dass Niedernau 1936 den Beinamen »Bad« erhielt, ist auf den Arzt Franz Xaver Raidt zurückzuführen, der 1804 in dem malerischen Dörfchen ein Kurbad etablierte. Wer etwas auf sich hielt, erholte sich genau hier. Da bildete auch die württembergische Königsfamilie keine Ausnahme. 1961 kaufte das Unternehmen Aqua Römer die Quelle auf und vertreibt seither das Wasser des ergiebigen Gesundbrunnens.

    Verfehlen kann man die Quelle kaum, denn ein modern-römisches Häuschen nebst öffentlich zugänglichem Wasserhahn markiert seit Jahren die Stelle.

    In der Nähe

    Die Sieben-Täler-Höhle (0.53 km)

    Die Weiler Burg (2.27 km)

    Das Tante-Emma-Museum (2.72 km)

    Der Doschka-Garten (3.43 km)

    Zur Online-Karte

    Zum Kapitelanfang

    Bad Niedernau

    Zum Vollbild

    3_Die Sieben-Täler-Höhle

    Schmaler »Gang« zwischen Faszination und Panik

    zurück

    Dort, wo im Katzenbachtal Fledermäuse ein heimeliges Winterquartier finden, wartet auf unerschrockene Abenteurer eine »kleine« Herausforderung, auf Klaustrophobiker ein Alptraum. Denn klein und eng ist die größte Höhle im Landkreis Tübingen letzten Endes doch.

    Schon der Eingang, mehr Höllenschlund als Höhlenschlund, zwingt Couragierte im wahrsten Sinne des Wortes sofort in

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