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Sisyphos: Die hohe Kunst des Scheiterns
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eBook140 Seiten1 Stunde

Sisyphos: Die hohe Kunst des Scheiterns

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Über dieses E-Book

Die Beziehungen zwischen Männern und Frauen in einem gesellschaftskritischen Kontext und das auch noch vor einem autobiografischen Hintergrund zu schildern, ist kein leichtes Unterfangen.
Aber mit einem hohen Maß an Ironie und Sarkasmus ist, mit (selbst-) kritischen Unterton aber ohne erhobenem Zeigefinger oder gar in Zynismus zu verfallen, der Spagat zwischen persönlicher Vergangenheitsbewältigung und einer humorvollen Schilderung eben dieser Beziehungen gelungen.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum12. Dez. 2016
ISBN9783743107243
Sisyphos: Die hohe Kunst des Scheiterns
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Autor

Norbert Engels

Norbert Engels, geboren im November 1960, hat sich nach der Schulzeit bereits in vielen verschiedenen Berufen und Branchen versucht, bis er zu Anfang des Jahres 2003 auch noch zum Schreiben fand. Bisher allerdings nur für sich selbst. Sisyphos ist sein erstes veröffentlichtes Buch. Der Autor lebt und arbeitet nach wie vor in Neuss.

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    Buchvorschau

    Sisyphos - Norbert Engels

    Über dieses Buch

    Die Beziehungen zwischen Männern und Frauen in einem gesellschaftskritischen Kontext und das auch noch vor einem autobiografischen Hintergrund zu schildern, ist kein leichtes Unterfangen. Aber mit einem hohen Maß an Ironie und Sarkasmus ist, mit (selbst-) kritischem Unterton aber ohne erhobenem Zeigefinger oder gar in Zynismus zu verfallen, der Spagat zwischen persönlicher Vergangenheitsbewältigung und einer humorvollen Schilderung eben dieser Beziehungen gelungen.

    Über den Autor

    Norbert Engels, geboren im November 1960, hat sich nach der Schulzeit in vielen verschiedenen Berufen und Branchen versucht, bis er Anfang des Jahres 2003 auch noch zum Schreiben fand. Bisher nur für sich selbst. Sisyphos ist sein erstes veröffentlichtes Buch. Der Autor lebt und arbeitet nach wie vor in Neuss.

    Für Melanie und Lisa,

    Ihr seid das Beste, was mir in diesem Leben gelungen ist.

    Inhaltsverzeichnis

    Vorspiel

    Tag 1

    Zwischenspiel I

    Standortbestimmung oder My Generation

    Tag 2

    Zwischenspiel II

    Quo vadis Deutschland

    Tag 3

    Zwischenspiel III

    Der Fisch der stinkt vom Kopfe her

    Tag 4

    Zwischenspiel IV

    Im Geist liegt die Freiheit oder dürfen Dumme wählen?

    Tag 5

    Zwischenspiel V

    Der Gottesfaktor

    Tag 6

    Zwischenspiel VI

    Und morgen die ganze Welt

    Tag 7

    Zwischenspiel VII

    Wehe wenn der Murat kommt

    Tag 8

    Zwischenspiel VIII

    Anderes Thema oder Hauptsache es schmeckt

    Dunkle Tage

    Tag 9

    Zwischenspiel IX

    Nebenkriegsschauplatz

    Tag 10

    History

    Sexuelle Höhepunkte

    Zwischenspiel X

    Ein Gedicht

    Nachspiel

    Danksagung

    Das, was wir aus Liebe tun, tun wir im höchsten Maße freiwillig.

    Thomas von Aquin

    Vorspiel

    Wer immer beim Lesen der ersten Seiten oder bereits beim Betrachten des Klappentextes der Meinung ist, bei diesem Buch handele es sich um eine Generalabrechnung mit den Frauen insgesamt oder zumindest mit denen, die in meinem Leben eine Rolle gespielt haben, der wird enttäuscht werden.

    Das Gegenteil ist der Fall, wenn hier jemand schlecht bei wegkommt, dann eher die Männer, in letzter Instanz ich, da es ja meine Erlebnisse und Erfahrungen sind, die hier zum Besten gegeben werden. Letztendlich ist es eher eine, gelegentlich kritische, Hommage an die Frauen. Sie sind schließlich die weitaus bessere Hälfte der Menschheit, der ich den größten Respekt entgegenbringe. Wo wären wir Männer ohne sie? Vermutlich würden wir immer noch in Höhlen hausen, uns gegenseitig die Köpfe einschlagen und ob wir für uns selbst das Feuer oder das Rad erfunden hätten, ist ebenfalls fraglich.

    Frauen treiben uns tatsächlich und täglich aufs Neue zu Höchstleistungen an auch wenn Zyniker wie Oskar Wilde der Meinung waren, dass Frauen uns Männer beseelen, Meisterwerke zu schaffen nur um uns dann daran zu hindern, sie auch auszuführen.

    Wie auch immer: Meine Generation und alle seither folgenden sind überwiegend durch Frauen sozialisiert worden. Mütter, Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen sind es, die uns geprägt, uns ihr Weltbild vermittelt haben. Hat uns das zu besseren Menschen gemacht? Vermutlich nicht aber das Selbstverständnis bzw. das Selbstbild der Männer hat sich verändert. Deshalb diskutieren wir uns heute lieber zu Tode anstatt in einer kritischen Situation unseren Standpunkt durch einen 1a Kinnhaken zu verdeutlichen. Haben wir ja im Kindergarten schon gelernt: „Kevin-Marcel, wir wollten doch unsere Konflikte mit Worten austragen und nicht der Chantal das Schäufelchen auf den Kopf schlagen". Bullshit! Auch trauen sich die meisten von uns, in Gegenwart von Frauen, nicht mehr zu sagen, dass sie auf Fußball, saufen mit den Kumpels, zotige Witze oder gar Pornos stehen. Stattdessen behaupten wir, dass wir gerne in Filme wie Titanic oder Bridget Jones mit ihnen gehen würden. Und wer pinkelt eigentlich Zuhause noch im stehen? Wir verstellen uns, nur um bei den Damen einen guten Eindruck zu hinterlassen, um uns als einigermaßen zivilisiert und stubenrein zu verkaufen. Das hat bisher zwar noch nicht dazu geführt, dass Sexismus und Chauvinismus komplett von der Tagesordnung verschwunden wären, dennoch lässt sich eine gewisse Feminisierung des Mannes nicht mehr bestreiten. Das glaubt ihr nicht? Wenn ihr das nächste Mal zu Besuch bei einem befreundeten Paar seid, schaut euch doch mal im Bad um. Früher nahm der Platz für die Utensilien des Mannes höchstens zehn Prozent ein. Zahnbürste und Zahncreme, Shampoo, Duschgel, Deo und das war‘s. Und heute? Nun ich denke, dass wir mindestens gleichgezogen haben. Kleidungstechnisch sieht es ähnlich aus. Selbst in Punkto Schuhe holen wir auf. Wir essen unser Fleisch nicht mehr am liebsten vom Grill, sondern eher gedünstet und ein knackiger Salat soll dabei sein anstatt fetttriefender Pommes. Hier könnte ich noch stundenlang weitermachen aber ich glaube ihr wisst bereits was ich meine. Das Ganze hat aber nichts mit fortschreitendem Feminismus zu tun. Denn hier muss man klar zwischen feminin und Feminismus unterscheiden. Feminin ist weiblich und das im allerbesten Sinne. Der Feminismus allerdings, und da bin ich jetzt mit allen Chauvis solidarisch, wurde nur erfunden um hässliche und nicht besonders weibliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren.

    Aber ich schweife ab.

    Wenn man dann später ins Eheleben eintritt, wie ich auch noch zwei Töchter hat, setzt sich dieser Prozess fort. Man bekommt zwar einen anderen Blick für das, was Frauen mehr leisten müssen um in der Gesellschaft, in der Schule, im Job das gleiche Maß an Anerkennung zu bekommen, wie wir Männer. Aber man verliert dabei auch schnell das Gefühl dafür, welchen Stellenwert Männlichkeit in einer Beziehung haben sollte. Denn ohne männliche Vorbilder werden Jungs sich zu Weicheiern entwickeln und die Mädchen, wenn sie erwachsen sind, sie auch genau dafür halten und mit ihnen nach Belieben umspringen. Sie haben es ja nicht anders gelernt.

    Ich glaube, wenn jeder Mann mindestens eine Tochter hätte und aktiv an ihrer Erziehung teilnehmen würde, könnte in Zukunft auch das Verhältnis zwischen Ehepartnern ein anderes und das Zusammenleben deutlich erleichtert werden. Denn dann hätten wir die Gelegenheit ihnen auch die männliche Sicht auf die Welt zu vermitteln. Ihnen zu zeigen, dass auch unsere genetische Prägung in der heutigen Zeit noch ihre Daseinsberechtigung hat. Das die unterschiedliche Sichtweise, Auffassung und Umsetzung des Lebens nicht nur sinnvoll ist, sondern einer Beziehung erst Spannung und Würze verleiht.

    Mir selbst hat das zwar noch nicht geholfen aber ich bin sicher, dass meine Schwiegersöhne es mit meinen Töchtern deutlich leichter haben werden als ich mit den Frauen in meinem Leben.

    An dieser Stelle möchte ich allerdings auch noch die Gelegenheit nutzen, ein weitverbreitetes Vorurteil über die Männer auszuräumen.

    Man sagt uns ja gerne nach, beim Erstkontakt mit dem anderen Geschlecht würde sich unser Blick zuerst auf dessen, in der Regel, unübersehbare Attribute, sprich Arsch und Titten konzentrieren. Mag bestimmt auch für den ein oder anderen zutreffend sein, für die Mehrheit jedoch nicht. Nicht dass wir diesen Dingen keine Aufmerksamkeit schenken würden aber erst auf den zweiten und nicht den ersten, taxierenden Blick. Ich zum Beispiel achte zuerst auf die Ausstrahlung, die Art und Weise, wie eine Frau den Raum betritt, auf Hände und, wenn sichtbar, die Füße sowie, jetzt lacht bitte nicht, die Ohren. Wenn Sie dann auch noch mit einem hübschen, ausdrucksstarken Gesicht und einer guten Figur gesegnet ist …

    Es sagt bereits viel über einen Menschen aus, ob er mit niedergeschlagenem Blick oder erhobenem Haupt einen Raum betritt.

    Hat eine Frau gepflegte Hände und Füße, kann man davon ausgehen, dass sie auch den Rest gut in Schuss hält. Und zu guter Letzt die Ohren: Wenn man der Physiognomie Glauben schenkt, sind zum Beispiel ausgeprägte Ohrläppchen ein Zeichen für einen warmherzigen, liebevollen und sinnlichen Menschen. Angewachsene oder nicht vorhandene Ohrläppchen sind dagegen Sinnbild für einen schwierigen und häufig egozentrischen Menschen. Ergo, mit dieser Art der Aufmerksamkeit benehmen wir uns nicht nur zivilisiert und respektvoll, wir erfahren auch deutlich mehr über unser Gegenüber als durch einen gierigen Blick ins Dekolleté. Bringt uns überdies auch als potentiellem Gesprächspartner der jeweiligen Dame ein deutlich höheres Maß an Akzeptanz.

    Und noch was liebe Männer: Für die meisten Frauen gehören, für uns aus vollkommen unerfindlichen Gründen, gerade Arsch und

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