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Krimi Doppelband 16: Ein Prinz und seine Millionen Mäuse/Ein Ermordeter taucht unter: Alfred Bekker präsentiert, #16

Krimi Doppelband 16: Ein Prinz und seine Millionen Mäuse/Ein Ermordeter taucht unter: Alfred Bekker präsentiert, #16

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Krimi Doppelband 16: Ein Prinz und seine Millionen Mäuse/Ein Ermordeter taucht unter: Alfred Bekker präsentiert, #16

Länge:
362 Seiten
3 Stunden
Freigegeben:
Jun 24, 2019
ISBN:
9781386858577
Format:
Buch

Beschreibung

Krimi Doppelband #16

Krimis der Sonderklasse - hart, actionreich und überraschend in der Auflösung. Ermittler auf den Spuren skrupelloser Verbrecher. Spannende Romane in einem Buch: Ideal als Urlaubslektüre.

Mal provinziell, mal urban. Und immer anders, als man zuerst denkt.

Alfred Bekker ist ein bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden und Janet Farell.

Titelbild: Firuz Askin

Freigegeben:
Jun 24, 2019
ISBN:
9781386858577
Format:
Buch

Über den Autor

Über Alfred Bekker: Wenn ein Junge den Namen „Der die Elben versteht“ (Alfred) erhält und in einem Jahr des Drachen (1964) an einem Sonntag geboren wird, ist sein Schicksal vorherbestimmt: Er muss Fantasy-Autor werden!  Dass er später ein bislang über 30 Bücher umfassendes Fantasy-Universum um  “Das Reich der Elben” schuf, erscheint da nur logisch. Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten und wurde Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen.   Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', ‘Ragnar der Wikinger’,  'Da Vincis Fälle - die mysteriösen Abenteuer des jungen Leonardo’', 'Elbenkinder', 'Die wilden Orks', ‘Zwergenkinder’, ‘Elvany’, ‘Fußball-Internat’, ‘Mein Freund Tutenchamun’, ‘Drachenkinder’ und andere mehr  entwickelte. Seine Fantasy-Zyklen um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' ,die 'Gorian'-Trilogie, und die Halblinge-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt.  Alfred Bekker benutzte auch die Pseudonyme Neal Chadwick,  Henry Rohmer, Adrian Leschek, Brian Carisi, Leslie Garber, Robert Gruber, Chris Heller und Jack Raymond. Als Janet Farell verfasste er die meisten Romane der romantischen Gruselserie Jessica Bannister. Historische Romane schrieb er unter den Namen Jonas Herlin und Conny Walden.  Einige Gruselromane für Teenager verfasste er als John Devlin. Seine Romane erschienen u.a. bei Lyx, Blanvalet, BVK, Goldmann,, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt., darunter Englisch, Niederländisch, Dänisch, Türkisch, Indonesisch, Polnisch, Vietnamesisch, Finnisch, Bulgarisch und Polnisch.


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Krimi Doppelband 16 - Alfred Bekker

Krimi Doppelband 16: Ein Prinz und seine Millionen Mäuse/Ein Ermordeter taucht unter

Alfred Bekker präsentiert, Volume 16

Alfred Bekker and Cedric Balmore

Published by Alfred Bekker präsentiert, 2019.

This is a work of fiction. Similarities to real people, places, or events are entirely coincidental.

KRIMI DOPPELBAND 16: EIN PRINZ UND SEINE MILLIONEN MÄUSE/EIN ERMORDETER TAUCHT UNTER

First edition. June 24, 2019.

Copyright © 2019 Alfred Bekker and Cedric Balmore.

ISBN: 978-1386858577

Written by Alfred Bekker and Cedric Balmore.

Inhaltsverzeichnis

Title Page

Copyright Page

Krimi Doppelband #16

Ein Prinz und sieben Millionen Mäuse

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

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Ein Ermordeter taucht unter

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About the Author

About the Publisher

Krimi Doppelband #16

Krimis der Sonderklasse - hart, actionreich und überraschend in der Auflösung. Ermittler auf den Spuren skrupelloser Verbrecher. Spannende Romane in einem Buch: Ideal als Urlaubslektüre.

Mal provinziell, mal urban. Und immer anders, als man zuerst denkt.

ALFRED BEKKER IST EIN bekannter Autor von Fantasy-Romanen, Krimis und Jugendbüchern. Neben seinen großen Bucherfolgen schrieb er zahlreiche Romane für Spannungsserien wie Ren Dhark, Jerry Cotton, Cotton reloaded, Kommissar X, John Sinclair und Jessica Bannister. Er veröffentlichte auch unter den Namen Neal Chadwick, Henry Rohmer, Conny Walden und Janet Farell.

Titelbild: Firuz Askin

Ein Prinz und sieben Millionen Mäuse

Krimi von Cedric Balmore

Der Umfang dieses Buchs entspricht 123 Taschenbuchseiten.

Prinz Raman, Sohn eines milliardenschweren Ölscheichs, beauftragt den New Yorker Privatdetektiv Bount Reiniger, seine gestohlenen sieben Millionen Dollar Bargeld wiederzubeschaffen, die er angeblich für ein ausgeklügeltes System in einem Spielcasino benötigt. Eine äußerst verlockende Provision erwartet Reiniger, wenn er erfolgreich ist. Doch kurz darauf wird der Prinz ermordet und alle Beweise sprechen dafür, dass Bount der Täter ist. Grund genug für den cleveren Detektiv, nicht nur nach dem Geld zu suchen, sondern auch nach dem wahren Mörder.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Die Hauptpersonen des Romans:

Prinz Raman - Er besitzt alles, was sich ein Mensch nur wünschen kann. Aber das genügt ihm nicht.

Leila - In ihrer Vorstellung von Liebe spielt das Geld eine wichtige Rolle.

Margit Stemmler - Als Stewardess ist sie an Höhenflüge gewöhnt. Aber als sie zu hoch hinaus will, macht sie eine Bruchlandung.

Al Hammond - Er killt für gutes Geld. Sein Pech ist, dass es auch noch andere Leute gibt, die dasselbe tun.

Mondrin - Er ist ebenso hässlich wie das Kugelloch, das schließlich seinen Körper ziert.

Bount Reiniger - ist Privatdetektiv.

1

Die Killer benutzten den Fahrstuhl.

Al Hammond redete unentwegt. Das tat er immer, wenn er nervös war. Er bildete sich ein, dass er damit seine Abgeklärtheit bewies.

Ken Torsten schwieg. Al Hammonds Gequatsche ging ihm an die Nieren, aber er unternahm nichts, um den Redefluss seines Komplizen zu stoppen. Al war nun mal so. Im entscheidenden Moment war auf ihn Verlass. Er war der beste und sicherste Schütze der Branche. Sobald er seinen Job erledigt hatte, war er erfahrungsgemäß die Ruhe selbst.

„Eine Mieze wie aus dem Bilderbuch, schwärmte Al Hammond und verdrehte die Augen. „Unten gertenschlank, oben Brüste wie kleine Pyramiden, frisch und knackig. Wenn ich’n Dichter wäre, würde ich einen Song auf sie schreiben, eine Hymne. Mich juckt’s jetzt noch in den Fingerspitzen, wenn ich mich an sie erinnere, an ihre seidige Glätte, an diese aufregende Elastizität ...

Er seufzte, bewegte plötzlich wie schnuppernd die Nasenflügel, verzog das Gesicht und bemerkte anscheinend erst jetzt, wie miserabel der Fahrstuhl aussah. Die Wände waren beschmiert, das Linoleum aufgescheuert, die Hinweisschildchen neben den Bedienungsknöpfen zerbrochen. „Ich kann es einfach nicht glauben, wechselte er jäh das Thema. „Bist du sicher, dass er hier wohnt?

„Aber klar, meine Informationen stimmen, schnaufte Ken Torsten. „Das ist doch der Trick, Mann. In dieser Absteige vermutet man die Mäuse nicht. Weder sie noch die Leute, die sich damit mühelos ihr Scheißhaus tapezieren könnten.

Der Lift stoppte, die beiden Metalltüren glitten mit wehleidigem Quietschen zur Seite. Die Männer betraten den Korridor, an dessen hinterem Ende man durch ein hohes, schmales Fenster auf eine riesige bunte Wandreklame blicken konnte.

ECON OIL FOR SPRINTER.

Ken Torsten grinste dünn. Er fand es belustigend, dass zwei Männer, die in diesem Hotel wohnten und die einige Ölmillionen mit sich herumschleppten, in wenigen Minuten in den Tod sprinten würden.

WIE GEÖLT INS GRAB.

Al Hammond und Ken Torsten schritten den Korridor hinab. Ein Mann mit Hund kam ihnen entgegen, der Mann schaute sie nicht einmal an, er sprach unaufhörlich mit seinem angeleinten, viel zu fetten Mops, der japsend zum Lift drängte.

Die Killer blieben stehen, als sie die Tür des Zimmers 711 erreicht hatten. Sie sah genauso schäbig aus wie alles in diesem großen, billigen Stadthotel. Es roch penetrant nach Bohnerwachs und Bier.

Ken Torsten fühlte sich immer noch ausgezeichnet, er liebte die prickelnde Spannung vor der Tat, er brauchte sie. Er wandte den Kopf und sah, wie der Mann mit dem Mops im Lift verschwand.

Al Hammond sicherte sich zur anderen Korridorseite hin ab. Irgendwo, in einem der Zimmer, plärrte ein Radio. Hammond griff in seinen weiten, dunklen Staubmantel und holte den Revolver hervor.

Torsten hielt plötzlich eine Pistole in der Hand. Beide Männer trugen Handschuhe. Torsten klopfte, dann trat er zur Seite. Sein Gesicht wirkte wie gemeißelt, und er bewegte das Kinn, als ob er Gummi kaute.

Hinter der Tür ertönten Schritte, sie kamen näher und stoppten. „Wer ist da?", fragte eine misstrauisch klingende Männerstimme.

„Der Zimmerdienst, Sir. Frische Wäsche."

„Wir haben doch erst heute Morgen frische Handtücher bekommen", stellte die misstrauische Stimme fest.

„Diesmal ist’s die Bettwäsche, Sir."

Ein Schlüssel drehte sich im Schloss, die Tür öffnete sich spaltbreit. Hammond trat sie mit dem Fuß nach innen und sprang über die Schwelle.

Der große, muskulöse Mann, den er plötzlich vor sich hatte, wich zurück.

Aus der Bewegung heraus zuckte seine Hand nach oben, aber er kam nicht mehr dazu, seinen Revolver aus dem Schulterholster zu reißen.

Al Hammond drückte ab.

Der Knall war trotz des Dämpfers relativ laut. Er bellte kurz und trocken in den hohen Raum und weckte ein hartes Echo, danach war nur das laute, monotone Rauschen des Wassers zu hören, das im angrenzenden Badezimmer in die Wanne lief. Die Verbindungstür stand offen.

Der muskulöse Mann stand schwankend und breitbeinig vor den Eindringlingen, in seinem runden, glattrasiertem Gesicht verbanden sich Hass mit jäher Angst, Wut mit Verblüffung. In Höhe seines Herzens zeigte sich auf seinem gestreiften Oberhemd ein kleines, hässliches Loch. Es fing an, sich mit Blut vollzusaugen.

Der Mann kipple unvermittelt nach vorn, es sah aus, als risse ihm jemand die Beine weg. Er schlug hart auf den Linoleumboden und blieb liegen, ohne sich zu rühren.

SPRINT IN DEN TOD, dachte Ken Torsten.

Er fühlte sich gut, besser als vorher. Die Sache lief fabelhaft. Es war so leicht, ein paar Millionen zu machen. Man musste nur die richtigen Beziehungen haben und wissen, was im geeigneten Moment zu tun war.

Im Bad wurde das Wasser abgedreht. „Was war das, Ronny?", rief ein Mann. Er hatte eine ziemlich helle Stimme, sie klang aufgeregt.

Al Hammond trat auf die Schwelle, er grinste breit und zeigte dabei seine wunderschönen künstlichen Zähne. Er trug sie bereits seit sieben Jahren. Die natürlichen Vorgänger waren das Opfer einer Barschlägerei geworden. Seitdem hatte er aufgehört, mit seinen Fäusten zu operieren. Jetzt arbeitete er nur noch mit dem Revolver.

In der Wanne saß ein Mann, er war fett und ziemlich hässlich. Ein Schnauzbart mit herabhängenden Enden gab seinem Gesicht ein brutales Aussehen. Der Fez, den er als einziges Kleidungsstück trug, wirkte lächerlich. Sein dichtes, dunkles Haar quoll unter dem Fez hervor.

„Komm raus, Mondrin", sagte Hammond.

Er war groß, schlank und hielt immer den Kopf zur Seite geneigt, fast so, als ob er Hörschwierigkeiten hätte. Er hatte eine gelbliche, ungesunde Gesichtshaut und eine hohe, vorspringende Stirn.

Der Mann in der Wanne schluckte, sein Doppelkinn bewegte sich dabei wie Pudding. Er besaß kleine, stechende Augen, die fast wimpernlos waren. Er stemmte sich aus dem dampfenden Wasser hoch und zeigte sich den Killern in seiner ganzen abstoßenden Nacktheit. Das Wasser rann ihm in kleinen Bächen über die weiße Haut. Er starrte Hammond in die Augen, sah jetzt aber auch Torsten, der hinter Hammond auftauchte und neugierig in das Badezimmer blickte.

„Was soll das?, fragte Mondrin kurzatmig. „Was habt ihr mit Spencer gemacht?

„Wir wollen die Mäuse", sagte Hammond. Er äußerte es beinahe höflich.

„Welche Mäuse?"

Hammond verzog den Mund, er sprach mit Torsten, ohne ihn anzusehen. „Hörst du das, Ken? Er weiß von nichts. Wie findest du das?"

„Umwerfend komisch", sagte Torsten.

„Ich auch, aber ich kann nicht darüber lachen, erklärte Hammond. „Komm, Mondrin. Sieh dir deinen Freund an, deinen Gorilla. Wenn du nicht wie er enden willst, händigst du uns die Mäuse aus. Ohne Komplikationen.

Torsten hatte sich abgewandt, er hatte die drei großen Koffer in der Zimmerecke entdeckt. Sie waren sehr solide und etwas über mittelgroß. Er rüttelte an ihnen. Zwei davon waren verschlossen und ziemlich schwer.

„Ich hab’s, sagte Torsten. „Hier ist der Kies.

„Na, prima", meinte Hammond. Er drehte sich auch jetzt nicht nach Torsten um. Seine Blicke ließen Mondrin keine Sekunde lang los.

Mondrin kletterte aus der Wanne, irgendwie mühsam und sehr vorsichtig, als fiele ihm jede Bewegung unsäglich schwer. Er tappte über den gekachelten Boden, wobei er kleine Pfützen hinter sich zurückließ, und näherte sich dem weißen Bademantel, der an einem Wandhaken hing.

Mondrin griff mit der Linken nach dem Mantelaufhänger. Es schien, als wollte er ihn vom Haken nehmen, aber dann schnellte seine Rechte in die Tasche des Mantels und griff nach der Pistole, die sich darin befand.

Hammond drückte ab, nur einmal.

Der Knall in dem fensterlosen Raum war hart und laut. Mondrin zuckte zusammen, als habe ihn ein Peitschenschlag getroffen. Er versuchte sich an dem Bademantel festzuhalten. Der Aufhänger riss ab, Mondrin stürzte mitsamt dem Mantel zu Boden.

„Das fette Schwein, sagte Hammond halblaut. „Er wollte mich aufs Kreuz legen.

Torsten ging zur Tür, er schloss sie von innen ab. „Der Knall ist gehört worden, meinte er. „Kann sein, dass sie jemand hochschicken, um nach dem Rechten zu sehen. Hilf mir, Spencer ins Bad zu legen. Wir geben uns als Mondrin und Kelly aus. In so einer Riesenbude können die weder die Namen noch die Gesichter ihrer Gäste im Kopf behalten.

Sie zerrten den Toten aus dem Zimmer ins Bad, dann durchwühlte Torsten Mondrins Sachen, die im Badezimmer auf einem Stuhl lagen. Triumphierend hob er einen Schlüsselbund in die Höhe. „Sesam öffne dich", rief er.

„Sind die Kofferschlüssel dabei?"

„Klar, das sind sie, darin kenne ich mich aus", meinte Torsten und ging ins Nebenzimmer. Er trat an die Koffer heran und probierte die Schlüssel durch.

„Sei vorsichtig, mahnte Hammond, „die Dinger haben bestimmt ’ne Sicherung.

„Eine Sicherung?"

„Einen Sprengsatz oder was Ähnliches, vermutete Hammond, der den Schalldämpfer abdrehte und in eine Innentasche seines Mantels schob. „Leute dieser Klasse schleppen den Kies doch nicht im Seifenkarton durch die Gegend.

Ken Torsten lachte kurz. „Du würdest dich wundern. Du siehst doch, wie naiv die arbeiten! Die glauben schon, dass ein Absteigen in drittklassigen Hotels genügt, um sie als arme Schlucker auszuweisen, als Leute, bei denen es nichts zu holen gibt. Du überschätzt diese Bande. Die wissen nur, wie man Geld kassiert, jetzt versuchen sie zu lernen, wie man es ausgibt. Ich bin froh, dass wir ihnen diesen Teil ihres Lernprozesses abnehmen können." Er hatte den passenden Schlüssel gefunden und drehte ihn herum. In seinen Augen glitzerte es lüstern, er atmete rascher und legte eine kurze Pause ein, obwohl alles in ihm danach drängte, den Koffer mit einem Ruck zu öffnen.

Er hätte Al gern gesagt, wie ihm in diesem Moment zumute war, aber es gab Dinge, mit denen man nicht hausieren ging, Gefühle, die auf die private Sphäre beschränkt blieben. Verdammt, das Leben war kein Zuckerschlecken, er hatte oft und viel Prügel einstecken müssen, er hatte immer von dem großen Ding geträumt und doch insgeheim geahnt, dass es niemals zu ihm kommen würde, und nun war es plötzlich da, er konnte es mit den Händen greifen, er war am Ziel.

„Vorsicht!", warnte Hammond nochmals, er trat ein paar Schritte zurück.

Ken Torsten öffnete den Kofferdeckel, sein Herz hämmerte, aber das hatte nichts mit der von Al gezeigten Furcht vor einem Sprengkörper zu tun, es war Triumph und Erwartung zugleich, ein singendes Hochgefühl, das sich mühelos über die beiden Toten hinwegsetzte, die im Badezimmer lagen.

„Was ist?", fragte Hammond, der sah, wie Torstens Gesicht sich veränderte, wie es buchstäblich auseinanderzufallen drohte. Hammond machte ein paar Schritte nach vorn, er blieb neben Torsten stehen.

„Scheiße", murmelte Torsten.

Er war nicht nur fassungslos, er war schockiert, in seiner Kehle zerrte ein plötzlicher Ekel. Hammond drehte sich rasch zur Seite. Sein Job verlangte starke Nerven, und er hatte oft genug bewiesen, dass er sie besaß, aber der Anblick, der sich ihm in dem offenen Koffer bot, war mehr, als er verkraften konnte.

Unter dichten Lagen eines durchsichtigen Plastikmaterials starrten die weit aufgerissenen Augen eines menschlichen Kopfes ins Leere. Der Kopf war ebenso blutverschmiert wie die Abdeckhülle und der Rumpf, den man in den viel zu engen Behälter gepresst hatte.

Torsten schlug den Deckel zu, er musste sich setzen.

„Eine zerstückelte Leiche, murmelte Hammond und wischte sich unwillkürlich mit dem Handrücken über den Mund. „Was sagst du dazu?

Torsten holte tief Luft. Er war nicht nur schockiert und ernüchtert, er war verzweifelt. Das große Ding war geplatzt wie eine Luftblase, wie eine blutige Blase, deren Spritzer jetzt an ihm klebten und die abzuwischen möglicherweise schwer, wenn nicht gar unmöglich sein würde. Er schuldete Hammond die versprochene Beteiligung, aber statt einiger Koffer mit Dollarmillionen gab es nur die Überreste eines grauenvollen Verbrechens.

„Deine Informationen!, höhnte Al Hammond, der mit dem Daumen wütend die Magazintrommel des Revolvers bewegte. „Jetzt siehst du, was sie wert sind.

„Das Geld muss hier sein, irgendwo", sagte Torsten schwer atmend und erhob sich. Er riss die Decken und Laken vom Bett und kippte die Matratzen hoch, dann öffnete er die Türen der eingebauten Kleiderschränke und durchwühlte die wenigen, darin hängenden Anzüge und Wäschestücke. Er benahm sich wie ein Verrückter, er schäumte vor Wut und wusste doch genau, dass alles umsonst sein würde.

Mondrin hatte sie genarrt.

Al Hammond fing sich, er zwang sich dazu, seinen Abscheu zu bezwingen, er öffnete nochmals den Koffer und blickte hinein. „Vielleicht ist das nur’n Trick, etwas zum Abschrecken, murmelte er. „Vielleicht eine Wachsattrappe, um Leute wie uns zu bluffen ...

Torsten stieß einen Pfiff aus. Al hatte manchmal brauchbare Einfälle, daran gab es nichts zu rütteln. Torsten trat neben Hammond, sie starrten gemeinsam auf den grausigen Fund. Unter den milchig anmutenden Folien war das Gesicht des Toten nur undeutlich zu erkennen, es ließ sich tatsächlich nicht ausschließen, dass es sich um ein raffiniert präpariertes Abschreckungsmittel handelte.

Hammond zerrte die Folie beiseite, dann musste er sich erneut abwenden. Ihm war zumute, als ob er sich erbrechen musste.

Torsten schlug den Koffer zu, um eine flüchtige Hoffnung ärmer geworden.

Ken Torsten setzte sich erneut. Er schloss die Augen. Der Anblick des Toten hatte sich ihm mit fast schmerzhafter Deutlichkeit eingeprägt. Er kannte den Mann nicht. Der Fremde musste, als ihn sein furchtbares Schicksal ereilt hatte, knapp über 30 gewesen sein. Er hatte Halbglatze, einen kleinen schwarzen Kinnbart und sehr wulstige, fast negroid anmutende Lippen.

„Was ist mit dem zweiten Koffer?", fragte Hammond. Er hatte aufgehört, die Magazintrommel zu drehen und die Waffe in seinen Mantel geschoben.

„Hier sind die Schlüssel, murmelte Ken Torsten matt. „Ich bin fertig, Mann.

Ihm dämmerte, was der zweite Koffer enthielt, und Hammond lieferte die Bestätigung für diese Ahnung. „Das ist der Rest von ihm, nehme ich an." Er schlug den Kofferdeckel wütend zu.

„Warum schleppen sie einen Toten mit sich herum?", wunderte sich Torsten. Er hatte den Wunsch, sich möglichst schnell abzusetzen, er wollte weg von hier, weg von den drei Toten, von denen zwei auf ihr Konto gingen, aber seine Glieder waren bleischwer, und er hatte immer noch die verrückte Idee, das Hotel nicht ohne die Millionen verlassen zu dürfen.

„Ich weiß, was passiert ist, sagte Torsten. Er hatte einen bitteren Geschmack im Mund und sehnte sich nach einem Schluck Alkohol. Er sah eine Flasche auf dem Sideboard stehen, sie war noch halbvoll, aber er musste erst loswerden, was ihn beschäftigte. „Die wären doch verrückt gewesen, wenn sie einen Toten ins Hotel gebracht hätten. Leichen schleppt man nicht mit sich herum, die lässt man verschwinden, die wirft man ins Wasser, die gießt man in Beton, oder die verbuddelt man.

Er machte eine kurze Pause, dann fuhr er fort: „Da war ihnen jemand auf der Fährte, einer wie wir, einer, der ihr Geld wollte."

Hammond stieß einen dünnen Pfiff aus. Er stand mit dem Rücken zum Fenster, breitbeinig und düster, beide Hände tief in die Taschen seines dunklen Staubmantels vergraben. Mit seiner gelblichen Gesichtsfarbe und den hageren Zügen sah er fast aus wie ein Vampir, nur die weißen, sehr regelmäßig gesetzten künstlichen Zähne störten das Bild, sie ließen ihn trotz allem einigermaßen zivil erscheinen.

„Der Kinnbärtige kreuzte also hier auf, um zu kassieren, sagte Hammond. „Dabei wurde er von Spencer umgemäht, vielleicht auch von Mondrin.

„Genau, nickte Torsten. „Eine andere Erklärung gibt es nicht. Wie hätten Kelly und Mondrin den Toten ungesehen aus dem Hotel bringen sollen? Das ging nicht, also zerlegten sie ihn in zwei Hälften.

„Hier oben?"

„Im Bad, nehme ich an. Vermutlich in der Wanne. Da war es am einfachsten, die Spuren dieser Drecksarbeit zu beseitigen", meinte Torsten und schüttelte sich kurz.

„Was nun?"

Ken Torsten gab keine Antwort. Er stand auf und trat an das Sideboard. Er hob die Flasche hoch und musterte das Etikett. Ein Spitzenbourbon, so was bekam man nur in Spezialgeschäften. Er nahm einen Schluck aus der Flasche, dann noch einen. Er hielt Hammond die Flasche hin. Der schüttelte den Kopf. „Jetzt nicht", sagte er.

Torsten stellte die Flasche weg, nicht ohne Bedauern. Einen Bourbon wie diesen hatte er sich noch niemals leisten können. Wenn dieser Fischzug geklappt hätte, wäre er in der Lage gewesen, mit dem Zeug einen Swimmingpool zu füllen. Aber er hatte nicht geklappt, leider. Und doch existierte das Geld, wenn nicht in diesem Zimmer, dann in dieser Stadt. Mondrin war dafür verantwortlich gewesen, er hatte gewusst, wo es sich befand.

„Du hättest ihn nicht umlegen dürfen, knurrte Torsten, froh darüber, für seinen Zorn und seine Enttäuschung einen Sündenbock entdeckt zu haben. „Wir hätten alles aus ihm herausgeholt, was wir brauchen. Er hätte uns sagen müssen, wo das Geld ist.

„Du hast behauptet, es sei hier oben, bei Kelly und Mondrin, verteidigte sich Hammond. „Verdammt, Mondrin wollte mich umpusten, ich musste ihm zuvorkommen ...

„Du triffst doch eine Fliege an der Wand, schimpfte Torsten. „Hätte es nicht genügt, ihn kampfunfähig zu schießen?

„Er ist tot, so tot wie Kelly und der Mann im Koffer, stellte Hammond fest. „Reg dich nicht auf. Gegenseitige Anschuldigungen bringen uns nicht weiter. Wir haben zwei Leute umgelegt, ohne auch nur einen Cent dafür zu kassieren. Das ist so hirnverbrannt, dass ich daran ersticken könnte. Lass dir was einfallen, Ken. Ich brauche das Geld. Du hast es mir versprochen.

„Wir müssen ihre Klamotten durchsuchen, sagte Ken Torsten. „Vielleicht finden wir darin einen Gepäckaufbewahrungsschein oder einen anderen Hinweis auf das Geldversteck. Es war in ihrem Besitz, ich weiß es!

Sie gingen an die Arbeit, verdrossen, aber gründlich, sie stellten alles auf den Kopf, fanden aber nichts, was sie weiterbrachte.

„Sauerei", fluchte

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