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Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinigung: Ein kraftvolles, selbst durchführbares Verfahren für mehr Gesundheit und Vitalität, Ausgabe 2014 - Jetzt doppelt so umfangreich - Viele Abbildungen

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Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinigung: Ein kraftvolles, selbst durchführbares Verfahren für mehr Gesundheit und Vitalität, Ausgabe 2014 - Jetzt doppelt so umfangreich - Viele Abbildungen

Länge:
862 Seiten
6 Stunden
Freigegeben:
8. Jan. 2017
ISBN:
9783946566397
Format:
Buch

Beschreibung

Die Ausgabe 2014 des Bestsellers In dieser umfassend erweiterten Ausgabe seines internationalen Bestsellers klärt Andreas Moritz über die häufigste, oft unerkannte Ursache von Krankheiten auf – Gallensteine, unzählige kleine Blockaden in den Gallenwegen der Leber. Ein Stau in den Gallengängen der Leber führt nicht nur zu Gallenblasenkrankheiten und Koliken, sondern ist auch Nährboden für noch schwerwiegendere, auf den ersten Blick nicht damit zusammenhängende Krankheitsbilder wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs. Dieses Buch bietet einen Einblick in die Funktionen der Leber. Wie entstehen Gallensteine und was kann man vorbeugend tun? Der Leser erhält alle Hintergrundinformationen sowie eine detaillierte Anleitung, um sie eigenständig und bequem zu Hause schmerzlos ausleiten zu können. Bei Millionen von Menschen hat die Leber- und Gallenblasenreinigung zu außergewöhnlichen Verbesserungen von Gesundheit und Wohlbefinden geführt. Neben ausführlichen Anleitungen zur Reinigung von Leber, Gallenblase, Nieren und Darm liefert Andreas Moritz Erklärungen dazu, wie die gängigsten Krankheiten entstehen und wie sie natürlich verhindert oder gar umgekehrt werden können. Das Buch bietet eine Vielzahl bewährter Ansätze, die den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen und ihm neue Lebenskraft verleihen. Darüber hinaus gibt es ein Programm zur Gesundheitsvorsorge, basierend auf der uralten Heilkunde des Ayurveda und auf dem großen Erfahrungsschatz, den Andreas Moritz in über drei Jahrzehnten erworben hat. Die vorliegende Ausgabe wurde um viele Kapitel und Abbildungen von Andreas Moritz erweitert, die für die erfolgreiche Durchführung entscheidend sind. So gibt er zusätzliche Faktoren für die Bildung von Gallensteinen an und erläutert die Nachteile einer fleisch- und fischreichen Ernährung. Er geht auf die Gefahr von Cholesterin-senkenden Medikamenten ein und erläutert ausführlich das Thema Impfung. Das Kapitel zur praktischen Abfolge der Leberreinigung bietet in der Neuauflage auch verstärkt Alternativen zu den bislang benutzten Zutaten und Anwendungen an sowie Informationen dazu, wie man sich im Falle einer Gallenkolik selbst helfen kann. „Dies ist mehr als ein Buch – es ist ein wirkungsvolles Werkzeug zur Selbstheilung. Es ist einfach, günstig und leicht durchzuführen. Die Heilung, die sich sowohl bei meinen Patienten als auch bei mir einstellte, hat sich auf das ganze Leben ausgewirkt.“ Dr. Gene L. Pascucci (Zahnarzt, Nevada)
Freigegeben:
8. Jan. 2017
ISBN:
9783946566397
Format:
Buch

Über den Autor

Angaben zur Person: Andreas Moritz ist weltweit bekannt für seine bahnbrechenden Entdeckungen zu ganzheitlichen Heilweisen - insbesondere der Leber- und Gallenblasenreinigung. Er war als Heilpraktiker in den verschiedensten Bereichen der Medizin tätig, darunter intuitive Medizin, Ayurveda, Irisdiagnostik, Shiatsu sowie Vibrationstherapie. Darüber hinaus arbeitete Andreas, der 1954 in Stuttgart geboren wurde, als Autor und Künstler. In seiner frühen Kindheit litt er an verschiedenen schweren Krankheiten, die ihn dazu veranlassten, sich schon als Kind und Jugendlicher eingehend mit den Themen Ernährung und natürliche Heilmethoden auseinanderzusetzen. Im Alter von 20 schloss er sowohl seine Ausbildung in Irisdiagnostik (Erkennung von Krankheiten anhand der Iris des Auges) als auch in Diätlehre ab. 1981 begann er in Indien mit dem Studium der indischen Heilkunde Ayurveda und beendete diese Ausbildung als geprüfter Ayurveda-Therapeut 1991 in Neuseeland. Da es ihm nicht ausreichend erschien, sich lediglich mit den Symptomen einer Krankheit zu befassen, widmete Andreas Moritz sich zeit seines Lebens dem Begreifen und Behandeln der einer Krankheit tatsächlich zugrunde liegenden Ursachen. Dank dieses ganzheitlichen Ansatzes konnte er sogar in Fällen von Krankheiten im Endstadium große Erfolge verzeichnen, bei denen konventionelle Methoden sich als nutzlos erwiesen hatten. Andreas Moritz ist der Verfasser vieler Bücher zum Thema Gesundheit und Spiritualität. Im Rahmen seiner ausgedehnten Reisen rund um den Globus brachte er vielen Staatsoberhäuptern und Regierungsmitgliedern in Europa, Asien und Afrika seinen ganzheitlichen Ansatz nahe und hielt eine Vielzahl von Vorträgen. Im Oktober 2012 erreichte Andreas eine höhere Ebene seines Daseins. Seine aktualisierte und umfassend erweiterte Ausgabe von "Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinigung" erschien kurz vor seinem Ableben.


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Buchvorschau

Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinigung - Andreas Moritz

Bezugsquellen

1Gallensteine in der Leber: Ein großes Gesundheitsrisiko

Eine wirklich gute Verdauung bietet Schutz vor den meisten Krankheiten, gelingt dies nicht, kann ein endloser Teufelskreis aus Krankheit und Leiden die Folge sein.

Stellen Sie sich die Leber als eine große Stadt mit Tausenden von Häusern und Straßen vor. Unter der Erde verlaufen Kanäle für die Wasser-, die Öl- und die Gasversorgung. Abwasserkanäle und Müllwägen sorgen dafür, dass die Stadt von ihren Abfällen befreit wird. Stromleitungen transportieren Energie in Privathaushalte und Unternehmen. Fabriken, Geschäfte, Verkehrssysteme und Kommunikationsnetze sorgen für die Befriedigung der alltäglichen Bedürfnisse der Einwohner.

Die gesamte Organisation städtischen Lebens ist darauf ausgerichtet, alles Notwendige bereitzustellen, damit der Alltag der Menschen reibungslos verlaufen kann. Wird all dies allerdings unerwartet lahmgelegt durch Ereignisse wie einen umfassenden Streik, einen Stromausfall, ein verheerendes Erdbeben oder einen schweren Terroranschlag wie beispielsweise in New York am 11. September 2001, dann wird die Bevölkerung in diesen lebenswichtigen Bereichen früher oder später unter Mängeln zu leiden haben.

Genau wie die Infrastruktur einer Stadt übernimmt auch die Leber Hunderte verschiedener Aufgaben und steht mit jedem Teil des Körpers in enger Verbindung. Zu jedem Zeitpunkt des Tages produziert, verarbeitet und liefert dieses lebenswichtige Organ gewaltige Mengen an Nährstoffen für die 60–100 Billionen Einwohner (Zellen) des Körpers. Jede Zelle ähnelt für sich genommen wiederum einer mikroskopisch kleinen, immens komplexen Stadt, in der in jeder Sekunde Milliarden biochemischer Reaktionen ausgelöst werden.

Für einen problemlosen Ablauf all dieser unfassbar verschiedenartiger Aktivitäten aller Körperzellen muss die Leber sie kontinuierlich mit den entsprechenden Nährstoffen, Enzymen und Hormonen versorgen. Voraussetzung dafür, dass die Leber mit ihrem komplizierten Labyrinth aus Venen, Kanälen und spezialisierten Zellen einen reibungslosen Produktions- und Verteilungsprozess im Körper aufrechterhalten kann, ist, dass sie in keiner Weise blockiert wird.

Die Leber ist nicht nur das Organ des Körpers mit der größten Verantwortung im Hinblick auf Verteilung und Verwertung der dem Körper zugeführten Nahrung, sie ist auch maßgeblich an der Aufspaltung komplexer chemischer Stoffe und der Synthese von Proteinen beteiligt.

Sie dient als Filtersystem für das Blut und kann sogar begrenzte Mengen von Hormonen, Alkohol und Medikamenten abbauen. Ihre Aufgabe besteht darin, diese biologisch aktiven Substanzen so zu verändern, dass sie ihre potenziell schädlichen Auswirkungen verlieren – man spricht bei diesem Prozess von Detoxifikation oder Entgiftung. Spezialisierte Zellen in den Blutgefäßen der Leber (Kupffer-Zellen) nehmen schädliche Elemente und infektiöse Organismen auf, die vom Darm in die Leber gelangen. Die bei all diesen Vorgängen entstehenden Abfallprodukte, die Schlacken, scheidet die Leber über ihr Netz aus Gallenwegen aus.

Eine gesunde Leber filtert pro Minute 1,5 Liter Blut und produziert täglich etwa 1 Liter Galle. Dadurch wird gewährleistet, dass alle Vorgänge in der Leber und dem übrigen Körper komplikationslos ablaufen. Wie später zu sehen sein wird, wirken Gallensteine, die den Gallenfluss innerhalb der Leber behindern, deren Fähigkeit, von außen zugeführte oder vom Körper selbst gebildete Schadstoffe im Blut zu entgiften, massiv entgegen. Darüber hinaus hindern diese Steine die Leber daran, die richtige Menge an Nährstoffen und Energie zur richtigen Zeit an die richtige Stelle im Körper zu befördern. Dadurch wird unweigerlich die sogenannte Homöostase, das empfindliche Gleichgewicht im Körper, gestört, was Fehlfunktionen der Körpersysteme und eine übermäßige Belastung der Organe zur Folge haben kann.

Ein deutliches Beispiel für ein auf diese Weise gestörtes Gleichgewicht ist eine erhöhte Konzentration endokriner Hormone wie Östrogen und Aldosteron im Blut. Diese sowohl von Frauen als auch von Männern produzierten Hormone regulieren den Salz- und Wasserhaushalt im Körper. Wenn Steine die Gallenblase und die Gallengänge der Leber verstopfen, werden diese Hormone möglicherweise nicht abgebaut und ausreichend entgiftet. Als Konsequenz davon steigt ihre Konzentration im Blut auf unnormal hohe Werte an, was zu Schwellungen des Gewebes und zu Wassereinlagerungen führt. Die Mehrheit der Onkologen sieht in erhöhten Östrogenwerten die Hauptursache für Brustkrebs bei Frauen. Bei Männern können hohe Östrogenwerte eine übermäßige Entwicklung von Brustdrüsengewebe sowie Gewichtszunahme zur Folge haben.

Über 85 Prozent der amerikanischen Bevölkerung ist übergewichtig oder sogar fettleibig¹¹. Die betroffenen Männer, Frauen und Kinder leiden insbesondere unter Wassereinlagerungen (mit relativ geringer Fettansammlung). Die eingelagerte Flüssigkeit trägt dazu bei, Giftstoffe, die die Leber nicht mehr wirksam aus dem Körper ableiten kann, abzufangen und zu neutralisieren. Eine unansehnliche Nebenwirkung, die allerdings einer übergewichtigen oder fettleibigen Person dabei hilft, eine schwere Vergiftung zu vermeiden oder sogar zu überleben, die andernfalls zu einem Herzinfarkt, zu Krebs oder zu einer massiven Infektion führen könnte.

Problematisch bei einer anhaltenden Wassereinlagerung im Gewebe ist allerdings, dass sich diese Toxine sowie andere schädliche Stoffe (Stoffwechselschlacken und abgestorbenes Zellmaterial) an verschiedenen Stellen im Körper ablagern und zusätzlich die Durchlässigkeit der Bahnen für den Kreislauf und die Entschlackung beeinträchtigen. Überall dort, wo die Aufnahmekapazität des Körpers für Gift- und Abfallstoffe überschritten wird, treten früher oder später mehr oder weniger starke Krankheitssymptome auf. Diese Symptome sind nichts anderes als ein Hinweis darauf, dass der Körper verzweifelt versucht, gegen dieses Ungleichgewicht anzukämpfen und sich selbst zu heilen.

Meine Beobachtungen im Zusammenhang mit Hunderten verschiedener Krankheiten in den vergangenen 40 Jahren haben mich zu der Überzeugung geführt, dass Krankheit weniger ein zufälliger Fehler ist, den der Körper irgendwann einmal macht, als vielmehr ein hoch komplizierter Selbstheilungsmechanismus. Oftmals jedoch stellen diese Heilungsbemühungen des Körpers einen schwierigen Kampf dar und wir täten besser daran, ihn zu unterstützen, um unnötiges Leiden zu vermeiden.

Gallensteine in der Leber, an der „Johns Hopkins University" und einigen medizinischen Hochschulen als intrahepatische Gallensteine¹² bezeichnet, haben die Tendenz, sich anzuhäufen und beträchtliche Hindernisse zu bilden, die eine Erweiterung der Gallengänge zur Folge haben können (siehe Abb. 1a). Intrahepatische Gallensteine bestehen zum größten Teil aus Cholesterin und anderen Bestandteilen von Galle (siehe Laborbericht – Abb. 1b)

Abb. 1a: Gallensteine in der Leber (intrahepatisch)

(Mit freundlicher Genehmigung der John Hopkins University)

Abb. 1b: Laborbericht (weiche, grünliche Cholesterinsteine)

Abb. 1c: Ausgeschiedene Gallensteine (weiche Cholesterinsteine)

Abb. 1d: Ausgeschiedene Gallensteine (harte, verkalkte Gallensteine)

Sollten Sie an einem der folgenden Symptome oder ähnlichen Krankheitsbildern leiden, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass Sie zahlreiche Gallensteine in Leber und Gallenblase haben.

 Appetitmangel

 Heißhungerattacken

 Durchfall (Diarrhö)

 Übelkeit

 häufiges Erbrechen

 Schmerzen im Oberbauch

 Frösteln

 Verstopfung

 lehmfarbener Stuhl

 Hernie (Bruch)

 Blähungen

 Hämorrhoiden

 dumpfe Schmerzen auf der rechten Körperseite

 Atembeschwerden

 Leberzirrhose

 Hepatitis

 Infektionen, allgemein

 erhöhte Cholesterinwerte

 Bauchspeicheldrüsenentzündung

 Herzerkrankungen

 Gehirnerkrankungen

 Zwölffingerdarmgeschwüre

 Übelkeit und Erbrechen

 leicht reizbares Wesen (die „Galle" läuft leicht über)

 Depressionen

 Impotenz

 andere sexuelle Störungen

 Prostataleiden

 Harnwegsleiden

 Hormonstörungen

 Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden

 Beeinträchtigung der Sehkraft

 geschwollene Augen

 Hautprobleme jeder Art

 Altersflecken, insbesondere auf dem Handrücken und im Gesicht

 Schwindel und Ohnmachtsanfälle

 nachlassender Muskeltonus

 Übergewicht oder Muskelschwund

 Starke Schulter- und Rückenschmerzen

 Schmerzen im oberen Schulterblattbereich und/oder zwischen den Schulterblättern

 dunkle Ringe unter den Augen

 kränkliche Gesichtsfarbe

 weißlicher oder gelblicher Belag auf der Zunge oder glänzende Zunge

 Skoliose

 Gicht

 Schultersteife (Frozen Shoulder)

 Nackensteife

 Asthma

 Allergien

 Kopfschmerzen und Migräne

 Zahn- und Zahnfleischprobleme

 gelblich verfärbte Augen und Haut

 Ischias

 Taubheit und Lähmung der Beine

 Gelenkbeschwerden

 Kniebeschwerden

 Osteoporose

 Fettleibigkeit

 chronische Müdigkeit

 Nierenleiden

 Krebs

 multiple Sklerose und Fibromyalgie

 Alzheimer-Krankheit

 kalte Hände und Füße

 übermäßiges Hitzegefühl und Schwitzen am Oberkörper

 stark fettendes Haar und Haarausfall

 Blutgerinnungs- und Wundheilungsstörungen

 Schlafstörungen, Schlaflosigkeit

 Albträume

 steife Gelenke und Muskeln

 Hitze- und Kältewallungen

 Vielfache Chemikalienunverträglichkeit (MCS)

Warum Galle so wichtig ist

Wie bereits erwähnt ist die Produktion von Gallensekret (etwa 0,9–1,4 Liter pro Tag) eine der wichtigsten Funktionen der Leber. Galle ist eine zähflüssige, gelbe, braune oder grünliche Flüssigkeit, die mit einem pH-Wert von 9,5 hoch alkalisch ist und bitter schmeckt. Ohne eine ausreichende Menge an Galle könnte die vom Magen in den Dünndarm gelangende Salzsäure im Magen-Darm-Trakt zu Verbrennungen führen. Außerdem würde zugeführte Nahrung nicht oder nur unvollständig verdaut werden. Damit beispielsweise der Dünndarm Nahrung verdauen und das damit aufgenommene Fett sowie Kalzium resorbieren kann, muss diese zunächst mit Galle vermischt werden.

Bei einer nicht ausreichenden Gallenbildung wird Fett nicht optimal resorbiert und das unverdaute Fett verbleibt im Darm. Unverdautes Fett, das mit anderen Stoffwechselprodukten den Dickdarm erreicht, wird teilweise von Darmbakterien in Fettsäuren zersetzt oder mit dem Stuhl ausgeschieden. Da Fett leichter ist als Wasser, kann es in einem solchen Fall zu im WC schwimmendem Stuhl kommen. Wird Fett nicht resorbiert, dann kann auch Kalzium nicht aufgenommen werden. Die Folge ist ein Kalziummangel im Blut, das sich daraufhin aus den Knochen mit dem nötigen Kalzium versorgt.

Die meisten Probleme im Zusammenhang mit der Knochendichte (Osteoporose) beruhen eigentlich eher auf einer unzureichenden Gallenabsonderung und schlechter Fettverdauung als auf einem echten Kalziummangel in der Nahrung. Nur wenige Ärzte sind sich dieser Tatsache bewusst und verschreiben daher ihren Patienten häufig Kalziumpräparate, ohne damit etwas gegen die eigentlichen Ursachen des Kalziummangels auszurichten.

Außerdem benötigt der Körper Fette zur Unterstützung der Verdauung und Verwertung von Proteinen und Kohlenhydraten. Für die Verdauung dieser Fette wiederum muss die Gallenblase ausreichend Galle ausstoßen. Steht zu wenig Gallensekret zur Verfügung, bleibt die Nahrung größtenteils unverdaut und wird durch Bakterien zersetzt. Blähungen, Unwohlsein und Aufgedunsenheit gehören zu den ersten Warnzeichen für eine ernsthafte Beeinträchtigung dieser wichtigen Funktion der Leber.

Neben dem Abbau der Fette in unserer Nahrung ist Galle gleichzeitig auch an der Ausleitung von Giftstoffen aus der Leber beteiligt. Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan des Körpers und die Gesundheit jeder einzelnen Zelle hängt davon ab, wie effektiv sie diese Aufgabe bewältigen kann.

Wie schon in der Einführung erwähnt, besitzen die beiden in Galle enthaltenen Farbstoffe Bilirubin und Biliverdin wichtige antioxidative und antimutagene Eigenschaften. Bei einer höheren Konzentration an Gallenfarbstoffen im Blut konnte eine geringere Häufigkeit an Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gezeigt werden.

Eine der weniger bekannten, aber extrem wichtigen Funktionen der Galle ist die Entsäuerung und Reinigung von Dünn- und Dickdarm. Galle fungiert als natürliches, körpereigenes Abführmittel, und so sind Verstopfung und Darmträgheit die gängigsten Folgen einer zu geringen Gallenbildung.

Wird der Gallenfluss durch Steine in der Leber oder der Gallenblase stark beeinträchtigt, kann der Stuhl anstatt der normalen braunen Farbe eine gelbbraune, orangegelbe oder blassgelbe, lehmähnliche Färbung annehmen.

Gallensteine sind eine direkte Folge von ungesunder Ernährung und Lebensweise. Selbst wenn alle anderen Ursachen einer chronischen Krankheit erfolgreich bekämpft wurden, ist, solange noch Steine in der Leber oder Gallenblase vorhanden sind, nicht auszuschließen, dass die Genesung nur von kurzer Dauer sein wird oder sich gar als unmöglich erweist.

Gallensteine stellen ein beträchtliches Gesundheitsrisiko dar und können verschiedene Krankheiten und vorzeitiges Altern zur Folge haben. Auf den folgenden Seiten werden einige der wichtigsten Gesundheitsschäden aufgezeigt, die Gallensteine für die unterschiedlichen Körpersysteme und -organe nach sich ziehen können. Erst wenn diese Steine beseitigt sind, kann der Körper als Ganzes seine normalen, gesunden Funktionen wieder voll aufnehmen.

Störungen des Verdauungssystems

Der erste Bereich des Körpers, der massiv von Gallensteinen in Leber und Gallenblase beeinträchtigt wird, ist das Verdauungssystem, das sich mit dem Wurzelsystem einer Pflanze oder eines Baums vergleichen lässt.

Im Verdauungstrakt, auch Verdauungskanal oder Verdauungsapparat genannt, spielen sich vier wichtige Prozesse der Verdauung ab: Nahrungsaufnahme, Verdauung, Resorption und Ausscheidung. Der Verdauungskanal erstreckt sich vom Mund weiter über Brustkorb, Unterleib und Beckengegend und endet im After (siehe Abb. 2). Sobald man etwas isst, wird eine ganze Reihe von Verdauungsprozessen in Gang gesetzt. Dabei kann unterschieden werden zwischen einer rein mechanischen Zerkleinerung des Essens durch das Kauen sowie einer chemischen Zerlegung des Essens durch Enzyme, die in den von verschiedenen Drüsen des Verdauungssystems produzierten Sekreten vorhanden sind.

Abb. 2: Das Verdauungssystem

(Abbildung von Mariana Ruiz Villarreal)

Enzyme sind kleinste chemische, aus Proteinen bestehende Substanzen, die in anderen Substanzen chemische Vorgänge in Gang setzen oder beschleunigen, ohne sich jedoch dabei selbst zu verändern. Verdauungsenzyme finden sich in dem von den Speicheldrüsen produzierten Speichel im Mund, im Magensaft, im Dünndarmsekret, im Bauchspeicheldrüsensekret und in Leber und Gallenblase.

Resorption ist der Prozess, durch den winzige Partikel verdauter Nahrung durch die Darmwand in die Blut- und Lymphgefäße gelangen, die wiederum dazu beitragen, die Nährstoffe an die Zellen des Körpers zu verteilen.

Schließlich werden vom Darm alle Substanzen wieder ausgeschieden, die nicht verdaut oder resorbiert werden können, wie beispielsweise die Cellulose der Pflanzenfasern. Auch diese Ausscheidungen des Darms, der Kot also, enthalten Galle, die die durch den Abbau roter Blutkörperchen (Katabolismus) entstehenden Schlacken mit sich führt und entsorgt. Galle enthält Bilirubin, das aus eben diesen abgestorbenen roten Blutkörperchen entsteht, und bei normalem Stuhl für die braune Farbe sorgt.

In einem gesunden Verdauungssystem besteht etwa ein Drittel des ausgeschiedenen Kots aus abgestorbenen Darmbakterien. Der Rest setzt sich zusammen aus unverdaulichen Fasern und abgestoßenen Zellen der Darmschleimhaut. Der Körper kann nur dann reibungslos und effizient funktionieren, wenn der Darm all diese täglich anfallenden Abfallstoffe regelmäßig entsorgt. Geschieht dies nicht, kann der Körper geradezu zu einer Abfallgrube verkommen, die ihn allmählich nach unten zieht.

Eine stabile Gesundheit setzt voraus, dass jeder dieser für das Verdauungssystem wichtigen Vorgänge sich mit dem übrigen Körper in einem Gleichgewicht befindet und all diese Vorgänge reibungslos ineinandergreifen. Ist dagegen eine oder sogar mehrere dieser Funktionen beeinträchtigt, entwickeln sich sowohl im Verdauungssystem als auch in anderen Bereichen des Körpers krankhafte Zustände. Gallensteine in Leber und Gallenblase wirken sich nachteilig auf Verdauung und Resorption von Nahrung und Nährstoffen aus, ebenso wie auf das körpereigene Entsorgungssystem.

Erkrankungen im Mundbereich

Für die meisten Krankheiten im Mundbereich können Gallensteine in der Leber und der Gallenblase verantwortlich gemacht werden. Die Steine tragen zu einer gestörten Verdauung und mangelnder Resorption der Nahrung bei, was zwangsläufig dazu führt, dass Schlacken, die eigentlich ausgeschieden werden müssten, im Verdauungstrakt verbleiben. Schlacken im Darm schaffen eine unreine, toxische Umgebung, die eine übermäßige Entwicklung zerstörerischer Mikroorganismen fördert und die Erhaltung gesunden, widerstandsfähigen Gewebes behindert.

Bakterielle Infektionen (Soor) und virale Infektionen (Herpes) im Mund treten nur dann auf, wenn sich im Darm beträchtliche Mengen von Schlacken angesammelt haben. Jede noch so kleine Menge an festsitzenden Abfallprodukten zieht natürlicherweise zersetzende Bakterien an, die den Verwesungsprozess in Gang setzen, um das Material abzubauen und zu reduzieren. Insbesondere anaerobe Organismen, die im Magen-Darm-Trakt entstehen, wandeln nach und nach unverdaute Kohlenhydrate, Fette und Proteine um, was zur Bildung organischer Säuren (Propionsäure, Milchsäure) und Gasen (Methan, Schwefelwasserstoff, Ammoniak) führt. Dieser Prozess der Wucherung sich zersetzender Mikroorganismen, auch Fäulnis genannt, führt zu jenem sehr unangenehmen Gefühl der Aufgeblähtheit. Ein solches Völlegefühl lässt sich kaum ignorieren, denn man fühlt sich dabei, als würde jede Lebensfreude aus einem herausgesogen.

Einige dieser starken Toxine und Gase, die durch zersetzende Bakterien im Darm entstehen, werden von Blut und Lymphe aufgenommen und gelangen darüber zur Leber und zum Gehirn, was einen Verlust von Energie und zunehmende Benommenheit nach sich zieht. Die übrigen Giftstoffe verbleiben im Darm, wo sie für die Schleimhaut (die vom Mund bis zum After reicht) eine konstante Quelle der Reizung darstellen. Schließlich können sich Teile der Darmschleimhaut entzünden und Geschwüre ausbilden. Das so geschädigte Darmgewebe zieht immer mehr spezifische Mikroorganismen in den Verletzungsbereich, die helfen sollen, schwache und geschädigte Zellen abzubauen und zu entsorgen. Genau das ist es, was man Infektion nennt. Die meisten Ärzte und Laien werden die Krankheitserreger für eine Infektion verantwortlich machen und nicht einmal in Betracht ziehen, dass dahinter eine Notwendigkeit für eine solche Hilfe durch Bakterien stecken könnte.

Eine Infektion ist ein völlig natürliches Phänomen, das in der Natur überall dort zu beobachten ist, wo etwas zersetzt werden muss. Bakterien greifen niemals etwas an (infizieren), das so rein, vital und gesund ist wie eine am Baum hängende frische, intakte Frucht. Erst wenn das Obst überreif ist, nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird oder zu Boden fällt, nehmen Bakterien ihre Aufräumarbeiten auf. Wenn Bakterien Nahrungsmittel oder Fleisch zersetzen, bilden sie Giftstoffe. Diese Toxine sind leicht an ihrem unangenehm fauligen oder säuerlichen Geruch zu erkennen. Etwas sehr Ähnliches findet im Körper statt, wenn Bakterien sich im Darm an unverdauter Kost zu schaffen machen. Spielt sich dies Tag für Tag und Monat für Monat im Körper ab, dann führen die dabei entstehenden Giftstoffe unweigerlich zum Auftreten von Krankheitssymptomen.

Soor, genauer gesagt Kandidose, hervorgerufen durch eine Hefepilzinfektion, die weiße Flecken im Mund und auf der Zunge verursacht, ist ein Hinweis auf eine große Zahl von Hefebakterien, die sich im gesamten Verdauungstrakt inklusive der Mundregion ausgebreitet haben. Die Infektion bricht im Mund aus, da dort die Schleimhaut nicht so widerstandsfähig ist wie in den tiefer gelegenen Bereichen des Verdauungstrakts.

Die Hauptquelle für Soor jedoch liegt im Darm. Da sich der größte Teil des Immunsystems in der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts befindet, deutet Soor auf eine insgesamt verminderte Abwehrkraft des Körpers hin. Die Hefepilze können im Darm ungehindert wachsen und sich ausbreiten.

Herpes, von Medizinern zu den Viruskrankheiten gezählt, äußert sich ähnlich wie Soor. Der Unterschied liegt darin, dass es hier nicht Bakterien sind, die das Zelläußere angreifen, sondern Viren, die das Zellinnere, also den Kern angreifen. In beiden Fällen attackieren die Angreifer ausschließlich abwehrschwache, ungesunde Zellen, insbesondere solche, die bereits geschädigt oder funktionsgestört und potenziell anfällig dafür sind, zu Tumorzellen zu mutieren.

Und als wäre dies noch nicht genug des Überlebenskampfes, können sich in Gallensteinen Unmengen an Bakterien und Viren eingelagert haben, die die Leber über die abgesonderte Gallenflüssigkeit verlassen und jene Bereiche des Körpers angreifen, die am wenigsten entgegenzusetzen haben oder bereits geschwächt sind. Wichtig ist, sich vor Augen zu führen, dass Krankheitserreger den Körper nicht infizieren, es sei denn, er bedarf deren Hilfe. Der Darmtrakt ist auf Galle angewiesen, nur mit ihrer Hilfe kann er sich selbstständig sauber halten und genau dies wird durch einen Mangel an Galle im Darm verhindert. Die nächstbeste Lösung im Kampf gegen schädliche Rückstände ist es, sich die Hilfe von Bakterien zu holen, um diese zu zersetzen.

Gallensteine in den Gallengängen der Leber und in der Gallenblase können aber auch andere Probleme im Mundbereich verursachen. Sie verhindern eine angemessene Gallenbildung, was sich wiederum negativ auf den natürlichen Appetit und die Bildung von Speichelsekret im Mund auswirkt. Eine ausreichende Speichelmenge ist aber unabdingbar für eine gute Mundhygiene und auch, um das Gewebe im Mundbereich weich und geschmeidig zu halten. Bei nicht ausreichender Speichelbildung können sich früher oder später Krankheitserreger in der Mundhöhle ansiedeln, was Karies, Zahnfleischrückgang und andere Zahnprobleme zur Folge haben kann. Aber, um es nochmals zu betonen, es sind nicht die Bakterien, die Karies oder Zahnfleischentzündung verursachen. Krankheitserreger dieser Art werden nur von Gewebe im Mund angezogen, das bereits durch ein vermehrtes Vorkommen von Giftstoffen angegriffen oder auf andere Weise unterversorgt und belastet ist.

Ein bitterer/säuerlicher Geschmack im Mund entsteht durch Galle, die in den Magen zurückgeflossen und von dort in den Mund gelangt ist. Dies kann auftreten infolge von Stauungen im Darm, wie sie beispielsweise bei Verstopfung auftreten. Anstatt sich, wie es sein müsste, nach unten, also aus dem Körper heraus zu bewegen, stößt ein Teil des Darminhaltes wieder nach oben. Diese Rückströmung von Abfallstoffen wiederum kann mit sich bringen, dass Galle, Gallensäure, Bakterien, Gase, Toxine und andere Reizstoffe in die oberen Bereiche des Magen-Darm-Trakts gelangen. So hat beispielsweise Gallenflüssigkeit im Mund eine drastische Veränderung des pH-Wertes des Speichels zur Folge. Dadurch vermindern sich dessen reinigenden Eigenschaften und der Mund wird anfälliger gegenüber Krankheitserregern.

Ein an der Unterlippe auftretendes Mundgeschwür weist auf einen ähnlichen Entzündungszustand im Dickdarm hin. Kommt es häufiger zu Geschwüren (in einem der Mundwinkel) ist dies ein Hinweis auf Geschwüre im Zwölffingerdarm (siehe auch den folgenden Abschnitt Erkrankungen des Magens). Zungengeschwüre weisen, je nach Lage, auf Entzündungen in den entsprechenden Bereichen des Verdauungstraktes hin, beispielsweise Magen, Dünndarm, Wurmfortsatz oder Dickdarm.

Erkrankungen des Magens

Wie bereits erläutert, können Gallensteine und die dadurch bedingten Verdauungsstörungen zu einem Rückfluss von Galle in den Magen führen. Dieser Vorgang wirkt sich durch die in Galle enthaltene Gallensäure, bzw. die Gallensalze, negativ auf die Zusammensetzung des Magensaftes und die Menge der im Magen gebildeten Schleimschicht, die Magenschleimhaut, aus. Diese hat die Aufgabe, die Magenwand vor der ätzenden Wirkung der Salzsäure zu schützen. Ist dieses Schutzschild zerstört oder verringert, spricht man von Gastritis.

Gastritis kann akut auftreten, aber auch chronisch werden. Wenn die obere Zellschicht (Epithel) der Magenschleimhaut Magensäure ausgesetzt wird, nehmen die Zellen Wasserstoffionen auf. Dies erhöht deren Säurewert, wirkt ihren grundlegenden Stoffwechselprozessen entgegen und löst eine entzündliche Reaktion aus. In schwerwiegenden Fällen kommt es zu Geschwürbildung in der Magenschleimhaut (Magengeschwür), Magenblutungen, teilweisem Magendurchbruch und Bauchfellentzündung, eine mögliche Erkrankung, wenn ein Geschwür die Magenwand durchbricht und der Mageninhalt in die Bauchhöhle gelangt.

Zwölffingerdarmgeschwüre entwickeln sich, wenn aus dem Magen austretende Salzsäure die Schleimhaut des Zwölffingerdarms zerstört. Häufig kommt es vor, dass die Säureproduktion ungewöhnlich hoch ist. Der Verzehr von zu vielen Nahrungsmitteln, für deren Verdauung viel Säuresekret benötigt wird, oder aber eine ungünstige Kombination von Lebensmitteln (siehe auch Zeitlose Geheimnisse der Gesundheit und Verjüngung) führen häufig zu einem gestörten Säure-Basen-Haushalt. Refluxösophagitis, im Volksmund bekannt als Sodbrennen, bezeichnet das saure Aufstoßen von Magensaft in der Speiseröhre, was zu Reizungen oder sogar Verletzungen der empfindlichen Schleimhaut führt. Entgegen landläufiger Auffassung ist dies allerdings seltener darauf zurückzuführen, dass der Magen zu viel Säure produziert, als vielmehr auf den Rückfluss von Abfallstoffen, Toxinen und Galle aus dem Darm in den Magen und einen Mangel an Säure im Magen.

Insbesondere der Rückfluss von Galle wirkt sich störend auf die Magensäfte aus, was wiederum dazu führt, dass der Speiseröhrenverschluss nicht ordnungsgemäß arbeitet. Auf diese Weise kann Magensäure in die Speiseröhre gelangen und dort jenes brennende Gefühl hervorrufen, das so viele Menschen als Sodbrennen kennen. In den meisten Fällen passiert dies, wenn der Magen zu wenig Salzsäure produziert und die Nahrung deshalb zu lange dort verbleibt und anfängt zu gären. Die Einnahme von Antazida, Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure, kann die Verdauung der Nahrung zusätzlich erschweren und ernsthafte Schäden am Magen und dem übrigen Verdauungssystem verursachen.

Weitere Gründe für Gastritis und Sodbrennen können sein: Übermäßiges Essen, der Verzehr von Zucker, Süßigkeiten und Frittiertem, übermäßiger Alkohol- oder Zigarettenkonsum, zu hoher täglicher Kaffeekonsum (mehr als 1–2 Tassen), kohlensäurehaltige Getränke, der Verzehr großer Mengen an Eiweiß und Fetten tierischer Herkunft. Aber auch Faktoren wie ionisierende Strahlung (Röntgen, CT-Aufnahmen, Mammografien usw.), die Einnahme zytotoxischer Immunsuppressiva, Antibiotika, Aspirin (Acetylsalicylsäure)und anderer entzündungshemmender Arzneien. Mein Vater wurde im Alter von 53 Jahren ein ganzes Jahr lang mit Antibiotika behandelt, die seinen Magen so angriffen, dass es zum Magendurchbruch kam und er verblutete.

Auch Nahrungsmittelvergiftungen, sehr stark gewürzte Kost, eiskalte Getränke, Dehydratation und emotionaler Stress können Auslöser für Magenprobleme sein. All die genannten Faktoren können Gallensteine in Leber und Gallenblase zur Folge haben und somit einen Teufelskreis mit massiven Störungen im gesamten Verdauungstrakt in Gang setzen. Letzten Endes kann es sogar zur Entwicklung eines bösartigen Magentumors kommen.

Die meisten Mediziner gehen heute davon aus, dass für die Bildung von Magengeschwüren das Bakterium Helicobacter pylori verantwortlich ist. Gegen H. pylori Antibiotika einzusetzen, bringt in der Regel Erleichterung und stoppt die Geschwürbildung. Auch wenn das Medikament nicht verhindert, dass das Geschwür danach erneut auftritt, so ist doch die Erholungsquote recht hoch. Allerdings kann es passieren, dass diese vermeintliche Heilung Nebenwirkungen mit sich bringt, die oft schwerwiegender sind als die eigentliche Infektion.

Zu einer Infektion durch H. pylori kann es nur kommen, wenn die Magenzellen bereits durch andere Faktoren als einen normalerweise harmlosen Erreger geschwächt und geschädigt sind. In einem gesunden Magen hingegen erweist sich derselbe Erreger als völlig unschädlich. Die meisten Menschen sind Träger, ohne jemals davon beeinträchtigt zu werden.

Tatsächlich deuten Studien sogar darauf hin, dass dieses Bakterium für die Steuerung von Leptin notwendig ist. Leptin, ein Proteinprodukt des sogenannten „obese"-Gens, das vorwiegend von Adipozyten exprimiert wird, steuert das Gleichgewicht von Nahrungsaufnahme, Energieaufwand und Körpergewicht. Eine im Jahr 2001 im medizinischen Fachjournal Gut veröffentlichte Studie zu den Auswirkungen einer H.-pylori-Infektion auf die Leptin-Expression¹³ hat aufgezeigt, dass Leptin im Magen eine Rolle bei der Gewichtszunahme nach Bekämpfung einer H.-pylori-Infektion spielen könnte.

Obwohl dieser Erreger an jedem Ort und in jedem Menschen zu finden sein kann, entwickeln nur die wenigsten Magengeschwüre. Warum führt bei 1 Person von 20 H. pylori zu einem Magengeschwür, bei den anderen 19 aber nicht, obwohl sie alle gleichermaßen Träger des Bakteriums sind? Auch einen eingeklemmten Nerv im Körper kann man als Ursache einer Krankheit ansehen, und doch führt nicht jeder eingeklemmte Nerv zu einer Krankheit. Wäre es nicht, anstatt nach einem vermeintlich Schuldigen zu suchen, weitaus besser, herauszufinden, warum manche eingeklemmten Nerven zu krankhaften Veränderungen führen und andere nicht? Warum löst eine beängstigende Situation bei manchen eine Panikattacke oder einen Infarkt aus und bei anderen nicht?

Die konventionelle Medizin geht fälschlicherweise viel zu häufig davon aus, dass die Bekämpfung eines Krankheitssymptoms oder eines Krankheitserregers auch die Erkrankung selbst beseitigt. Dabei ist es eigentlich so, dass die sogenannte erfolgreiche Bekämpfung der Symptome häufig eine weitaus ernstere und nicht selten gar lebensbedrohende Situation nach sich zieht.

Wie zuvor erwähnt, lassen wissenschaftliche Studien darauf schließen, dass ein Fehlen des Helicobacter pylori, dem in Magengeschwüren vorkommenden Bakterium, zur Fettsucht-Epidemie beitragen könnte. H. pylori steuert die Produktion von Leptin und Ghrelin. Leptin ist ein Proteohormon mit wichtigen Auswirkungen auf die Steuerung von Appetit, Körpergewicht, Stoffwechsel und Fortpflanzungsfunktionen. Ghrelin, ein aus dem Magen stammendes Eiweißprodukt, das Wachstumshormone freisetzt, fördert den Appetit und die Nahrungsaufnahme.

Wird der H. pylori im Magen zerstört, kann sich dies negativ auf das Gleichgewicht dieser Hormone auswirken und zu einer Spirale von Gewichtszunahme und Schädigung aller körpereigenen Organe und Systeme führen. Ein Krankheitssymptom wie beispielsweise ein Magengeschwür schlicht zu ersetzen durch eines wie Fettsucht, die bekanntermaßen zu Krebs, Diabetes oder Herzinfarkt führen kann, ist nicht nur unklug, sondern auch hochgradig riskant.

Es ist sehr viel besser und zudem einfacher, die Ursachen der Krankheit anzugehen, anstatt lediglich die Symptome auszuschalten. Gallensteine in Leber und Gallenblase können zu Stauungen im Darm führen und daher den wiederholten Rückfluss von Galle und Giftstoffen in den Magen zur Folge haben, was wiederum die Ursache für eine vermehrte Zerstörung von Magenzellen ist. Darüber hinaus zerstören Antibiotika und andere Medikamente das natürliche Milieu im Magen, darunter auch jene Bakterien, die im Normalfall dazu beitragen, beschädigte Zellen abzubauen oder wichtige Hormone wie Leptin und Ghrelin zu steuern.

Der Einsatz von Antibiotika sorgt zwar für eine schnelle Linderung der Symptome, setzt aber auf lange Sicht gesehen die Leistung des Magens herab, was für den Körper eine ernsthaftere Herausforderung darstellt als jene, lediglich mit einem Geschwür fertig werden zu müssen¹⁴.

Einem auf Nature¹⁵ veröffentlichten Forschungsbericht mit dem Titel „Stop the Killing of Beneficial Bacteria" zufolge können Antibiotika eine gesunde Darmflora dauerhaft schädigen und lebenslange Erkrankungen nach sich ziehen. So führt die Einnahme von Antibiotika unweigerlich zu einer übermäßigen Vermehrung von Candida-Zellen und kann zu Fettleibigkeit, Diabetes-Typ-1, entzündlichen Darmerkrankungen, Allergien und Asthma, Störungen des Nervensystems und einem dauerhaft geschwächten Immunsystem führen.

Der Autor des Artikels, Professor Martin Blaser vom „Langone Medical Center" der New York University, fordert eindringlich eine drastische Reduktion der Verwendung von Antibiotika, insbesondere bei Kindern und schwangeren Frauen. Blaser zeigt auf, dass Kindern bei Ohrenentzündungen und grippalen Infekten routinemäßig Antibiotika verschrieben werden, obwohl nicht eindeutig belegt werden konnte, dass sie bei einem dieser Krankheitsbilder überhaupt einen signifikanten Nutzen haben. Im Durchschnitt werden Kinder, bis sie erwachsen sind, bis zu 20-Mal mit Antibiotika behandelt¹⁶.

Und in entwickelten Ländern nimmt fast die Hälfte der Frauen während der Schwangerschaft Antibiotika ein. Rechnet man dann noch die Antibiotika hinzu, die im Zuge jeder Impfung verabreicht werden, sowie jene, die in allen industriell produzierten Fleischprodukten zu finden sind, dann ist man schlicht mit einem krankheitserregenden Desaster konfrontiert. Inzwischen gibt es sogar deutliche Hinweise auf einen engen Zusammenhang zwischen einer unausgewogenen Darmflora und Störungen der Gehirnfunktionen, darunter Autismus und Alzheimer.

Abkürzungen zahlen sich selten aus, wenn es um den Prozess von Heilung geht. Werden Krankheitssymptome erfolgreich unterdrückt, dann bedeutet dies im Grunde, dass die Selbstheilungskräfte des Körpers sabotiert werden. Symptome weisen lediglich darauf hin, dass der Körper auf ein vorhandenes Ungleichgewicht reagiert hat und aktiv daran arbeitet, sich selbst zu heilen. Wenn Ärzte sagen: „Unsere Behandlung war erfolgreich, dann bedeutet dies eigentlich: „Wir haben es geschafft, die Selbstheilungsbemühungen des Körpers zu stoppen. Der Grundgedanke hinter diesem symptomorientierten Ansatz ist, dass durch das Aufhalten oder die Linderung der Symptome einer Krankheit gleichzeitig die Krankheit selbst gestoppt oder kontrolliert werden könnte. Das einzige Problem ist allerdings, dass, wenn Symptome wie Schmerzen, Infektionen, Fieber und Entzündungen eingedämmt werden und der Körper daran gehindert wird, seine Heilungsbemühungen zu Ende zu bringen, dies auch Nebenwirkungen mit sich bringt, die die Gesundheit eines Menschen für das ganze Leben ruinieren können. Mehr als 980 000 Menschen sterben jährlich in den Vereinigten Staaten an der Behandlung einer Krankheit, nicht etwa an der Krankheit selbst. Für die große Mehrheit der Menschen wird dadurch eine medizinische Behandlung gefährlicher als überhaupt nichts zu tun.

Andersherum kommt es häufig vor, dass Symptome, beispielsweise von Erkrankungen im Magenbereich, spontan verschwinden, wenn alle Gallensteine entfernt wurden und anschließend auf gesunde Ernährung und eine ausgewogene Lebensweise geachtet wird.

Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein kleines Organ, dessen sogenannter Kopf sich in die Biegung des Zwölffingerdarms schmiegt. Ihr wichtigster Gang, der Pankreasgang, vereint sich mit dem Hauptgallengang zur sogenannten Vater-Ampulle, die mittig auf den Zwölffingerdarm trifft. Abgesehen von der Ausscheidung der Hormone Insulin und Glucagon produziert die Bauchspeicheldrüse das sogenannte Pankreassekret, eine Flüssigkeit mit Enzymen, die Kohlenhydrate, Proteine und Fett verdauen. Sobald der saure Inhalt des Magens in den Zwölffingerdarm gelangt, verbindet er sich mit basischem Pankreassekret sowie Galle. Das Ergebnis ist ein ausgewogener Säure-Basen-Haushalt (pH-Wert), bei dem die Enzyme der Bauchspeicheldrüse am effektivsten arbeiten können.

Durch Gallensteine in der Leber oder der Gallenblase reduziert sich die normale Gallenbildung von täglich gut einem Liter auf nur einen viertel Liter oder sogar weniger. Der Verdauungsprozess wird hierdurch empfindlich gestört, insbesondere, wenn reichlich Fette oder fetthaltige Speisen verzehrt werden. Über kurz oder lang bleibt der pH-Wert im Zwölffingerdarm zu niedrig, wodurch dann sowohl die Arbeit der Enzyme der Bauchspeicheldrüse erschwert wird als auch jener, die im Dünndarm abgesondert werden. Das Ergebnis all dessen ist, dass die Nahrung nur teilweise verdaut wird. Unzureichend verdaute Nahrung, die mit der Salzsäure des Magens vermengt wird, kann im gesamten Verdauungstrakt unangenehme Reizzustände auslösen.

Ein Gallenstein, der aus der Gallenblase in die Ampulle gelangt, wo Hauptgallengang und Pankreasgang zusammenlaufen (siehe Abb. 3a), kann den Fluss des Pankreassekrets behindern und dazu führen, dass Galle in die Bauchspeicheldrüse gelangt. Dies führt dazu, dass zahlreiche Eiweiß spaltende Enzyme der Bauchspeicheldrüse, die normalerweise erst im Zwölffingerdarm aktiviert werden, schon in der Bauchspeicheldrüse selbst aktiv werden, wodurch diese eine höchst zerstörerische Wirkung entfalten. Sie setzen eine Verdauung von Teilen des Pankreasgewebes in Gang, was zu Infektionen, Eiterbildung und lokalen Thrombosen führen kann. Bekannt ist dieses Krankheitsbild als Pankreatitis oder Bauchspeicheldrüsenentzündung.

Abb. 3a: Gallensteine in Leber und Gallenblase

Gallensteine, die die Ampulle verengen, setzen Bakterien, Viren und Giftstoffe in der Bauchspeicheldrüse frei, wodurch die Pankreaszellen weiter geschädigt werden und letztlich sogar ein bösartiger Tumor entstehen kann. Ein Tumor entsteht in den meisten Fällen am Pankreaskopf, wo somit der Fluss von Galle und Pankreassekret beeinträchtigt wird. Nicht selten wird dieses Krankheitsbild begleitet von Gelbsucht (mehr dazu im folgenden Abschnitt Erkrankungen der Leber).

Gallensteine in der Leber, der Gallenblase und der Ampulle sind möglicherweise auch an der Entstehung beider Diabetesarten beteiligt, sowohl der primär insulinabhängigen (Typ-1) als auch der nicht primär insulinabhängigen (Typ-2). Alle Diabetespatienten, die ich kenne, darunter auch Kinder, hatten eine große Anzahl an Steinen in ihrer Leber. Mit jeder Leberreinigung verbesserte sich ihr Zustand zusehends, vorausgesetzt, sie hielten sich an eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene Diät ohne raffinierten Zucker und tierische Produkte¹⁷.

Erkrankungen der Leber

Die Leber ist das größte Organ des Körpers und gleichzeitig seine größte Drüse. Sie kann bis über 1,5 kg wiegen, liegt hinter den Rippen im oberen rechten Bereich des Bauchraums und erstreckt sich fast über die ganze Breite des Körpers. Der Leber kommt eine enorme Zahl unterschiedlicher Aufgaben zu, die sie zum komplexesten und aktivsten Organ des Körpers machen.

Da die Leber für die angemessene Durchführung, Umwandlung, Verteilung und Aufrechterhaltung der Versorgung mit lebenswichtigem Brennstoff (beispielsweise Nährstoffen, Enzymen und Energie) zuständig ist, wird sich alles, was in diese Funktionen eingreift, nachteilig auf die Gesundheit der Leber und des Körpers insgesamt auswirken. Die größten Beeinträchtigungen können sich dabei aufgrund vorhandener Gallensteine ergeben.

Die Leber produziert neben Cholesterin (einem unverzichtbaren Baustoff für organische Zellen, Hormone und Gallenflüssigkeit) auch Hormone und Proteine, die Einfluss darauf haben, wie der Körper arbeitet, wächst und heilt. Darüber hinaus produziert sie neue Aminosäuren und wandelt bereits existierende in Proteine um. Diese Proteine sind die wichtigsten Bausteine der Zellen, Hormone, Neurotransmitter, Gene und so weiter. Weitere wichtige Aufgaben der Leber umfassen den Abbau alter, geschädigter Zellen, die Wiederaufbereitung von Proteinen und Eisen sowie das Speichern von Vitaminen und Nährstoffen. Für all diese lebenswichtigen Aufgaben stellen Gallensteine eine gefährliche Bedrohung dar.

Die Leber sorgt nicht nur dafür, Alkohol im Blut abzubauen, sie macht auch giftige Substanzen, Bakterien, Parasiten und bestimmte Inhaltsstoffe von Arzneimitteln unschädlich. Das geschieht durch spezifische Enzyme, die Schlacken oder Toxine in solche Substanzen umwandeln, die vom Körper gefahrlos entsorgt werden können.

Außerdem filtert die Leber pro Minute gut 1,5 Liter Blut. Die meisten ausgefilterten Abfallstoffe werden über den Gallenfluss aus der Leber ausgeschieden. Wird dieser allerdings durch Gallensteine in den Gallengängen behindert, dann steigt die Giftkonzentration in der Leber, was letztendlich zu Lebererkrankungen führt. Diese Entwicklung wird durch die regelmäßige Einnahme von Arzneimitteln weiter verschärft, da diese anfangs von der Leber abgebaut werden. Vorhandene Gallensteine verhindern eine angemessene Entgiftung der Medikamente, sodass es selbst bei geringer Dosierung zu einer Überdosierung und schwerwiegenden Nebenwirkungen kommen kann. Das bedeutet darüber hinaus, dass die Leber auch durch die Rückstände der von ihr abgebauten Medikamente gefährdet wird. Unzureichend abgebauter Alkohol kann Leberzellen schwer beschädigen oder sogar zerstören.

Allen schwereren Lebererkrankungen geht eine starke Behinderung des Gallenflusses durch Gallensteine in den Gallenwegen voraus. Diese Steine beeinträchtigen das Gefüge der Leberläppchen (siehe Abb. 3 und 4a), der wichtigsten Struktureinheiten der Leber, von denen diese mehr als 50 000 enthält. Es ist einleuchtend, dass vorhandene Gallensteine die Blutzirkulation zwischen diesen Leberläppchen zunehmend erschwert. Darüber hinaus zwingen sie die Leberzellen dazu, die Gallenproduktion einzuschränken. Immer mehr der sich stauenden Galle dickt ein und wandelt sich um zu Gallengries und weiteren Steinen (siehe Abb. 3b). Auch Nervenfasern werden dadurch geschädigt.

Abb. 3b: Gallensteine und Gallengries in einer sezierten Leber

Abb. 4a: Ein Leberläppchen (Ursprünglich von Frevert U., Engelmann S., Zougbédé S., Stange J., Ng B et al.)

Ein derartiges „Abwürgen" über einen längeren Zeitraum hinweg schädigt oder zerstört letztlich unweigerlich die Leberzellen. An ihre Stelle tritt nach und nach faseriges Narbengewebe, was zu einer weiteren Gallenstauung und einem erhöhten Druck auf die Blutgefäße der Leber führt. Kann die Regeneration der Leberzellen nicht mit dem Grad der Zerstörung Schritt halten, dann steht eine Leberzirrhose (siehe Abb. 4b) unmittelbar bevor, und diese führt meist zum Tod.

Abb. 4b: Leberzirrhose (Foto von Sebastian Kaulitzki)

Zu einem Leberversagen kommt es, wenn so viele Zellen erstickt wurden, dass nicht mehr genug davon zur Ausübung der wichtigsten Funktionen vorhanden sind. Zu den Folgen von Leberversagen gehören Schläfrigkeit, Verwirrtheit, zitternde Hände, Tremores, sinkende Blutzuckerwerte, Infektionen, Nierenversagen und Wassereinlagerungen, erhöhte Blutungsneigung, Koma und Tod. Allerdings ist die Fähigkeit der Leber, sich auch von größeren Schäden zu erholen, wirklich bemerkenswert.

Sind durch die Leberreinigung erst einmal alle Gallensteine entfernt und verzichtet man anschließend auf Alkohol und Medikamente, dann stellen sich in der Regel keine langfristigen Folgen ein, selbst wenn möglicherweise während der Erkrankung eine große Zahl an Leberzellen zerstört wurde. Sobald die Zellen sich regenerieren, tun sie dies so, dass eine ganz normale Lebertätigkeit ermöglicht wird. Dies ist deshalb möglich, weil bei Leberversagen (im Unterschied zur Leberzirrhose) die Grundstruktur der Leber nicht wesentlich beeinträchtigt wurde.

Die Fettleber (siehe Abb. 4c) ist eine krankhafte, aber reversible Verfettung der Leber durch große Mengen von Fett, meist Triglyceride, die sich in den Leberzellen einlagern. In entwickelten Ländern ist mittlerweile jeder Zehnte von einer Fettleber betroffen. Zwar können diesem Krankheitsbild unterschiedliche Ursachen zugrunde liegen, allen gemeinsam aber ist als unmittelbare Hauptursache eine Stauung in den Gallengängen.

Abb. 4c: Fettleber (Foto von Sebastian Kaulitzki)

Die bekanntesten Ursachen für Fettleber sind übermäßiger Alkohol- und Fettkonsum. Aber auch Arzneistoffe wie Amiodaron, Methotrexat, Diltiazem, abgelaufene Tetracycline, hochaktive antiretrovirale Therapien, Glucocorticoide und Tamoxifen können zu einer krankhaften Verfettung der Leber führen.

Eine gesunde Leber leitet alle überschüssigen Fette aus dem Körper über die Gallengänge in den Verdauungstrakt weiter. Werden demgegenüber die Gallengänge durch Gallensteine behindert, bleibt den Leberzellen nichts anderes übrig, als Fett einzulagern, was dazu führt, dass sich eine Fett-Leber entwickelt. Je mehr Fett die Leber einlagert, desto weniger ist diese in der Lage, überschüssige Fette aus dem restlichen Körper abzubauen, ungeachtet aller Ernährungsformen und Diäten. Eine Gewichtsreduktion kann sich dadurch immer schwieriger gestalten.

Von einer Fettleber sind mittlerweile nicht mehr nur diejenigen betroffen, die über viele Jahre hinweg zu viel Alkohol konsumiert haben. Die Fettleibigkeitsrate unter Kindern ist heute so hoch, dass schon viele Teenager an Leberzirrhose erkranken und deswegen auf eine Lebertransplantation angewiesen sind. Studien haben ergeben, dass Millionen von Kindern in den USA an einer nicht-alkoholischen Fettleber aufgrund der Einlagerung von Fett in den Leberzellen erkrankt sind¹⁸. Am 2. Juli 2011 berichtete der Telegraph: „Ein solcher Zustand erhöht die Risiken für Herzerkrankungen, Herzinfarkte und Typ-2-Diabetes und kann zudem zu Zirrhose (Vernarbung der Leber) führen, die häufig erst dann erkannt wird, wenn es bereits zu spät ist … Es gibt keine medizinische Behandlung gegen diese Krankheit, jedoch kann ihr Ausmaß durch Gewichtsabnahme und verbesserte Ernährung verringert werden."

Wird allerdings die Stauung in den Gallengängen nicht zuvor beseitigt, kann sich eine Gewichtsreduktion als schwierig erweisen, tritt sie aber doch ein, kann sie eigentlich der Leber sogar weiteren Schaden zufügen. Da sämtliche Fette von den Leberzellen verarbeitet werden müssen, stellt jede Freisetzung von Fettablagerungen in anderen Körperteilen eine zusätzliche Belastung für die Leber dar, was wiederum das Risiko einer Stauung und letztlich einer Verstopfung erhöht. Eine allzu plötzliche Gewichtsreduktion sollte daher vermieden werden¹⁹.

Die oft beliebte Magenbypass-Operation kann sogar zur Verschlimmerung der Fettleberkrankheit beitragen, denn auf diese Weise werden Fette aus dem ganzen Körper vermehrt in der Leber abgeladen. Der Patient könnte zwar möglicherweise erfolgreich abnehmen, seine Leber und der übrige Körper wären aber dem Risiko ausgesetzt, weitaus ernstere Krankheiten als Fettleibigkeit zu entwickeln wie etwa Herzerkrankungen, Diabetes und Krebs.

Akute Hepatitis ist die Folge des Absterbens ganzer Gruppen von Leberzellen. Gallensteine können Viren in sich bergen, die Leberzellen befallen und infizieren können, was zellzerstörende Veränderungen zur Folge hat. Wenn sich immer mehr und immer größere Gallensteine entwickeln und immer mehr Zellen infiziert werden und absterben, dann hat dies zur Folge, dass immer mehr Leberläppchen zerstört werden und sich in Blutgefäßen Knötchen entwickeln. Dadurch wird der Blutkreislauf in den verbleibenden Leberzellen stark in Mitleidenschaft gezogen.

Das Ausmaß des Schadens, den diese Veränderungen auf die Leber und deren Gesamtleistung haben, hängt zu einem großen Teil davon ab, in welchem Maße die Gallenwege in der Leber durch Gallensteine beeinträchtigt sind. Leberkrebs entsteht nur, wenn über viele Jahre eine große Zahl von Gallengängen in der Leber verstopft war. Das gilt auch für Metastasen in der Leber, die primär von Tumoren im Magen-Darm-Trakt, den Lungen oder der Brust ausgehen.

Die meisten Leberentzündungen (Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis Non-A, Hepatitis Non-B) treten auf, wenn die Gallengänge in mehreren Leberläppchen mit Gallensteinen verstopft sind, wozu es aus den unterschiedlichsten Gründen sogar schon in sehr jungen Jahren kommen kann.

Wird zum Beispiel die Nabelschnur zu früh durchtrennt, und nicht erst nach den erforderlichen 40–60 Minuten nach der Geburt, kann dies dazu führen, dass die Sauerstoffversorgung des Bluts beim Neugeborenen um über 40 Prozent sinkt. Diese medizinische Unsitte hat zur Folge, dass viele Giftstoffe, deren Ausfilterung normalerweise die Plazenta in der ersten Stunde nach der Geburt übernimmt, im Körper des Kindes verbleiben. Zudem reduziert sich auf diese Weise die Zahl der Antikörper zum Schutz vor Krankheiten.

Normalerweise dauert es mindestens 40 bis 60 Minuten, bis die Nabelschnur völlig aufgehört hat zu pulsieren. Ein zu frühes Durchtrennen der Nabelschnur schädigt möglicherweise die Leber des Neugeborenen schon von klein auf. Das kann die Weichen für die Bildung von Gallensteinen schon in der Kindheit stellen und spätere Leberentzündungen zur Folge haben.

Darüber hinaus wird die Leber des Kindes zahlreichen in Impfstoffen enthaltenen karzinogenen Toxinen ausgesetzt.²⁰ Insbesondere bei sehr kleinen Kindern ist die Leber noch nicht in der Lage, diese toxischen Substanzen abzubauen, was schon nach der ersten Impfung zur Bildung von Gallensteinen beiträgt.

Eine ungeeignete Ernährung mit Zucker, pasteurisierter Kuhmilch, tierischen Proteinen, Gebratenem und sonstigen ungesunden Nahrungsmitteln wirkt sich auch auf die Leber von Kindern in hohem Maße aus. Und natürlich wird die Leber des Kindes auch in Mitleidenschaft gezogen, wenn eine werdende Mutter während der Schwangerschaft Alkohol trinkt, raucht, Junkfood isst, Medikamente einnimmt oder selbst geimpft worden ist.

Eine Studie der amerikanischen „Environmental Working Group (EWG)" hat gezeigt, dass Blutproben, die Neugeborenen entnommen wurden, im Durchschnitt 287 toxische Stoffe enthielten, darunter Quecksilber, Brandhemmer, Pestizide, Nahrungsergänzungsmittel, Chemikalien aus Körperpflegemitteln, Schadstoffe aus der Luft, toxische Kunststoffverbindungen und Chemikalien aus Teflon. Viele dieser Giftstoffe sind in höchstem Maße krebserregend. Die Leber eines Kleinkindes ist unmöglich in der Lage, ein derart von schädlichen Stoffen durchsetztes Blut zu entgiften. Die Bildung von Gallensteinen zum Einschluss einiger dieser Giftstoffe ist das einzige Gegenmittel, das dem kleinen Körper zur Verfügung steht.

Der EWG-Studie zufolge überträgt die Nabelschnur in dem Monat vor der Entbindung eine Menge von annähernd 300 Litern Blut von der Plazenta zum ungeborenen Kind. Das heißt, das Neugeborene ist derselben chemischen Belastung ausgesetzt wie die Mutter. Wenn Mütter, die in keinem guten Gesundheitszustand sind, ihre Kinder stillen, kontaminieren sie sie streng genommen noch zusätzlich. All dies überfordert die kleinen Organe dieser Kinder.

Im Großen und Ganzen deckte die Studie bei 99–100 Prozent der Schwangeren einen wahren Chemiecocktail auf, genug, um schon beim Ungeborenen ein Anfangsstadium einer Leberdysfunktion und sogar Krebswachstum auszulösen.

In einer Reihe neuer Studien wurde ein deutlicher Zusammenhang nachgewiesen zwischen der chemischen Substanz Fluorid (in seiner unnatürlichen Form), die dem Trinkwasser, Zahnpasten und Mundwässern in den USA und anderen Ländern zugegeben wird, und der Tatsache, dass dies Hirnschäden, Knochenkrebs (Osteosarkom) und andere Krebsarten hervorruft. Und natürlich ist die Leber das einzige Organ, das den Körper von Fluorid entgiften kann. Allerdings kann Fluorid nicht abgebaut werden, im Gegenteil, dieser Giftstoff lagert sich unverändert im Körper ab und kann daher die Leber und andere endokrine Drüsen schädigen. Schon ein halber Teelöffel voll kann für einen Erwachsenen tödlich sein. Eine regelmäßige Fluorideinnahme kann zu Krebs, Schädigungen der Schilddrüse, Hirnschäden und Leberzirrhose führen.

Eine gesunde Leber und ein gesundes Immunsystem sind ohne Weiteres in der Lage, sich gegen Viren zur Wehr zur setzen, unabhängig davon, ob diese in der Umwelt aufgenommen wurden oder über einen anderen Weg in die Blutbahn gelangt sind, etwa durch Impfung oder Bluttransfusion.

Die meisten Menschen, die Hepatitis-Viren ausgesetzt waren, erkranken nie daran. Tatsächlich tragen wir alle die meisten der außerhalb des Körpers existierenden Viren in diesem Augenblick selbst im Körper. Eine große Zahl an Gallensteinen jedoch führt zu Stauungen und somit einer toxischen Umgebung in der Leber, ein günstiges Milieu für erhöhte Virenaktivität.

Viren sind natürlich vorkommende Proteinpartikel, von denen man annimmt, dass sie in Wirtszellen eindringen und diese dazu bringen, sie zu vermehren, also Kopien derselben Proteinpartikel (Viren) herzustellen. Allerdings haben spätere Studien der Forscher Antoine Béchamp (1816–1908), der als Erster die sogenannten Krankheitserreger entdeckte, Gunther Enderlein (1872–1968) und des Biologen Royal Rife (1888–1971) zu der Erkenntnis geführt, dass Viren sich in einem sauren Milieu aus in den Zellen vorhandenen Pilzen entwickeln können. Enderlein zeigte zudem auf, dass Pilze sich aus Bakterien entwickeln, abhängig von Veränderungen im pH-Wert und der Nährstoffumgebung. Tatsächlich kann der Körper, je nachdem, welches Milieu herrscht, mit der Hilfe von Pilzen jede existierende Art von Virus entwickeln und reproduzieren. Viren sind nicht in der Lage, sich selbstständig zu reproduzieren und sind zur Vermehrung auf Wirtszellen, Bakterien oder Pilze angewiesen.

Entgegen der weitverbreiteten Annahme ist weder die Entwicklung von Viren noch ihr Angriff auf den Zellkern willkürlich. Sie überfallen in der Regel nur die Kerne der schwächsten und am stärksten geschädigten Zellen, um zu verhindern, dass diese mutieren. Gesunde Zellen lassen Viren erst gar nicht bis zum Zellkern vordringen. Sie produzieren Interferone, spezielle Proteine, die eine immunstimulierende Abwehrreaktion fördern und so die Zellen vor Viren, Bakterien, Parasiten und Tumorzellen schützen. Nicht allen Zellen gelingt dies jedoch und eine Folge davon kann Leberkrebs sein. Ich möchte dabei betonen, dass das Vorhandensein von Viren in Krebszellen nicht bedeutet, dass Viren krebserregend wirken. Davon abgesehen haben auch Krebszellen einen Nutzen. Sie sind in der Lage, eine große Menge an Giftstoffen aufzunehmen und dadurch das Organgewebe vor plötzlichem Absterben zu bewahren.

Gallensteine können große Mengen an Viren in sich tragen. In dem Fall, dass einige davon sich lösen und ins Blut gelangen, spricht man von einer chronischen Hepatitis. Nicht-virale Infektionen der Leber können ausgelöst (nicht verursacht) werden durch Bakterien, die sich in einem beliebigen, durch Gallensteine behinderten Gallengang vermehren und sich von da ausbreiten.

Gallensteine in den Gallenwegen beeinträchtigen außerdem die Fähigkeit der Leberzellen, mit toxischen Substanzen umzugehen, wie beispielsweise Chloroform, zytotoxischen Arzneimitteln, anabolen Steroiden, Alkohol, Aspirin, Pilzen, Nahrungszusätzen und Ähnlichem. In diesem Fall entwickelt der Körper eine Überempfindlichkeit gegen diese vorhersehbaren toxischen Substanzen, aber auch gegen solche, die nicht vorhersehbar und in

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