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Dackel: Kleiner Hund mit großem Herz

Dackel: Kleiner Hund mit großem Herz

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Dackel: Kleiner Hund mit großem Herz

Länge:
167 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 9, 2017
ISBN:
9783840464201
Format:
Buch

Beschreibung

"Teckel", "Dachshund" oder "Dackel" ist ein Oberbegriff für neun Hunderassen, die sich in Größe und Haarart unterscheiden. Allen gemein ist, dass sie ursprünglich in Deutschland zur Jagd auf Füchse und Dachse gezüchtet wurdenund mittlerweile weltweit die Herzen der Hundehalter erobert haben. Schon lange steht nicht mehr nur ihre jagdliche Passion im Vordergrund. Mit ihrem Charme und ihrer Anpassungsfähigkeit begeistern die kleinen "Salonlöwen" Jäger und Nichtjäger gleichermaßen. Dieses Buch vermittelt Einblicke in die Geschichte der neun Teckelrassen und beschreibt den Charakter und typische Merkmale dieser besonderen Hunde. Außerdem gibt es Auskunft über das Zusammenleben mit den treuen und bewegungsfreudigen Familienbegleitern und informiert über die vielfältigen Einsatzbereiche bei der Jagd und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Freizeit. Wunderschöne Fotos zeigen die Dackel in allen Facetten und werden jeden Liebhaber begeistern.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 9, 2017
ISBN:
9783840464201
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Dackel - Anette Doering

Dackelfreunde

Eine lange GESCHICHTE mit Erfolg

Dackel können auf eine lange Geschichte zurückblicken.

(Foto: Neddens-Tierfoto)

Wohl jeder Hundeliebhaber kennt den Dackel, doch nur wenige wissen, dass der kleine Schelm zu den ältesten Hunderassen gehört.

Schon im alten Ägypten gab es Hunde mit kurzen Beinen, Stehohren und lang gestrecktem Rücken, die vorwiegend als Wachhunde dienten. Auch den Römern waren niederläufige Hunde nicht unbekannt. Bei den Damen der damaligen Gesellschaft führten sie das angenehme Leben von Schoßhunden. In der Literatur des klassischen Griechenlands kann man lesen, dass Hunde mit kurzen krummen Beinen und Stehohren zur Feldjagd eingesetzt wurden. Skelettfunde im Siedlungsraum der Germanen zeigen, dass auch hier kleine, dackelähnliche Hunde lebten.

Anmaßend wäre es zu behaupten, all diese Hunde seien direkte Vorfahren der Dackel. Dennoch können die Dackel auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Die frühen Vorfahren

Kurzhaardackel kommen den „Urdackeln" optisch am nächsten.

(Foto: Slawik)

Seit dem Mittelalter sind kleine, kurzbeinige Hunde als Jagdhunde nicht mehr wegzudenken. Äußerlich ähnelten sie allerdings eher einem niederläufigen Wachtelhund als dem heutigen Dackel. Diese Hunde gehörten zu den Jagdhundmeuten und wurden für die Jagd unter der Erde eingesetzt.

Das im 16. Jahrhundert erschienene Jagdbuch „La Vénerie du Jaques du Fouilloux zeigt einen Stich, auf dem Erdhunde zu sehen sind, die bereits fallende Behänge (Ohren) aufweisen. In diesem Buch ist von zwei Erdhundarten die Rede, wobei den krummbeinigen gewisse Vorzüge bei der Arbeit im Bau zugeschrieben werden: „Die mit den krummen Füßen fallen weit ringfertiger und geschwinter in den Baw dann die ersten, so gerad Füße haben, sie seyn auch für die Dachs viel besser.

Natürlich sind die Schliefer, Taxel, Dachsschliefer, Tachskriecher, Lochhündlein und Dachswürger, wie diese Erdhunde je nach Region genannt wurden, noch längst keine Dackel im heutigen Sinn. Möglicherweise hat man die völlig unterschiedlich aussehenden Hunde aber bereits als eine einzige Rasse betrachtet. Damals wurden Hunde nicht nach ihrem Aussehen bewertet, sondern nach ihren Fähigkeiten. War in Fachbüchern also von „Dachshunden" die Rede, waren damit nicht die Hunde gemeint, die sich phänotypisch glichen, sondern diejenigen, deren Aufgabe die Jagd unter der Erde (unter anderem auf Dachse) war.

1793 erwähnt Georges-Louis Leclerc, Comte de Buffon, in seiner „Allgemeinen Naturgeschichte den krummläufigen und den geradeläufigen Dachshund. Auf Bildern in diesem Buch ist zu sehen, dass die krummläufigen Dachshunde aufgrund ihrer angewinkelten Vorderhand während des Grabens und des Laufens eher einknickten als die mit geraden Läufen. Die krummläufigen Hunde hatten im Ernstfall erheblich größere Schwierigkeiten, wieder auf die Beine zu kommen. Weiterhin beschreibt Buffon, dass sowohl die krummläufigen als auch die geradläufigen Dachshunde sehr „griffig gegen den Dachs seien und diesen dadurch aus seinem Bau trieben. Neben der jagdlichen Befähigung berichtet der Autor von den unterschiedlichen Haarfarben. Bereits damals wiesen die Dachshunde ein großes Farbspektrum auf. Es gab schwarze,weiße, gefleckte und falbfarbene Tiere. Diese Farbenvielfalt ist dem Dackel bis in die heutige Zeit erhalten geblieben, nur die erwünschten Farben haben sich geändert.

Des Weiteren beschreibt Buffon die Dachshunde als niederläufige, etwas überbaute (also hinten etwas höher als vorn) Hunde mit lang gestrecktem Rücken. Die Brust der Dachshunde dürfe nicht zu stark sein. Auch damals war also schon bekannt, dass Hunde mit zu starker Brust Schwierigkeiten mit dem Vorwärtskommen im Bau haben. Dass sich die Hundezucht schnell weiterentwickelt hat, können wir daran erkennen, dass bereits 1797 eine weitere Haarfarbe erwähnt wird. So schreibt der Jagdschriftsteller Friedrich Ernst Jester in seinem Buch „Über die kleine Jagd nun von braunen Hunden. Wahrscheinlich ist mit dieser Farbbezeichnung das heutige Rot gemeint. Den Charakter der Hunde beschreibt er wie folgt: „Der Dachshund ist unter allen zur kleinen Jagd bestimmten Hunden seinem Körperbau nach der kleinste und schwächste, und doch übertrifft er sie alle an Herzhaftigkeit. Er sucht sich seinen ihm an Mut gleichkommenden, an Kräften aber im Grunde weit überlegenen Feind tief unter der Erde auf, bekriegt ihn hier auf eigenem Grund und Boden, kämpft mit ihm stunden-, ja tagelang ...

Etwas uncharmanter illustriert ein Herr Dr. Walther das Wesen der Erdhunde. Für ihn handelt es sich dabei um „bissige, oft tückische, tapfere, aber händelsüchtige Thiere, die ein zähes Leben haben. Sie fangen mit jedem Hund Händel an, wenn er auch noch so groß ist."

In der Literatur werden um 1800 neben den glatthaarigen Dachshunden auch stockhaarige Hunde erwähnt. Letztere sind aber nicht die unmittelbaren Vorfahren der später auf ausdrücklichen Wunsch gezüchteten rauhaarigen Dachshunde. Wem diese Hunde ihr besonderes Haarkleid zu verdanken hatten, lässt sich nicht mehr genau feststellen. Die beiden Typen unterschieden sich nicht nur im Haarkleid, sondern auch im restlichen Erscheinungsbild. Die stockhaarigen Dachshunde waren größer als ihre kurzhaarigen Verwandten und ihre Beine sollen nicht mehr so krumm gewesen sein.

Von langhaarigen Dachshunden ist erstmals 1820 zu lesen. Auf die jagdlichen Fähigkeiten hatte die Fellbeschaffenheit keinen Einfluss. Ihre Aufgaben erfüllten alle drei unterschiedlichen Dachshundtypen gleichermaßen gut.

Ab dem Mittelalter finden wir in der Literatur also zahlreiche Hinweise auf mögliche Vorfahren unserer heutigen Dackel. Von einer gezielten Zucht kann man aber noch nicht sprechen. Ganz sicher spielten Zufall und Glück eine weit größere Rolle als geplantes züchterisches Handeln, auch wenn es das vereinzelt bereits gegeben haben mag.

Langhaardackel wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt. (Foto: Neddens-Tierfoto)

Beginn der gezielten Zucht

Mut, Ausdauer und Selbstbewusstsein kennzeichneten schon die Vorfahren der Dackel. (Foto: Neddens-Tierfoto)

Die Rassegeschichte des Dackels, wie wir ihn heute kennen, beginnt im 19. Jahrhundert. In dieser Zeit wurde damit be-gonnen, Hunde mit ähnlichem Erscheinungsbild und ähnlichen Eigenschaften miteinander zu kreuzen.

Zu den Urahnen aller heutigen Dackel gehören nachweislich die Bracken. Sie sind hervorragende Laufhunde mit enormer Ausdauer. Zudem haben sie eine feine Nase, weshalb die Jäger sie gern für die Schweißarbeit, also die Nachsuche von angeschossenem Wild, einsetzten. Beide Fähigkeiten wollte man beim Dachshund verfestigen, und so wurden vorzugsweise kurzbeinige Bracken, sogenannte Niederlaufbracken, eingekreuzt. Das hatte zur Folge, dass sich Ende des 19. Jahrhunderts Dachshund und Dachsbracke lediglich in Größe und Gewicht unterschieden. Hunde mit einem Körpergewicht über 10 Kilogramm galten als Dachsbracken; alle, die leichter waren, zählte man zu den Dachshunden.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Fährtensicherheit und die Schärfe der Dachshunde verbessert, allerdings zunächst unabsichtlich. Auf sogenannten Försterhöfen, die es hauptsächlich in den deutschen Gebirgen gab,

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