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Toni der Hüttenwirt 128 – Heimatroman: Steffi fordert das Glück heraus

Toni der Hüttenwirt 128 – Heimatroman: Steffi fordert das Glück heraus

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Toni der Hüttenwirt 128 – Heimatroman: Steffi fordert das Glück heraus

Länge:
115 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 17, 2017
ISBN:
9783740913113
Format:
Buch

Beschreibung

Diese Bergroman-Serie stillt die Sehnsucht des modernen Stadtbewohners nach einer Welt voller Liebe und Gefühle, nach Heimat und natürlichem Leben in einer verzaubernden Gebirgswelt.Toni, der Hüttenwirt liebt es ursprünglich. In Anna hat er seine große Liebe gefunden. Für ihn verzichtete Anna auf eine Karriere als Bänkerin im weit entfernten Hamburg. Jetzt managt sie an seiner Seite die Berghütte.

Es war schon spät am Abend. Die Hüttengäste hatten sich schon in die Kammern und auf den Hüttenboden zurückgezogen. Der alte Alois saß am Kamin. Er betrachtete lächelnd den jungen Neufundländerrüden Bello, der auf seinem Lieblingsplatz vor dem Kamin lag und schlief. Zwischen seinen Vorderpfoten hatte sich Max, Franziskas kleiner Kater, zusammengerollt und schnurrte leise. Ach, wie friedlich das aussieht", sagte der alte Alois. "Da redet man immer davon, dass sich Hund' und Katz' net ausstehen können, aber dieses Bild hier, des straft jeden Lügen. Wie schön wäre es, wenn die Menschen so friedlich miteinander sein könnten."
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 17, 2017
ISBN:
9783740913113
Format:
Buch

Über den Autor


Ähnlich wie Toni der Hüttenwirt 128 – Heimatroman

Titel in dieser Serie (202)

Buchvorschau

Toni der Hüttenwirt 128 – Heimatroman - Friederike von Buchner

Toni der Hüttenwirt –128–

Steffi fordert das Glück heraus

Roman von Friederike von Buchner

Es war schon spät am Abend. Die Hüttengäste hatten sich schon in die Kammern und auf den Hüttenboden zurückgezogen. Der alte Alois saß am Kamin. Er betrachtete lächelnd den jungen Neufundländerrüden Bello, der auf seinem Lieblingsplatz vor dem Kamin lag und schlief. Zwischen seinen Vorderpfoten hatte sich Max, Franziskas kleiner Kater, zusammengerollt und schnurrte leise.

»Ach, wie friedlich das aussieht«, sagte der alte Alois. »Da redet man immer davon, dass sich Hund’ und Katz’ net ausstehen können, aber dieses Bild hier, des straft jeden Lügen. Wie schön wäre es, wenn die Menschen so friedlich miteinander sein könnten.«

Er trank den Kräutertee aus und stand auf. Bello hob kurz den Kopf und schaute Alois an, dann döste er weiter.

Alois ging zu Toni und Anna in die Küche. Anna spülte das letzte Geschirr.

Toni richtete bereits Teile des Frühstücks her. Tonis Handy läutete.

»Nanu, wer kann des noch sein?«, sagte Toni. »Es ist schon Mitternacht.«

»Da wird sich wieder einmal jemand verwählt haben«, knurrte Alois.

»Naa, da wird die Nummer der Eltern angezeigt. Seltsam, so spät haben sie noch nie angerufen. Hoffentlich ist nix passiert.«

Toni warf Anna einen besorgten und fragenden Blick zu.

»Jetzt nimm das Gespräch schon an, Toni«, sagte sie. »Sie werden schon einen Grund haben. Aber du musst nicht immer das Schlimmste annehmen.«

Toni drückte auf die Taste und hielt das Handy ans Ohr.

»Vater, was gibt es? Ist was passiert?«

Toni lauschte. Nach einer Weile lächelte er.

Seine Gesichtszüge entspannten sich.

»Des ist ja eine schöne Nachricht, Vater. Aber noch besser ist, dass nix passiert ist.«

Toni ging einige Schritte in der Küche der Berghütte auf und ab.

»Naa, Vater, wir waren noch net im Bett. Wir haben noch in der Küche zu tun. Wenn bei euch heute Abend in der Wirtsstube so gezecht wurde, dann hattet ihr ja auch noch länger zu tun. Grüß die Mutter, auch von der Anna und vom alten Alois! Gute Nacht, Vater und pfüat di!«

Toni legte auf. Er grinste Anna und Alois an.

»Nix Schlimmes! Es ist nur hoch hergegangen. Der Fellbacher hat Freibier und eine Brotzeit für jeden spendiert. Er saß gerade am Stammtisch, als der Wolfi Irminger kam. Dessen vorgesetzte Dienststelle hatte ihn angerufen. Die Sache ist durch! Der Irminger bekommt auf der Polizeiwache Verstärkung! Da wollte jemand aus der Motorradstaffel in München aussteigen und bat ausdrücklich und dringlich um die Versetzung aufs Land. Chris Danzer oder so ähnlich, soll hier nach Waldkogel kommen.«

»Das ist wirklich eine gute Nachricht«, bemerkte Anna.

»Des ist mehr als eine gute Nachricht. Mit vereinten Kräften haben wir es geschafft. Waldkogel hat bald zwei Leut’ in der Polizeidienststelle. Der Fellbacher hat schon gesagt, er wird den neuen Mann ganz groß der Gemeinde präsentieren.«

»Wann ist es denn soweit?«, fragte Alois nach.

Toni zuckte mit den Schultern.

»Die Verstärkung soll demnächst kommen. Ein genaues Datum weiß man net.«

Der alte Alois winkte mit der Hand ab.

»Demnächst, des kann ja alles heißen! Morgen, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr? Wenn wir Pech haben, dann dauert’s doch noch seine Zeit. Vielleicht wollten sie auch nur, dass Waldkogel Ruhe gibt. Deshalb haben sie das gesagt. Es ist so, als werfe man einem Hund einen Knochen hin, damit er Ruhe gibt.«

»Was bist du grantig, Alois! Freust dich net?«

»Doch, Toni, des ist eine gute Nachricht. Aber ich bin nimmer der Jüngste, auch wenn ich mich noch gut halte. Ich habe in meinem langen Leben schon manches erlebt, und ich bin erst zufrieden, wenn dieser Chris hier ist. Nicht jeder, der vom Gipfel redet, der war schon oben oder geht wirklich rauf. Geredet wird viel. Ich will Tatsachen und damit basta!«

»Ich verstehe, was du meinst, Alois. Also, warten wir es ab. Wenn ich des nächste Mal unten bin, werde ich mich selbst erkundigen.«

»Gut so, Toni, und jetzt gute Nacht! Ich gehe schlafen.«

Toni und Anna wünschten ihm eine gute Nacht. Dann ging Alois in seine Kammer.

»Warum ist er so misstrauisch heute, Anna?«

»Das musst du verstehen, Toni. Du kennst ihn doch, wenn seine Knochen schmerzen, dann ist er immer etwas grantig.«

»Ja, das ist er!«

Es dauerte nicht mehr lange, dann waren Anna und Toni mit der Arbeit fertig und gingen schlafen. Bello erhob sich und trottete in den Flur. Dort legte er sich zwischen die Zimmertüren von Franzi und Bastian, wie er es jede Nacht machte. Franziskas Kater Max drückte sich durch den Türspalt und sprang auf Franziskas Bett. Am Fußende rollte er sich zusammen.

Toni und Anna sahen noch einmal nach den Kindern und schlossen leise die Türen.

*

Stefanies Schritte hallten in dem riesigen Gründerzeit-Treppenhaus. Eine breite Steintreppe aus italienischem Marmor führte hinauf in die oberen Etagen.

Mit klopfendem Herzen drückte die junge dunkelhaarige Frau auf den runden Klingelknopf neben der hohen, schweren Eichentür.

Es dauerte nicht lange, dann öffnete ihr ein älterer Mann in einem dunklen Anzug.

»Grüß Gott! Mein Name ist Stefanie Gerber. Ich habe einen Termin bei Herrn Doktor Wenger.«

»Guten Tag, Frau Gerber! Bitte, kommen Sie herein und folgen Sie mir. Sie werden erwartet.«

Kurz darauf saß Stefanie einem sehr alten Mann mit einer goldenen Brille mit kleinen Gläsern gegenüber. Er hatte eine sehr sympathische Ausstrahlung. Gut hätte er ihr Großvater oder sogar ihr Urgroßvater sein können. Stefanie schloss ihn sofort ins Herz.

Er räusperte sich und lächelte sie an.

»Dann will ich mal zur Tat schreiten. Vorweg möchte ich Ihnen etwas sagen, Frau Gerber. Dies wird meine letzte Aufgabe sein, bevor ich mich endlich aus der Kanzlei zurückziehe. Ich habe Enkelkinder und schon zwei Urenkelkinder, die warten nur darauf, dass ich Zeit für sie habe. Aber ich hatte es meinem alten Freund Karl versprochen, dass ich mich um seine liebe Agathe und den Nachlass kümmere. Ein Wort unter Freunden, das zählt. Jedenfalls war es damals so. Heute ist ein Versprechen leider auch unter Freunden nur Schall und Rauch.«

Er schaute sie lange an. Zufrieden lächelnd rückte er die Brille auf der Nase zurecht und schnitt den dicken Umschlag, der vor ihm auf dem Schreibtisch lag, mit einem silbernen Briefmesser auf.

»Es ist eigentlich nur eine Formsache. Ich habe schon alles erledigt, was wichtig ist. Dafür haben mir Karl und Agathe eine Vollmacht erteilt. Hier ist nun das Testament.«

Es waren nur zwei Blatt Papier. Er legte sie nebeneinander vor sich auf den Schreibtisch. Stefanie erkannte die zierliche Handschrift ihrer Großtante Agathe auf dem einen Blatt und die markante Handschrift, mit den ausladenden Ober- und Unterlängen ihres Ehemannes, Doktor Karl Obermüller.

Es waren persönliche Briefe der beiden an Stefanie. Der alte Rechtsanwalt und Notar las beide Schreiben vor, wie es das Gesetz des Staates Österreich verlangte. Wie von weiter Ferne hörte sie nicht nur seine Stimme.

Es kam ihr vor, als sprächen gleichzeitig die Großtante zu ihr und ihr Mann. Es waren sehr persönliche Worte, die Stefanie hörte. Sie waren voller Liebe zu ihr und einem Wohlwollen, das so ganz zu den beiden passte.

»So, das war es! Haben Sie es verstanden?«

Stefanie schaute ihn zwar an, aber es war ihm, als blicke sie durch ihn hindurch.

»Sie sind ja ganz blass. Das wird sich bald geben. An Reichtum gewöhnt man sich schnell.«

»Könnte ich bitte ein Glas Leitungswasser haben?«, hauchte Stefanie fast tonlos und griff sich an den Hals.

»Du schaust aus, als könntest etwas Stärkeres vertragen. Ich habe für solche Fälle einen guten französischen Cognac.«

Er stand auf, ging um den Schreibtisch herum, nahm Stefanies Hand und führte sie zu der ledernen Sitzgruppe.

Dort drückte er sie in einen der Sessel. Er schenkte ihr und auch sich einen Cognac ein.

»Hier, das ist für dich! Schön austrinken! Dann bekommst wieder Farbe in die Wangen.«

Es störte Stefanie nicht, dass er zum Du übergegangen war.

Sie nippte an dem großen Cog­nacglas.

»Ich habe das nicht verdient«, sagte sie leise.

»Das sahen

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