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111 Orte in London, die man gesehen haben muss: Reiseführer

111 Orte in London, die man gesehen haben muss: Reiseführer

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111 Orte in London, die man gesehen haben muss: Reiseführer

Länge:
563 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 16, 2017
ISBN:
9783863585020
Format:
Buch

Beschreibung

London ist eine Metropole mit einer unerschöpflichen Vielfalt, eine Stadt für Superreiche, schräge Modedesigner, Garten- und Bierfreunde, Royalisten und Immigranten aus der ganzen Welt. Doch wussten Sie, dass es auch ein Versteck für Polizisten ist? Oder dass hier ein Kriegsschiff zum Kaufhaus recycelt wurde? Und dass selbst Katzen und dem deutschen König von Korsika in dieser ausgeflippten Stadt ein Denkmal gesetzt wurde? Dass die Briten einen Hang zum Skurrilen haben, ist hinlänglich bekannt – doch Sie werden sehen, dass Londons Straßen und Grünflächen selbst Einheimischen fast täglich neue Überraschungen bieten.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 16, 2017
ISBN:
9783863585020
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

111 Orte in London, die man gesehen haben muss - John Sykes

111 Orte in London, die man gesehen haben muss

John Sykes

emons: Verlag

Impressum

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

© Emons Verlag GmbH // 2016

Alle Rechte vorbehalten

Texte: John Sykes

© Alle Fotografien von Birgit Weber, außer

Kapitel 4, 8, 15, 20, 25, 28, 30, 35, 52, 53, 59, 69, 85, 102, 106 ( John Sykes)

Gestaltung: Emons Verlag

Kartenbasisinformationen aus Openstreetmap, © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL

ISBN 978-3-86358-502-0

E-Book der gleichnamigen Originalausgabe erschienen im Emons Verlag

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig über Neues von emons:

Kostenlos bestellen unter www.emons-verlag.de

Inhalt

Vorwort

1_Albert Bridge |

Ein Veteran bleibt im Dienst

2_The Albert Memorial |

Gold und Prunk für einen deutschen Prinzen

3_Apothecaries’ Hall |

Zunfthalle der Apotheker

4_The Argyll Arms |

Kneipenhimmel neben Shopping-Hölle

5_The Athenaeum Club |

Die Göttin bittet nicht jeden hinein

6_The Barbican |

Denkmalgeschützte Betonburg mit Kultur

7_Belgrave Square |

Eine Familie hält ihr Vermögen zusammen

8_Berry Bros. & Rudd |

Weinhändler seit 300 Jahren

9_Die Bevis-Marks-Synagoge |

300 Jahre jüdische Gemeinde

10_Borough Market |

Gourmetmarkt an der Kathedrale

11_Der Bottle Kiln in Notting Hill |

Von Schweinezüchtern und Superreichen

12_Brompton Cemetery |

Überwucherte Friedhofspracht

13_Die Brunswick-Platane |

Bäume, die London prägen

14_Bunhill Fields |

Mittagspause zwischen den Gräbern

15_Cabbies’ Shelter bei Grosvenor Gardens |

Denkmalgeschützter Pausenraum für Taxifahrer

16_Café E. Pellici |

Wo Lasagne auf Bacon & Eggs trifft

17_Centre Point |

Extrem grob oder denkmalwürdig?

18_Chalybeate Well |

Das heilende Wasser von Hampstead

19_Cheyne Walk |

Schon lange eine gute Adresse

20_Chinatown |

Fernöstliches Flair in Soho

21_Christie’s |

Niveauvoller als Auktionen bei eBay

22_City Hall |

Ein Reichstag für London

23_The Coade Stone Lion |

Der Brückenlöwe mit bescheidener Herkunft

24_College Garden |

Ein versteckter Mönchsgarten

25_Cousin Lane Stairs |

Eine Treppe zur Themse hinunter

26_Der Crossbones-Friedhof |

Gedenkstätte für Ausgestoßene

27_Dr. Johnson’s House |

Ein Wörterbuch und eine Katze

28_Die Duke-of-York-Säule |

Eine königliche Karriere bis ganz oben

29_Eccleston Mews |

Schöner wohnen in der Stallung

30_Edgware Road |

»Klein-Beirut« in London

31_Eel Pie Island |

Insel der Musiker und Künstler

32_Electric Avenue |

Reggae oder Salsa, Rasta-Locken oder Perücke?

33_Fournier Street |

Geister der Hugenotten und jüdischen Schneider

34_Freemasons’ Hall |

Tempel der Freimaurer

35_Fulham Palace |

Bischöflicher Landsitz an der Themse

36_Die Gaslaterne in der Carting Lane |

Straßenbeleuchtung durch Kanalisationsgas?

37_Greenwich Foot Tunnel |

Die Themse unterqueren, und ab nach Schottland!

38_The Grenadier |

Ein gemütlicher Pub, bis das Gespenst erscheint

39_Hawksmoors Pyramide |

Ein Rätsel auf dem Kirchhof

40_Holland Park |

Es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht …

41_Horse at Water |

Der Pferdekopf am Marble Arch

42_James Smith & Sons |

Hier kauft ein Gentleman seinen Regenschirm

43_Die Jamme-Masjid-Moschee |

Ein Haus für drei Religionen

44_Jean Cocteaus Malereien in Notre Dame |

Die sechstgrößte französische Stadt heißt Londres

45_Jewel Tower |

Demokratie, Maße und Gewichte

46_Die K2-Telefonzelle |

Der Prototyp einer Designikone

47_Das Kindertransportdenkmal |

10.000 jüdische Kinder kamen hier an

48_Leadenhall Market |

Römer, Käsehändler, Banker

49_Liberty |

Flaggschiffladen? Nein, Schlachtschiffgeschäft

50_Lincoln’s Inn |

Eine ruhige Enklave der Juristen

51_Lloyd’s Building |

Futuristisch und doch ein Denkmal

52_London Stone |

Ein mythischer Unort

53_Lord’s Cricket-Stadion |

Heiligtum einer unergründlichen Sportart

54_Das MI6-Hauptquartier |

Das Büro von James Bond

55_The Monument |

Als 13.000 Häuser abbrannten

56_Mudchute City Farm |

Tiere für Stadtkinder

57_Neal’s Yard |

Eine alternative Enklave seit über 30 Jahren

58_Die Nische der Old London Bridge |

Ein Brückenteil wurde ins Krankenhaus eingeliefert

59_Old St Pancras |

Der Eis- und Eisenbahnheilige

60_Orbit |

Aussichtsturm am Olympiagelände

61_The OXO Tower |

Brühwürfelarchitektur mit Panorama

62_Parliament Hill |

Ganz London zu Füßen

63_The Peace Pagoda |

Fernöstlicher Glanz im Battersea Park

64_Peabody Estate in der Whitecross Street |

Sozialer Wohnungsbau seit 150 Jahren

65_The Piccadilly Line |

Design und Architektur für die U-Bahn

66_Pimlico Road Farmers’ Market |

Mozart überwacht lokale Qualitätsprodukte

67_Das Polizeiversteck auf Trafalgar Square |

Ein Beobachtungsposten bei Demonstrationen

68_Postman’s Park |

Ein Denkmal für unbekannte Helden

69_Primrose Hill |

Ein kostenloser Panoramablick

70_The Princess Diana Memorial Fountain |

Planschen wird geduldet

71_The Prospect of Whitby |

Henkerstrunk in der Hafenkneipe

72_Quantum Cloud |

Wissenswertes zwischen Fön und Gaslaterne

73_Queen Square |

Ein Platz für Eltern, Kinder und Königinnen

74_The Regent’s Canal |

Muße und Arbeit am Wasser

75_Richmond-on-Thames |

Wo Londons Fluss ländlich wird

76_Richmond Palace |

Ein schöner Ort zum Leben und Sterben

77_Richmond Park |

Gras und Bäume, so weit das Auge reicht

78_Die römische Stadtmauer |

Londinium bleibt präsent

79_The Royal Arcade |

Königliche Empfehlung fördert den Umsatz

80_Shad Thames |

Schickes Wohnen in Dickens’ Elendsviertel

81_Shadwell Basin |

Die Verwandlung der Hafenbecken

82_Shoreditch Street Art |

Legal oder illegal, subversiv oder arriviert

83_Shri Swaminarayan Mandir |

Der Hindu-Tempel ist für alle offen

84_Soho Square |

König Charles, Paul McCartney und Casanova

85_Somerset House |

Vom Beamtenpalast zum Volks- und Kunstpalast

86_Spencer House |

Altes Geld, sicherer Geschmack

87_St Anne’s Church, Soho |

Grabstätte des deutschen Königs von Korsika

88_St Bartholomew |

Die Kirche des Hofnarren, heute eine Filmkulisse

89_St Bride’s |

Ein Turm wie eine Torte, eine Krypta zum Schaudern

90_St Helen’s Bishopsgate |

Die christliche Botschaft im Finanzviertel

91_St James’s Square |

Adresse für Privilegierte, Picknickplatz für alle

92_St John-at-Hampstead |

Dorfkirche für Kreative und Prominente

93_St John’s Lodge Garden |

Ein abgeschiedener Blumengarten im Regent’s Park

94_St Pancras Station |

Bierfässer und ein Wunder der Ingenieurskunst

95_St Sepulchre Drinking Fountain |

Eine Maßnahme gegen Bier und Cholera

96_Temple Bar |

Wo Monarchen begrüßt wurden

97_Three Mills Island |

Mahlen mit der Kraft der Gezeiten

98_Tower Bridge Wharf |

Freier Blick auf den Fluss

99_Trellick Tower |

Ein Architektur-Bösewicht wird rehabilitiert

100_Twinings Teeladen |

Steigert das Bruttosozialprodukt seit 300 Jahren

101_Tyburn Convent |

Schrein katholischer Märtyrer

102_Waterloo Bridge |

Ein bezaubernder Blick entlang der Themse

103_Wellington Arch |

Ein Denkmal für den Krieger und den Friedensengel

104_The Westbourne |

Der Bach, der durch eine U-Bahn-Station fließt

105_Westminster Cathedral |

Wie kommt der Stiefkind-Dom zu seinem Schmuck?

106_Whitechapel Bell Foundry |

Die Glockengießerei, die Big Ben hervorbrachte

107_Whitechapel Gallery |

Kunst für alle und vergoldete Lebensbäume

108_Der Wildblumengarten in Lambeth |

Es blüht zwischen den Gräbern

109_Wilton’s Music Hall |

Abbröckelnder Putz einer Varietébühne

110_Ye Olde Mitre |

Eine gut versteckte Kneipe

112_York Watergate |

Das Tor am Wasser sollte Eindruck machen

Bildteil

Übersichtskarten

Vorwort

Wir haben im regenreichsten englischen Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen endlose Streifzüge durch London unternommen, weit mehr als 111 Orte aufgesucht und dabei circa 8.000 Fotos gemacht, um die hier präsentierte Auswahl zu treffen.

Die berühmten Sehenswürdigkeiten wie Big Ben und große Museen wie das British Museum sind in diesem Band nicht aufgeführt, denn zahllose Reiseführer beschreiben sie bereits. Wir richteten unser Augenmerk auf manche Orte, für die man erst beim zweiten oder fünften Besuch in London Zeit findet, und auf andere, die man beim Erstbesuch als Ergänzung zum Standardprogramm besichtigen kann. Sie befinden sich schwerpunktmäßig in zentral gelegenen Stadtteilen, aber Ausflüge in alle Himmelsrichtungen gehören auch dazu.

Wir möchten die schier unglaubliche Vielfalt der britischen Hauptstadt zeigen. In London treffen sich alle Kulturen der Welt. Es gibt edle Boutiquen und schräge junge Mode, Residenzen der Aristokratie und denkmalgeschützte Holzhütten, Gentlemen’s Clubs mit strengen Aufnahmebedingungen und urige Pubs für jedermann. Wir nehmen den Leser mit zu einer Moschee, einer Synagoge, einem Hindu-Tempel, einer buddhistischen Pagode, in die eine oder andere Kirche und zu einem ungeweihten Friedhof.

Wir zeigen, wo ein deutscher König von Korsika begraben wurde, welcher Weinhändler über das Körpergewicht seiner Kunden Buch führt, warum Piraten im Fluss erhängt wurden, welcher unterirdische Radweg nach Schottland führt, welcher Feind von James Bond Wohntürme baute und wo sich Bonds Büro befindet.

Übrigens: Die in deutschen Ohren magisch klingende Zahl »111« gilt manchen in England als Unglückszahl. Deshalb fehlt sie im Inhaltsverzeichnis: nach Ort 110 kommt Ort 112. Die Erklärung für diesen Aberglauben ist bei Ort 53 nachzulesen.

Wir wünschen dem Leser so viel Freude bei der Lektüre, wie wir beim Recherchieren, Fotografieren und Schreiben hatten.

John Sykes & Birgit Weber

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1_Albert Bridge

Ein Veteran bleibt im Dienst

Ikonenstatus hat die Tower Bridge, aber keine Londoner Brücke ist schöner als die Albert Bridge im Westen der Stadt, vor allem nachts, wenn 4.000 Glühbirnen einen Zauber auf ihre achteckigen Türme und eisernen Streben legen. Der Anstrich in zarten Pastelltönen – Rosa, Blau, Gelb – hebt ihre filigrane Gestaltung hervor. Die zierliche Anmutung der Albert Bridge trügt nicht, denn seit der Eröffnung 1873 ist sie ein Problemfall. Im 19. Jahrhundert hieß sie »die zitternde Dame«. Schilder mahnen Soldaten, nicht im Gleichschritt hinüberzumarschieren.

Rowland Mason Ordish entwarf die nach Königin Victorias Ehemann benannte Albert Bridge nach seinem eigenen Prinzip als abgewandelte Hängebrücke. Bereits 1884 musste sie verstärkt werden. 1973 kamen Pfeiler als Unterbau in der Flussmitte hinzu, nachdem eine Kampagne mit prominenter Beteiligung den Abriss verhinderte. Die Albert Bridge verbindet den wohlhabenden Stadtteil Chelsea mit Battersea am Südufer der Themse. Der Reichtum der Chelsea-Bewohner und das Hundeparadies »Battersea Park« wurden ihr zum Verhängnis, denn schwere, teure Autos mit Allradantrieb werden nicht umsonst »Chelsea Tractor« genannt, und nicht jeder Mops hält sich so lange zurück, bis er im jenseitigen Grün pinkeln kann. Die Konstruktion aus sprödem Gusseisen mit einer Holzplatte unterhalb der Fahrbahn war nie für den motorisierten Verkehr gedacht. Eine Verengung der Zufahrten hält Lastwagen fern, aber Kolonnen von Chelsea Tractors erschüttern die Träger, und Pudel-Urin zersetzt das Holz.

Info

Adresse Chelsea Embankment/Cheyne Walk (Nordseite der Brücke) | ÖPNV Sloane Square (Circle, District Line); Bus 170 ab Victoria, Haltestelle Albert Bridge | Tipp Das Royal Hospital Chelsea mit einer sehenswerten Kapelle und Great Hall entwarf Christopher Wren ab 1682 (Royal Hospital Road, Mo–Fr 10–16 Uhr).

Nach teurer Sanierung wurde die Albert Bridge Ende 2011 wiedereröffnet. Zur offiziellen Feier führte man zwei Hunde, »Prince« und »Albert« aus dem Tierheim von Battersea, über die Brücke. Fein herausgeputzt, doch altersschwach, wie die prächtig uniformierten Veteranen des nahe gelegenen Militärheims im Royal Hospital, versieht die Albert Bridge weiterhin ihren Dienst.

In der Nähe

Cheyne Walk (0.13 km)

The Peace Pagoda (0.6 km)

The Westbourne (1.24 km)

Pimlico Road Farmers’ Market (1.28 km)

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2_The Albert Memorial

Gold und Prunk für einen deutschen Prinzen

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Londons extravagantestes Denkmal ehrt Albert von Sachsen-Coburg und Gotha (1819–1861). In Bronze gegossen und vergoldet, thront der Ehemann von Königin Victoria unter einem 54 Meter hohen neugotischen Baldachin in den Kensington Gardens. In nachdenklicher Haltung, den Kopf leicht nach links gedreht, blickt er nicht direkt auf die Royal Albert Hall gegenüber, sondern zum Museumsviertel South Kensington. In der Hand hält er den Katalog der allerersten Weltausstellung, die er federführend mitgestaltete. Im Jahr 1851 fand diese Schau der Errungenschaften westlicher Länder unter dem Dach eines »Crystal Palace« aus Eisen und Glas statt. Als führende Industrienation und mächtigste Kolonialmacht feierte Großbritannien seine Wissenschaften und Künste. Mit den Gewinnen der Ausstellung bewirkte Albert den Kauf der Grundstücke in South Kensington, auf denen heute Museen und Bildungseinrichtungen stehen.

Das von seiner Witwe Victoria 1876 enthüllte Denkmal verkörpert den Fortschrittsglauben Alberts und seines Zeitalters. Figurengruppen aus weißem Marmor am Sockel symbolisieren Industrie, Handel, Ingenieurskunst und Landwirtschaft. Darunter reihen sich 169 lebensgroße Darstellungen europäischer Schriftsteller, Maler, Komponisten, Architekten und Ingenieure. Ein prächtiger Zaun um das Ensemble hält Besucher fern, doch die Allegorien der Kontinente in den Ecken kann man von Nahem bewundern. Trotz der exotischen Gewänder der Menschengestalten stehlen die Tiere ihnen die Schau: ein freundlich blickender Elefant für Asien, ein naserümpfendes Kamel für Afrika. Machtvoll sitzt Europa auf ihrem Stier mit Zepter und Kugel als Herrschaftszeichen, neben ihr Britannia mit dem Dreizack, Symbol der Seemacht. Zu Lebzeiten lehnte Albert ein Denkmal ab: Er befürchtete ein »künstlerisches Ungeheuer«. Tatsächlich schufen der Architekt George Gilbert Scott und das Bildhauerteam ein Meisterwerk.

Info

Adresse Kensington Gardens, Südseite, SW7 2AP | ÖPNV Knightsbridge (Piccadilly Line) | Tipp Der Cast Court (Abgusshof, tägl. 10.00–17.45 Uhr) des Victoria and Albert Museum ist ein verrücktes Sammelsurium kopierter Bildhauerei, wo sich die Trajanssäule aus Rom neben einem Kathedralenportal, Monumentalgräbern, den Bronzetüren von St. Michael in Hildesheim und anderen Spitzenwerken emporreckt.

In der Nähe

The Princess Diana Memorial Fountain (0.49 km)

Tyburn Convent (1.56 km)

The Grenadier (1.58 km)

Horse at Water (1.72 km)

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3_Apothecaries’ Hall

Zunfthalle der Apotheker

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In den Gassen zwischen Ludgate Hill und der Themse ist das alte, kleinteilige London noch zu spüren – zum Beispiel in der engen Black Friars Lane neben dem Eisenbahnviadukt. Hier lebten einst die Dominikaner, die schwarzen »friars« (Bettelmönche), deren Speisesaal nach der Auflösung aller englischen Klöster zum Theater wurde. Shakespeare spielte dort – der Ort heißt heute Playhouse Yard – und kaufte ein Haus im angrenzenden Ireland Yard. Einen anderen Teil des Klosters übernahm 1632 die Society of Apothecaries, eine der 108 Londoner »Livery Companies«.

Die Livery Companies (»Livree« – jede hat einen eigenen Talar) entstanden im Mittelalter als Zünfte der Schneider, Weinhändler, Goldschmiede und so weiter. Sie regelten Handel und Handwerk, hatten  religiöse  Aufgaben  und  wählten  den  Bürgermeister, den »Lord Mayor«. Sie bestehen heute noch, meist als wohltätige Organisationen, aber manche erfüllen weiterhin Aufgaben als Berufsverband. Die

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