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Kampf um die Oberwelt: Band 1 der Gameknight999-Serie

Kampf um die Oberwelt: Band 1 der Gameknight999-Serie

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Kampf um die Oberwelt: Band 1 der Gameknight999-Serie

Länge:
234 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 18, 2017
ISBN:
9783741522215
Format:
Buch

Beschreibung

Der 12-jährige Gameknight999 liebt es, in Onlinespielen zu griefen und andere Benutzer zu trollen. Mitgefühl und Hilfsbereitschaft sind ihm fremd – schließlich ist alles nur ein Spiel. Doch als eine Erfindung seines Vaters ihn auf geheimnisvolle Weise in das Spiel befördert, ist er plötzlich Teil eines lebensgefährlichen Abenteuers.
Gameknights Ankunft löst einen Krieg in der Würfelwelt aus. Eine Existenz jenseits von Gut und Böse bedroht nicht nur die Welt des Games, sondern auch die wirkliche Welt! Um diesen Kampf zu gewinnen, muss er Zombies, Spinnen und Creepern immer einen Schritt voraus sein und neue Freunde gewinnen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 18, 2017
ISBN:
9783741522215
Format:
Buch

Über den Autor


Buchvorschau

Kampf um die Oberwelt - Mark Cheverton

1

DAS SPIEL VON GAMEKNIGHT

Langsam und methodisch näherte sich die riesige Spinne seinem Versteck, und ihre zahlreichen roten Augen glühten wie zornige Kohlen im Herzen eines lodernden Feuers. Gameknight999 wusste, was dort auf ihn zukam, aber er hatte keine Angst; seine Eisenrüstung würde ihn schützen. Eigentlich wollte er sogar, dass die Spinne näherkam, denn er hoffte, dass sein Timing stimmte. Die Klickgeräusche der Spinne hallten durch den Wald und drangen an seine Ohren, und sie wurden immer lauter, je näher das Monster kam. Dann konnte er weitere Geräusche hören und stellte fest, dass jetzt zwei Spinnen auf der Suche nach ihm waren. Er warf einen schnellen Blick um den knorrigen Baumstamm herum und hielt Ausschau nach den beiden Monstern, die in jeden finsteren Hohlraum und unter Blätter spähten. Gameknight verschwand wieder hinter dem Baum, zog eine Fackel hervor und platzierte sie auf dem Boden, sodass das gelbe Leuchten einen warmen Lichtkreis erzeugte, den andere Benutzer sehen würden. Nach einigen Sekunden grub er die Fackel mit seiner Diamantspitzhacke wieder aus und legte sie zurück in sein Inventar.

Das hat hoffentlich ein bisschen Aufmerksamkeit erregt, dachte er.

Gameknight zog sein Schwert und lief ins Freie. Sobald die beiden Spinnen ihn sahen, krabbelten sie los, und nun kamen auch noch die Geräusche eines Zombies dazu. So schnell er konnte, sprintete Gameknight um Bäume und über Hügel, immer darauf bedacht, dass seine wütenden Freunde dicht hinter ihm blieben – wie Jagdhunde, die einen Fuchs hetzten. Dann sah er seine Beute in der Ferne: Zwei seiner eigenen Teamkameraden näherten sich seiner Position. Gameknight999 lächelte voller boshafter Vorfreude.

Hey, Dreadlord24, Salz, ich bin hier drüben, tippte Gameknight in den Chat, und seine Nachricht war für jeden auf dem Server zu sehen. Ich brauche Hilfe.

Wir sind unterwegs, schrieb Dreadlord.

Gameknight schaute sich um und wurde langsamer, damit die Monster etwas näherkommen konnten. Das Klicken der Spinnen wurde lauter. Als er wieder nach vorn blickte, stellte er fest, dass sich seine Teamkameraden genau dort befanden, wo er sie haben wollte.

Bleibt da, ich komme zu euch, gab er in den Chat ein.

Er lief weiter auf seine beiden ahnungslosen Retter zu und bewegte sich dabei im Zickzack, damit der Zombie Gelegenheit hatte, aufzuholen. Wenn sein gemeiner Plan aufgehen sollte, brauchte er alle drei Monster. Sobald der Zombie und die Spinnen ihn fast eingeholt hatten, lief Gameknight auf seine Gefährten zu. Die beiden standen auf einem baumlosen Hügel, der auf allen Seiten von dichtem Wald umgeben war. Irgendwie erinnerte ihn dieser Anblick an seinen Lehrer Mr. Jameson, dessen kahler Kopf auch nur noch von einem Ring aus Haaren umgeben war.

Stöhn … Klick, Klick, Klick.

Die Monster kamen ihm etwas zu nahe, und er musste aufpassen, dass er nicht alles ruinierte. Sofort konzentrierte er sich wieder auf das Hier und Jetzt und raste den Hügel hinauf, dicht gefolgt von den Monstern, die ihm vor lauter Gier nach Zerstörung gehorsam folgten. Auf dem Hügel angekommen, stieß Gameknight zu seinen beiden Teamkameraden, blieb aber nicht stehen, sondern rannte weiter, wobei ihm die gefräßigen Monster hinterherjagten.

Wo willst du denn hin, Gameknight?, fragte Salz, dessen Verwirrung in seiner Nachricht offensichtlich war. Ich dachte, du brauchst Hilfe.

Ich habe mich geirrt, tippte Gameknight. Ihr seid es, die Hilfe brauchen.

In diesem Augenblick brachen die Monster zwischen den Bäumen hervor, erreichten die Hügelspitze und stürzten sich auf die beiden Spieler. Die Spinnen griffen Dreadlord an, während der Zombie nach Salz schlug. Die beiden Spieler waren noch ziemliche Noobs und besaßen, wie alle Anfänger, nur Lederrüstungen und Steinwaffen. Ihr Mangel an Erfahrung und ihr törichtes Vertrauen in Gameknight999 waren ihr Untergang. Haarige, schwarze Spinnenbeine schlugen nach Dreadlord und zerfetzten schnell seine Rüstung, wobei das Klicken bei ihrem Angriff noch lauter wurde. Es klang fast so, als würde den Monstern allein der Gedanke an die bevorstehende Vernichtung Spaß machen. Gleichzeitig schlug der Zombie mit seinen grünen Armen nach Salz und verpasste ihm heftige Schläge. Zuerst gab die Rüstung von Dreadlord nach und seine Lebenspunkte fielen auf null. Er verschwand mit einem Ploppen, und sein Inventar schwebte über dem Boden. Die Spinnen hatten jedoch noch nicht genug und richteten ihren lodernden Blick nun auf Salz, der noch immer gegen den Zombie kämpfte und gar nicht mitbekam, dass die Spinnen sich von hinten auf ihn stürzten. Auch seine Lebenspunkte sanken rasch auf null. Gameknight saß laut lachend vor seinem Bildschirm und sah sich den Kampf an, während ihn ein Gefühl bösartiger Zufriedenheit überkam. Er liebte es, andere zu trollen, sogar seine eigenen Teamkameraden.

Du bist ein Idiot, Gameknight, schrieb Dreadlord aus dem Gefängnis, dem Respawn-Punkt in diesem PvP-Spiel.

Ja, vielen Dank auch, fügte Salz hinzu.

LOL, erwiderte Gameknight, drehte sich um und ging zurück zum Hügel.

Minecraft war seine absolute Lieblingsbeschäftigung. Er verbrachte Stunden in seinem Keller, spielte dieses Spiel und verbesserte sein Inventar und sein Prestige auf verschiedenen Mehrspieler-Servern, meist auf Kosten anderer. Gameknight war zwölf Jahre alt und ziemlich klein für sein Alter, aber in Minecraft war das ohne Bedeutung, denn hier zählten nur Rüstung, Waffen und eine gnadenlose Strategie, zu der seiner Meinung nach gehörte, andere zu opfern, um seine eigenen Ziele zu erreichen.

Als er an die beiden Idioten dachte, die er gerade getrollt hatte, und die unzähligen anderen, musste Gameknight999 grinsen. Er konzentrierte sich wieder auf das aktuelle Spiel, stürzte sich mit seinem Charakter erneut ins Getümmel und suchte nach neuen Opfern. Dabei war es ihm völlig egal, zu welchem Team sie gehörten. Es gab so viele Tricks, mit denen er andere Spieler reinlegen konnte, und keiner war so gut darin wie er. Einen Streich gab es noch, den er allen Benutzern auf diesem Server spielen wollte, und dieser würde dafür sorgen, dass der Name „Gameknight999" nicht in Vergessenheit geraten würde.

Er lief auf einen kleinen Hügel und konnte sehen, wie Spieler in der Nähe aufeinander einschlugen, wobei ihre Benutzernamen in Weiß über ihren eckigen Köpfen angezeigt wurden. Sie schienen in der Nähe eines Lavaflusses zu kämpfen, über den eine beeindruckende geschwungene Steinbrücke führte. Dieses Kunstwerk musste in stundenlanger Arbeit gebaut worden sein. Jenseits der Brücke stand ein hoher runder Turm aus bemoostem Bruchstein und grauem Stein, und das großartige Bauwerk reichte weit in den Himmel hinein. Auf der Turmspitze war ein helles weißes Licht zu sehen: ein Diamant-Leuchtfeuer, das einen gleißenden Lichtstrahl in den blauen Himmel hinauf sandte – das Endziel dieses Spiels. Dort oben befand sich ein Block aus weißer Wolle, der gewissermaßen die Ziellinie des Spiels symbolisierte. Das Team, das als Erstes den Turm erklomm und den flauschigen weißen Block in Besitz nahm, hatte gewonnen. Von seinem Standpunkt aus konnte Gameknight erkennen, wie die Spieler am Ende der Brücke gegeneinander kämpften und versuchten, zuerst über die Brücke und zum Turm zu gelangen. Beide Teams lagen gleichauf, und es gelang keinem Spieler, sich aus der Schlacht zu lösen und über die Brücke zu kommen, ohne von Bogenschützen ausgeschaltet zu werden. Doch das sollte sich bald ändern.

Gameknight schlich zu einem Wäldchen, das sich in der Nähe des Schlachtfelds befand, steckte sein Schwert weg und zog seinen Bogen. Dieser schimmerte in einem schillernden Blau, da Gameknight ihn mit Schlag II, Stärke IV und Unendlich verzaubert hatte und deswegen sehr beneidet wurde. Nachdem er sich kurz umgesehen hatte, um sich zu vergewissern, dass in der Nähe keine Gefahr drohte, baute er unter sich Block um Block auf und sprang immer wieder nach oben, sobald er einen Stein platziert hatte, bis er sich über den Baumwipfeln befand. Nun war er in der optimalen Position, um seinen Bogen abzufeuern, sich zu ducken und hinter den grünen, eckigen Ästen zu verstecken.

Er legte einen Pfeil an und schoss auf einen gegnerischen Spieler … Jemanden namens ChimneySlip. Der Pfeil flog los, sauste in einem anmutigen Bogen durch die Luft und bohrte sich direkt in den Rücken seines Ziels. Der Charakter flackerte rot auf, um den Treffer anzuzeigen. Sofort ließ Gameknight drei weitere Pfeile folgen und der tödliche Pfeilhagel sank auf ChimneySlip herab, zerstörte seine Rüstung und entblößte seine schwarze Haut. Mit dem letzten Pfeil tötete Gameknight sein Opfer. Er stieß ein Kichern aus und schoss dann weiter auf die Spielergruppe, wobei es ihn überhaupt nicht interessierte, wen er traf. Pfeil um Pfeil flog von seinem Bogen, und die Sehne summte bei jedem Schuss. Gameknight blieb unerbittlich und ließ seine Geschosse auf die Spielergruppe prasseln, die er einen nach dem anderen ausschaltete.

Wer schießt diese Pfeile ab?, tippte ein Benutzer namens Kooter ein.

Gameknight lachte und schoss weiter, wobei er sich zwischendurch immer wieder duckte, um nicht gesehen zu werden, sprang dann erneut auf und gab weitere tödliche Schüsse ab. Immer, wenn er sich hinhockte, war sein Name nicht mehr zu sehen.

Pass auf, wo du hinschießt, gab King_Creeperkiller in den Chat ein. Das hier ist ein Teamspiel!

Genau, fügte Duncan hinzu. Wer immer du bist, sei ein Teamplayer und kein Spielverderber!

Ist mir doch egal, dachte Gameknight nur.

Seine Pfeile hatten die Menge stark dezimiert, sodass nur noch wenige Spieler aus jedem Team übrig waren, aber je mehr Beschwerden aus dem Gefängnis kamen, desto mehr wurde sein Name von den Spielern verflucht. Er zog seine Spitzhacke und grub die Blöcke unter sich weg. Wenige Sekunden später war er wieder auf dem Boden, zog sein Schwert und rannte los. Indem er den Schutz des Terrains nutzte, näherte sich Gameknight den anderen Spielern. Im Näherkommen konnte er erkennen, dass nur noch drei Spieler aus jedem Team übrig waren – eigentlich vier aus ihrem Team, aber Gameknight stand ja nicht wirklich auf ihrer Seite … Ihn interessierte nur sein eigener Vorteil.

Die sechs Spieler kämpften mit Eisenschwertern und in Eisenrüstungen, da Diamanten auf diesem Server zu selten zu bekommen waren – na ja, es sei denn, man cheatete, so wie Gameknight es tat. Mithilfe einer X-Ray-Mod war es ihm gelungen, die Diamanten relativ schnell zu finden und eine komplette Rüstung nebst Schwert daraus herzustellen. Jetzt war es Zeit, sich zu offenbaren. Gameknight öffnete sein Inventar, zog den Eisenbrustpanzer, den Eisenbeinschutz, die Eisenstiefel und den Eisenhelm aus und ersetzte alles durch das Diamantset. In der blauen Rüstung sah er aus, als wäre er mit Eis bedeckt, und sein Schwert glühte beinahe in der Dunkelheit.

Ein Zischen und Klicken ließ ihn herumwirbeln. Eine Spinne hatte sich an ihn herangeschlichen, griff ihn an und schlug nach seiner Diamantrüstung. Er wurde getroffen, registrierte es aufgrund seines beinahe undurchdringlichen Schutzes aber kaum.

„Willst du eine Kostprobe?, fragte Gameknight laut, auch wenn sich außer ihm niemand im Keller befand. „Dann komm her und lass uns tanzen.

Er schwang sein mächtiges Schwert und tötete die Spinne mit gerade mal zwei Treffern. Als er sich umdrehte, um sich den anderen Kämpfern zu widmen, hörte er ein Grunzen und Stöhnen: Zombies. Gameknight blickte zurück und sah sechs Zombies, die aus dem Wald herauskamen, gefolgt von mehreren Spinnen. Sie liefen direkt auf ihn zu. Es dämmerte bereits, und die Zeit der Monster brach an.

„Wollt ihr auch tanzen?"

Er wartete geduldig, bis sie näher herangekommen waren, drehte dann um und rannte in Richtung Schlachtfeld. Die Zombies folgten ihm gehorsam, und ihre Gier nach Zerstörung ließ sie nicht innehalten.

Die anderen Spieler waren schockiert, als ein Spieler in Diamantrüstung auf sie zukam, und stellten den Kampf sogar kurzzeitig ein. Einer von ihnen, der Anführer des Teams, genannt InTheLittleBush, sah Gameknights Namen über seinem Diamanthelm.

Komm und hilf uns, Gameknight, tippte InTheLittleBush. Wir können die Schlacht gewinnen.

Hey, wo hast du die ganzen Diamanten her?, beschwerte sich der gegnerische Anführer Wormican. Das ist Betrug. Hey, Admin, Gameknight cheatet. BANN IHN!

Hört auf zu jammern, gab Gameknight schnell ein, ich habe euch allen ein Geschenk mitgebracht.

Als er aus dem Schatten heraustrat, stürzte sich der Mob aus Zombies und Spinnen – zu denen sich jetzt noch Skelette gesellt hatten – aus der Dunkelheit auf die Spieler, da die Sonne hinter dem Horizont versunken war und die Monster jetzt nicht mehr in Flammen aufgingen.

LOL, tippte Gameknight und fügte noch hinzu: :).

Er rannte mitten zwischen den verwirrten Spielern hindurch und hielt auf die Brücke über dem Lavafluss zu.

Na los, Gameknight, schnapp dir die Wolle, schrieb Phaser_98. Wir werden gewinnen.

Das denkst du, dachte Gameknight.

Er bahnte sich einen Weg durch die Benutzer und Monster und rannte über das Schlachtfeld. Die Spieler waren derart damit beschäftigt, die Monster und einander zu bekämpfen, dass keiner auch nur versuchte, ihn aufzuhalten.

Auf ihn, tippte Zepplin4, als der Krieger in seiner Diamantrüstung an ihm vorbeilief.

Doch Gameknight schlug im Rennen auf einen gegnerischen Spieler ein und erreichte die Brücke. Er blieb nur einen Augenblick stehen, um das unglaubliche Bauwerk zu bewundern. Es musste sehr viel Zeit gekostet haben, diese wunderschöne Struktur zu errichten. Leise kichernd stand er da und legte einige TNT-Blöcke über die geschwungene Brücke. Als er mit der Platzierung des Sprengstoffs zufrieden war, deponierte er eine Redstone-Fackel in der Nähe des letzten Blocks. Danach rannte er los und beobachtete, wie die Fackel dafür sorgte, dass der TNT-Block blinkte und die Detonation eingeleitet wurde. Schließlich explodierten die Blöcke, zuerst der erste, der eine Kettenreaktion in Gang setzte, in deren Verlauf die kolossale Brücke zerstört und von einem Kunstwerk in einen Schutthaufen verwandelt wurde, wobei Bruchstein-Blöcke in alle Richtungen flogen. Der Weg über den Lavafluss war nun völlig zerstört. Gameknight blickte zurück über den jetzt unüberquerbaren Fluss, legte einen albernen Siegestanz hin und verspottete die anderen Spieler.

Schnell, hol dir die Wolle, damit wir gewinnen, tippte Phaser_98.

Das ist nicht fair, er hat gecheatet!, schrieb Wormican.

Ja, er sollte gebannt werden, fügte Zepplin4 hinzu.

Schnapp dir einfach den Block, damit wir gewinnen, meinte King_Creeperkiller.

Gameknight rannte den runden Turm hinauf und hatte in wenigen Minuten die Spitze erreicht. Er ging nah an den Rand heran und blickte auf die Loser unter sich herab.

Beeil dich! Hol dir den Block, damit wir gewinnen, schrieb einer der anderen Spieler.

Du meinst diesen hier?, fragte Gameknight.

Er baute sich rechts neben der Wolle auf, stand einfach nur da und schaute sie an.

Ihr wollt, dass ich diesen Block hier nehme?, spottete Gameknight. Diese weiße Wolle hier direkt vor mir?

JA, HOL SIE DIR EINFACH!, tippte Phaser_98, der nun richtig frustriert zu sein schien.

Och nö, schrieb Gameknight und platzierte TNT-Blöcke rings um die weiße Wolle, die er mit Redstone-Staub verband, um zu guter Letzt eine Redstone-Fackel danebenzulegen.

Als das TNT zu blinken begann, loggte er sich vom Server aus, verschwand von den Bildschirmen der anderen Spieler und ließ die Kämpfenden mit betretenen Mienen zurück. Er hoffte, dass die anderen jetzt frustriert ihre Bildschirme anschrien. Nun konnte keiner mehr gewinnen. Er hatte das Spiel getrollt und gewonnen, zumindest seiner Meinung nach.

KAPITEL 2

DER SERVER

Gameknight999 lehnte sich auf seinem bequemen Stuhl zurück und starrte lachend den Bildschirm an.

„Ihr seid alle solche Idioten", sagte er zu niemand Bestimmtem.

Sein Lachen hallte kalt und leer durch den Raum zu ihm zurück. Wie immer spielte er allein. Von oben waren Geräusche zu hören. Seine jüngere Schwester sah sich irgendeine blöde Kindersendung an, und der Klang der Zeichentrickfiguren, die ein albernes Lied sangen, tönte durch die Luft. Gameknight schüttelte den Kopf. Manchmal ging ihm seine Schwester echt auf die Nerven.

„Ruhe da oben!", brüllte er, doch der Fernseher

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