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Zen - Stille des Geistes: Einführung in die Meditation

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Zen - Stille des Geistes: Einführung in die Meditation

Bewertungen:
5/5 (1 Bewertung)
Länge:
109 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 7, 2017
ISBN:
9783958832282
Format:
Buch

Beschreibung

Einführung in die Meditation

Für viele Menschen waren die Bücher des international bekannten Autors Alan Watts bereits in den 60er und 70er Jahren der Einstieg in Buddhismus und Zen. Seine Vorträge und Publikationen waren ungemein beliebt und haben eine Welle des Interesses an fernöstlicher Weisheit ausgelöst. Diese Einführung in die Meditation, von seinem Sohn zusammengestellt, strahlt noch immer eine derartige Frische und Modernität aus, dass sie besonders für junge Leute als Einführung geeignet ist.
"Was wir mangels einer besseren Bezeichnung Meditation oder Kontemplation nennen, sollte eigentlich Spaß machen. Ich mag ehrlich sein, aber ich bin nie ernst, und ich glaube auch nicht, dass das Universum besonders ernst ist. Probleme entstehen in der Welt hauptsächlich deshalb, weil viele sich sehr ernst nehmen, statt spielerisch mit den Dingen umzugehen." Alan Watts
Herausgeber:
Freigegeben:
Feb 7, 2017
ISBN:
9783958832282
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Zen - Stille des Geistes - Alan Watts

lässt.

Teil I

Die Essenz der Welt

1

Wer wir im Universum sind

Als kleiner Junge hat man mir beigebracht, dass es gut sei, selbstlos und liebevoll zu sein, und ich habe damals gedacht, als Erwachsener müsste ich anderen Menschen helfen. Nach einiger Zeit fand ich heraus, dass man anderen Menschen nicht helfen kann, wenn man nichts hat, was man ihnen geben kann. Allein dadurch, dass ich glaubte, anderen helfen zu müssen, hatte ich offenbar noch nichts, was ich ihnen hätte geben können.

Im Laufe der Jahre wurde mir allmählich klar, was die Welt mir an Wertvollem gegeben hatte und dass dies keine Geschenke im üblichen Sinne waren. So sehr uns der Gesang der Vögel erfreuen mag, sie singen nicht, um den Fortschritt der Musik zu fördern, und die Wolken ziehen nicht am Himmel entlang, damit Künstler sie malen können.

In einem Gedicht aus der Zen-Tradition heißt es:

Die Wildgänse haben nicht die Absicht,

ihr Spiegelbild zu erzeugen.

Das Wasser hat nicht die Absicht,

ihr Bild wiederzugeben.

Einem Bergbach, der einer Quelle am Wegesrand entspringt, ist ein durstiger Reisender, der sich an ihr labt, willkommen. Doch der Bergbach wartet nicht darauf, dass er den Durst des Reisenden stillen kann. Er blubbert und plätschert dahin, und Reisende können sich jederzeit an ihm laben. Genau in diesem Sinne biete ich Ihnen dieses Buch und die darin beschriebenen Gedanken an und stelle Ihnen frei, sich ihrer zu bedienen.

Drei Wünsche

Ich biete Ihnen das, was ich geschrieben habe, zu Ihrer und meiner eigenen Unterhaltung an. Es geht mir nicht darum, Sie zu einem besseren Menschen zu machen, und ich wüsste auch wirklich nicht, wie ich das erreichen könnte. Es wäre sehr unklug, Ihnen irgendwelche Verbesserungsvorschläge zu machen, denn man weiß nie, was schließlich daraus wird – und es heißt ja auch, man müsse mit Wünschen sehr vorsichtig sein, weil sie in Erfüllung gehen könnten.

Eines der mit der Sehnsucht nach einem Wunder verbundenen Probleme ist, dass niemand wissen kann, wie sich ein Wunder, das man sich gewünscht hat, letztendlich auswirkt. Deshalb gewähren Magier und gute Feen Menschen stets drei Wünsche und ermöglichen ihnen so, nach der Formulierung der ersten beiden mit Hilfe des dritten zumindest wieder zu ihrer Ausgangsposition zurückzukehren.

Nachdem wir den ersten Wunsch ausgesprochen haben, entwickeln sich die Dinge nie so, wie wir es erwarten. Beispielsweise ist Menschen meist nicht klar, was der Wunsch, Glas möge sich in Gold verwandeln, tatsächlich beinhaltet. Wenn wir die Ordnung des Universums so verändern, dass Glas zu Gold wird, können Sie möglicherweise plötzlich nicht mehr sehen, oder Sie verlieren Ihr gesamtes Haar, weil das eine nicht vorhergesehene Folge Ihres Wunsches ist. Wir verstehen die vielen Wechselbeziehungen zwischen den Dingen nicht, weil das, was wir »Dinge« nennen, in Wirklichkeit nicht von allem anderen getrennt ist. Zwar lassen die Wörter und Vorstellungen, die wir über Dinge entwickeln, diese als voneinander getrennt erscheinen, doch tatsächlich sind sie nicht getrennt, sondern in einem einzigen riesigen Schwingungsmuster miteinander verbunden. Wenn Sie dieses Muster irgendwo verändern, verändert es sich auch an vielen anderen Stellen, denn jede Schwingung wirkt auf das gesamte Muster.

Warum glauben Sie?

Da niemand wirklich weiß, was geschehen wird, würde ich mir nie anmaßen, von Ihnen zu fordern, dass Sie anders sein sollten, als Sie zur Zeit sind. Ich bin kein Guru im Sinne eines spirituellen Lehrers oder einer Autorität, von der Sie erwarten können, dass sie Ihnen mehr gibt, als Sie bereits haben. Wenn Sie einem anderen Menschen spirituelle Autorität zugestehen, geben Sie dem Betreffenden damit praktisch die Erlaubnis, Ihr Portemonnaie zu stehlen und Ihnen Ihre eigene Uhr zu verkaufen.

Wie können Sie sicher sein, dass ein großer Lehrer (oder eine heilige Schrift) tatsächlich weiß, was er (oder sie) zu wissen behauptet? Sie mögen an eine Religion glauben; das ist eine Entscheidung, die Sie getroffen haben. Aber woher wissen Sie? Und warum glauben Sie?

Wenn Sie einfach deshalb an etwas glauben, weil beispielsweise in der Bibel steht, dass es wahr ist, dann gestehen Sie der Bibel die Autorität zu, in dieser Hinsicht die Wahrheit zu verkünden. Sie mögen nun einwenden, dass Ihr Vater und Ihre Mutter und alle möglichen anderen zuverlässigen Menschen daran geglaubt haben und dass Sie diese Dinge ebenfalls akzeptieren, weil diese Menschen für Sie Autoritäten sind. Doch wenn Sie neugierig sind, werden Sie sich vielleicht auch fragen: »Woher wussten alle diese Leute eigentlich, dass dies wahr ist?« Haben sie es durch ihr eigenes Beispiel unter Beweis gestellt? Ist ihr Leben aufgrund ihres Glaubens deutlich besser geworden?

Wenn wir die Menschheitsgeschichte mit klarem Blick betrachten, erkennen wir, dass sich die Menschen trotz ihrer Religionen und Ideale seit entsetzlich langer Zeit nicht gebessert haben. Wenn Sie wie ich fünf Enkelkinder haben, wird Ihnen klar, dass Sie genauso dumm sind wie Ihr eigener Großvater, weil Sie die Dinge immer noch aus Ihrer beschränkten Perspektive sehen. Meine Enkel mögen mich für einen weisen, ehrwürdigen alten Mann mit Bart halten, doch ich weiß, dass ich immer noch ein Kind bin und mich noch ziemlich genauso fühle, wie ich mich immer gefühlt habe. Falls Sie also jemanden für eine Autorität halten, sollten Sie stets bedenken, dass Ihr Glaube an diese Autorität nichts weiter als Ihre eigene Meinung ist.

Alles basiert auf unserer eigenen Autorität

De Tocqueville hatte mit seiner Ansicht, die Menschen bekämen stets die Regierung, die sie verdienten, völlig recht. Wir lassen zu, dass die Regierung macht, was sie will, und dies gilt für den weltlichen Bereich ebenso wie für den spirituellen. Die Regierung bezieht ihre Autorität ebenso von uns wie Gott. Wenn Sie an Gott glauben – dass Gott gut ist oder dass Gott überhaupt Gott ist –, so ist das Ihre Meinung. Gott hängt also von Ihnen ab. Dieser Gedanke beinhaltet einige sehr eigentümliche Implikationen bezüglich der Regierung des

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