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Kann man Kunst lernen?: Aus dem Werktagebuch eines Autodidakten

Kann man Kunst lernen?: Aus dem Werktagebuch eines Autodidakten

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Kann man Kunst lernen?: Aus dem Werktagebuch eines Autodidakten

Länge:
248 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 6, 2017
ISBN:
9783743147898
Format:
Buch

Beschreibung

Aus dem Werktagebuch eines Autodidakten.
Es sind erläuternde und ergänzende "Lern-Notizen" eines Kunst-Liebhabers, der sich nicht damit zufrieden geben wollte die Bildende Kunst nur zu betrachten.
Mit den ihm verfügbaren Mitteln der Fotografie wollte er selbst seinen Vorstellungen künstlerischen Ausdruck geben.
Ist es ihm gelungen?
Lesen und Schauen Sie! In diesem Buch gibt es über 55 Abbildungen.
Es ist auch ein Praxisbuch.
Die häufigen Einzelberichte zu "Kunst lernen" und "Management" animieren zum Nachmachen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 6, 2017
ISBN:
9783743147898
Format:
Buch

Über den Autor

Der Autor, Jens Mellies, hat sehr viele Jahre im Ruhrgebiet gelebt und es lieben gelernt. Nun lebt er im Süden Deutschlands. Viele seiner Fotografien hat er zu Foto-Essays zusammengefasst und veröffentlicht.


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Buchvorschau

Kann man Kunst lernen? - Jens Mellies

Inhaltsverzeichnis

Prolog 11/2012

Auftakt 10/06 – 06/07

Einstieg 09/09 – 01/10

Technik

Kunst (lernen)

Sandra Eades

Suchen und Finden

Fotografie-Geschichte

Kandinsky

Philosophie 1

Kunstbücher

Kleine (Foto-)Projekte

Management

Freiamt

Planung

Erste Versuche 12/09 – 03/11

Management

Praxis S. & D.

Weiter Management

Rathaus und Volkshochschule

Weiter Management

Kunst

Kunst lernen

Malkurs

Farbe

Weiter Kunst lernen

Suchen und Finden

Technik

Thema finden 08/10 – 01/12

Das Wehrle-Wand-Projekt

Einlassen, Resonanz

Laufen lassen 07/11 - 2015

Kunst

Georg-Scholz-Haus

Fotografie

Philosophie 2

Weiter Kunst lernen

Management

Akquisition

Sparkassen-Wand

Bürgermeisterhaus

Weiter Management

Technik

Auftrags-Arbeit

Kunst

Herkunft

Epilog

Anhang Zeitachse

Anhang Literatur

Index

Prolog 11/2012

Ich habe ein Werktagebuch angelegt. In diesem Buch soll alles festgehalten werden, was mit dem Fotomalen zu tun hat. Fotomalen ist der Arbeitstitel dieses ganzen Projektes. Damit ist malerische Fotografie gemeint. Ich möchte einen Gedanken, eine Situation, eine individuelle Wahrnehmung, ein Gefühl, ... darstellen. Und zwar mit fotografischen Mitteln – in weitestem Sinne, ich rechne auch den Computer als Gestaltungsmittel dazu.

Dienstag, 13. November 2012 Werktagebuch-Eintragung

Heute beginne ich mit dem Aufarbeiten des WerkTageBuches (WTB). Schon seit einiger Zeit beschäftigt mich der Gedanke alles, was bisher aufgeschrieben ist, systematisch zu ordnen und ggf. zu ergänzen.

Frau A., mit der ich die zweite Wüsten-Ausstellung gemacht habe, fragte mich in einer E-Mail ob ich nicht Lust hätte in der Provence einen Fotografie-Kurs zu geben. Sie hätte gute Kontakte zu einem Anwesen in der Nähe von Aurel/Provence, das sich hervorragend für jede Art von Kurs oder Workshop eignet. Und sie schickte einen Link zu der Website dieses Hauses mit. Es macht einen sehr freundlichen Eindruck. Also machte ich mich an die Arbeit und konzipierte in groben Zügen ein Lehrgangskonzept.

Je mehr ich mich mit dem Gedanken an den Lehrgang beschäftigte, desto klarer wurde, dass ich z. Zt. keine große Lust habe wieder mit Leuten bzw. einer Gruppe zu arbeiten und dann noch komprimiert an wenigen Tagen. So entstand der Gedanke nicht einen Lehrgang aber ein Buch zu machen mit dem Arbeitstitel Fotomalen. Dieses Fotomalen schwirrt mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum.

Heute morgen, etwa 5:30, wurde der Entschluss gefasst: Aufarbeiten des WerkTageBuches!

Wohlan denn, auf geht's!

Aufarbeiten bedeutet, dass an manchen Stellen Kommentare und Erläuterungen angebracht werden müssen, denn nicht alle Begriffe, Situationen und Umstände sind für eine andere Person – einen Leser – eindeutig und verständlich, weil ich das WTB ja eigentlich zunächst nur für mich selbst geschrieben habe. Außerdem werde ich aus anderen Quellen als dem WTB manches ergänzen. Andere Quellen, das sind Notizen die irgendwo rumliegen und nicht systematisch im WTB aufgenommen wurden. Dazu gehören auch Zitate und zusammenfassende Notizen aus Literatur, Katalogen, Filmen, usw. Und es sind auch einige Dinge, Sachen, Umstände anzumerken, die wichtig waren bevor das WTB die erste Notiz bekam und um manchmal zeitliche Lücken zu erklären.

Die Grundlage dieses Buches sind die mehr oder weniger spontan aufgeschriebenen Notizen eines Tagebuches. Es ist aber kein Tagebuch im üblichen Sinne, in dem intime Gefühle, Gedanken usw. aufgeschrieben werden; kein Tagebuch wie es zum Beispiel Max Frisch geschrieben hat, mit Quasi-Essays über die Dinge des Lebens, sondern es sind Lern-Notizen eines Autodidakten. Wenn diese nun für die Leser verständlich sein sollen – und das ist der Zweck dieses Buches – dann müssen die ungeordneten Notizen in eine für die Außenstehenden verständliche Struktur gebracht werden: Es wurde versucht, die einzelnen sachlichen Aspekte in Kapitel zusammenzufassen, deshalb können sich die Tagesdaten überschneiden. (Siehe auch Anhang Zeitachse)

Es ist oft von Bildern die Rede, aber sie können nicht alle hier abgedruckt werden. An den meisten Stellen gibt es dann Hinweise auf die Website, auf der dann die erwähnten Bilder gezeigt werden: www.jens-mellies.de/galerie.

Wenn es Bilder von anderen Künstlern sind, dann gibt es entsprechende Hinweise für das Finden im Internet. Websuche: ...

Das Buch soll kein Sachbuch sein, in dem steht wie es richtig ist und wie es die Leser machen sollen. Sondern es ist ein Erfahrungsbericht, in dem geschildert wird, wie ich es gemacht habe. Dabei will ich mich um Authentizität bemühen. Welche Schlüsse die Leser daraus ziehen, bleibt ihnen überlassen.

Aber zunächst einmal ein zeitlicher Rückgriff auf den Ausgangspunkt des ganzen Buchprojektes, bevor das Werktagebuchs systematisch aufgezeichnet wurde. Es waren einige Monate Ende 2006 bis etwa Mitte 2007 in denen die ersten zaghaften Schritte notiert wurden. Erst etwa zwei Jahre später war dann die Zeit so weit gereift, dass das Projekt Fotomalen begonnen wurde.

I Auftakt 10/06 – 06/07

Sontag, 1. Oktober 2006

Auf der Fahrt von Thann nach Hause auf der Rückbank von A.'s Auto sitzend – es ist sehr schön, wenn ich nicht selbst fahren muss – kommen mir folgende Gedanken:

Wenn ich 20 oder 22 Jahre alt wäre und das Bewusstsein und die Erfahrung von heute hätte, läge das Leben vor mir und ich könnte es aktiver gestalten und zielgerichteter meine Ideen verfolgen.

Was würde ich tun wollen – in beruflicher Hinsicht? In Hinsicht auf die Tätigkeiten, mit denen ich meinen und meiner Familie Lebensunterhalt bestreite?

Ich denke zurück wie es war. Die beruflichen Stationen sind OK. Es ist gut, so wie es gelaufen ist. Zu bedauern gibt es nichts.

Aber trotzdem die Frage: Was würde ich jetzt tun wollen mit dem Bewusstsein und der Erfahrung von heute?

Ich bin ziemlich sicher: etwas Künstlerisches würde ich machen wollen, meine Kreativität nutzen. Das wäre auch sehr vielseitig. Es gibt sehr viele Betätigungsfelder und es gibt sehr viele Bereiche für die ich mich interessiere.

Doch nun, heute, die Frage noch mal: was kann ich tun?

In diesem Jahr noch werde ich 69 Jahre alt. Bis vor Kurzem hab ich noch gearbeitet – zuletzt nur etwa 20 Stunden in der Woche – und fühlte mich wohl dabei. Mit meinem beruflichen Leben kann ich zufrieden sein. Besonders erfolgreich – zumindest in materieller Hinsicht – war ich nicht, aber es gibt etliche Leute, die mich freundlich grüßen und sich gerne an die Zeit erinnern als wir zusammen gearbeitet haben.

Ich habe gelernt:

Es ist noch genug Zeit um den Rest (meines Lebens) aktiv und befriedigend zu gestalten.

Freitag, 6. Oktober 2006

In Gundelfingen im Rathaus gibt es eine Ausstellung von einer Frau aus Waldkirch: Fotos und Fotodrucke, bearbeitete Fotos in professioneller Weise bearbeitet und gedruckt auf Spezialpapier und auf textilem Material.

Das gefällt mir sehr gut, besonders Fotos von einer Litfaßsäule, von der die Plakate abgerissen sind und nun skurrile, grafische, abstrakte Muster bilden. Das erinnert mich an meine Fotoversuche von Blankenstein und von Barcelona u. ä. (das sind Fotoprojekte, die ich schon vor Jahren gemacht habe).

Es wäre doch gut, wenn ich mir vornähme, in dieser Richtung ernsthaft künstlerisch zu arbeiten – Foto-Arbeiten, mehr oder weniger abstrakte Bilder; autodidaktisch Kunst zu studieren, um dann so mit meinen fotografischen Kenntnissen und Interessen zu arbeiten.

Ich hab die Idee, darüber ein Tagebuch zu schreiben und so den gesamten Prozess zu dokumentieren.

Samstag, 7. Oktober 2006

Das ganze Projekt bekommt den Namen: Die alte Jugend.

Ich bin ein alter Mann, aber die vor mir liegende Zeit ist in Bezug auf mein Vorhaben eine Jugend, denn ich bin unerfahren und fange etwas Neues an.

Das Tagebuch über den autodidaktischen Prozess der malerischen Fotografie als künstlerischer Ausdruck meiner neuen Zeit.

Dieser Gedanke ist ganz schön, aber er muss tatsächlich auch umgesetzt werden und deshalb muss ich mich auch beschränken und dranbleiben! Z.B. die Idee, den skurrilen Zweig mit dem Holz-Knörz tatsächlich fotografieren und bearbeiten.

Mittwoch, 11. Oktober 2006

Es ist eine alte Leier, dass ich nach vorne denke: wenn ich dies und jenes habe oder gemacht habe, dann werde ich endlich das Eigentliche tun können.

Wenn ich den richtigen Computer habe, ich will einen Apple-Mac kaufen, dann kann ich die Fotomalerei machen.

Alles Quatsch:

mit den gegebenen Mitteln muss ich es jetzt erst mal wirklich machen!!!

>In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister.<

Goethe, Johann Wolfgang,

Sonett Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen.

Es gibt dann in den nächsten Tagen und Wochen einige Versuche vorhandene Fotografien auf dem Laptop mit dem Programm Photoshop Elements spielerisch zu verändern und daraus ästhetisch ansprechende Bilder zu machen. Mit den verschiedenen Filtern wurden die Ausgangsbilder verändert, Ausschnitte herausgenommen und weiter bearbeitet.

Freitag, 27. Oktober 2006

Dieses Malen fasziniert mich sehr; dieses Umsetzen einer Idee in ein Bild mit den Mitteln des Fotoapparates und des Computers ist eine sehr kreative Möglichkeit etwas aus dem Kopf hinaus zu bekommen.

Montag, 18. Dezember 2006

Jetzt hab ich schon seit dem letzten Dienstag dieses iMac-Gerät. Ziemlich aufwendig das Lernen der neuen Arbeits-Umgebung und der Einzelheiten der Programme. Langsam nur richte ich die einzelnen Teile ein: WLan, Drucker, die Adobe-Programme, usw.

In der folgenden Zeit habe ich dann mehr oder weniger systematisch mit den Versuchen weiter gemacht. Es sind Paletten mit jeweils mehreren bearbeiteten Bildern entstanden

Dienstag, 29. Mai 2007

Gestern waren wir in der Ausstellung mit Emmendinger Künstlern in der ehemaligen MAJA-Fabrik. Die Bilder von T., die er kürzlich in der Sparkasse ausgestellt hat – seine SixPacks (das sind jeweils sechs Bilder auf einem großen Blatt arrangiert) – gefallen mir sehr gut, vor allem die SixPack-Idee, sie entspricht meinen Paletten. Aber die hier in der MAJA-Ausstellung sind zu gekünstelt, zu absichtsvoll, zu effekthascherisch, nicht so intuitiv wie die Bilder in der Sparkasse. Für mich ist es sehr wichtig, das so zu erkennen.

Solche Ausstellungen sind schon oft eine intensive Anregung gewesen, so auch diesmal wieder.

Gesten Abend hab ich noch etwas fertig (?) gemacht:

Eine Palette mit vier Bildern. Sie ist aber ziemlich bunt geworden.

Flug Freiburg (siehe Abbildung). Die Bilder sind auf dem Leuchttisch arrangiert und sollten dann auf einer Holzplatte so angeordnet werden. Die großen Bilder haben etwa DIN A 3-Format und das jeweils kleine DIN A 5 oder noch kleiner.

Die großen Bilder sind ursprünglich normale Fotografien, sie sind dann in Adobe Photoshop Elements mit den Filtern spielerisch verändert, sie sind absichtslos intuitiv entstanden. Das kleine Bild erklärt die Situation, in der die Ursprungs-Bilder entstanden sind – in diesem Fall sind es Luft-Aufnahmen von einem Rundflug über Freiburg und Emmendingen.

Weitere Paletten will ich mit den anderen Serien machen: Eukalyptus, Jadebusen, Brennerei, Blankenstein, usw., aber nicht so farblich überzogen und spielerisch mit Filtern verändert.

Die anderen Serien bestehen bereits seit einiger Zeit. Eukalyptus sind Nahaufnahmen von der Rinde eines Eukalyptus-Baumes, Jadebusen sind Bilder von Steinen, die in einer Dammkrone im Teer eingelassen sind und am Jadebusen bei Tossens entstanden sind. Brennerei ist eine Serie aus den Jahren 1992/1993, die in der Lausitz aufgenommen wurde. Und Blankenstein ist eine Serie mit Bildern von ausgemusterten Eisenbahn-Waggons aus dem Jahre 1979.

Donnerstag, 14. Juni 2007

Ich könnte versuchen ......

Hier bricht dieses Tagebuch ab und wird vorläufig nicht weiter geführt. Andere Lebensumstände und Alltäglichkeiten haben sich in den Vordergrund gedrängt und Energie und Aufmerksamkeit gefordert.

Das Dranbleiben hat also nicht auf Anhieb funktioniert.

Alles zu seiner Zeit.

Offenbar war die Zeit noch nicht reif für diese Sache, für das Einlassen auf das Fotomalen.

II Einstieg 09/09 – 01/10

Der Prozess, der in diesem Buch dargestellt wird, hat mit dem Auftakt begonnen, der dann ja abgebrochen wurde. Nun, nach etlichen Monaten, geht es doch weiter mit dem nächsten Schritt, dem Einstieg. Es ist ein schwieriger Anfang mit viel Unsicherheit, aber mit Zuversicht und diesmal mit konsequentem Dranbleiben. Erste tastende Schritte im autodidaktischen Kunststudium wecken das Interesse an der Auseinandersetzung mit dem Kunstbegriff.

Die nun folgenden Kapitel sind – Einstieg – Erste Versuche – Thema finden – Laufen lassen. Jedes dieser Kapitel ist unterteilt nach den Aspekten – Technik – Kunst – Management – Projekte. So wurde versucht, den thematischen Zusammenhang zu bewahren und trotzdem die zeitliche Ordnung, den Prozess, nicht aus dem Auge zu verlieren

Technik

Beim Fotografieren steht bei sehr vielen Leuten die

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