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Der Traumzustand - Eine Verschwörungstheorie

Der Traumzustand - Eine Verschwörungstheorie

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Der Traumzustand - Eine Verschwörungstheorie

Länge:
283 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
May 10, 2017
ISBN:
9781547500482
Format:
Buch

Beschreibung

Wenn das Leben nichts als ein Traum ist, zu was erwachen wir dann?

Die zentrale Prämisse dieses Buches ist die zugegebenermaßen lächerliche und dennoch unwiderlegbar wahre Behauptung, dass das Universum nicht existiert.

Das ist etwas, das Sie entweder konzeptionell verstehen können, wie beim Sehen einer Dokumentation über die Antarktis, oder experimentell, wie beim Auswandern in die Antarktis.

Es gibt auch das verwandte Phänomen, dass Sie einschlafen während Sie die Dokumentation sehen und in der gefrorenen Wüste aufwachen.

Das muss sich komisch anfühlen, aber die Wahrheit ist, dass Sie in einer kargen Wüstenlandschaft schlafen und nur träumen, dass sie es nicht tun, daher müssen Sie dort herauskommen, sobald Sie aufwachen.

Herausgeber:
Freigegeben:
May 10, 2017
ISBN:
9781547500482
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Der Traumzustand - Eine Verschwörungstheorie - Jed McKenna

Die Party in diesem Haus an diesem Abend

Wie können wir herausfinden, ob wir in

diesem Moment schlafen und all unsere Gedanken

ein Traum sind oder ob wir wach sind und im wachen Zustand miteinander sprechen?

Plato, Theaitetos

Lisabelle muss mich eingeladen haben, einer kleinen Party beizuwohnen, die sie für einige Freunde und Kollegen veranstaltete, denn ich stehe mit einem Geschenk vor ihrer Tür, als sie wie eine normale Person öffnet und mich in ihr hell erleuchtetes, funkelndes Zuhause bittet. Ich nehme ihren Mantel und gebe ihr meinen roten Propeller.

„Das sind meine Freunde Fredwin und Latrina", sagt Lisabelle in unserer geheimen Sprache.

„Ah ja", nicke ich.

„Das ist mein Jedwin, erklärt Lisabelle Fredwin und Latrina, „er sagt Dinge.

„Oh, sagt Latrina, „je.

„Latrina, sage ich, „irgendeine Verwandtschaft mit der Toilette?

„Oh nein, antwortet sie, „wir sind nur Freunde.

„Und du, Fredwin?"

„Maisschweine, sagt er, „ich habe mit Maisschweinen zu tun. Vollmundig, nicht synthetisch, erste Wahl. Er lehnt sich nach vorne und flüstert mir zu: „Wir sitzen auf der guten Seite des Tisches."

„Hab ich es doch gewusst, sage ich und tätschele seinen Arm. „Ich muss gehen.

„Komm mit", sagt Lisabelle und führt mich auf die hintere Terrasse zu einem anderen Paar, vorbei am Whirlpool, wo Michael Jackson mich beim falschen Namen nennt.

„Jedwin, sagt Lisabelle, „das sind Bradwin und seine Frau Sugarbelle. An Dienstagen arbeite ich an Sugarbelle in der Fabrik. Bradwin ist genau wie du.

„Oh", sage ich.

„Jedwin macht Zeug", sagt Lisabelle.

„Oh ja, sagt Bradwin, „ich hatte einen Onkel.

„Es leuchtet alles so", sagt Sugarbelle.

„Was für Zeug?", fragt Bradwin.

„Ich spiele Golf, Bradwin. Sehr viel Golf."

Wir geben uns einem herzlichen Lachen hin.

„Und du, Bradwin? Was, hm?"

„Leibliches Wohl, sagt Bradwin mit einem Zwinkern, „du weißt schon.

„Sehr", ich zwinkere zurück und frage mich, ob ich schläfrig bin.

„Machst du jetzt gerade Zeug?", fragt Sugarbelle.

„Ich bin mir nicht sicher", antworte ich. „Meinst du jetzt jetzt oder jetzt jetzt?" 

„Sehr", sagt sie.

Es gibt viele Menschen auf dieser Party, also schaue ich sie mir an. Da ist Tedwin, den ich von dem Autounfall kenne und da ist Mr. Rourke in einem weißen Anzug, der neben dem rauchigen Hibachi, an dem Sydney Greenstreet in einem weißen Anzug die Nudeln umdreht, Leute begrüßt.

„Oh, sage ich erfreut, „ich kenne Sydney. 

Oder vielleicht denke ich an Whoopi Goldberg in einem weißen Anzug, die jetzt die Nudeln übernimmt.

„Sorry", sage ich, aber niemand antwortet und ich bin allein.

Ich suche nach jemandem, zu dem ich mich stellen könnte und sehe den jungen Elliot Gould, den ich sehr schätze. Er trägt eine Militärjacke, eine verspiegelte Sonnenbrille und einen herabhängenden schwarzen Schnurrbart.

„Tolle Party", sagt er ohne seine Lippen zu bewegen.

„Sehr", stimme ich zu.

„Geschichte in einem Traum", sagt er.

„Traum in einer Geschichte in einer Geschichte in einem Traum, antworte ich. „In einem Traum, füge ich hinzu, unsicher ob ich mich korrekt ausgedrückt habe.

Er nickt ohne seinen Kopf zu bewegen.

„Witziges Zeug", sagt einer von uns.

Wenn der Taucher-Typ im Pool ein Spielzeug ist, dann ist er ein sehr gutes. Insgeheim bin ich mit dem Lichtkonzept sehr zufrieden. Ich erinnere mich an etwas, das nie passiert ist, jetzt aber doch. Von einem oberen Balkon ist eine Stimme zu hören und das geheimnisvolle Zischen von Nudeln.

„Junge, sage ich, Small Talk betreibend, „es geht nichts über ein gutes Lutschbonbon.

Niemand antwortet.

„Jetzt sollte etwas passieren", sage ich ohne Worte und eine körperlose Stimme sagt mir, dass alles gut ist.

„Oh, gut", sage ich.

„Kann ich dir etwas bringen?", fragt die Stimme.

„Kopfhörer, antworte ich, „und einen Keilriemen.

Die körperlose Stimme geht weg und ich bin froh.

„Hallo, sagt ein Mann, den ich nicht scharfstellen kann, „mein Name ist Jedwin.

„Hallo Jedwin, sage ich, „mein Name ist auch Jedwin.

„Nein", antwortet er, „Jedwin."

„Oh", sage ich, „du meinst Chadwin."

„Habe ich doch gesagt", sagt er.

Irgendetwas liegt in der Luft. Das Licht funkelt in allem, was ich ansehe und ich frage mich, ob ich etwas übersehe. Die Musik hat das dumpfe whump-whump eines verstimmten Dampfschiffs. Ich erinnere mich daran, dass ich an Hydromyandria leide und bin traurig, aber stolz. Das Tanzen hört auf bevor es begonnen hat. Julianne Moore wirft mir einen wissenden Blick zu und ich blicke zurück, auch wissend. Ich frage mich, was wir wissen.

„Von hier aus kommst du nicht dorthin", flüstert sie mir zu.

Das ist es also, was wir wissen.

Ich habe Durst, also setze ich mein Stück Pappkarton ab. Irgendetwas ist kurz davor zu passieren, aber tut es dann doch nicht. Ich bin gelangweilt, also führe ich einen kleinen Tanz auf, von dem ich weiß, dass er ziemlich gut ist. Ich weiß auch, dass ich meine Hand durch all diese Leute hindurch bewegen könnte, aber das will ich nicht tun, denn ich mag sie ein bisschen.

„Hast du nicht einfach nur die beste Zeit?", fragt mich Lisabelle.

Ich schaue sie an und sie sieht aus wie meine Schwester, die Baronin, also schaue ich weg. Die Menge teilt sich und ich verstehe, warum. In der Ferne ist ein Grollen zu hören. Etwas nähert sich, kommt aber nicht an. Ich halte noch immer den Pappkarton, was wohl Erklärung genug ist. 

„Ich sehe Verwunderung in deinen Augen", sagt eine funkelnde Frau neben mir.

„Ich bin gar nicht hier, deswegen", antworte ich.

„So, sagt sie „jetzt ist es jeden Moment soweit.

Ich stimme ihr zu, sage es aber nicht. Etwas passiert beinah. Ich schaue mich um, um zu sehen, wer noch fehlt. Ich sehe, dass die Höhen nicht stimmen, aber ich darf die Ziffernblätter nicht berühren. Ich warte auf das nächste Ereignis und da ist es, drüben im Garten, wo ein weißer Engel Lichtpfeile in die Nacht schießt und es den Wintermond nennt. Mayabelle kommt zu mir gerannt und ich bin so glücklich. Ich fange sie in der Luft und biete ihr den roten Propeller an, aber sie wählt stattdessen mein Ohr und wir sind nachts auf dem Ozean und es ist dunkel.

Wo ich lebte und wofür ich lebte

Das war eine luftige Hütte ohne Bewurf, geeignet zur Rast für einen wandernden Gott. Eine Göttin hätte ihre Gewandung hier nachschleppen lassen können. Die Winde, die übers Haus dahinzogen, glichen denen, die über Bergesgipfel stürmen. Sie trugen mir zerrissene Akkorde zu, göttliche Klänge in irdischer Musik. Ohne Unterlaß weht der Morgenwind, die Schöpfungsmelodie ist unendlich, doch nur wenige Ohren vermögen sie zu hören. Überall ist der Olympos – nur nicht auf Erden.

H.D. Thoreau

Maya und ich kamen hier genau Ende November an. Es war schon weit in den Herbst hinein, jegliche Farbe war bereits verschwunden bis auf das Grün des Rhododendrons, der Tag war grau und regnerisch. Unser Taxifahrer war sehr erfreut über die lange Strecke, die er abrechnen konnte, aber nicht so erfreut über die letzten paar Meilen, die eine ausgefahrene Schotterpiste hinaufkletterten, auf der nur ein ordentlicher Geländewagen mit Allradantrieb etwas zu suchen hatte. In zwanzig Minuten schafften wir es bis zur Hälfte, wo er entschuldigend anfing, in fünf Zügen zu wenden. Seinem GPS nach zu urteilen schätzte er, dass wir noch eine Meile von der Adresse entfernt waren. Aber das waren wir nicht.

Wir waren bei dem Verleih ins Taxi gestiegen, an dem ich den Mietwagen abgegeben hatte, in dem wir die vorherigen zehn Stunden verbracht hatten. Nun bot der Fahrer uns an, uns wieder mit nach unten zu nehmen, aber Maya und ich stiegen aus und begannen den Rest des Weges zu Fuß. Wir waren in den Südlichen Appalachians, einem der ziemlich hohen Gebiete. Die Luft war dünn, feucht und kalt, aber nicht unangenehm. Bei dem Nebel, durch den wir gingen,  handelte es sich um die Wolken, die wir von unten gesehen hatten, in der Nähe des Schildes, das darauf hinwies, dass der Staat die Straße oberhalb dieses Punktes nicht in Stand hielt. Wir waren nicht hoch hoch, aber für die östlichen Vereinigten Staaten mit ungefähr einer Meile doch recht hoch.

Wir liefen und erkundeten. Ich sah von Klauen zerstörte Bäume und wusste, dass Bären dafür verantwortlich waren. Ich machte mir auch Gedanken über Luchse, Schwarzbrenner, Meth-Köche, Ginseng-Wilderer, Klapper- und Mokassinschlangen im Unterholz und hoffte, dass sie alle Winterschlaf hielten. Maya schnüffelte ein bisschen herum und hielt ab und an inne, um in die milchig weißen Wälder zu starren, etwas spürend, was außerhalb meiner Wahrnehmung lag, aber niemand sprang heraus, um uns zu töten.

Anhand der Spuren auf der Straße konnte ich erkennen, dass nur Fahrzeuge mit aggressiven Reifen es so weit nach oben schafften. Einmal liefen wir für mehr als zwanzig Minuten durch eine ganze Reihe von Haarnadelkurven vor und zurück. Als wir oben an der letzten ankamen, schaute ich durch laublose Bäume nach unten und sah, dass wir es nach der ganzen Zeit und Anstrengung nur ein paar hundert Meter nach oben geschafft hatten.

Zu diesem Zeitpunkt fiel mir auf, dass das, was das GPS hier eine Meile nannte, wo es nicht mal eine Straße erkannte, eine Meile Luftlinie bedeuten musste, was, auf dieser geschwungenen Scheiß Straße, jede Menge mehr bedeuten konnte.

Was nicht schlimm war. Ich mag es zu laufen und Maya verkraftet es. Einige der Steigungen waren für uns beide ein bisschen zu viel. Ich hatte kein Wasser dabei, aber Maya trank aus den kleinen Bächen, die an jeder inneren Kurve herabströmten.

Weiter unten an der Straße hatte es ein paar Häuser gegeben, vielleicht die ersten beiden Meilen entlang, aber danach gab es nur noch vereinzelte Betreten verboten oder Ackerland zu verkaufen-Schilder, die an Bäume genagelt waren. Von Reklametafeln und aus Immobilienanzeigen wusste ich, dass die von Berghängen eingeschlossenen Gemeinden mit toller Aussicht, künstlichen Seen und eingebetteten Golfplätzen hier hoch im Kurs waren, aber wir waren weit von etwas dieser Art entfernt. Diese Orte hatten asphaltierte und gut erhaltene Straßen. Ich bezweifelte, dass einer der schicken Lexus SUVs oder der Chrom-verzierten Hummer-Dinger, die ich unten gesehen hatte, sich jemals auf Straßen wie diese hinauf wagen würden.

Tatsächlich war es schon spät am Tag, vielleicht gab es noch eine Stunde Licht, und ich hatte kein Telefon. Wenn wir also nicht auf der richtigen Straße waren, könnten wir ganz schön in der Patsche sitzen. Ich war nicht besorgt, aber ich war beunruhigt. Könnte ich hier oben ein Feuer hinbekommen? Nein. Wie lange würden wir zum nächsten Haus nach unten brauchen? Zwei oder drei Stunden, vielleicht länger, wenn es richtig dunkel würde. Ich war zu leicht bekleidet und die feuchte Kälte sickerte schon durch. Maya, ein Border Collie, ist für die Schottischen Hochländer gezüchtet, also würde sie mich überleben. Würde sie meinen Körper fressen? Ich hoffte es, aber nur wenn sie wirklich am Verhungern wäre und nicht nur ein bisschen hungrig, und ich hoffte, sie würde warten bis ich tot war.

Der Regen war entweder so leicht, dass ich ihn kaum ausmachen konnte oder aber wie ein angenehmer Sprühregen, der das Aufsetzen der Kapuze meines Kapuzenpullis nicht notwendig machte. Die meiste Zeit stiegen wir nur durch düstere Wälder auf, aber hier und da kamen wir an eine Lichtung und mir war klar, dass der Ausblick ziemlich großartig wäre, wenn wir nicht in einer Wolke wären.

Wir schafften es schließlich bis dorthin nach oben, wo die Straße an einer Wendung mit zwei Einfahrten endete. Die eine bestand aus überwuchertem Kies ohne Markierungen, die andere hatte zwei Pfosten aus Stein und ein Stahltor, das offen war. Die Briefkästen waren Meilen weiter unten. Wir gingen die Einfahrt mit dem Stahltor entlang und erreichten das Haus ein paar Minuten vor Einbruch der Dunkelheit. Das war vor sechs Monaten, als Maya und ich an Lisas Haus ankamen, wo wir fünf Tage bleiben wollten.

* * *

Die andere Einfahrt führte nach oben zu einer Hütte, die auch auf Lisas Grundstück stand und dort leben Maya und ich jetzt. Es ist eine Bruchbude im besten Sinne. Ich hatte in den ersten Tagen, nachdem mir klar wurde, dass ich eine Zeitlang bleiben würde, einige Verbesserungen vorgenommen und jetzt habe ich es für Maya und mich perfekt hergerichtet.

Wenige hundert Meter unterhalb der Hütte ist Lisas Haus, das ein echter Hingucker ist. Ein großes, schickes Nurdachhaus mit Terrassen und einem überdachten Außenwohnzimmer, das komplett mit Möbeln, einem Bartresen, einer Küche und einem Kamin ausgestattet ist und einen atemberaubenden, überwältigenden, schwindelerregenden Ausblick auf die Gebirgsketten der Blue Ridge Mountains bietet. Das Innere des Hauses ist übertrieben schön mit fast zehn Meter hohen Fenstern hin zu diesem ungeheuerlichen Ausblick und einer Mastersuite oben in einem hinteren Loft-artigen Raum, von dem aus man ebenfalls die Aussicht genießen kann. Lisa hatte mir erzählt, dass ihr die Gegend während unseres gemeinsamen Ausflugs nach Virginia zehn Jahre zuvor ans Herz gewachsen war. Die lange Fahrt hinauf war zwar mühsam, aber sie fand, dass der Ausblick und die Einsamkeit es mehr als wert waren.

* * *

Ich beginne meine Tage langsam, indem ich das Feuer anheize, einen Kaffee trinke und ein leichtes Frühstück esse. Dann machen Maya und ich uns auf zu einem Spaziergang. In der Nähe gibt es nicht so viele Wanderwege als solche, also benutzten wir in der Anfangszeit Tierpfade und Wasserläufe und schlugen uns durch die Büsche, aber irgendwann fanden wir den Weg zur anderen Seite des Berges, wo ein angrenzender Nationalforst genügend Wander- und Forstwege bereithält.

Im Allgemeinen sind wir nach ein paar Stunden wieder zurück in der Hütte, beide leicht erschöpft. Ich richte ein bisschen Essen für uns beide her und wir legen uns für eine Stunde hin. Wenn wir dann keine Besorgungen machen müssen, was wir für gewöhnlich nicht müssen, schreibe ich vielleicht ein bisschen am Nachmittag. In den ersten drei oder vier Monaten, in denen wir hier waren, war ich mehrere Stunden am Tag im Holzfäller-Modus. Zwischen der Hütte und dem Haupthaus gibt es elf Innen- und Außenkamine. Als wir hier ankamen, fuhren Maya und ich daher zuerst in die Stadt, um einige angstmachende Geräte zur Holzbeschaffung zu besorgen: eine 50cm lange Kettensäge und ein Dutzend ähnlicher Dinge. Lisa hat einen alten Traktor mit einem Aufsatz zum Holzspalten, der zum Haus dazu gehörte, daher konnte ich eine Operation Feuerholz auf die Beine stellen, die sich sehen lassen konnte.

Das ist es also, was wir mit unseren Nachmittagen in den milden Wintermonaten anfingen. Maya war keine wirklich große Hilfe. Sie machte sich nichts aus dem ganzen Lärm und tendierte dazu, aus der Ferne zuzusehen. Ich musste nicht viele Bäume fällen, denn der Wald war übersät mit umgefallenen in verschiedenen Wachstumsstadien. Alles, was ich tun musste, war sägen, spalten und schleppen. Innerhalb der ersten beiden Monate hatte ich die Lager für alle Kamine bis oben hin gefüllt, ohne Lisas fast 4.000 Quadratmeter an Land zu verlassen. Meine Arbeit zu verlieren machte mich traurig, also lernte ich, wie man das Holz zu einem gut zwei Meter hohen runden Holzstoß aufstapelte, sodass ich auf einer Fläche von drei mal drei Metern das gesamte Brennholz lagern und überwintern konnte, das ich in einer Woche verarbeiten konnte. Wir haben jetzt einen Haufen davon überall verteilt herumstehen.

„Das ist mehr Holz als wir in den nächsten zehn Jahren brauchen werden", sagte Lisa, nachdem sie gesehen hatte, was ich gemacht hatte.

„Ich weiß, sagte ich, „aber ich hänge an der Beschäftigung.

„Du wirst weiter Feuerholz machen?"

„Ich hänge an der Beschäftigung", wiederholte ich. 

„Ich schätze dann brauchen wir eine große Feuerstelle", sagte sie.

Also konnte ich daran arbeiten. Ich räumte und begradigte eine Stelle im Wald zwischen dem Haus und der Hütte. Mit Hilfe der Männer von der Kiesgrube, die die schweren Arbeiten übernahmen, baute ich einen zwei Meter breiten Ring aus Feldsteinen, der von einer Natursteinterrasse umrandet wurde, auf die ich grüne Adirondack-Stühle und -Tische stellte, die aus recycelten Plastik-Milchverpackungen gemacht waren. Es war ein großes Projekt, das sechs Wochen dauerte und einige tausend Dollar von Lisas Geld verbrauchte. Manchmal sind Lisa und ich gemeinsam dort und trinken Wein um ein großes Feuer herum, manchmal nur Maya und ich.

* * *

Bevor ich zu der Hütte kam, hatte ich noch einmal ein bisschen was über den Kalten Krieg von John le Carré gelesen, was zu ein bisschen was über die stalinistische Ära führte, was zu ein bisschen Gulag-Zeug von Solschenizyn und Shalamov führte. Wenn mir das zu heftig wurde, wendete ich mich einigen Humoristen zu, die ich lange nicht gelesen hatte: Perelman, Wodehouse, Woody Allen, Ring Lardner, und andere. Wenn das zu bekömmlich wurde, wechselte ich zu Theaterstücken, ich weiß nicht mehr, warum. Das war ungefähr zu der Zeit, als ich in der Hütte ankam und ich glaube, ich spielte mit dem Gedanken des Lebens als Absurdes Theater, was mich dazu brachte, Martin Esslins Das Theater des Absurden zu lesen, was mich dazu brachte Beckett, Ionesco, Genet, Stoppard und dann Albee, Sartre und Pinter zu lesen oder noch einmal zu lesen. Ich kam zu dem Entschluss, dass für mich alle Stücke in zwei Kategorien fielen: Warten auf Godot und andere.

* * *

Mein erstes Schreibprojekt auf der Hütte begann mit einem Stück in voller Länge mit dem Titel Fedallah. Die Person Fedallah im Buch Moby Dick repräsentiert das mysteriöse Andere, den antiken, feuergeborenen Aspekt Ahabs, der wiederum die Personifikation von Melvilles eigener dunkler Psyche ist, die wiederum eine Reflexion unserer eigenen ist. Kurz gesagt ist Fedallah der virtuelle Stellvertreter, der für den Kampf jedes einzelnen Lesers mit seinem eigenen weißen Wal steht. Oder so ähnlich.

Das Ein-Mann-, Ein-Schauplatz-, Drei-Akt-Stück begleitet Herman Melville eine lange Nacht lang in seinem Arbeitszimmer in Arrowhead, seinem Haus im Staat New York, die er damit verbringt, um die Konstruktion seines Meisterstückes zu ringen während er sich selbst dekonstruiert. Nachts in meiner Hütte fiel es mir sehr leicht, mir Melville in seinem Arbeitszimmer vorzustellen. Es brannten nur Kerzen und das Feuer während ich hunderte von Seiten an Notizen schrieb und Teile der Wand mit Karteikarten und Storyboard-Skizzen bedeckte.

Die Idee verlangte nach einem sehr dynamischen Setting. Licht und Geräusche und unheilvolle Schatten an den Wänden würden Melvilles ruhiges Zimmer in das Deck der Pequod verwandeln und den Wahnsinn dieser Jagd transportieren, das blutig schwindelerregende Chaos der Tötung und, mehr noch, das Innere von Melvilles/Ahabs brodelndem und durchgeschütteltem Geist. Ein draußen wütendes Gewitter würde ähnliche Stürme im Inneren des Raumes und im Inneren dieses Mannes spiegeln. Melville würde zwischen der gelassenen Nachdenklichkeit eines Autors und dem brennenden Wahn einer gepeinigten Seele, die sich unter der Qual der anhaltenden Selbstopferung windet,  hin- und herspringen, das

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