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Windhauch Feueratem: Eigentlich ist Pfingsten ganz anders
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eBook135 Seiten1 Stunde

Windhauch Feueratem: Eigentlich ist Pfingsten ganz anders

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Über dieses E-Book

Vielleicht ist Pfingsten das wichtigste christliche Fest. Sicher ist es das »unentdeckteste« von allen. Nach ihren erfolgreichen Bänden zu Ostern und Weihnachten hat Andrea Schwarz einen Pfingstbegleiter geschrieben. In ihrer alltagsnahen und erfrischenden Art erschließt sie die Bedeutung von Pfingsten für unser Leben heute. Ihre Texte führen vor Augen, was der Heilige Geist in der christlichen Spiritualität bedeutet: Erfahrung von Nähe und Freundschaft, von Feuer und Begeisterung, von Wind und Auf-dem-Weg-Sein.
SpracheDeutsch
HerausgeberVerlag Herder
Erscheinungsdatum12. Apr. 2016
ISBN9783451801624
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    Buchvorschau

    Windhauch Feueratem - Andrea Schwarz

    ANDREA SCHWARZ

    Windhauch

    Feueratem

    Eigentlich ist Pfingsten ganz anders

    Impressum

    © Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2014

    Alle Rechte vorbehalten

    www.herder.de

    Umschlaggestaltung: agentur IDee

    Umschlagmotiv: © Kotkoa – Fotolia.com

    E-Book-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

    ISBN (E-Book) 978-3-451-80162-4

    ISBN (Buch) 978-3-451-32734-6

    Lieber Leser, liebe Leserin,

    zugegeben, das Pfingstfest hat es nicht leicht – und ich glaube, es kommt auch nicht von ungefähr, dass wir vor einigen Jahren in Deutschland beinahe den Pfingstmontag einfach hergegeben hätten, als es um die Finanzierung der Pflegeversicherung ging.

    Weihnachten ist das nette Familienfest, ein Kind in der Krippe, Geschenke, alles ein bisschen romantisch – und vollkommen perfekt, wenn auch noch Schnee liegt.

    Ostern ist schon etwas schwieriger, Tod und Auferstehung Jesu Christi, mit »nett« ist da nicht mehr allzu viel zu holen – aber dafür haben die meisten dann auch gleich vier Tage frei – und die ersten Frühlingstage sind ja auch nicht zu verachten.

    Aber Pfingsten? Das Fest des Heiligen Geistes? Des Geistes Gottes? Was soll man da eigentlich feiern? Was ist das überhaupt?

    Es war an einem Abend mit jungen Erwachsenen, die sich auf ihre Firmung vorbereiteten. Ich hatte das Thema »Heiliger Geist« übernommen und mühte mich redlich ab – war aber auch nicht verwundert, als eine Teilnehmerin sich meldete und kurzerhand sagte: »Also, ich versteh das alles nicht!«

    In dem Moment hatte ich einen Geistesblitz. Es war eine der Teilnehmerinnen, die zusammen mit ihrem Partner bei dem Kurs dabei war und die im Sommer heiraten würden. Also fragte ich zurück: »Wie ist das denn, wenn Ihr Freund nicht bei Ihnen sein kann? Ist er dann trotzdem irgendwie da?« – »Natürlich!«, sagte sie, etwas irritiert. »wir denken aneinander, wir schicken uns SMSs, ich koch ihm was Gutes, wenn er wieder heimkommt …« – »Okay«, sagte ich, »so ähnlich ist das mit dem Heiligen Geist. Erklären kann man es nicht – aber man spürt es. Da ist einer, der mich im Blick hat, der an mich denkt, der mit mir geht.«

    In ihren Augen flackerte ein kurzes Erkennen auf …

    Nein, erklären konnten wir den Heiligen Geist an diesem Abend alle miteinander nicht so richtig – auch ich nicht. Aber vielleicht braucht es das auch gar nicht. Denn wenn ich Freundschaft und Liebe erklären könnte, dann wäre es eigentlich keine Freundschaft und Liebe mehr.

    Aber gespürt hab ich den Heiligen Geist an diesem Abend … und wenn die Teilnehmer mit dem Gefühl nach Hause gegangen sind, dass der Heilige Geist so etwas wie die Liebe und Freundschaft Gottes ist, dann haben sie wahrscheinlich viel verstanden – auch wenn sie es nicht erklären können.

    Über den Geist Gottes zu sprechen ist schwierig – und manche Theologen, Kommissionen und Arbeitsgruppen haben sich darüber die Köpfe heiß geredet und gedacht. Deswegen probier ich das gar nicht erst. Ich möchte Sie zu einem ganz anderen Weg einladen.

    In der systemischen Beratung, einem neueren Ansatz von Beratung, spricht man von »Unterschieden, die einen Unterschied machen«. Oder, ganz einfach gesagt: Wenn etwas keinen Unterschied erzeugt, also, wenn nachher alles genauso wie vorher ist, dann ist es eigentlich nicht relevant. Wichtig ist das, was einen Unterschied erzeugt. Das muss kein großer Unterschied sein, der Unterschied muss nicht bei allen gleich sein – aber es sollte sich etwas verändern: eine Stimmung, ein Gefühl, eine Ermutigung, etwas anzupacken oder etwas anderes loszulassen …

    Heiliger Geist … wenn wir ihn schon nicht beschreiben können – erzeugt er in uns wenigstens einen Unterschied? Woran könnte man bei uns heute das Kommen des Heiligen Geistes erkennen? Auch in unserer Kirche?

    Dieser Spur mag ich in diesem Buch nachgehen – und lade Sie herzlich zum Mitkommen ein. Die Bandbreite der Texte spiegelt dabei schon etwas von der Vielfältigkeit des Heiligen Geistes wider: »Windhauch Feueratem« – mal berührt er uns ganz sacht und zart, dann wieder bricht er regelrecht in unser Leben ein und entflammt in uns die Sehnsucht und die Leidenschaft, das Feuer und die Liebe. Es ist kein theologisches Buch, vielleicht eher ein spirituelles. Ein Buch über Pfingsten und die Kirche, die persönliche Berufung und die Früchte des Heiligen Geistes.

    Was ich mir wünsche? Dass der eine oder andere Text in diesem Buch bei Ihnen tatsächlich einen »Unterschied erzeugt«, dass Sie ein bisschen mutiger, ein bisschen freier, ein bisschen vertrauender das Leben angehen können – mit der Kraft des Heiligen Geistes.

    Inhalt

    Komm, Heiliger Geist!

    Pfingsten – was ist das eigentlich?

    Pfingsten ist möglich – aber es braucht Zeit

    Zärtlichkeit und Kraft

    Freund

    Und du brauchst nicht alleine zu gehen

    Zusage

    Gott ist dreifaltig einer

    Die drei Hände Gottes

    Gott ist kein Sandkasten

    Ich mag Eichhörnchen …

    Von der Kraft des Heiligen Geistes

    Teelicht oder Feuer?

    »Tante Ulli brennt!«

    Brandstifter

    Firmung – Sakrament der Entschiedenheit

    Wer sich entscheidet, gewinnt Profil

    Die Freiheit der Entscheidung

    Mit Leben anstecken

    Die Botschaft meines Gartens

    Man braucht Ameisen

    Kennen Sie Giersch?

    Der Mandelzweig blüht

    Baustelle des Himmels

    Wochenmarkt in Walchum

    Ich bin gefragt

    Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?

    Nicht Amt, sondern Dienst

    Dieser Auftrag ist eigentlich eine Zumutung

    Vergrab dein Talent nicht!

    Teilhaben lassen

    Wir Kinder machen das so

    Gedanken einer pastoralen Mitarbeiterin

    Wenn jeder gibt, was er hat

    Ich stell mich

    Segne uns, du Gott des Feuers

    Quellen

    Weitere Bücher von Andrea Schwarz

    Mut zum Wagnis

    Das Gebet um den Heiligen Geist, der Appell, ihn walten zu lassen, bedeutet … die Bereitschaft, das Unvorhergesehene, das Unberechenbare, das neu werdende Alte, das alte Neue in das Leben einzulassen, bedeutet sehr oft, keine durchschaute Antwort in der konkreten Situation zu haben, die aufrechterhaltene und ausgehaltene Frage in einem geheimen, nicht noch einmal reflektierbaren Vertrauen als die Antwort selber gelten zu lassen, weiterzumachen, weil man genug Grund zur Hoffnung, aber eben nur zur Hoffnung, aus der Vergangenheit mitbringt.

    Das Wort vom Heiligen Geist bietet keine Rezepte, die man nur auszuführen brauchte. Es befiehlt das Wagnis, das Experiment, die Entscheidung, die nicht mehr vor allgemeinen Prinzipien (dem Gesetz und dem Buchstaben) gerechtfertigt werden kann. Das Wort vom Heiligen Geist ist die Frage an jeden Einzelnen in seiner unvertretbaren Einmaligkeit, ob er den Mut zum Wagnis, zum Experiment, zum Aushalten des Widerspruchs der großen Menge (mag sie traditionalistisch oder progressistisch sein) habe, ob er vertraue auf etwas, was sich letztlich noch nicht einmal rational ausweisen lässt.

    KARL RAHNER

    Komm, Heiliger Geist!

    komm!

    füll mich!

    gib mir Kraft!

    schenk mir Mut!

    setz mich in Brand!

    lass das Wasser des Lebens sprudeln!

    gieße aus deinen Geist!

    nimm meine Angst

    nimm meine Sprachlosigkeit

    nimm mein Zaudern

    nimm meine Unsicherheit

    nimm meine Einsamkeit

    nimm mich

    und gib mir

    unendliche Sehnsucht

    Pfingsten – was ist das eigentlich?

    Als der Pfingsttag angebrochen war, befanden sich alle am gleichen Ort. Da entstand plötzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von einem daherfahrenden gewaltigen Sturm, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten, und ließen sich auf jeden von ihnen nieder. Alle wurden mit Heiligem Geist erfüllt und begannen in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen zu sprechen verlieh. In Jerusalem aber wohnten Juden, fromme Männer aus jedem Volk unter dem Himmel. Als sich dieses Getöse erhob, kam die Menge zusammen und war bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie gerieten außer sich und staunten … Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? Wir Parther und Meder und Elamiter, wir Bewohner von Mesopotamien, von Judäa und Kappadozien, von Pontus und Asia, von Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Landstrichen Libyens gegen Zyrene hin, die Römer, die sich hier auf halten, wir Juden und Proselyten, Kreter und Araber: Wir hören sie in unseren Sprachen die Großtaten Gottes verkünden. Sie gerieten alle außer sich und waren ratlos, und einer sagte zum andern: Was soll das bedeuten? Andere dagegen spotteten: Sie

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