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Nähe und Freiheit: Im Gespräch mit Jorge Mario Bergoglio/Papst Franziskus

Nähe und Freiheit: Im Gespräch mit Jorge Mario Bergoglio/Papst Franziskus

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Nähe und Freiheit: Im Gespräch mit Jorge Mario Bergoglio/Papst Franziskus

Länge:
64 Seiten
45 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 25, 2014
ISBN:
9783451801785
Format:
Buch

Beschreibung

Gianni Valente ist seit Jahren mit Papst Franziskus befreundet. Immer wieder hat er mit ihm Gespräche über Gerechtigkeit, Glaubensverkündigung und Kirchenreformen geführt. Die wichtigsten der daraus entstandenen Texte sind in diesem Buch zusammengestellt, etwa zur bevorzugten Option für die Armen, zur Öffnung der Kirche, zur Beständigkeit durch Wandel – vor allem aber ein Gespräch zur Lateinamerikanischen Bischofsversammlung in Aparecida 2007, die er maßgeblich prägte und die ganz klar das Verständnis des Papstes von einer glaubwürdigen Kirche zeigt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Sep 25, 2014
ISBN:
9783451801785
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Nähe und Freiheit - Gianni Valente

Gianni Valente

NÄHE UND FREIHEIT

Im Gespräch mit

Jorge Mario Bergoglio/Papst Franziskus

Aus dem Italienischen von Silvia Kritzenberger

HERDER

Impressum

Titel der Originalausgabe:

Francesco, un papa dalla fine del mondo. La persona, le idee, lo stile

© EMI 2013, Via di Corticella, 179/4 – 40128 Bologna

www.emi.it

Deutsche Erstausgabe

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2014

Alle Rechte vorbehalten

www.herder.de

Umschlaggestaltung: Verlag Herder

Umschlagmotiv: © dpa Picture-Alliance / Evandro Inetti

E-Book-Konvertierung: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

ISBN (E-Book): 978-3-451-80178-5

ISBN (Buch): 978-3-451-06713-6

Inhalt

Einführung

Pater Bergoglios »Ende der Welt«

Die »Vorzugsoption für die Armen« leben

Die Drohungen der Drogenhändler

»Es sind Priester, die beten und arbeiten«

Sakramente und Regel

»Wir dürfen die Türen der Kirche nicht verschließen«

Evangelisierung und Volksfrömmigkeit

»Die Treue ist immer eine Veränderung«

Der internationale Imperialismus des Geldes

»Diese Sünden, die zum Himmel schreien …«

Der zukünftige Papst Franziskus über die Aufgabe des Bischofs

Verkündiger der Hoffnung

Papst Franziskus – Kurzbiografie

EINFÜHRUNG

In diesem Buch sind die Interviews mit Kardinal Jorge Mario Bergoglio gesammelt, die von 2002 bis 2009 in der internationalen Zeitschrift 30 Giorni veröffentlicht wurden. Eingeleitet werden sie von einer Reportage, die in besagter Zeitschrift unter dem Titel »Die Freunde von Pater Bergoglio. Priester und Arme in Buenos Aires« erschienen ist und eine kirchliche Realität beschreibt, die dem derzeitigen Nachfolger Petri sehr am Herzen liegt.

Ich habe Kardinal Bergoglio im Januar 2002 kennengelernt. Damals war ich nach Buenos Aires gekommen, um eine Reportage über die Wirtschaftskrise zu schreiben, die das Land, das bis dahin eine der solidesten Mittelschichten Südamerikas besaß, in die Knie gezwungen hatte. Er schilderte mir die Situation nicht nur im Bild der lärmenden und wütenden cacerolazos¹ und der Demonstrationen in den Straßen, sondern auch im sehr leisen und würdevollen Bild der Mütter und Väter, die ihre Arbeit verloren hatten und nachts weinten, wenn ihre Kinder schliefen und niemand ihre Tränen sah.

Mit der Zeit ist für mich, meine Familie und auch den einen oder anderen Freund die Dankbarkeit für seine Patenschaft gewachsen, die einerseits zu einer sehr vertrauten Begleitung wurde, andererseits immer wieder erstaunlich für uns und unser Leben ist.

Aus seinen Erzählungen haben wir immer nur den Seelenhirten herausgehört, der wieder Mut fasst angesichts der Wunder, die Christus unter jenen wirkt, die er am meisten liebt – angefangen bei den Armen. So wurden Ideen und Gedanken geboren, die dann in Artikel und Interviews einfließen konnten. So wie jene zum Beispiel, die den Initiativen der Erzdiözese Buenos Aires gewidmet sind: Sie kümmern sich darum, dass es für alle einen leichteren Zugang zur Taufe und den anderen Sakramenten gibt, und hier lässt sich ohne große Worte erspüren, wie vertraut Bergoglio mit dem Geheimnis der Kirche ist.

In dem, was er sagt und tut, macht er immer wieder nur eines deutlich: dass die Kirche allein kraft der Gnade lebt und wirkt. »Jesus hat – wie Bergoglio einmal sagte – keine Proselytenmacherei betrieben. Er hat stattdessen die Menschen begleitet. Und die Konversionen, die er bewirkte, kamen gerade deswegen zustande, weil er sich darum bemüht hat, bei den Menschen zu sein. Das macht uns zu Brüdern und Schwestern, Söhnen und Töchtern – und nicht zu Mitgliedern einer NGO oder Proselyten eines multinationalen Konzerns.« Eine Dynamik der Nähe und Befreiung, die ihren objektiven und bleibenden Ausdruck im Geschenk der Sakramente findet. Daher muss man die Taufe all jener Menschen – Kinder, Jugendliche, Erwachsene – auf jede nur erdenkliche Weise erleichtern, die aufgrund ihrer Lebensumstände im neuen Kontext der Säkularisierung nicht getauft wurden, ohne weitere Bedingungen an das zu knüpfen, was der Kodex des Kanonischen Rechts vorsieht: dass es nämlich die Eltern sein sollten, die die Taufe für ihre Kinder erbitten, während wir zudem all die alten und neuen Klerikalismen beiseitelassen, die »das Gottesvolk vom Heil entfernen«.

Nun, da er seinen

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