Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

2018 - Das Jahr des Evangeliums: Sonderband 1: Ein ewiges Evangelium

2018 - Das Jahr des Evangeliums: Sonderband 1: Ein ewiges Evangelium

Vorschau lesen

2018 - Das Jahr des Evangeliums: Sonderband 1: Ein ewiges Evangelium

Länge:
298 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 6, 2017
ISBN:
9783744816809
Format:
Buch

Beschreibung

Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.

2017: Das Jahr des Heiligen Geistes
2018: Das Jahr des Evangeliums
2019: Das Jahr der Offenbarung
2020: Alles wieder auf Anfang und Ende

Historie der Kirchenschließungen in Bad Honnef

1. Selhof

Durch einen Brand wurde die Kirche renovierungsbedürftig und wurde deshalb für ungefähr ein Jahr geschlossen.

Auslöser: Durch die Zusammenlegung zu einer größeren Kirchengemeinde gab es jede Menge Streit innerhalb der Gemeinde. Und in einer Predigt sah ich über dem Altar das Gesicht des Herrn Jesus und er sah sehr streng auf die versammelte Gemeinde. Auch die Predigt des Kaplans war sehr streng. Jedoch niemand aus der Gemeinde nahm sich dies zu Herzen, denn als man nach der Predigt sich nach Hause aufmachte, da waren an der Ausgangstüre nur Worte über das Wetter und einige Begrüßungen zu hören.

2. KSI

Ich hörte die Worte des Herrn im Traum: So hatte ich das nicht vorgehabt. Aber mir gehört ja das Gebäude nicht, sondern der Kirche.

Ich schrieb das Erzbistum und den Papst an. Die Antwort aus Köln war: Wir werden dies bei unseren Überlegungen mit einfließen lassen. Aber man hat dies leider nicht mit einfließen lassen. Ansonsten gab es nur eine Empfangsbestätigung Und obwohl das KSI ausgesegnet wurde, geht man hin und hält den nicht möglichen Gottesdienst der Selhofer Kirche dort im KSI ab. Aus dem Ernst des Herrn wurde im Traum eine bemerkbare Traurigkeit.

3. St. Johann Baptist

Vor wenigen Wochen sah ich den Herrn mit seinem ganzen Gefolge aus Bad Honnef ausziehen. Und auch dabei bemerkte ich bei ihm eine große Traurigkeit. Folgerichtig hat sich geistig gesehen damit auch der Entschluss erklärt, wegen Renovierungsbedarf dieses Kirchengebäude für ein Jahr schließen zu wollen. Und schon macht man wieder einen nicht mehr gut zu machenden Fehler. Denn man hat vor, die Renovierung wegen eines privaten Jubiläums um ein Jahr zu verschieben.

Und darum wird der Ernst und die Traurigkeit über ihnen, über der Gemeinde und über der Stadt bleiben.

Erinnern wir uns an ein weiteres Zeugnis: Die Palm-Pflanzen sind nicht nur hier krank geworden.

Nur ein Wort von Jesus und im Jahre 80 n. Chr. wurde der Tempel von Jerusalem zerstört.

Damals war es ihm mit seinen Worten sehr ernst gewesen, In meinen Traumoffenbarungen habe ich ihn zusätzlich noch sehr traurig gesehen.

Geschrieben am 4.05.2017 vormittags.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 6, 2017
ISBN:
9783744816809
Format:
Buch

Über den Autor

Das lebendige Licht Ich das lebendige Licht, das das Dunkel erleuchtet, habe den Menschen, den ich wollte und den ich wie es mir gefiel, erschüttert habe, in großen Wundern über das Maß der alten Menschen hinausgestellt, die in mir viele Geheimnisse schauten. Doch ich habe ihn auf die Erde hingestreckt, damit er sich nicht in irgendeiner Überheblichkeit seines Geistes aufrichtet. Auch die Welt fand an ihm keine Freude, weder Ausgelassenheit noch Geschicklichkeit in den Dingen die die Welt betreffen. Denn ich habe ihn von hartnäckiger Vermessenheit befreit, dadurch dass er Furcht hat und sich bei seinen Aufgaben ängstigt. Er hat nämlich im Mark und in den Adern seines Leibes Schmerzen erlitten, da sein Geist und seine Sinne gebunden waren und er viel körperliches Leid erduldete, sodass in ihm keine widersetzliche Sicherheit verborgen war; vielmehr fühlte er sich in all seinen Aufgaben schuldig. Denn ich habe die Spalten seines Herzens schützend umgeben, damit sein Geist sich nicht in Stolz oder Ruhmsucht erhebt, sondern in alldem mehr Furcht und Schmerz als Freude und Übermut hat. Zitiert aus Scivias von Hildegard v. Bingen


Ähnlich wie 2018 - Das Jahr des Evangeliums

Ähnliche Bücher

Ähnliche Artikel

Buchvorschau

2018 - Das Jahr des Evangeliums - Rudi Seinsche

2018 - Das Jahr des Evangeliums

Hinweis zum Inhalt des E-Book Sonderband 1.

Die Weisheit Gottes.

Ein ewiges Evangelium.

Der Lehrmeister Jesus.

Aus der Offenbarung des Johannes.

Das Vater Unser.

Die Emmaus – Jünger.

Gebet ohne Unterlass.

Denn es brennete schon, was wollte ich lieber.

Mein Brief an Papst Benedikt.

Aus dem Vatikan.

Nachwort.

Die Mystik des Johannesevangeliums.

Die Mystik der Apostelgeschichte.

Ich und Christus .

Das Ende aller Dinge.

Erkennt ihr euch denn selbst nicht?.

Dass Christus in Euch wohnt?.

Und es gab noch so viel mehr an Briefen.

Mein Brief an die Deutsche Bischofskonferenz.

Verse der Mystik.

Denn hier ist mehr denn Salomo.

Der gläubige Thomas.

Das Geheimnis Gottes.

Lukas 12.49.

Psalm 23.5.

Markus 11.24.

Ihr Zugang zum Lehrgang 2018 Online.

Zum Lehrgangs-Portal: Zugang.

Seminar: Herzensgebet.

Seminar: 2018 – Das Jahr des Evangeliums.

Die Monats-ZIP-MP3-Datei.

Anhang.

Der verdorrte Feigenbaum.

Die abgelehnte Anbetung.

Die Sünde wider den Geist.

Gesicht im Traum.

Und wie könnte das Ziel am Ende des Weges nach Jerusalem aussehen?.

Verstehst du auch, was du da liest?.

Warum aber war ich bisher so ernst mit den Kirchen?.

Lizenznachweise.

Quellen- und Literaturnachweise.

Ein ewiges Evangelium.

titlepage.

Impressum

Hinweis zum Inhalt des E-Book Sonderband 1.

Sonderband I :

ISBN 978-3-738-63976-6

Titel: Denn Weisheit bei Gott ist Torheit bei Menschen

Sonderband II :

ISBN 978-3-837-01165-4

Titel: Denn es brennete schon, was wollte ich lieber

E-Book Sonderband 1: Diese Sonderbände Nr. 1 und Nr. 2 in der gedruckten Version sind nun im E-Book Sonderband 1 zusammengefasst:

ISBN 978-3-744-81680-9

Titel: 2018 – Das Jahr des Evangeliums

Der E-Book Sonderband 1 geht jedoch über die gedruckten Sonderbände hinaus, denn er ist gleichzeitig der Zugang zum Lehrgangsportal 2018, um die geistige Sprache der Bibel zu lernen und den Schatz im Acker des Wortes zu entdecken. Denn das Herzensgebet zu lernen ist die eine Seite der Medaille, den Schatz im Wort der Bibel zu entdecken die andere Seite.

Da findet Jemand einen Schatz. Er hält ihn also bereits in Händen. Und dann verkauft er alles und kauft den Acker und wurde nun erst rechtmäßiger Eigentümer des Schatzes. Haben denn wir jemals den Acker gekauft? Oder haben wir uns mit einem Schatz begnügt, von dem wir glauben, dass wir ihn immer noch in Händen halten? Damit Sie verstehen, was ich meine, hier einmal ein paar Verse aus der Bibel dazu:

So jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Weib, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht mein Jünger sein.

Lukas 14.26

Viele glauben, Jünger des Herrn zu sein.

Des Menschen Sohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene.

Matthäus 20.28

Viele glauben, durch einen Dienst für den Herrn oder für die Kirche bereits das Himmelreich schriftlich verbrieft zu haben. Auch pochen viele Christen auf ihr eigenes autodidaktisch erlerntes Verstehen zu den Worten der Schrift; oder auch auf ihr theologisches Studium.

Die ihr Land und Wasser umziehet, dass ihr einen Judengenossen macht; und wenn er's geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!

Matthäus 23.15

- Denn - Ihr wollt nicht zu mir kommen, dass ihr das Leben haben möchtet.

Johannes 5.40

Dieses Wort gilt sowohl für die Belehrten als auch für die Belehrenden. Denn ohne ein persönliches Pfingsten und eine Offenbarung Christi werden viele dieser Worte sich mehr als ein angelesenes Wissen und weniger als ein erlebtes Tun bei deinem Gegenüber zu erkennen geben.

In dem gedruckten Sonderband I, der Ende 2017 ausläuft, gibt es einen Abschnitt aus Scivias von Hildegard v. Bingen unter dem Titel: „Worte dazu von H. v. Bingen" aus Scivias Wisse die Wege. Die mir vorliegende Genehmigung schließt eine E-Book-Veröffentlichung in vergleichbarer Weise aus. Deshalb wurde dieser Teil des gedruckten Sonderbandes nicht in den E-Book Sonderband 1 übernommen.

Die Weisheit Gottes.

Denn hier ist mehr denn Salomo

Was willst Du werden? Und spontan hören wir ein Lokomotivführer oder Flugzeugkapitän. Meines Wissens gab es noch niemals als Antwort: Ein Kind Gottes. Der Eine hatte eine wunderschöne Jugend ohne Sorgen, umhegt und voller Liebe, keine körperlichen oder seelischen Nöte. Und sein Blick richtete sich auf die Zukunft und in ihm wuchs der Wunsch, einen kleinen Teil davon an andere Menschen weiter zu geben. Ein Anderer hatte nichts. Das Leben verweigerte ihm alles und in Ihm wuchs das Verlangen sich zu holen, was ihm verweigert worden war. Ein Dritter erlebte seine Kindheit unter Krieg, Gewalt und Lebensgefahr und er machte sich auf zu überleben, koste es was es wolle. Und wieder ein Anderer erfuhr in seiner Jugend was es heißt, ein Kind der Herrschaft zu sein. Ein Wort genügte und bereits der Wunsch war Befehl. Und die Selbstverständlichkeit der Macht begleitete ihn auf dem Weg ins Leben. Und alle Vier starben am gleichen Tag und zur gleichen Stunde, nur jeweils an verschiedenen Orten und keiner wusste etwas von dem Anderen. Und da gab es die Eine, die niemand bemerkt hatte. Sie hatte dies alles in ihrem Leben durchgemacht. Es hatte immer gerade so gereicht, um die Familie durchzubringen. Irgendwann kam der Sohn nicht wieder, irgendwann fingen auch bei ihr die körperlichen Probleme an, irgendwann ließen auch bei ihr die Kräfte nach. Und auch sie machte sich dann auf, den Weg allen Irdischen zu gehen. Und während das Leben noch einmal Revue passieren wollte, da war es ihr, als wenn sie einen Ruf gehört hätte. Und sie hob den Kopf ein kleines Stück und richtete dabei ihren Blick auf etwas, was sonst niemand sah. Und wir hörten sie mit einem leicht erstaunten Ton in ihrer Stimme, ja mit einem Anflug von Überraschung und wie mit einer beginnenden Freude fragend sagen: Ja?!

Die Weisheit der Welt.

Mit dem Wort Weisheit wird oft die Weisheit Salomons verknüpft. Weitere Gedanken dazu macht man sich aber meistens nicht. Wiederum erfährt man hin und wieder, dass mit dem zunehmenden Alter auch die Weisheit zunehmen soll. Geradezu die Verkörperung der Weisheit war für viele Generationen das Volk der Griechen. Weisheit und Wissen haben immer gut zusammen gearbeitet, Erfahrung und Erkenntnis sich immer gegenseitig unterstützt. Und so wurden mittlerweile viele Geheimnisse entdeckt, entschlüsselt und verstanden und bildeten sodann die Grundlage für weitere Entdeckungen und noch mehr Wissen. Denn eines wissen wir ja mittlerweile, es ist schön, was wir da sehen und unergründlich, unvorstellbar und vor allen Dingen unendlich, dem wir da begegnen. Zuerst das Nachbardorf, dann die große Stadt, über die Erde hinaus der Weltraum. Und der Blick geht weiter, über das gesamte Universum hinaus, zurück zum Anfang, hin zum Ende. Und dann urplötzlich erkennen wir in allem auf einmal eine Endlichkeit, die uns Angst machen kann. Unser Leben auf einmal endlich, die gesamte Schöpfung endlich und fast unbemerkt fangen wir an, ein Kapitel der Menschheit öffnen zu müssen, dass der Mensch schon einmal versucht hat zu öffnen. Naheliegend ist natürlich, sich mit der Endlichkeit des menschlichen Lebens zu befassen. Und wir bemerken, dass die Lebensdauer des Menschen sich bereits erheblich verlängert hat. Probleme und Hindernisse können uns zwar ein wenig bremsen, jedoch nicht wirklich aufhalten. Denn ein unmöglich ist im Ehrgeiz des Menschen nicht vorgesehen. Schon einmal, so können wir es lesen, hatte sich der Mensch aufgemacht, etwas für die Ewigkeit zu errichten. Vierzig Jahre alleine für die Bodenplatte und dann der Plan, ein Bauwerk zu errichten, das bis an den Himmel sich erstrecken sollte. Ein Vorhaben also, das jede Vorstellung von möglich oder unmöglich sprengen sollte. Aber man war sich einig und alle arbeiteten Hand in Hand. An alles hatte man gedacht, nur an eines nicht. Eine Generation kommt, eine andere geht. Die Generation, die nachwächst, spricht eine andere Sprache als die Generation der Eltern oder Großeltern. Das große Werk hält alles noch für eine Weile zusammen, aber längst ist der ursprüngliche Zweck, die große Idee den Zweckmäßigkeiten gewichen. Hin und wieder eine große Rede zu Ehren der Gründerväter, manchmal die Enthüllung eines Denkmals, aber immer mehr drängt sich der finanzielle Aspekt in den Vordergrund. Etwas hatte niemand bedacht, die Zeit. Und diese Zeit hatte wieder einmal erbarmungslos zugeschlagen. Und irgendwann schrieb jemand in ein Buch: Und Gott musste sich von seinem Thron sehr tief hinunter beugen, um zu erkennen, was denn die Menschen da unten wohl so machten. Und er sah den Hochmut im Menschen und beschloss, sie zu verwirren und über die ganze Erde zu zerstreuen. Und so ist es vielen ergangen. Königreiche kamen und gingen, von Völkern hörte man und später hörte man nichts mehr von Ihnen. Und obwohl sich dieses immer und immer wieder in der Geschichte der Menschheit erkennen lässt, hat der Mensch es bis heute in seinem Selbstverständnis niemals verstanden und noch weniger akzeptiert. Das Gedächtnis des Menschen ist in Archiven gespeichert, im Menschen selbst jedoch nur in einem kleinen für ihn überschaubaren Zeitausschnitt. Die nachwachsende Generation gleicht oft nur das aus, was aus der Generation der Großeltern mit und mit verloren geht. Während die Einen sich aufmachen, um ihre eigenen Grenzen sprengen zu wollen, begreifen die Anderen auf einmal das Scheitern an ihren eigenen Grenzen. Und wie immer macht die Bibel kein großes Federlesen und deutet mit einem kurzen Wort auf die Ursache hinter diesem Bestreben des Menschen hin: Der Hochmut im Menschen.

Die Weisheit Gottes.

„Sie ist nur eine und kann doch alles. Und diese Feststellung erscheint uns doch ein wenig gewöhnungsbedürftig, denn eindeutig bessere Ergebnisse erzielt man durch Teamarbeit, durch Spezialisierung und vor allen Dingen durch ein erstklassiges Management. Und nun hören wir von Jemandem, der in allem „die Beste sein soll. Ein Hauch des allmächtigen Gottes, ein reiner Ausfluss seiner Herrlichkeit, ein ungetrübter Spiegel seiner Allmacht, ein Abglanz seiner Vollkommenheit und obwohl weder das klare Wort noch die Mystik des Wortes sich erschließt, machen wir uns auf, um mit der menschlichen Unvollkommenheit die Vollkommenheit verstehen zu wollen. Denn gerade das Einfache ist oftmals das Schwierigste. Seinem europäischen Gast schenkte der japanische Gastgeber Tee ein. Die Tassen waren ein Begrüßungsgeschenk seines Gastes und die Tasse vor seinem Gast lief sofort über. Es wäre besser gewesen verehrter Gast, sie wären mit einer leeren Tasse zu Besuch gekommen. - Herkunft unbekannt - Jeder Mensch bringt etwas mit; Vorwissen, Erfahrung, Sichtweisen, Verhaltensmuster, Gewohnheiten und vor allen Dingen Selbstwertgefühl und dieses Selbstwertgefühl hat die Angewohnheit, immer zu eigenen Gunsten ausschlagen zu wollen. Dieser Schrank hat viele Schubladen, immer nur gefüllt, der Inhalt nie auf ein Verfallsdatum überprüft, nie vom Staub der Jahre befreit, die Scharniere wenig geölt, aber dennoch für viele Gebrauchsjahre vorgesehen und in einer massiven Ausführung gefertigt. Man hat sich in seinem Leben eingerichtet und der Sinn steht nach Genießen des Erreichten. Und selbst jetzt, wo das Arbeitsleben einem geruhsameren Rentnerdasein weichen soll, geht dieser eine und so wichtige Augenblick wieder einmal ungenutzt vorbei. Denn für einen kurzen Augenblick stand die Welt in diesem Menschen still. Und als die Gedanken noch einmal ein gutes und erfülltes Leben Revue passieren lassen und daran anschließend die Wehmut den Blick nach vorne richtet, taucht jener eine Augenblick auf, den man niemals bemerkt. Und die Weisheit nennt diesen einen Augenblick den Augenblick der Vollkommenheit. Und dieser eine Augenblick der Vollkommenheit kommt dennoch noch einmal, ein einziges Mal wieder und die Erinnerung an alle diese Vollkommenheiten fügen sich dann wie ein Mosaik zu einem Bild zusammen. Und die Gebete der Mutter, die Worte der Großmutter, die Geschichten aus dem Kindertagen, die Erinnerung an den Religionsunterricht, die Ausführungen des Pastors und die wenigen Besuche des Gottesdienstes ergeben dann ein Bild und eine Hoffnung. Und wir erblicken Weggabelungen in unserem Leben, die wir nun ganz anders verstehen. Nie hatten wir dies bemerkt und hielten dies alles immer nur für Zufall. Und ich erkenne eine ordnende Hand in diesem meinen Leben, vor allen Dingen aber auf einmal eine liebende Hand, die alles vollkommen gefügt hat. Und wir entdecken in dieser nur uns zugänglichen Sicht auf das eigene Leben jene Weisheit, um die wir immer gebeten hatten, jedoch nie erhalten haben und welche doch stets uns gegenwärtig gewesen ist. Und wir erkennen auf einmal das Wesen dieser Weisheit. Denn sie kommt nur zu Demjenigen, der kein Misstrauen und kein Vorurteil oder einen Vorbehalt in sich hat. Auch sie selbst kennt keinerlei Vorurteile, sieht sie Reue ist sie da. Die Unvollkommenheit des Menschen ist für sie kein Hindernis, denn sie ist von Herzen demütig. Sieht sie in dem Menschen die gleiche Demut, dann macht sie liebend gerne einen geschwisterlichen Besuch. Und dieser Besuch, wenn er willkommen geheißen wurde, zeigt keinerlei Bedürfnis, noch einmal auf Wanderschaft gehen zu müssen. Im Buch der Weisheit können wir sogar lesen, das ein Jeder, der sich auf die Suche nach der Weisheit aufmacht, sie bereits wartend vor der Türe seiner Wohnung finden wird. Die Weisheit der Welt würde nun tatsächlich hingehen und einen Blick vor die Wohnungstüre werfen, die Weisheit Gottes aber würde vor der Türe des Herzens nachschauen.

Denn siehe, ich stehe vor der Türe.

So hat die Weisheit Gottes in der Welt geredet. Und damit nähern wir uns unserem Vorhaben um einen weiteren Schritt, mit einfachen Worten das Wesen der Weisheit zu ergründen. Tue dieses oder tue es nicht und hin und wieder auch, dies ist verboten oder erlaubt. Und wir nennen dies Gebot, Gesetz, Regel. Das Zusammenleben der Menschen wird durch diese Verhaltensregeln ermöglicht. Da solche Regeln oft über Generationen entstehen, hat der Mensch das Wirken der Weisheit hierbei eher selten im Blickfeld. Wir verstehen dies als ein Lernen und eine Zunahme von Wissen. Aber auch hierbei geht es ohne einen Lehrer in diesem Zusammenhang nicht. Und zwangsläufig stellt sich uns die Frage, ob die Weisheit vielleicht ein Gesicht hat? Denn es liegt im Wesen des Menschen, dies immer nur selbst verstehen zu wollen und dies nicht nur Spezialisten zu überlassen. Und dabei denken wir an die theologische und philosophische Wissenschaft. Denn es gehört zum Wesen der Weisheit, sich jedem Menschen erkennen geben zu wollen und darüber hinaus auch zu müssen. Und es ist dabei ohne jede Bedeutung, ob dieser Mensch religiös ist oder nicht. Niemand wird bevorzugt, niemand benachteiligt. Den Zugang zu diesem Wesen der Weisheit findet der religiöse Mensch jedoch etwas einfacher, weil seine Sicht der Dinge bereits Korrekturen erfahren hat und dadurch wurden viele Hindernisse im Vorfeld bereits überwunden. Es fällt zudem auf, dass alles zwei Seiten zu haben scheint, aber dass gleichzeitig die beiden Seiten zu der gleichen Medaille zu gehören scheinen. Wir denken unwillkürlich im Zusammenhang mit dem Wort Gebot an die Zehn Gebote. Zwei Tafeln, zwei Ausführungen, Original und Kopie, zwei Testamente, Altes und Neues Testament, zwei Aussagen, die Weisheit Salomo und die Aussage des Herrn Jesus. Und dennoch sei bei ihm mehr als es bei Salomo gewesen sein soll. Und dadurch halten wir unwillkürlich immer nach dem „mehr Ausschau. Denn die nicht fassbare, unbegreifliche und unentdeckbare Weisheit, über die wir hier schreiben, müsste demnach unabdingbar ein fassbares, begreifbares und entdeckbares Gegenstück im irdischen und erkennbaren haben. Dies ist ohne Alternative und die Konsequenzen daraus gehen sogar noch einen großen Schritt weiter. Tatsächlich geboren in dieser unserer Welt, ein Gesicht und einen Namen besitzen, an denen man sie erkennen kann. Aber dies alles würde noch nicht reichen. Sie müsste sich aller ihrer Geheimnisse entledigen, ihre Worte müssten sich überprüfen und messen lassen. Wir sprechen hier von einer vollkommenen Entblößung und darüber hinaus müsste sie selbst alles dieses in der vollkommensten Weise selbst tun, was eben nur die Vollkommenheit in der Lage ist zu tun. Auch Paulus sah sich genötigt, dies in einem seiner Briefe an Timotheus deutlich zu machen: Und groß ist, wie jedermann bekennen muss, das Geheimnis des Glaubens. Er ist offenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, gepredigt den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit. Der Christ übersetzt dieses Wort immer mit seinem Glauben an Jesus Christus und dies natürlich unbewusst auch zu recht. Da aber jedes Wort der Schrift zwei Seiten hat, Eines hat Gott geredet, ein zweifaches habe ich gehört! muss auch solch ein Wort eine mystische Seite haben. Wenn wir nun die Aussage des Herrn Jesus über die bis dahin bekannte Weisheit Salomo noch einmal Revue passieren lassen: Denn hier ist mehr denn Salomo, dann verstehen wir auch den mystischen Sinn in der Aussage des Paulus und begreifen auf einmal, dass auch ein Paulus nach dieser Weisheit gesucht hat und uns mit diesem Wort zeigt, dass er sie in Jesus von Nazareth gefunden hat. Denn mit einem weiteren Satz, den wir meist nicht beachten, erklärt er uns auch dieses: So kennen wir Christus nicht mehr nach dem Fleisch, sondern nur noch nach dem Geist, selbst wenn wir ihn nach dem Fleisch gekannt haben".

Denn hier ist mehr denn Salomo.

Salomo als der Inbegriff der Weisheit. Ein König, ein Herrscher, ein Richter, ein kluger Mensch und wir können verstehen, das von fernen Landen der Eine oder die Andere gerne zum Staatsbesuch kam, um selbst Neues zu erfahren und auch selbst noch Neues hinzu zu lernen. Selbst der Herr Jesus nahm sich dieser Geschichte ab und zu an und wies darauf hin, dass das Richtige in kluger Weise getan Aufmerksamkeit nach sich ziehen würde. Dabei aber fiel mir etwas auf: Salomo war ein gewählter König, also tatsächlich ein König; Jesus - hier ist mehr denn Salomo - im Gegensatz dazu nicht. Salomo hatte viel Macht und Ansehen; Jesus - hier ist mehr denn Salomo - im Gegensatz dazu nicht. Salomons Gerichtsurteile erregten Aufsehen weit über die Landesgrenzen hinaus; Jesus - hier ist mehr denn Salomo - seine wenigen Aussagen im Gegensatz dazu nicht. Salomo mit einem großen Hofstaat, voller Glanz und Pracht; Jesus - hier ist mehr denn Salomo - im Gegensatz dazu nur ein Hemd und sonst nichts. Sie können sich gut vorstellen, dass ich in diesem Augenblick mich für einen tiefen Atemzug auf meinem Stuhl ein wenig zurück lehnen musste. Und es geht noch weiter: Das Fanal seines Lebens war der Tempel für den Gott Israels, der Stolz eines ganzen Volkes und eine Unsterblichkeit in der Erinnerung von so vielen bis heute.

Und Jesus?

Nichts als ein Holzkreuz, vollkommen alleine gelassen zum Schluss und sonst nichts. Alle suchen Weisheit, nicht nur die Griechen, sondern auch wir. Und die Weisheit die wir sehen, ist den einen ein Ärgernis, ein Stein des Anstoßes und nur für einige Wenige wurde diese Weisheit die Weisheit Gottes. Und unweigerlich kommt man zu jener Frage: Hat denn die Weisheit sich wieder einmal versteckt? War denn dies alles notwendig gewesen, vor allen Dingen so kompliziert und dann auch noch auf eine solche Weise und kaum in seiner Gesamtheit erkennbar? Und wieder einmal vermissen wir eine exakte Anleitung. Und damit befinden wir uns in guter Gesellschaft. Denn auch der Herr Jesus hatte mit dem gleichen Problem zu kämpfen. Die zehn Gebote hatte er, wie man so sagt, mit der Muttermilch in den Schoß gelegt bekommen. Die Gesetze des Mose befolgte er seit Kindheit an. Für sich selbst ging er sogar hin und verschärfte

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über 2018 - Das Jahr des Evangeliums denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen