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Verschlusssache Tauchen

Verschlusssache Tauchen

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Verschlusssache Tauchen

Länge:
344 Seiten
13 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 17, 2017
ISBN:
9781386488521
Format:
Buch

Beschreibung

Verschlusssache Tauchen ist ein einzigartiges Buch vollgepackt mit Tipps und Ratschlägen von Experten. Es wird dir ein uneingeschränkter Einblick in die Geheimnisse von professionellen Tauchern und technischen Tauchern ermöglicht. Durch dieses Buch wirst du lernen, wie man Übungen und Techniken entwickelt, um aus dir einen selbstständigen, kompetenten und sicheren Taucher zu machen. Die Ausgewogenheit zwischen umstrittenen Tauchthemen wie Solotauchen, Tieftauchen und Rebreathertauchen ergänzt durch die Analyse von Tauchunfällen ermöglichen es dir schnell zu begreifen, was du tun kannst um kein Teil dieser Statistik zu werden.

Außerdem ermöglicht dir das Buch wertvolle Einblicke und Erkenntnisse, was es bedeutet einen Höhlen Tauchkurs zu besuchen, das richtige Equipment zu kaufen, was du beachten solltest, wenn du dich auf Instruktorsuche begibst, Dinge die selbst Profis falsch machen und wie du die besten Tauchplätze der Welt finden kannst.

Verschlusssache Tauchen ist ein sehr ehrliches und aufrichtiges Buch von einem Profi mit über 30 Jahren Erfahrung aus jedem Bereich des Tauchsportes.

Durch dieses Buch wirst du lernen um aus dir einen selbstständigen, kompetenten und sicheren Taucher zu machen.

"Wäre das PADI Open Water Manual die Bibel so wäre dieses Buch das Neue Testament." David Espinosa, Chef Editor, Sport Diver Magazine

"Was für ein willkommenes Buch! Ich habe bereits seit mehreren Dekaden Tauchern das tauchen gelehrt und dies ist eine wunderbare Ergänzung zu allen aktuell verwendeten Tauchbüchern." Evelyn Bartram Dudas NAUI #8672

"Durch das aufführen von historischen Fällen erstellt Simon eine Art Black-Box, um aus Fällen aus der Vergangenheit zu lernen und baut gleichzeitig eine Liste an Tipps und Tricks für den Taucher aus allen Wissensstufen auf. Ein solches Wissen gibt es in keinem anderen Buch." Terry Cummins OMA

"Ein fesselndes Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Vollgepackt mit Informationen, Tipps, Analysen und Einsichten die zum Nachdenken anregen und von einer weit respektierten Person stammen, welche über 30 Jahre Erfahrung als Profi aufweisen kann." David Strike, OZTeK Organiser

Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 17, 2017
ISBN:
9781386488521
Format:
Buch

Über den Autor

L’auteur Simon Pridmore a travaillé dans le domaine de la plongée sous-marine comme guide, directeur de plongée, instructeur, moniteur de moniteur et moniteur de moniteur-moniteur. Il a été l’un des pionniers de la plongée technique en Asie. Durant des années il a eu son propre centre de plongée, il a dirigé une agence régionale de formation internationale de plongeurs et a été chef de vente international pour un ordinateur de plongée et des recycleurs. Il a organisé des expéditions de plongée à travers le monde, écrit des articles pour de nombreux magazines de plongée et est intervenu à des conférences sur quatre continents. Plongée confidentielle reprend les informations les plus intéressantes que Simon a collectées pendant trente années de plongée et vingt années d’enseignement et de rédaction d’articles sur ce sport. Il habite actuellement à Bali en Indonésie, en plein milieu des meilleures plongées du monde. Vous pouvez le joindre sur http://www.simonpridmore.com/


Buchvorschau

Verschlusssache Tauchen - Simon Pridmore

Für meine drei Meerjungfrauen

Kayleigh, Savannah und Caroline

Die Expertensicht

Wäre das PADI Open Water Manual die Bibel so wäre dieses Buch das Neue Testament. Verschlusssache Tauchen ist das einzig wirkliche Selbsthilfebuch und ein Must read für jeden Taucher ob Neuling oder Erfahrener. David Espinosa, Chef Editor, Sport Diver Magazine

Was für ein willkommenes Buch! Ich habe bereits seit mehreren Dekaden Tauchern das tauchen gelehrt und dies ist eine wunderbare Ergänzung zu allen aktuell verwendeten Tauchbüchern. Dieses ist aus Sicht eines Tauchers verfasst, welcher auf dem neuesten Kenntnisstand des Equipments ist und weiß, wie man eine saubere und einfache Konfiguration taucht bei einem perfekten Trimm des Tauchers. Ich werde allen meinen Kunden dieses Buch ans Herz legen. Großartige Arbeit, Simon! Evelyn Bartram Dudas NAUI #8672

Anstatt ein weiteres Trainingsbuch zu schreiben, hat Simon einen Zugang zu seinem sehr umfangreichen Wissen und Erfahrungen unter Wasser gegeben und teilt dieses mit Tauchinteressierten oder Tauchern, welche bereits die Wunder der Unterwasserwelt genießen. Durch das aufführen von historischen Fällen erstellt Simon eine Art Black-Box, um aus Fällen aus der Vergangenheit zu lernen und baut gleichzeitig eine Liste an Tipps und Tricks für den Taucher aus allen Wissensstufen auf. Ein solches Wissen gibt es in keinem anderen Buch. Terry Cummins OMA

Ein fesselndes Buch, das man nicht aus der Hand legen kann. Vollgepackt mit Informationen, Tipps, Analysen und Einsichten die zum Nachdenken anregen und von einer weit respektierten Person stammen, welche über 30 Jahre Erfahrung als Profi aufweisen kann. Simon Pridmore’s Buch Verschlusssache Tauchen – Ein Führer von Insidern, um ein besserer Taucher zu werden ist ein Buch für jeden Taucher mit offener Einstellung eines jeden Levels, unabhängig ob Einsteiger oder Profi. Die zugrundeliegende Absicht tauchen lernen ist einfach, ein guter Taucher zu werden ist harte Arbeit. Ein Platz im Bücherregal eines jeden mitdenkenden Tauchers sollte reserviert sein. Verschlusssache Tauchen ist nicht nur ein weiteres Buch in der Reihe der Wie Taucht man Bücher, sondern es ist eine Quelle für diejenigen die die Grundlage des Buches verstanden haben und die das Tauchen gerne genießen möchten, neue Abenteuer und Entdeckungen erleben wollen... David Strike, OZTeK Organiser

Vorwort

Ich kenne Simon seit vielen Jahren und hatte das Glück einige seiner vielen Taucherlebnisse mit ihm teilen zu dürfen.

Sein Reichtum an Wissen als Tauchausbilder und erfahrener Taucher ist offensichtlich im Inhalt dieses Buches. Wir sind froh, dass Menschen wie Simon sich die Zeit nehmen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen in solchen Texten zu bündeln. Nicht nur für diejenigen unter uns, die neu sind in der Unterwasserwelt, sondern auch für jene, die ihren Horizont erweitern wollen, um mehr von unserem Planeten sehen und erleben zu können.

Ich mag besonders die Wie werde ich ein besserer Taucher Zusammenfassungen  von jedem Kapitel, welches die Hauptrichtung dieses Buches bilden. Ein weiser Taucher sollte diese in einem Dokument sammeln, studieren und vollkommen verstehen.

Wie Simon bemerkt ist es hart ein besserer Taucher zu werden, aber das ist es wonach wir streben sollten. Es ist schwer eine prägnante und aussagekräftige Anleitung mit anderen zu teilen, um sicher und mit Spaß den eigenen Horizont unter Wasser zu erweitern.

Kevin Gurr 

IANTD IT #6, Autor von Technical Diving from the Bottom Up, co-designer des VR3 Tauchcomputers und Sentinel CCR

Einführung

Warum Verschlusssache Tauchen?

Warum habe ich beschlossen, die Welt würde noch ein weiteres Buch benötigt, welches erklärt, wie man richtig taucht? Es war keine schnell getroffene Entscheidung. Ich schreibe seit mehr als 10 Jahren für Tauchmagazine und über diesen Zeitraum prophezeiten viele Leser, ich würde alles einmal in einem Buch vereinen. Dies ist jedoch nicht die „Best of" Sammlung, nach der ich sooft gefragt wurde. Außerdem entstammen nicht alle Kapitel der Verschlusssache Tauchen aus Zeitschriftenteilen.

Ich habe über die Jahre beobachtet, dass wir alle als Taucher Gemeinsamkeiten haben. Wir machen Fehler, sind oft mit Unsicherheiten behaftet, wissentlich aus unserer Komfortzone getreten und jedes Mal dankbar gesund aufzutauchen. Wir sollten immer begierig sein neues zu lernen. Viele von uns haben Angst vor Fehlern bei Übungen und Technik, jedoch legen wir diese ab, wenn wir die Angst überwunden haben.

Eine häufig gestellte Frage ist, wo gehst du hin, um ein besserer Taucher zu werden, wenn du deine Grundkurse belegt hast, ein paar hundert Tauchgänge gelogged hast und nicht den gekünstelt professionellen Weg der Tauchindustrie gehen willst?

Hierfür entschied ich ein Buch zu schreiben, welches das Wissen der Toptaucher der Welt mit jahrelanger Erfahrung vereint und das intensive Training von Technischen Tauchern zeigt: Wissen, welches dem Leser helfen kann die Skills weiter zu entwickeln, unabhängiger zu werden und mehr Sicherheit zu erlangen. Das Ziel war zu beraten, weiter zu bilden, zum Nachdenken anzuregen und essentielle Tauchgrundlagen aufzufrischen. Darüber hinaus auch herausfordernde Thesen zu diskutieren und diese Ideen in einer unterhaltsamen Weise zusammen zu tragen ohne Umschweife.

Der Blick ins Inhaltsverzeichnis gibt dir einen guten Überblick über den Umfang und die angebotenen Themen. Zum Beispiel die Top Trends im Bereich Tauchen, Liveboard und Kreislaufgeräte werden im Detail besprochen. Ebenso wie die heiß diskutierten Themen wie Etikette, Konfiguration, Solo Tauchen, Dekompression und Unfall Analyse.

Warum mir Glauben schenken?

Woher weiß ich, worüber ich da spreche? Verschlusssache Tauchen repräsentiert 30 Jahre Taucherfahrung, 20 jähriger Ausbildungserfahrung und Veröffentlichungen über den Sport. Ich arbeitete als Tauchführer, Divemaster, Instruktor, Instruktor-Trainer und Instruktor Trainer-Trainer im eigenen Tauchzentrum, betrieb eine eigene Ausbildungsagentur und arbeitete als Verkaufsleiter eines Computer und Rebreather-Herstellers. Des Weiteren habe ich Tauchtouren rund um den Globus organisiert und sprach auf Konferenzen auf vier Kontinenten. Bedingt durch eine schnelle Anpassungsgabe durfte ich am Umbruch dieses Sports teilhaben und dies an der heutigen Generation der Spaßtaucher in Indonesien erleben. Der Enthusiasmus für diesen „neuen" Sport ist sehr erfrischend und inspirierend.

Hinweis

Dies stellt keine Verkündung eines Tauchmessias dar. Die Aussage von Verschlusssache tauchen soll nicht sein, es mir nachmachen zu müssen. Wir alle sind verschieden, wir haben unterschiedliche Einstellungen, Bedürfnisse, Ziele und intellektuelle und körperliche Voraussetzungen. Du wählst deine richtige Art des Tauchens, basierend auf so viel Nachforschung und Beratung wie du bekommen kannst. Verschlusssache Tauchen kann dir eine Abkürzung bei dieser Entscheidung bieten.

Manche mögen mich kritisieren, weil ich keine Basisinformationen in meinem Buch berücksichtige. Dies ist zutreffend, denn ich setze voraus, dass der Leser bereits eine Taucherlaubnis erreicht hat und einige Tauchgänge durchgeführt hat. In den Kapiteln in denen ich zurück zu den Grundlagen gehe, tue ich dies um eventuell unzureichende Gewichtung dieser Themen im anfänglichen Tauchtraining aufzugreifen. Das Konzept des Stressmanagement, Flaschen und Ventile sind solche Themen.

Andere mögen mich anklagen, nicht ausführlich genug auf alle Details einzugehen, wenn dies so empfunden wird, bekenne ich mich schuldig. Zum Beispiel werden die Kapitel zum Höhlen- und Eistauchen keinen Höhlentaucher oder Eistaucher machen. Dieses Buch ersetzt kein Training mit einem Experten oder gar Zeit im Wasser.

Wie auch immer  werden die Kapitel über das Training indirekt helfen das magische der Trainingserfahrung zu teilen und so entscheiden zu können, was den Leser interessiert oder begeistert.

Manche Kapitel, zum Beispiel Solo Tauchen, handeln von komplexen Fragen, die den Taucher betreffen. Hier bin ich leider nicht davon befreit ein Stück meiner eigenen Meinung durchscheinen zu lassen, welche nicht von jedem geteilt werden wird. Dumm nur: es ist mein Buch!

Tauchen zu lernen ist einfach, ein guter Taucher zu werden hingegen ist harte Arbeit. Dies benötigt viel Hingabe und Aufwand. Durch Scuba Verschlusssache Tauchen wirst du verstehen,  dass viele Dinge einen längeren Übungszeitraum benötigen, aber du wirst auch sehen, dass auch Kleinigkeiten große Unterschiede für deinen Komfort im Wasser bedeuten können. Es ist eine gute Idee Veränderungen langsam vorzunehmen und Stück für Stück. Dies wird viel leichter umzusetzen sein, wie eine Revolution.

Meine hauptsächliche Hoffnung ist, dass du es genießen wirst Verschlusssache Tauchen zu lesen, es dir helfen wird deine Art des Tauchens zu begutachten, zu hinterfragen und dir auf diesem Wege hilft ein noch besserer Taucher zu werden.

Simon

Sicherheit

1. Mentale Vorbereitung für das Tauchen

Ein erfolgreicher Taucher zu werden hängt nicht ausschließlich vom Durchführen von Übungen ab oder vom vorhandenen Equipment. Viel wichtiger ist es, dass du deine Gedanken unter Kontrolle hast, wenn du unter Wasser bist. Athleten nennen dies Mentale Konditionierung und spielt eine wichtige Rolle bei jeder Art Wettkampf und Tauchen stellt da keine Ausnahme dar.

Die Übungen und Fertigkeiten, welche wir im Rahmen der Ausbildung lernen, sollen uns auf alle möglichen Probleme unter Wasser vorbereiten, so dass wir richtig reagieren können. Das Wissen alleine ist jedoch nicht ausreichend. Es ist ebenso wichtig einen klaren Kopf zu behalten, um im Notfall die richtigen Entscheidungen treffen zu können. Eine gute mentale Konditionierung wird dir mehr Spaß beim Tauchen bringen, dir die korrekte Reaktion in einem Notfall erleichtern und besonders wichtig, es wird dir den Umgang mit Stress erleichtern.

Wir alle wissen, dass Stress viele Situationen verschlimmert. Viele verwenden bereits Strategien, um Stress zu minimieren oder zu kontrollieren. Dies nutzen wir im Alltag oder auch im Berufsleben, aber beim konventionellen Tauchen wird dieses Wissen meist nicht vermittelt.

Im Kapitel zwei und drei werde ich erklären, wie man Stress erkennt und damit umgehen kann und was zu tun ist, wenn das Equipment nicht richtig arbeitet. Das wichtigste ist jedoch, alles zu tun, um Stress zu vermeiden und Stress erst gar nicht entstehen zu lassen: Stelle sicher, dass du mental bereit bist für den Tauchgang, so dass du jeder Situation Herr bleiben kannst. Hier sind ein paar Tipps und Techniken, die dir helfen können.

Konzentriere dich auf deine Fähigkeiten

Deine Fähigkeiten zur Selbstrettung müssen so lange geübt werden, bis diese automatisch und instinktiv werden. Dies stellt sicher, dass du in einer Notfallsituation nicht über die Handlung nachdenken musst, du wirst Instinktiv handeln. Dies kannst du erreichen, indem du die Prozedere bei jedem deiner Tauchgänge durchführst. Es kostet dich zum Beispiel keine zusätzliche Zeit, wenn du während des Tauchens von deinem Hauptregler auf den Ersatzregler wechselst oder an deine Ventile greifst. Bist du auf dem Sicherheitsstopp, übe deine Boje zu setzen.

Baue dein Selbstvertrauen im Wasser auf

Verbringe so viel Zeit wie du kannst im Wasser. Einerseits durch vermehrtes Tauchen, aber auch um schwimmen, schnorcheln oder Apnoe Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Nutze die Zeit am und im Wasser, um dein Selbstvertrauen zu stärken.

Werde fit

Du benötigst beides, mentale und physische Fitness, um sicher tauchen zu können. Je besser deine Fitness desto einfacher ist es für dich mit Strömung umzugehen oder einen schwierigen Einstieg in vollem Equipment zu meistern. Diese Dinge können zu einem hohen Stresspotenzial werden, wenn du nicht fit genug dafür bist.

Fühl dich wohl

Du kannst schneller in Panik geraten, wenn dir kalt ist oder du dich nicht wohl fühlst. Denke über deinen Kälteschutz nach und wähle den richtigen Unterzieher und Anzug für dich. Überprüfe die Dicke deines Nassanzuges und warte nicht bis das Material dünn wird. Ein guter Anzug ist wichtig für einen entspannten und schönen Tauchgang.

Tauche nicht unter Alkoholeinfluss

Andere Faktoren, welche Panik beschleunigen können sind zu wenig Schlaf, Durchfall und Alkohol. Achte darauf, dass du ausgeschlafen bist und keinen Restalkohol vom Vorabend hast. Trinke ausreichend Wasser und achte auf Ruhe vor dem Tauchen.

Lerne zu atmen

Die richtige Atmung kann das Aufkommen von Stress verhindern und hilft dir einen klaren Kopf zu behalten. Gewöhne dir an bei jedem Atemzug vollständig auszuatmen, spanne den Bauch an und nimm einen langen und langsamen tiefen Atemzug. Entspanne dabei deinen Bauch, damit deine Lungen sich voll entfalten können. Jeder Atemzug solle circa 7 Sekunden dauern, somit räume dir 15 Sekunden pro Atemzyklus ein und mache dies eine Minute lang. Dies wird dir helfen deine Lungenkapazität voll zu nutzen, weniger Atemgas zu verbrauchen und dabei mehr Kohlendioxid abzuatmen.

Visualisiere

Konzentriere dich vor deinem Tauchgang und gehe dein Briefing an einem ruhigen Ort noch einmal für dich durch. Konzentriere dich auf die Besonderheiten des Tauchplatzes  und stelle dir deinen Tauchgang im Geiste vor. Konzentriere dich auch die schönen Dinge, die du sehen wirst. Überprüfe im Geist den geplanten Tauchgang, dein Equipment und ob alles an seinem Platz ist. Dies wird deine Atemfrequenz automatisch beruhigen und dich auf den Tauchgang vorbereiten. Überprüfe dein Equipment, die Einstellungen deines Computers und gehe alles durch, was du mit unter Wasser nehmen möchtest. Dies wird dir ein ruhiges Gefühl während des Tauchganges geben, denn du weißt, dass alles überprüft ist und du alles mitgenommen hast.

Eliminiere Befürchtungen

Visualisieren vor dem Tauchgang hilft dir schlechte Gefühle oder Befürchtungen zu beheben. Diese unguten Gefühle sind eine schlechte Voraussetzung für einen Tauchgang. Ein kleines Problem unter Wasser kann so zu einem ausgewachsenen Notfall werden. Deinen Tauchgang vorher in Ruhe durchzugehen gibt dir Sicherheit und hilft dir dich zu konzentrieren. Es wird dir helfen dich zu entspannen und dir ein positives Gefühl geben. Du wirst dich gut vorbereitet fühlen und dies wird dir einen entspannten Tauchgang ermöglichen.

Folge deinen Vorahnungen

Es gibt Momente oder Situationen  deiner Visualisierung, bei denen Vorahnungen entstehen können. Es wird sich anfühlen, als wäre irgendwas nicht richtig. Wenn du ein solches Gefühl hast, ignoriere es nicht. Sage lieber einen Tauchgang ab oder ändere deinen Tauchplan so ab, dass du ein gutes Gefühl hast.

Führe einen in Water Check durch

Wir haben alle am Anfang unserer Karriere gelernt einen Sicherheitscheck vor dem Tauchgang durch zu führen. Diesen Check machen wir meist unterbewusst weiter. Eine weitere sehr gute Angewohnheit ist es, sein Equipment im Wasser ein weiteres Mal zu überprüfen. Oft ist es am Tauchplatz hektisch beim Anziehen des Equipments. Da kann schnell ein Fehler unterlaufen. Daher ist es eine sehr schöne Angewohnheit, sich nach dem Abtauchen auf wenigen Metern Tiefe noch einmal seinem Equipment zu widmen. Liegen alle Schläuche richtig? Ist die Brücke des Doppelgerätes offen? Funktionieren alle Regler? Die Ruhe des Wassers und die Konzentration auf dich und dein Equipment, werden dir nach dem stressigen Anziehen helfen, wieder in deinen Tauchgang zu finden. So kannst du einen Tauchgang genießen und weißt, dass alles funktioniert. Dies gibt dir ein gutes und sicheres Gefühl.

Werde ein besserer Taucher, indem du

deine mentale Vorbereitung in deine routinemäßige Tauchvorbereitung integriert.

2. Stress erkennen und damit umgehen

Stress ist ein potentielles Risiko bei jedem Tauchgang, den wir durchführen. Ein sehr bekannter Stress ist dabei der Zeitdruck durch limitiertes Atemgas, Stress dadurch mehrere Dinge gleichzeitig tun zu müssen und das Zusammentreffen von mehreren stressauslösenden Faktoren.

Beim Tauchen ist Stress immer unwillkommen, denn wenn dieser nicht kontrolliert wird, kann sehr schnell eine Panik daraus entstehen. Kommt dann noch mangelndes Handling oder Training dazu, kann es sehr schnell kritisch werden. Panik ist immer lebensgefährlich unter Wasser und ist der häufigste Grund für tödliche Tauchunfälle. Ein klassisches Beispiel ist ein nervöser Taucher, welcher Angst hat, dass sein Atemregler ihm nicht genug Luft liefert. Durch zu häufiges Einatmen, ohne vollständig ausgeatmet zu haben, wird die Atemarbeit unnötig erschwert. Für den betroffenen Taucher wird sich dies anfühlen, als bekomme er keine Luft. Er wird vor Angst die Luft anhalten und sich an die Oberfläche schießen, ohne Auszuatmen. Solche Situationen kannst du meistern, indem du das Problem erkennst und auf die Zeichen deines Körpers und deiner Gedanken hörst.

Indikatoren für Stress sind Tollpatschigkeit, verzögerte Antwort, Desorientierung, Fixierung auf Anzeigen (Finimeter/Computer), erhöhte Atemfrequenz, Verwirrtheit, Unruhe und übermäßige Angst. Sei dir deiner Verfassung bewusst und schätze dies objektiv ein, damit du dich korrekt einschätzen kannst. Ein Beispiel: Empfindest du ein Verhalten deines Buddies als nervig, so ist es häufig ein Problem, welches bei dir liegt und nicht bei deinem Buddy.

Wenn du den Stress einmal wahrgenommen hast, dann wirst du auch den Grund dafür erkennen. Es muss einen Grund geben für die Unruhe oder den Stress.

Natürlich lässt sich der Grund nicht immer finden. Manchmal kann die erhöhte Atemfrequenz auch einfach nur dadurch kommen, dass du gegen eine Strömung schwimmen musst und dies den Kohlendioxid-Spiegel in deinem Blut ansteigen lässt.

Das Geheimnis liegt darin, deine Gedanken frei zu machen, die Situation zu analysieren und dies entsprechend in dein Training einzubauen.

Als erstes kläre deine Gedanken, höre mit allen Aktivitäten auf und halte dich irgendwo fest, damit du zur Ruhe kommst. Atme langsam und vollständig aus, komprimiere dein Diaphragma (Zwerchfell), um so viel CO2 wie möglich auszuatmen und inhaliere (entspanne dein Diaphragma), um Sauerstoff aufzunehmen. Mache dies einige Minuten.

Wenn dein Gehirn sich beruhigt hat, wird es dir möglich sein die Situation zu analysieren. Gibt es einen Grund warum du unruhig bist? Gibt es einen Grund zu handeln? Wirf einen Blick auf dein Finimeter und prüfe ob du ausreichend Atemgas hast. Überprüfe deinen Dekompressionsstatus oder deine verbliebene „No Deco Time". Überprüfe dein gesamtes Equipment auf Funktionalität und Vollständigkeit.

Dann handle entsprechend. Wenn dein Equipment funktioniert und vollständig ist, deine Anzeigen korrekt arbeiten, dann kannst du entscheiden, ob der Tauchgang weiter geht oder nicht. Wenn ja minimiere entsprechend deine Belastung, damit der Stress nicht wiederkehrt.

Falls du wenig Gas haben solltest oder du deinen Dekompressionsstatus überschritten hast, steige kontrolliert in geringere Tiefen auf.

Es ist immer empfehlenswert sich kurz zu sammeln, damit du die richtige Entscheidung triffst. Allerdings sollte man sich bewusst sein, wenn dies  zu lange dauert verbrauchst du dabei in großen Tiefen viel Gas und diese Zeit ist wertvoll. Zeit um nachzudenken ist leider limitiert.

Dies ist der Hauptgrund, warum es so wichtig ist, Notfallprozedere intensiv zu üben. Dies wird dir helfen im Notfall automatisch, instinktiv und zügig richtig zu reagieren.

Technische Taucher üben ständig die Atemgas-Spende und den Wechsel von Hauptregler auf Zweitregler. Sie sind so konditioniert, dass im Notfall alles automatisch erfolgt ohne nach zu denken. So ist die Notsituation vorbei, bevor sie überhaupt angefangen hat.

Antizipation

Der effektivste Weg mit Stress umzugehen ist es, ihn frühzeitig zu erkennen und etwas zu unternehmen, bevor eine Panik entstehen kann. Dafür musst du konstant wachsam sein.

Professionelle Taucher sind nicht nur ausgebildet den Status von Schülern oder anderen Tauchern zu erfassen, sondern auch ihren eigenen einzuschätzen. Diese Erfahrung ist manchmal durch bittere Erlebnisse entstanden. Mindestens einmal hat jeder Ausbilder einen Moment erlebt, wo das Herz stehen bleibt, wie das Durchschießen eines Schülers an die Oberfläche. Natürlich ist ein zertifizierter Taucher für seine eigene Sicherheit verantwortlich, egal ob ein Divemaster anwesend ist oder nicht. Aber wie oft haben wir ein Problem eines anderen nicht als solches wahrgenommen oder erst viel zu spät.

In den beiden nachfolgenden Fallbeispielen, wird aufgezeigt, dass die beiden Taucher Stress hatten, diese aber die vollen Konsequenzen unterschätzt haben. Beide Fälle waren im Ausbildungsrahmen, so konnte ein Instruktor entsprechend handeln.

Fallbeispiel #1 Ängstlicher Andrew

Ich war einer von drei Schülern in einem Tieftauch Kurs. Wir hatten viel Zeit damit verbracht die Tauchgangsplanung zu diskutieren und waren alle gespannt darauf. Wir stiegen schnell an der Riffwand hinab, aber auf Zieltiefe fühlte es sich nicht mehr so einfach an. Ich atmete wesentlich schneller als normal, wurde ängstlich und desorientiert. Mein Instinkt sagte mir, ich solle den Tauchgang abbrechen. Allerdings wollte ich das meinem Ausbilder und Mitschülern nicht antun, denn wir hatten diesen Tauchgang so lange vorbereitet. Also entschied ich mich die Situation auszuhalten und gab meinen Ausbilder ein „OK. Mein Ausbilder hatte allerdings einen fragenden Blick auf mein OK-Signal gezeigt und sammelte alle Schüler zusammen um aufzusteigen. Als wir in flacheres Gewässer aufgestiegen waren wurden meine Gedanken wieder klar und ich fühlte mich schuldig, dass der Tauchgang wegen mir abgebrochen wurde. Ich zeigte meinem Ausbilder daraufhin an, dass wir wieder abtauchen könnten, dieser schüttelte jedoch den Kopf und wies an im flachen zu bleiben. Wir führten keine Übungen durch. Der tiefe Tauchgang wurde für den nächsten Tag erneut angesetzt und alles lief sehr gut."

Es ist gut möglich, dass der betroffene Taucher nach ein paar Minuten auf Tiefe wieder klar geworden wäre. Wie auch immer, hat ein Ausbilder einmal einen Hauch von Panik bemerkt, so ist es aufgrund der Unerfahrenheit der Gruppe richtig die Situation zu beenden und die Situation wieder kalkulierbar zu machen. Eine Situation dieser Art kann auf Tiefe sehr schnell entgleisen. Die schnelle Reaktion in diesem Fall hat die Situation erst gar nicht eskalieren lassen und so verhindert, dass eine Notfallsituation daraus wird. Der Taucher selbst hätte den Tauchgang abbrechen müssen, als er das Gefühl wahrgenommen hat, aber er wollte die anderen im Team nicht enttäuschen. Der Taucher hat seine eigene Situation nicht richtig eingeschätzt und bedingt durch den Gruppenzwang die Symptome unterschätzt, was im Desaster hätte enden können, wenn der Ausbilder nicht so direkt eingegriffen hätte.

Fallbeispiel #2: Schlechte Nachrichten für Ruth

Ich war mit meinem Buddy am Tauchcenter um unser Equipment vorzubereiten für unseren letzten Tauchgang im Trimixkurs. Da kam unser Divemaster mit der Nachricht, dass ein verunfallter Taucher, den wir aus einem anderen Tauchcenter kannten in der Dekompressionskammer verstorben sei nach seinem gestrigen Unfall.

Auf dem Boot spielten meine Gedanken verrückt, aber ich versuchte mich auf den nachfolgenden Tauchgang auf 90m Tiefe zu konzentrieren. Am Tauchplatz angekommen, sahen wir eine starke Strömung, welche unsere Abstiegsboje unter Wasser zog. Ich schaute zu meinem Buddy und er schaute beunruhigt. Aber wie dem auch sei, es war unser letzter Kurstag und morgen würden wir nach Hause fliegen. Also mussten wir diesen Tauchgang machen, egal wie die Bedingungen waren.

Unser Ausbilder kam zu uns rüber, als wir unsere Anzüge anzogen und fragte uns, ob wir diesen Tauchgang nicht in den nächsten Urlaub verschieben wollten. Da habe ich beinahe angefangen zu weinen und die Emotionen machten mit mir was sie wollten. Da hatte ich begriffen, dass wir heute nicht tauchen würden und war sehr erleichtert. Am Ende haben wir unseren Rückflug verschoben und hatten einen perfekten Tauchgang auf 90m ein paar Tage später.

Der Ausbilder konnte nicht mit Sicherheit wissen, was die schlechten Nachrichten im Kopf der Schüler bewirken würde und schon gar nicht auf Tiefe. Er konnte aber sehen, dass sie einen großen Tauchgang unterschätzten, bereits Angst aufgebaut hatten und die Strömung einen Task-Overload auslösen würde. Den Tauchgang bereits vorher abzubrechen bevor eine Reihe von Stressoren eine Tragödie ausgelöst hätte, war eine richtige Entscheidung. Die Tauchschüler wären das Risiko eingegangen, weil sie ihren Rückflug bereits im Kopf hatten. Flugpläne sollten niemals wichtiger sein, als das Leben eines Tauchers.

Die Fesseln durchbrechen

In beiden Fällen hat der Ausbilder eingegriffen und die Ketten dieser Verläufe durchbrochen und so ein Desaster verhindert. Jedem Unfall geht eine Ereigniskette voraus. Du siehst ein solches einzelnes Kettenglied nicht immer vor dem Unfall. Aber wenn du eines siehst oder nur das Gefühl hast, solltest du die Courage besitzen einzugreifen. Natürlich kannst du dafür Kritik von anderen ernten.

Höhlentaucher haben eine Regel, die den Gruppenzwang unterbindet und so Leben retten kann: "Jeder Taucher kann einen Tauchgang zu jeder Zeit abbrechen, der Grund wird

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