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Phantasieerzählung Kleckswerk: Spottgeschichten vom Diesseits und Jenseits

Phantasieerzählung Kleckswerk: Spottgeschichten vom Diesseits und Jenseits

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Phantasieerzählung Kleckswerk: Spottgeschichten vom Diesseits und Jenseits

Länge:
223 Seiten
52 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 19, 2017
ISBN:
9783744805896
Format:
Buch

Beschreibung

Wasserfarbengemische von Oberschülern im Rahmen des Unterrichts der Aufsatzgattung Phantasieerzählung, die nachfolgend durch Gedichte ergänzt und interpretiert wurden.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 19, 2017
ISBN:
9783744805896
Format:
Buch

Über den Autor

Wolter v. Egan-Krieger, Jahrgang 1940, Studium Fachrichtung Verfahrenstechnik, publiziert heimatkundliche und historische Abhandlungen, Bibliographisches und Unterhaltungsliteratur.


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Buchvorschau

Phantasieerzählung Kleckswerk - Wolter v. Egan-Krieger

Grille

Optische Täuschung

Ein Heuschreck sprach zu einer Grille:

Komm, leih’ mir doch mal Deine Brille, –

worauf sie zirpend sanft und süß

ihm das Gewünschte überließ.

Kaum aufgesetzt das gute Glas

bemerkte er verwundert, dass

die Grille groß wie er erschien,

sie war ein Weib, gar hübsch und grün, –

der Rumpf, die Beine und oho ...

der lieblich runde ... ebenso;

kurz, er beschloss bei seinem Späh’n

auf einer Ehe zu besteh’n.

Gleich tat er voller Lust und keck

den Hüpfer zum begehrten Fleck;

– doch bei dem Sprung ins Lebensglück

verschwamm die Welt im Brillenblick.

Zu kurz, ein Sturz und – aus das Spiel:

Die Brille flog allein ins Ziel

zu Füßen der ersehnten Maid.

Da schlich er fort – in Bitterkeit.

Lädiert, blamiert und deprimiert

hat er sich lange noch geniert.

~.~.~

Das Grillenweib hat dem Gescheh’n

zwar zugeschaut, doch nichts geseh’n.

Regelkreise

Ein Storch stand einst auf einem Bein,

entspannte sich und döste ein –

im Dämmerschein.

Da schnorchelte mit viel Geröhr’

ein Breitmaulrüsselfrosch daher,

verführerisch – zum Nachtverzehr.

Und wie der Storch bereits erwägt,

ob es sich lohnt, dass er sich regt

und ihn zerlegt,

fängt doch der Frosch zu Quaken an,

beklagt das Pflichtbewusstsein dann –

vom Klappermann.

Und lamentiert, jetzt sei er’s leid:

seit Wochen in Empfänglichkeit,

nachwuchsbereit.

Ihm wär’ es schließlich einerlei,

wenn er (der Storch) nun zweifelsfrei

gar bald verhungert sei.

Sprach’s und verschwand in großer Hast,

dem Storch jedoch hat seine Rast

nicht mehr gepasst.

„Oh", rief er jammervoll und laut,

„hab’ ich dort nicht vorbeigeschaut

und vorgebaut?

Ich lasse euch sechs Wochen Frist,

bis Nachwuchs angekommen ist –

verfluchter Mist."

Gleich hat er sich zur Schuld bekannt,

rief „Schont die Frösche" übers Land,

und – „Ei, verdammt."

Und halb verhungert kam er dann

nach Wochen in Ägypten an,

am Assuan.

Der Frosch jedoch wurd’ Präsident.

Weil er der Stunde Gunst erkennt,

und quakt. – Statt pennt.

Breitmaulrüsselfrosch (bedrohte Tierart)

Der Schwan und die Jungfrau

In einem See, der ihr vertraut,

schwamm eine Jungfrau – wohlgebaut,

da biß ein Schwan ihr ungemein

und ungeniert ins nackte Bein.

Das Mädchen schrie ganz fürchterlich;

der Schwan jedoch, er zierte sich,

und nun erkannte man fürwahr:

Die Sache schien ihm selbst nicht klar.

Er imitierte irgendwen,

dem er mal flüchtig zugeseh’n,

sah nicht, was solcher Biss

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