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Wen kümmert's?

Wen kümmert's?

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Wen kümmert's?

Länge:
308 Seiten
5 Stunden
Freigegeben:
29. Juni 2017
ISBN:
9783958832657
Format:
Buch

Beschreibung

Dies ist die essentielle Aussage aus Gesagtem und Geschriebenem von Ramesh Balsekar. Eine umfassende Zusammenstellung der grundsätzlichen Aspekte seiner Lehre des Advaita - gewürzt mit Rameshs persönlichem Stil und Humor. Blayne Bardo ist als Herausgeber dieses Werkes, das er in Bombay in engem Austausch mit Ramesh erarbeitet hat, hoch gelobt worden. Besser kann man Rameshs Worte kaum zusammenfassen.
Freigegeben:
29. Juni 2017
ISBN:
9783958832657
Format:
Buch

Über den Autor


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Wen kümmert's? - Ramesh S. Balsekar

1

Ein Suchender hört die Lehre zum ersten Mal

RAMESH: Wenn ein Suchender diese Lehre zum ersten Mal hört, ist er oft sehr erstaunt, selbst wenn er schon zwanzig Jahre auf der Suche ist.

RAMESH: Gewisse Meister erzählen den Leuten, sie sollen das Ego bekämpfen, es töten, doch ich sage: Akzeptiert das Ego. Ist das nicht einmalig? Bekämpfe nicht das Ego. Akzeptiere das Ego. Wieso? Weil »Sie« das Ego nicht erschaffen haben. Die Quelle hat das Ego erschaffen, und die Quelle ist im Begriff, in einigen Fällen das Ego zu zerstören. Deshalb steckt Ihr Kopf bereits im Rachen des Tigers. Es gibt kein Entrinnen. Es gibt kein Entrinnen, wenn Sie das Ego bekämpfen. Das ist für mich der entscheidende Punkt. Wenn Sie das Ego weiterhin bekämpfen, dann wird der Tiger sein Maul für immer offen stehen lassen. Wenn Sie das Ego akzeptieren, wird der Tiger schnell zubeißen.

Vergiss die Lehre

RAMESH: Diese Lehre ist aus mehreren Gründen einmalig. Normalerweise macht man beim Studium Notizen, arbeitet alles ganz genau durch und wendet es dann in der Praxis an. Ich aber sage: Vergessen Sie die Lehre. Lassen Sie sie von ganz allein wirken. Sehr wichtig!

Vergessen Sie die Lehre, denn »wer« will sich an die Lehre erinnern? Es ist das Ego, das sich an die Lehre erinnern und sie benutzen will, um etwas zu erreichen. Doch wenn man die Lehre vergisst, dann wird die Lehre, die zum Verstehen führt, von ganz alleine wirken. Wenn die Lehre nicht zum Verstehen führt, dann ist sie wertlos. In beiden Fällen: Vergessen Sie die Lehre! Entweder ist sie effektiv oder nicht. Ist sie nicht effektiv, dann gibt es keine Fragen. Wenn sie effektiv ist, dann lassen Sie sie effektiv sein!

Wird das Ego helfen, sich selbst auszumerzen? Nein. Das Ego ist nur an der Lehre interessiert, um sie dazu zu benutzen, etwas Bestimmtes zu erreichen – nicht um sich selbst zu zerstören. Wenn man die Lehre vergisst, vergisst man auch das Ego, und die Lehre kann aus sich selbst heraus wirken.

Ihre Bemühungen sind das eigentliche Hindernis, und darum sage ich: Vergessen Sie die Lehre – versuchen Sie nicht, sie zu benutzen. Lassen Sie das Verstehen, auf welcher Ebene auch immer, seine Wirkung entfalten.

Die Lehre beginnt mit bhakti

RAMESH: Manche Leute fragen mich, ob das was ich sage etwas Einmaliges ist. Ich würde sagen: Ja, es ist einmalig, denn ich beginne mit bhakti und ende im Verstehen. Was ist bhakti? Dein Wille geschehe. Das »Ich« sagt: »Es gibt nichts außer Dir, Dein Wille geschehe.«

WARRICK: Wenn Sie sagen »Dein Wille geschehe«, dann meinen Sie damit, so wie ich Sie verstehe, dass immer Gottes Wille geschieht.

RAMESH: Das ist richtig. Er ist immer geschehen, geschieht jetzt und wird immer geschehen!

WARRICK: Und es ist ausgeschlossen, dass ein anderer als Gottes Wille geschehen kann.

RAMESH: Das ist richtig. Jedoch ist das nicht der relevante Teil. Der relevante Teil ist: »Ich bin nichts.« Das ist der relevante Teil. DU (Gott) bist das Einzige, was es gibt. Dein Wille geschieht zu jeder Zeit. Darum ist die Vorstellung: »Ich kann alles Mögliche machen, ich kann etwas erreichen« einfach lächerlich. Das ist der relevante Teil – die Hilflosigkeit eines erschaffenen Objektes. Die Akzeptanz, die totale Akzeptanz der Tatsache, dass ein erschaffenes Objekt hilflos ist, ist der relevante Teil.

Wessen Wille letztendlich geschieht – Sie nennen das Gott – ist ein Konzept, das benötigt wird, weil jedes Individuum sich so hilflos fühlt. Der Verstand-Intellekt erschafft deshalb ein allmächtiges Objekt und sagt dann: alles geschehe Deinem Willen entsprechend, das bedeutet, nicht »meinem« Willen entsprechend. Die Akzeptanz, dass »ich« nichts bin, dass »ich« nur ein Objekt des göttlichen Willens bin, ist nichts anderes als reine Hingabe oder bhakti. Was ich sage, beginnt also ganz klar mit bhakti – Dein Wille geschehe.

Die Grundsätzliche Lehre

(Häufig fordert Ramesh seine Besucher auf, über den Verlauf ihrer Suche zu berichten, und oft stellt er ihnen folgende Frage: »Was ist in diesem Moment Ihr grundsätzliches Verstehen dessen, was Sie von Ihren Lehrern oder aus Büchern gelernt haben? So weit ich mich erinnere, konnte niemand bislang genau erklären, was sein oder ihr grundsätzliches, spirituelles Verstehen ist.« Es spielt keine Rolle, ob man mit Ramesh übereinstimmt oder nicht, doch bleiben einem Besucher keine Zweifel, was Rameshs Beschreibung der fundamentalen Lehre angeht.)

RAMESH: Habe ich etwas Wesentliches anzubieten? Ja. Für mich ist das Wesentliche: Es gibt nichts außer Bewusstsein – kein »Jemand« tut dies oder das. Nichts geschieht, es sei denn, es ist Gottes Wille. Wenn ich »Gott« sage, dann meine ich, egal ob innerhalb oder außerhalb der Manifestation, nicht ein allmächtiges Wesen. Mit »Gott« meine ich die Quelle, das Bewusstsein – das Eine ohne ein Anderes – in dessen Reflexion der Ablauf der Manifestation geschieht.

Buddha hat gesagt: »Ereignisse geschehen, Taten werden vollbracht, doch es gibt niemanden, der diese Taten ausführt.« Das ist das Wesentliche. Niemand hätte es einfacher oder mit weniger Worten ausdrücken können. Ereignisse geschehen, Taten werden vollbracht, doch es gibt niemanden, der diese Taten ausführt. Wenn es keinen individuellen Täter gibt, dann ist es auch völlig unerheblich, »wer« die Taten vollbringt. Doch wenn der Intellekt diese Frage stellt und auf einer Antwort besteht, dann ist die Antwort: »Wessen Taten? Gottes Taten.«

Niemand spricht, niemand hört zu

ARTHUR: Warum spricht Ramesh weiterhin?

RAMESH: Oh, Arthur! Ramesh spricht nicht. Ebenso wenig hört Arthur zu. Es gibt keinen Ramesh, der spricht und auch keinen Arthur, der zuhört. Doch solange es einen »Arthur« gibt, der zuhört, braucht Arthur auch Konzepte. Diese Konzepte liefert das Bewusstsein. Das Bewusstsein liefert diese Konzepte durch diesen Körper-Verstand-Organismus.

ARTHUR: Ich habe mich gewundert, warum Ramesh weiterhin zu Arthur spricht.

RAMESH: Weil das ein Teil des Ablaufs der Manifestation ist. Es ist ein Teil dessen, Was-Ist, in diesem Augenblick. Das ist es, was geschehen soll, und es geschieht! Nichts kann geschehen, außer es soll so geschehen. Somit geschieht also diese Unterhaltung. Welche Auswirkung diese Unterhaltung auf wen hat, weiß niemand – nur das Bewusstsein, Gott weiß es.

VIMAR: Für mich sind Konzepte nur Konzepte. Ich habe von verschiedenen Meistern viele Mythologien kennen gelernt, und es sind schöne Geschichten.

RAMESH: Ganz genau, es sind schöne Geschichten! Somit stellt sich für Sie die Frage: Wie können Sie wissen, ob das, was ich sage, die Wahrheit ist. Das ist doch Ihre Frage, oder nicht?

VIMAR: Exakt!

RAMESH: Ich habe Ihnen zuvor bereits die Antwort gegeben. Niemand kann Ihnen die Wahrheit sagen. Alles, was Ihnen irgendjemand sagt, ist ein Konzept.

VIMAR: Und was ist jenseits der Konzepte?

RAMESH: Jenseits der Konzepte ist die Wahrheit! Die Wahrheit wird von den Konzepten und dem begrifflichen Denken verschleiert.

Die Stille und ein Gleichnis

RAMESH: Wenn man spricht und ein Gleichnis benutzt, dann basiert das Gleichnis ausschließlich auf Objekten. Darum sagte Ramana Maharshi recht häufig: »Die einzige Lehre ist die Stille.« Wenn man ein Konzept benutzt, irgendein Gleichnis oder eine Metapher – sie alle basieren auf Objekten.

TIM: Kann Wissen durch Stille vermittelt werden?

RAMESH: Ob Wissen durch Stille vermittelt werden kann? Gewiss doch, aber es gibt sehr, sehr wenige Organismen, die so programmiert sind, dass sie die in Stille vermittelte Wahrheit akzeptieren können. Aus reinem Mitgefühl für die vielen, vielen Organismen, die nicht so programmiert sind, dass ihnen die Wahrheit in Stille vermittelt werden kann, begann Ramana Maharshi zu sprechen. Er benutzte ein Gleichnis, um das zu verdeutlichen: Einige wenige sind wie Schießpulver – ein Funke und es brennt lichterloh. Suchende, die wie Schießpulver sind, mögen unfähig sein, die Lehre in Stille zu akzeptieren, doch ein einziger Funke, eine einzige Aussage wie zum Beispiel – Es gibt nichts außer Bewusstsein – »niemand« ist ein Handelnder – nichts geschieht, außer es ist Gottes Wille – und augenblicklich entzündet sich das Schießpulver. Wer also programmiert ist, wie Schießpulver oder wie trockenes Holz oder wie feuchtes Holz zu sein, ist allein Gottes Wille. Doch für das feuchte Holz, das eine Menge Arbeit benötigt, hat Ramana Maharshi auch einen Trost: Dein Kopf ist bereits in des Tigers Rachen, es gibt kein Entrinnen. Lass das Ganze also so viele Leben benötigen, wie es die Quelle für angebracht hält.

Das Leben hat keinen Sinn

ALTA: Warum ist all dies überhaupt entstanden?

RAMESH: Sie malen ein Bild mit einer Person darin, und diese Person will dann wissen, warum Sie das Bild gemalt haben. Die einzig mögliche Antwort ist, dass Sie den Wunsch verspürten, dieses Bild zu malen.

Schauen Sie, Sie gehen mit einem Kind an den Strand und geben ihm eine Schaufel und einen Eimer. Es wird sehr bald anfangen, im Sand zu spielen und eine Burg bauen oder einen Berg auftürmen. Das Kind wird sich für einige Zeit sehr intensiv damit beschäftigen. Wenn dann die Eltern sagen, es ist Zeit heimzugehen, wird das Kind die Burg, die es mit viel Aufwand gebaut hat, zerstören. Fragt man das Kind: »Warum hast Du Dir so viel Mühe gegeben, die Burg zu bauen, und jetzt machst Du sie einfach kaputt?«, dann wird das Kind Ihre Frage nicht verstehen. Wenn Sie auf einer Antwort bestehen, wird es Ihnen antworten: »Ich habe die Burg gebaut, weil es mir Spaß gemacht hat. Ich habe sie zerstört, weil es mir Spaß gemacht hat.«

Der entscheidende Punkt dabei ist, dass der Verstand-Intellekt, also das Ego, von Anfang an so konditioniert worden ist, dass alles einen Sinn haben muss. Das Leben muss einen Sinn haben. Warum? Weil das Leben wertvoll ist. Schalten Sie doch nur den Fernseher ein, National Geographic oder BBC. Wenn Sie die Natur beobachten, dann werden Sie feststellen, dass das Leben alles andere als wertvoll ist. Das Leben hat keinen Sinn. Ein Vogel legt ein Ei, ein anderes Tier frisst dieses Ei und wird dann selbst gefressen.

Finden Sie heraus, ob das Leben einen Sinn hat oder ob es wertvoll ist. Es geschieht einfach. Es geschieht einfach. Der Verstand-Intellekt gibt dem Ganzen eine Bedeutung und will dann die Bedeutung wissen. Das Leben hat keinen Sinn. Der eigentliche Sinn des Lebens ist, dass das Leben keinen Sinn hat. Es geschieht einfach.

Der Niederträchtigste von allen

PHILIPPE: Nachdem ich einige von den aufstrebenden Advaita-Lehrern kennen gelernt habe, weiß ich Ihre Art sehr zu schätzen, die Dinge beim Namen zu nennen. Sie sind der Niederträchtigste von allen. Sie bringen es sehr ehrlich sofort auf den Punkt. Wir alle wissen das gewiss sehr zu schätzen.

RAMESH: Sie meinen also, ich bin der Niederträchtigste, weil ich Ihnen keine Möhre als Lockmittel anbiete. Ich behaupte, dass es keine Möhren gibt, die man als Lockmittel anbieten könnte. Die meisten Menschen möchten gerne Möhren angeboten bekommen. Diese Menschen, die Möhren wollen, werden genau dorthin gehen, wo sie Möhren bekommen. Wenn sie dann die Möhren aufgegessen haben, sind sie immer noch unzufrieden und kommen schließlich hierher.

Klarheit oder Verwirrung

PREM: Ramesh, auch ich liebe es, Ihnen zuzuhören. Sie beschreiben die Dinge mit einer absolut einmaligen Klarheit.

RAMESH: Sagten Sie einmalig? Wieso? Die Wahrheit ist nur das Eine.

PREM: Die Wahrheit ist nur das Eine, doch jede der verschiedenen Ausdrucksweisen ist einmalig, und wenn auch das Ergebnis das Gleiche ist

RAMESH: Das Ergebnis ist entweder Verwirrung oder Klarheit. Jeder Lehrer ist einmalig und erzeugt entweder Verwirrung oder Klarheit. Warum stiftet also ein Lehrer Verwirrung? Es war gewiss nicht seine Absicht, Sie zu verwirren.

PREM: Vielleicht sind die Lehrer selber verwirrt, und daher

RAMESH: Warum sind die Lehrer verwirrt? Weil es Gottes Wille ist.

PREM: Ja, selbstverständlich!

RAMESH: Warum sind die Lehrer verwirrt? Weil sie andere verwirren sollen. Und warum geschieht das? Weil es Gottes Wille ist. Wissen Sie, warum dies Gottes Wille ist? Es gibt einen Vers in der Bhagavad Gita, und der lautet folgendermaßen: »Unter Tausenden von Menschen gibt es nur einen Suchenden, und unter denen, die suchen, gibt es kaum einen, der Mich wirklich kennt.« Somit müssen Tausende von Suchenden verwirrt sein, und wie sollten sie nicht verwirrt sein, wenn es nicht verwirrte Lehrer gäbe? Und selbst das ist Gottes Wille – das ist für mich der entscheidende Punkt.

PRATIMA: Oder der Lehrer ist gar nicht verwirrt, aber der Schüler ist noch nicht reif genug.

RAMESH: Gewiss doch, das ist dann Gottes Wille.

PRATIMA: Wir sollten also die armen Lehrer nicht gänzlich verurteilen.

RAMESH: Man kann niemanden für irgend etwas verurteilen. Darum heißt es in der Bhagavad Gita auch: »Du kannst weder eine Sünde begehen noch eine lobenswerte Handlung vollbringen. Dein ursprüngliches Verstehen ist durch Ignoranz vernebelt, und darum denkst Du in Kategorien von Sünde und Verdienst.« Das sagt Lord Krishna zu Beginn in der Gita, und er endet schließlich mit: »Gib Dich Mir hin, und ich werde Dich von allen Sünden erlösen, die Du glaubst zu begehen.« Auch dass Du glaubst, keine Sünden begehen zu können, ist ebenfalls Gottes Wille. Wenn Du also glaubst, Sünden zu begehen, dann »gib Dich Mir hin«, und ich werde Dich von allen Sünden erlösen.

Gib Dich hin. Doch der Witz ist, dass selbst diese Hingabe nicht in Ihrer Hand liegt. Wieso? Weil, solange es ein Individuum gibt, das behauptet »Ich gebe mich hin«, es einen Hingebenden gibt – da gibt es ein individuelles Ego.

PRATIMA: Das ist beruhigend, dass es in der Bhagavad Gita Gegensätzliches gibt. Sie sagt dies und später das. Es ist wirklich wunderbar, dass für alles Platz ist.

RAMESH: Warum sagt Lord Krishna: »Ich werde Dich von den Sünden erlösen?« Weil er weiß, dass Arjunas Verstehen, welches auf der Programmierung des bestimmten Körper-Verstand-Organismus beruht, verhindert, dass Arjuna die Wahrheit auf der höchsten Ebene erfassen kann. Somit begibt sich Lord Krishna auf die Ebene von Arjuna hinab: »Wenn Du auf Deiner Ebene glaubst, Sünden zu begehen, dann gib Dich Mir hin, und ich werde Dich erlösen.« Ich jedoch sage, dass selbst diese Hingabe nicht in Arjunas Händen liegt.

PRATIMA: Der Widerspruch ist also

RAMESH: Das ist absolut kein Widerspruch. Warum? Das Verstehen besagt: »Ich kann keine Sünde begehen, denn ich führe keine Taten aus. Wenn ich keine Taten ausführe, wie kann ich dann eine Sünde begehen?« Wenn dieses Verstehen plötzlich geschieht, so es Gottes Wille ist, dann ist der Rest völlig unerheblich. Ist jedoch der Körper-Verstand-Organismus nicht auf das Geschehen des plötzlichen Verstehens programmiert, dann begibt sich Lord Krishna auf eine tiefere und tiefere Ebene der Millionen von Arjunas herab.

Der Göttliche Witz – Das Ego »will« sich zerstören

RAMESH: Der Widerstand ist das Ego, und das Ego, das ist kein Scherz, wird nicht so leicht aufgeben.

ROBERT: Doch gerade der Wunsch selbst, das Ego zu zerstören, erhält es doch am Leben.

RAMESH: Sehen Sie, das ist der Witz. Das ist der Göttliche Witz. Das Ego ist eine Göttliche Hypnose. Woher kommt das Ego? Das ist doch hier die Frage, oder nicht? Jeder behauptet, das Ego ist das Problem. Man braucht also nichts weiter zu tun als »sein« Ego aufzugeben. Doch niemand kann Ihnen sagen, wie Sie »Ihr« Ego aufgeben können. »Sie« sind das Ego! Das »Ich« ist das Ego, und es wird sicherlich nicht Selbstmord begehen. Das Ego kann nur von der gleichen Quelle kommen, von der alles gekommen ist. Die physische Manifestation ist von der Quelle gekommen. Das fiktive »Ich« ist von der Quelle gekommen.

Warum hat die Quelle dieses fiktive »Ich« erschaffen? Weil es ohne ein »Ich« keine zwischenmenschlichen Beziehungen geben würde. Ohne zwischenmenschliche Beziehungen würde es ein Leben, so wie wir es kennen, nicht geben. Damit also dieses Leben, so wie wir es kennen, damit Gottes lila oder Spiel geschehen kann, muss es zwischenmenschliche Beziehungen geben. Und damit es zwischenmenschliche Beziehungen geben kann, muss es ein Ego geben. Das Ego bedeutet lediglich die Entstehung des Gefühls, dass ich der Handelnde und ein getrenntes Wesen bin, dem dieser Körper unterliegt. Doch in Wirklichkeit gibt es nur einen Körper-Verstand-Organismus und die Energie, die durch ihn fließt.

Das ist das Grundsätzliche, genauso wie ein Küchengerät und die Elektrizität, durch die das Gerät wirksam wird. Wenn nun das Küchengerät hypnotisiert würde, dann würde es denken, »ich« habe den Toast produziert, »ich« habe den Saft gemacht, »ich« erzeuge das Licht. Grundsätzlich ist es lediglich die Maschine und die Elektrizität, und hier ist es genauso: Die Quelle, Gott oder die Energie und der Körper-Verstand-Organismus, durch den die Energie oder Gott funktionieren. Gott hat also das Ego erschaffen, und es ist Gott, der den allmählichen Prozess der Zerstörung des Egos in einigen Fällen in Gang bringt.

Die Bestimmung zu kommen und zuzuhören

RAMESH: Es ist Gottes Wille und die Bestimmung eines bestimmten Körper-Verstand-Organismus, hierher zu kommen und dem zuzuhören, was gesagt wird. Selbst dass man zuhören kann, ist tatsächlich nur Gottes Gnade. Und das totale Zuhören ist ebenfalls Gottes Wille und die Bestimmung des Körper-Verstand-Organismus, durch den die Suche stattfindet. Eine Menge Leute kommen hierher und hören gar nicht richtig zu. Während sie dem zuhören, was gesagt wird, ist ihr denkender Verstand äußerst aktiv, immer bereit, Hindernisse aufzutürmen: »Ja, aber!« und: »Oh, aber!« So funktioniert der denkende Verstand. Allumfassend, total zuzuhören ist also Gottes Wille und Gottes Gnade.

Wenn man

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