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Big Mind: Großer Geist – großes Herz

Big Mind: Großer Geist – großes Herz

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Big Mind: Großer Geist – großes Herz

Länge:
238 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 29, 2017
ISBN:
9783958832848
Format:
Buch

Beschreibung

Das Erwachen unseres allumfassenden Geistes

In jedem von uns sind unzählige innere Stimmen oder Aspekte am Werk: Der Skeptiker, das Opfer, das verletzte Kind, aber auch Freiheit, allumfassendes Mitgefühl und allumfassender Geist, BIG MIND. Unser Inneres gleicht einem riesigen Unternehmen mit wahllos eingestellten Mitarbeitern ohne Arbeitsplatzbeschreibung, Aufgabenverteilung, Zielvorgabe und ohne wirklichen Boss. Alle machen irgendetwas, keiner das, was er soll und niemand fühlt sich dabei sonderlich wohl.

Wer spricht und handelt da in uns? Wer ist wirklich für bestimmte Aufgaben zuständig? Wenn das Opfer oder das verletzte Kind für unsere Beziehungen Sorge tragen, müssen wir uns wundern, wenn unser Leben nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen?

Der Big Mind Prozess vereinigt westliche psychologische Elemente des "Voice Dialogues" mit östlichen Elementen der Zen-Meditation und verbindet damit westliche Schattenarbeit mit östlicher "Lichtarbeit". Er identifiziert die inneren Stimmen in uns und hilft uns, sie anzuerkennen und loszulassen, so dass Raum entsteht für das große ICH BIN, jenseits von Begrenzungen. Mit großer Klarheit führt dieses praktische Buch in den inneren Bereich, der immer schon erwacht war und integriert unsere verschiedenen Anteile in dem großen, allumfassenden Geist, dessen Antlitz wir schon vor unserer Geburt trugen. Eine tiefgründige, klare und praktische Verbindung aus westlicher Psychologie und Zen-Buddhismus, die uns auf direktestem Weg zum Erleben unseres wahren Selbst führt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 29, 2017
ISBN:
9783958832848
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Big Mind - Dennis Genpo Merzel Roshi

erweist.

1

BIG MIND

BIG HEART

Es gibt ein transzendentes Gewahrsein, Big Mind, Big Heart, das gegenwärtig und für jede und jeden von uns unmittelbar zugänglich ist. Wenn wir das realisieren, erkennen wir, dass es der Ursprung und die Quelle von wahrem Frieden, von Glück, Zufriedenheit, Mut und Freude ist. Und doch wissen wir nicht, wie wir zu diesem Gewahrsein Zugang finden, wie wir es ins Bewusstsein bringen können. Wir wissen nicht, wie wir es ausdrücken und ihm in unserem Leben Form geben können.

Die letzten sechsunddreißig Jahre habe ich nach einem Weg gesucht, Menschen dabei zu helfen, zu diesem Gewahrsein Zugang zu finden. Im Juni 1999, nach vielen Bemühungen, fand ich dann endlich einen einfachen, effektiven Weg, den ich seither noch weiter erforscht und verfeinert habe. Ich nenne ihn den Big-Mind/Big-Heart-Prozess oder einfach nur Big Mind.

In gewisser Hinsicht begann alles an einem Wochenende Anfang Februar 1971, als ich mit zwei Freunden in der Mojave-Wüste beim Campen war. Ich saß alleine auf dem Gipfel eines kleinen Berges und dachte darüber nach, wie ich es fertiggebracht hatte, mein Leben schon im Alter von sechsundzwanzig Jahren so vermasselt zu haben. In meiner Beziehung fühlte ich mich wie gefangen, und doch hatte sie unter ganz anderen Vorzeichen begonnen. Schon in einer anderen, früheren Beziehung hatte ich nach einer Zeit das Gefühl, ausbrechen zu müssen oder durchzudrehen. Jetzt, nach weniger als drei Jahren, kamen die gleichen Gefühle wieder auf. Ich war raus in die Wüste gefahren, um etwas Raum für mich zu haben.

Vom Berggipfel aus konnte ich meinen VW-Camper sehen, der ein paar Kilometer entfernt geparkt war und in dem wir die kommenden zwei Nächte schlafen wollten. Ich begann, über mein Apartment in Long Beach in Kalifornien nachzudenken. Ich unterrichtete dort an der Schule Dritt-, Viert-, und Fünftklässler und wohnte zusammen mit meiner Freundin gegenüber vom Strand. Zwei Fragen kamen in mir auf: Wie war es möglich, dass ich so verkorkst war, und wo war mein Zuhause?

Wo ist unser Zuhause? Diese Frage ist für uns alle ein guter Ausgangspunkt. Tatsächlich steht am Anfang die Erkenntnis, dass uns etwas fehlt, wir etwas ermangeln. Wir wissen nicht, was es ist. Es ist uns ein Rätsel. Und doch haben wir so ein Gefühl, eine Art Erwachen zu dem, was wir als Spiritualität bezeichnen könnten oder auch einfach als Gewahrsein. Wir beginnen, nach dem zu suchen, was fehlt – aber wir haben eigentlich keine Ahnung, was es ist.

Der erwachte Geist sendet allzeit eine Art Signal aus. Der erwachte Geist, oder wie immer wir ihn auch bezeichnen mögen, versucht immer, in Erscheinung zu treten und uns nach Hause zu rufen. Jemand hat einmal gesagt, dass unser einziges Gebrechen Heimweh sei und dass wir krank seien, weil wir nicht zuhause sind – und doch, wo wir auch sind, ist unser Zuhause. Aber wir haben dieses Gefühl nicht: Wir fühlen uns von unserem eigenen Zuhause und von uns selbst entfremdet.

Ich denke, dass wir unter anderem danach suchen, wie wir zuhause sein können, wo immer wir uns auch befinden. Wir suchen danach, wie wir uns in unserem eigenen Körper zuhause fühlen können und wie wir in uns selbst zuhause sein können. Es ist wie ein Heimkehrinstinkt. Wir sind wie die Brieftaube mit der scheinbar unglaublichen Fähigkeit, immer ihren Weg nach Hause zu finden.

Ich nenne es den Geist, der nach dem Weg oder der Wahrheit strebt. Manchmal ist dieser Geist nicht erwacht. In dem Moment, in dem er erwacht, wandelt sich unser Leben wahrhaftig. Zu diesem Zeitpunkt scheinen sich unsere Prioritäten zu ändern. Vieles, was bis dahin so wichtig erschien – Sicherheit, Ruhm, Besitz und Reichtum –, scheint plötzlich in den Hintergrund zu treten, wohingegen unsere eigene Entdeckungsreise danach, wer wir sind, viel wichtiger wird.

Dies widerfuhr mir 1971 auf dem Berggipfel mitten in der Mojave-Wüste. Plötzlich fiel alles weg, und ich erfuhr etwas vollständig Neues und Unerwartetes. Ich wurde das Universum, war eins mit dem Schöpfer und mit aller Schöpfung. Ich realisierte, dass alles mit allem verbunden ist, dass alles mit allem in Beziehung steht und jedes Teil dieser Welt alles andere in dieser Welt beeinflusst.

Es war, als wäre ich zur Vernunft gekommen, nachdem ich mein ganzes Leben lang verrückt gewesen war. Natürlich hat meine Mutter das später genau andersrum interpretiert. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass das Leben einen vollkommenen Sinn ergab, dass all mein Streben nach Sicherheit, Reichtum und Ruhm leer und lächerlich war und dass ich in Frieden war. Die einzigen zwei Dinge, die jetzt wirklich noch zählten, waren, diese Erfahrung mit anderen zu teilen und fortan mehr über diese erstaunliche Reise genannt Leben zu entdecken. Diese beiden Wünsche sind mir stete Inspiration geblieben. Sie sind die Motivation, dieses Buch zu schreiben.

Damals hatte ich keine Erklärung dafür, was da geschehen war, doch intuitiv wusste ich, dass es ein einschneidendes Erlebnis war. Ich würde nie mehr dieselbe Person sein, die den Gipfel des Berges erklommen hatte. Eine kraftvolle und unbeschreibliche Energie floss durch mich hindurch. Es war, als wären Gott und ich eins. Die ganze Welt war ich, und ich war die ganze Welt. Ich bin alle Dinge, und alle Dinge sind ich. Ich hatte das Gefühl, als hätte ich mich wie eine Lokomotive mein ganzes Leben lang mit hundertfünfzig Kilometern in der Stunde vorwärts bewegt, und plötzlich hatte ich eine abrupte Kehrtwendung gemacht und fuhr in die genau entgegengesetzte Richtung. Großes Mitgefühl erwuchs in mir ganz natürlich, ohne Anstrengung. Das Einzige, was nun zählte, war zu erwachen und anderen zu helfen, das Gleiche zu tun.

Später am selben Abend meinte mein Freund, ich höre mich wie ein Zen-Meister an. Ich hatte keine Ahnung von Zen-Meistern oder von Zen, aber ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, weil die Energie mich unaufhörlich weiter durchströmte, als wäre ich ein Medium für etwas Größeres als diesen begrenzten Körper. Am Morgen richtete ich mich in meinem Camper auf und wusste, dass mein Leben nie mehr dasselbe sein würde, und ich war mir im Klaren, was zu geschehen hatte. Als ich Sonntagabend nach Long Beach zurückkehrte, machte ich mit meiner Freundin Schluss und begann die Reise, auf der ich mich heute immer noch befinde.

Ich denke, wir alle haben ein Gefühl, dass da noch mehr ist, es etwas Größeres gibt. Als Kinder spielen wir mit mysteriösen Konzepten wie Unendlichkeit und Ewigkeit – ich zumindest tat das –, und manchmal sinnieren wir über Gott oder sogar den Tod. Da ich in keinem bestimmten religiösen Glauben erzogen wurde, hatte ich auch keine besonderen Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod. So überlegte ich, wie das dann wäre, wenn ich starb, nie mehr wieder bewusst zu sein, für alle Ewigkeit? Ein ziemlich Angst einjagender Gedanke.

Ein Teil von uns fragt, zweifelt und sucht immer. Ich erinnere mich an ein Gespräch mit meiner Schwester Carol im Jahr 1973 in ihrem Haus in Marin County, in dessen Verlauf ich sie fragte: „Stellst du niemals diese Fragen, wer bin ich, und wohin gehe ich, und worum geht’s hier, und warum bin ich hier? Sie antwortete: „Nun ja, einmal tat ich es schon; und ich sah, dass ich, würde ich diese Gedanken weiterverfolgen, verrückt werden würde, also habe ich es sein lassen und mich das nie mehr gefragt. Sie hat Recht, meine ich. Falls wir viel über diese Dinge nachdenken, bekommen wir es wirklich mit der Angst zu tun.

Dieses Suchen und Hinterfragen ist neben der Sehnsucht nach unserem Zuhause auch als Sehnsucht nach Vollendung zu verstehen, danach, uns vollständig und erfüllt zu fühlen. Für manche ist es eine Sehnsucht nach Perfektion; für andere, wie für mich, mehr nach Befreiung und Freiheit. Manche wiederum fühlen sich durch die große Wahrheit oder das Göttliche, Gott, das Absolute oder die Wirklichkeit angesprochen; andere durch Erleuchtung oder Erwachen.

Es gibt viele Namen für diese Wahrheit, für das Transzendente. Wir bedienen uns vieler Worte, um zu versuchen, das Unfassbare zu erfassen. Das Problem ist: Es ist unfassbar. Um etwas zu erfassen, benötigt man offensichtlich zwei Dinge – dasjenige, das erfasst wird, und jemanden, der oder die erfasst –, doch die Wirklichkeit ist nicht zwei, ist nicht dualistisch. Sie ist nicht erfassbar, sie geht über Greifer und Ergriffenes hinaus. Darum ist der Versuch, diese Wahrheit zu erfassen, sinnlos.

Unsere Sehnsucht nach dem Absoluten, unser Streben, unsere gewohnte Art des Suchens, funktioniert also ganz einfach nicht. Irgendwie müssen wir über die Zweiheit, über die Dualität, hinausgehen. Bis jetzt wurde dies immer auf eine von zwei Weisen bewerkstelligt: Entweder wurden Menschen durch Gottes Gnade vom Göttlichen berührt, während sie danach strebten (oder auch nicht strebten); oder sie gelangten durch großen Eifer, durch Jahre des Suchens, der Meditation, des Gebets, mit etwas Glück oder in einem karmisch passenden Augenblick dort hin. Wenn wir uns dort wiederfinden, erkennen wir, dass dieser Ort da ist, wo wir immer schon waren. Dies ist unser Zuhause, und wir haben es nie verlassen. Dieser Zustand, dieses Gewahrsein, ist allgegenwärtig und immer zugänglich. Dazu erwachen bedeutet nicht mehr und nicht weniger als verwirklichen, wer wir immer schon wahrlich

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