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Die Invasion: und der Kampf um die Herrschaft in der Galaxis

Die Invasion: und der Kampf um die Herrschaft in der Galaxis

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Die Invasion: und der Kampf um die Herrschaft in der Galaxis

Länge:
257 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 15, 2017
ISBN:
9783942652452
Format:
Buch

Beschreibung

Weit weg von unserem Sonnensystem gibt es eine Galaxie in der es intelligentes Leben gibt. Dort gibt es nur eine Sonne, um die insgesamt 22 bewohnte Planeten kreisen. Aus irgendeinem Grund sind in dieser Galaxie die Bedingungen ideal, die notwendig sind, um Leben hervorzubringen.

Die Tier- und Pflanzenwelt unterscheidet sich allerdings deutlich von der auf unserer Erde, aber auch auf diesen Planeten gibt es diverse Rohstoffe, so wie bei uns auch. Granit, Sandstein, Bauxit, Edelmetalle, Schiefer, Schwermetalle oder Öl und Gas.

Auf 21 dieser Planeten gibt es Wesen, die den Menschen äußerlich entfernt ähneln. Eine dieser Gattungen ist sehr intelligent und sie hat bereits 20 bewohnte Planeten unter ihre Kontrolle gebracht. Ihr Hunger auf Rohstoffe ist immens, und so trachten sie danach, auch noch den 22. bewohnten Planeten zu besiedeln. Bisher haben diese Krieger der Xorx damit aber keinen Erfolg, weil sie stets an einem unüberwindlichen Schutzgürtel scheitern, den die Bewohner dieses Planeten um ihre Heimat gezogen haben. Dort wohnt das Volk der Cantara, und das unterscheidet sich von den übrigen Bewohnern dieser Galaxie gewaltig. Durch seine Gestalt und durch seine ausserordentliche Intelligenz. Allerdings ist dieses Volk friedlich und mit sich im Reinen. Es lebt nur, um auf seinem Planeten für eine Art Ordnung zwischen den Arten zu sorgen, die es allen ermöglicht zu leben. Es ist das Volk der Cantara, und es bezeichnet sich selbst als Wächter des Lebens.

Weil die Lebensbedingungungen auf dem Planeten der Xorx immer schlechter werden, wollen sie diesen Planeten der Cantara unbedingt besitzen, und eines Tages gelingt es ihnen, den äußeren Schutzwall zu durchbrechen. Es ist ein Massaker. Nur wenige Cantara überleben. Einer Gruppe gelingt die Flucht in den Weltraum. Sie macht sich auf, um einen Planeten im All zu finden, auf dem sie Exil findet. Eine andere Gruppe gräbt sich im Wüstensand ein, und kommt erst nach Wochen wieder hervor, um den Kampf gegen die Xorx aufzunehmen. Es ist eine Situation wie bei David gegen Goliath. Ein Kampf weniger unbewaffneter Wesen gegen eine hochgerüstete Armee. Die Xorx haben aber nicht mit der außerordentlichen Intelligenz und Verwandlungskunst ihrer Gegner gerechnet, und so entbrennt ein Kampf um den Planeten, der in der Folge auf die ganze Galaxie ausgedehnt wird...

Das alles klingt.nach Science Fiktion, und tatsächlich lehnt sich das Buch an dieses Genre an. Das Volk der Cantara hat aber verinnerlicht, ein Verwalter der äußeren Lebensumstände zu sein, und zwischen den Kräften der Natur zu vermitteln, und deshalb ist auch das Verhalten der Cantara von dieser, seiner genetischen Aufgabe bestimmt. Vieles von dem, was in diesem Buch beschrieben wird, läßt sich auch auf unsere Erde übertragen. Es ist die Verantwortung einer Spezies für die Natur und ihre Umwelt. Eine Spezies, die aber einen großen Widersacher hat, und das ist das Volk der Xorx. Beim Lesen werden Sie sehen, dass dies das eigentlich bestimmende Element des Buches ist.

Das Buch lebt u.a. von akribisch beschriebenen Konflikten zwischen den Arten und von den durch die Cantara angezettelten Aufständen der von den Xorx unterdrückten Völker.

Die Altersbegrenzung nach unten liegt bei 16 Jahren.

Das Buch "Die Invasion..." ist der 1. Band der Reihe "Die Wächter des Lebens". Ladenpreisangabe Printversion: Hardcover in Schutzfolie, 19,90 € (D), 24,90 (AU), 29,50 (CH) (ISBN 978-3-942652-38-4) / Die Reihe wird 2018 fortgesetzt, dann, wenn die flüchtenden Cantara die Erde erreichen, um hier ihrem Volk eine neue Heimat zu geben.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 15, 2017
ISBN:
9783942652452
Format:
Buch

Über den Autor

Hans-Peter Vogt ist Jahrgang 1950. Er ist in der damals vom Krieg schwer zerstörten Stadt Darmstadt aufgewachsen. Das spielen in den Trümmern prägte die ersten Jahre der Kindheit. Die Schulzeit war nicht sehr befriedigend. Damals gab es bei den Schülern einen starken Konkurrenzkampf. Mobbing war an der Tagesordnung. Jeder vermeintlich Schwächere wurde erbarmungslos „niedergemacht“, von Lehrern und von Schülern. Es gab viele davon. Nach Ausbildungen in der Werbung, in Fotografie und beim Fernsehen studierte der Autor Grafik, Polytechnik und Pädagogik. Nach der Promotion arbeitete er in verschiedenen Berufen. Seit 2002 beschäftigt er sich mit Themen rund um die Fahrradtour, schreibt Reisehandbücher, dreht Filme macht Reisebilder und schreibt seit 2008 immer wieder Romane. Reiseführer gehören zum festen Bestandteil des Repertoires.


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Buchvorschau

Die Invasion - Hans-Peter Vogt

Impressum:

Die Invasion

und der Kampf um die Herrschaft in der Galaxis

Utopischer Phantasy-Roman

Reihe: Die Wächter des Lebens (Band 1)

Deutschsprachige Ausgabe / Fassung für e-Book überarbeitet / © vogt multimedia verlag Dr. Hans-Peter Vogt, Erlenweg 18, D - 64354 Reinheim / Umschlagentwurf und e-book-Optimierung: © vogt multimedia design (Deutschland) / Lektorat: Ulrike Kolb, Reinheim

ISBN 978-3-942652-45-2

Format: EPUB Datei. Falls Ihr e-book-Endgerät die Datei nicht automatisch liest, empfehle ich das Programm Calibre, um das Format für Ihren e-book-Reader zu konvertieren.

Empfohlen ab 16 Jahren

Bücher in gedruckter Form können im Internetshop bestellt werden unter: http://www.fahrrad-dvd.de, oder direkt beim Verlag unter www.vogt-multimedia-verlag.de, sowie in jeder Buchhandlung. E-Books erhalten Sie bei allen gängigen Buch-Plattformen

Empfohlene Schriftart für den Reader: Verdana

Inhaltsangabe

Cover

Titel, Autor

Impressum, rechtliche Angaben

Inhaltsangabe

Einleitung

Teil 1. Die Wächter des Lebens

Kapitel 1. Der Planet Cantara

Kapitel 2. Die Krieger der Xorx und der Vernichtungsangriff...

Teil 2. Der Kampf um den Planeten Cantara

Kapitel 1. Die zweite und dritte Angriffswelle …

Kapitel 2. Leise Infiltration …

Kapitel 3. Der Gegenangriff

Teil 3. Reorganisation und die Ausweitung des Kampfes

Kapitel 1. Die Phase der Aufräumarbeiten

Kapitel 2. Die vorläufige Neuordnung des Planeten Cantara...

Kapitel 3. Der Kampf um Robotron…

Teil 4. Die Aufstände der Sklaven

Kapitel 1. Zagan, Wantau und Photron

Kapitel 2. Die Bergwerke von Propagantau

Kapitel 3. Xeranon und die paramilitärische Garde

Kapitel 4. Die Organisation von Aufständen und die Scharfschützen der Xorx

Teil 5. Die entscheidende Phase … und die vorläufige Befriedung

Kapitel 1. Das Ultimatum …

Kapitel 2. Die Kapitulation der Xorx …

Anhang

(A) Die Personen im Buch / Infos

(B) Der Autor

Einleitung

So wie die Galaxis, in der sich unsere Erde befindet, und die Milchstraße heißt, so haben auch andere Galaxien Namen.

Das Weltall ist unfassbar groß. Hinter unserer Milchstraße gibt es andere Sonnensysteme, und dahinter noch einmal andere. Es gibt Spiralnebel aus Gasen und einem gefährlichen Gewirr aus Milliarden von Gesteinsbrocken, sowie schwarze Löcher, die Sterne und Planeten einsaugen.

In einigen dieser Galaxien gibt es Leben. Einzeller, Mehrzeller und hochintelligente Lebewesen. Es muss einfach so sein, sagt die Wissenschaft. Wir Menschen haben keinen Plan, wo das ist, und wie diese Lebensformen aussehen.

Diese Sonnensysteme sind so weit von uns entfernt, dass wir wahrscheinlich zu Lebzeiten nie etwas davon sehen werden. Vielleicht sind solche Lebewesen vor vielen hundert Millionen Jahren sogar auf der Erde gelandet und haben den Grundstein gelegt für die Entwicklung unserer Form der Evolution.

Nachweisbar ist das nicht, aber wir können uns das vorstellen. Es gibt ja sogar Menschen, die sich selbst als Wissenschaftler bezeichnen, und die versucht haben nachzuweisen, dass solche fremden Intelligenzien einmal auf der Erde gelandet sein müssen, sonst hätte es in der Antike nie zu solchen Bauwerken, wie den Pyramiden kommen können, denn wir wissen heute noch nicht, wie die alten Ägypter, oder auch die Indianer Südamerikas solche Bauwerke errichten konnten, mit den damals zur Verfügung stehenden Werkzeugen, von denen wir nicht einmal etwas gefunden haben.

Manpower alleine hätte nicht ausgereicht, um solche viele Tonnen schweren Quader zu behauen, zu transportieren und übereinander zu schichten.

Wir können uns auch kaum vorstellen, wie in den Jahren 800 bis 600 v.Chr. die gigantischen Zeichnungen entstanden sind, die als die Nazca Linien bekannt geworden sind. Die Wissenschaft nimmt an, dass Tausende von Indianern diese Linien in den Sand getrampelt haben, um die Götter im Universum auf ihre Notlage hinzuweisen. Immer wieder und immer wieder. Warum es dort allerdings Linien gibt, die auf vielen Kilometern Länge nicht einen Zentimeter abweichen, kann niemand erklären, und offenbar liegen den einzelnen Linien auch komplizierte mathematische Formeln zugrunde.

Es sind viele Fragen offen.

Wir können fragen, was geht uns das an, wenn es irgendwo noch Intelligente Lebewesen gibt, Milliarden von Lichtjahren entfernt. Es geht uns etwas an, und wir werden das noch im nächsten Band 2 noch sehen.

Teil 1

Die Wächter des Lebens

1. Der Planet Cantara

1.

Einige der weit entfernten Galaxien haben nur eine Sonne, andere haben hunderte von Sonnen und Milliarden von Planeten und Monden, die ständig in Bewegung sind. Manche davon sind viele Milliarden von Lichtjahren von unserer Milchstraße entfernt.

In einem dieser Sonnensysteme gibt es einen Planeten, auf dem es Wasser, Sauerstoff und Zellansammlungen gibt, der heißt Cantara.

Der Planet hat zwei Magnetpole und er kreist um eine Sonne, immer im selben Abstand von ca. 8 Lichtjahren, mit minimalen Abweichungen. Aber anders als unsere Erde dreht sich dieser Planet nicht um die eigene Achse, sondern er streckt immer dieselbe Seite in Richtung der Wärmequelle.

Das führt dazu, dass auf der Sonnenseite sehr heiße Temperaturen herrschen, und auf der abgewandten Seite der Sonne gibt es ewiges Eis. Im mittleren Gürtel gibt es hingegen Temperaturen, die ideal sind für die Entstehung von Leben. Entlang der größten Ausdehnung des Planeten, die immerhin 25.000 Km beträgt, gibt es einen Ring aus Vegetation, in ganz unterschiedlichen Stadien und Formen, abhängig von der jeweiligen Temperatur.

25.000 Km Umfang ist eine Menge, aber dennoch ist der Planet erheblich kleiner als die Erde. Der Größenvergleich zeigt das Verhältnis auf. Immerhin ist Cantara so groß, dass man dort, nach der Zeitrechnung unserer Erde, wochenlang unterwegs sein könnte, ohne den Planeten einmal zu umrunden.

Größenvergleich zwischen den Planeten Erde und Cantara

Es gibt eine feste Landmasse, Flüsse, Meere und Seen, Berge und Täler, aber auch aktive Vulkane.

In jeder dieser Zonen gibt es Leben, und was genauso wichtig ist, es gibt für die spätere Geschichte das, was man bei uns als Rohstoffvorkommen bezeichnet, Bauxit, Kohle, Basalt, Erze, Salze, kristaline Formen, Mineralien und Edelmetalle, darunter auch Quecksilber, Gold, Uran und die sogenannten seltenen Erden.

Dieser Planet hat im Innern einen flüssigen Kern, und er besitzt einen erkalteten Mantel. Diese Kruste umschließt den glühenden Kern aus Magma und grenzt ihn vom Weltraum ab, anders als bei einer Sonne, die ein ständiger Feuerball aus glühender Materie und heißen Gasen ist, und die irgendwann in sich zusammenfällt und explodiert, um dann Milliarden Tonnen von Sternenstaub ins Weltall zu schicken. Man nennt das dann eine Supernova Explosion. Dieser Supergau ist eine gewaltige Kernschmelze, bei der aus Wasserstoff neue chemische Elemente entstehen, wie Helium, Sauerstoff, Kohlenstoff, Silizium und Eisen. Aus solchem Sternenstaub entstehen wiederum neue Sterne und eben auch solche Planeten, wie der Planet Cantara, aber das dauert viele Milliarden Jahre. Alle Planeten sind Überbleibsel eines längst erloschenen Sonnensystems. Das klingt jetzt etwas lehrhaft, aber es erklärt das Zeitfenster in dem sich der Planet Cantara befindet und entwickelt.

Der flüssige Kern des Planeten Cantara verschafft sich in bestimmten Zeiten durch Eruptionen Luft, und transportiert immer wieder neue Stoffe an die Oberfläche, die dann erkalten. Gesteine, Erze und Gase. Es gibt Vulkane, die von Zeit zu Zeit ausbrechen, und heisse Quellen, die nicht nur Wasser ausspucken, sondern auch Säuren, gemischt mit Gasen. Lebewesen meiden diese Hotspots.

Zur Entwicklung von Lebensformen auf Cantara hat ganz wesentlich ein Gürtel von Luft beigetragen, der in der oberen Hemisphäre wiederum durch einen Schutzgürtel vom Weltall abgetrennt ist. Wenn man es genau nimmt, so ist Sauerstoff ja ein Abfallprodukt der Photosynthese. Ohne pflanzliches Leben gibt es also auch keinen Sauerstoff. Tatsächlich gibt es auf Cantara Wälder, Auen und Wiesen, Steppen und Wüsten.

So unähnlich ist dieser Planet unserer Erde also nicht, auch wenn die fehlende Rotation um die Achse des Planeten, und das Fehlen eines Mondes, weder Gezeiten noch gigantische Luftströmungen erzeugt. Natürlich gibt es eine Oberflächenverdunstung und Regenwolken. Es gibt elektrostatische Entladungen in Form von Blitzen, Wind und Regenfälle, und wenn der Wind heftig weht, gibt es auf den Meeren sehr hohe Wellen. Ich muss das im Detail jetzt nicht beschreiben.

Anders als bei der Erde dreht sich der Planet Cantara immer im selben Abstand um die Sonne, deshalb gibt es hier keine Jahreszeiten.

Es gibt weder Tag noch Nacht, die sich gegenseitig abwechseln. Auf der sonnenzugewandten Seite ist es immer hell und heiß, und auf der abgewandten Seite ist immer dunkel und kalt. Die Zeitrechnung wird deshalb auch nicht in Tagen oder Jahren gerechnet, sondern richtet sich nach Zyklus der Umrundung der Sonne und nach dem Stand der Sterne.

Die Klimazonen auf Cantara

Die Lebensbedingungen in den mittleren Zonen des Planeten sind ideal. Es gibt Einzeller und Mehrzeller. Pflanzen und Tiere. Eine reiche Artenvielfalt, bei der eine Art von den Anderen lebt, und sie im Gegenzug auch ernährt. Ein Zyklus, der als unaufhörlicher Kreislauf von Leben und Tod gekennzeichnet ist. Bei uns nennt man das ein natürliches Gleichgewicht der Natur.

Wir dürfen uns das nicht so vorstellen, wie ein Abbild des tierischen Lebens auf unserem Planeten. Lebewesen sind das Ergebnis einer Evolution, die viel mehr als eine Millionen Jahre dauert, und so ist es auch auf dem Planeten Cantara. Die dort lebenden Pflanzen und Tiere sind das Ergebnis einer langen Kette aus Veränderungen. Sie sind in ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht identisch mit den Lebewesen auf unser Erde, obwohl auch sie nichts anderes sind, als zufällige Zellansammlungen in einer langen Kette der Entwicklung, und auch die Pflanzen unterscheiden sich in ihrer Form gewaltig von denen auf unserer Erde.

Im mittleren Umfang des Planeten gibt es gewaltige Bäume mit vielen Metern Umfang und mehreren hundert Metern Höhe. Auf der Sonnenseite des mittleren Vegetationsrings wachsen kleinere Gehölze mit hitzebeständigen Blättern, und in deren Schatten gibt es Unmengen von Blumen, Blüten und Früchten. Diese Zone geht dann über in eine Vegetation aus Gräsern und trockenem Gebüsch, bevor die glühend heißen Sand- und Gesteinswüsten beginnen, in denen es nur dann zu Blütenteppichen kommt, wenn es hier einmal regnet. Das tut es manchmal, aber äußerst selten, wenn die Abwinde von den Bergen die Wolken in Richtung der heißen Gebiete schicken.

Nach spätens drei Tagen ist dann dieser Teppich von Blumen wieder verdorrt. Auf der etwas kälteren Seite des Vegetationsrings sind die Bäume etwas kleiner, mit festen Blättern. Es gibt hier dichten Wald und ein dichtes Unterholz, bevor auch hier die Bäume noch kleiner und verkrüppelter werden, und die Landschaft in Grasland übergeht, bis schließlich nur noch schneebedeckte Ebenen und Berge übrig bleiben, zwischen denen sich ewige Flächen aus Eis befinden.

2.

Auf Cantara hatte sich schon vor langer Zeit intelligentes Leben entwickelt. Die am höchsten entwickelte Art ist ein amorphes Gebilde aus Zellen, Nerven und Synapsen.

Es ist ein gleichgeschlechtliches Wesen, das sich über Zellteilung vermehrt. Man braucht bei dieser Gattung keinen Mann und keine Frau mit typischen Geschlechtsmerkmalen. Das dort lebende Volk benennt sich nach seinem Planeten. Es ist das Volk der Cantara. Man kann die gleiche Namensnennung als phantasielos bezeichnen, aber manchmal sind die einfachen Lösungen die Besten.

Genau genommen ist diese Ansammlung von Zellen eine Art riesengroßes Gehirn, aber ohne Gliedmaßen und ohne Körper.

Das Wesen hat keinen Mund, keine Nase oder Ohren. Dennoch gibt es bei dieser Gattung eine Nahrungsaufnahme, die durch Berührung anderer Stoffe geschieht, aber es gibt keinen Magen und auch keinen Darm, der Reststoffe in fester Form von Kot wieder ausscheidet, weil dieses Wesen nur die Stoffe aufnimmt, die es wirklich zum Leben braucht. Ballaststoffe gehören nicht dazu.

Diese Gehirne sind ungeheuer effektiv. Sie haben die Eigenschaft, sich selbst perfekt zu regenerieren und diese Wesen haben deshalb einen Lebenszyklus, der ungleich länger ist, als beim Menschen auf unserer Erde.

Diese Gehirne stehen in ständigem Austausch zu anderen Organismen und Stoffen, und sie setzen sich nicht ungehemmt fort. Sie nehmen das, was sie zum Leben brauchen aus der Umgebung auf, und geben manchmal auch wieder Ausscheidungen ab, die in Form von Zellkulturen oder Energie direkt in Pflanzen oder Tiere zurückwandern.

Oh ja. Solche Tiere gibt es auf Cantara. Insekten, Wirbeltiere, Säuger, Vögel, Fische, Amöben und mikrobiologische Organismen.

Die Cantara haben zu all diesen Zellformen Kontakt. Das geht sogar soweit, dass diese Gehirne zur Photosynthese fähig sind, und ihren eigenen Sauerstoffbedarf selbst herstellen können, den sie zum Überleben brauchen. Dabei haben sie nicht einmal eine Lunge.

Sie können steuern, ob sich eine Art üppiger entwickelt als eine andere Art, ganz gleich ob Pflanze oder Tier.

Die Cantara brauchen keine Häuser, weil sie überall leben können. Angedockt an Bäume oder Tiere. Sie brauchen keine Autos und keine Flugzeuge, weil sie ihre Form selbständig verändern können, und dann so etwas ausbildeten wie Flügel, um durch die Luft zu segeln. Sie können sich problemlos in andere Stoffe verwandeln, in feste Materie oder in flüssige Stoffe. In gasförmiger Form können sie in die Luft steigen, wie eine Wolke. Sie sind manchmal reine Energie, die ihre äußere Form auflöst, und dann in Form elektrophysikalischer Impulse Besitz von Ihrer Umgebung ergreift.

Sie können sogar so etwas ausbilden, wie Hände und Füsse, Augen und Ohren, und sie können sogar Knochen, Gelenke und Schwimmflossen bilden, wenn sie das nur wollen. Auf diese Weise können sie problemlos das Aussehen von Tieren annehmen, oder auch von Baumstämmen, Blättern oder Wasser. Sie können sich natürlich auch in Pilze oder Flechten verwandeln, und dann den Zersetzungsprozess von totem Gehölz, oder den Schalen von herabgefallenen Früchten beschleunigen. Es ist eine Intelligenz, die werden kann, wie Sand oder Fels, und die sich sogar völlig entmaterialisieren kann. Durch solche Verwandlungen können sie für die Tiere sogar Treppen oder Brücken bilden, so dass die Tiere einen steilen Berg oder einen reißenden Fluss problemlos überqueren können. So haben sie dafür gesorgt, dass die Tiere einmal über Korridore die Meere überquert haben, um andere Kontinente auf Cantara zu besiedeln.

Die Cantara sind die Wächter all der Organismen auf diesem Planeten. Sie sorgen für einen gerechten Ausgleich unter den Arten.

Allerdings lieben die Cantara die Wärme, die ihnen von der Sonne gespendet wird. Sie können zwar in die kalten und dunklen Segmente ihres Planeten vordringen, aber das tun sie meist nur in Form reiner Energie. Immerhin haben sie gelernt, zum Schutz gegen extreme Kälte eine Art Panzer um sich zu legen. Der kann sogar den Temperaturen widerstehen, die im Weltraum herrschen, aber dann brauchen sie regelmäßige Zufuhr an fremder Energie, sonst sterben sie.

Es gibt auf diesem Planet keine Erzgruben und keine Fabriken. Es gibt keine Eisenbahnen, Straßen oder Computer. All das wird nicht gebraucht, weil die Cantara diese einzigartige Form gefunden haben, um mit sich und der Natur eins zu sein. Gewiss, sie beherrschen die Natur, und sie können Wachstumsprozesse in anderen Organismen steuern, aber sie brauchen weder Kleidung noch einen Regenschirm.

Wenn es regnet, dann regnet es eben, und der Regen perlt von den äußeren Zellen ab, und wird zum Teil auch aufgenommen, als Feuchtigkeit, welche die Zellteilung fördert, und die Prozesse innerhalb dieses Gehirns nährt.

Weil das so ist, wie es ist, leben die Cantara in einer Synthese mit ihrem Planeten. Die Cantara sind wie ein Medium, das zwischen verschiedenen Interessen und Parteien vermittelt, und Übereinstimmung herstellt.

Sie brauchen keine Bücher und keine Bibliotheken, weil diese Gehirne die Fähigkeit besitzen, alles zu speichern und das Wissen weiterzugeben, sogar über die Luft. Die Cantara haben auch einen eigenen Kalender, und sie sind wahre Rechenkünstler, Chemiker, Physiker und Biologen, um es einmal mit der Sprache der Menschen auf der Erde zu formulieren. Sie wissen, was ein Genstrang ist. Sie können ihn manipulieren. Sie können komplizierte Zellkerne knacken und Veränderungen evozieren, einfach durch Abspaltung eines Elements und Hinzufügung anderer Elemente. Es ist eine Intelligenz, die sich seit Tausenden von Jahren herausgebildet hat und das Wissen um die Vorgänge in ihrer Welt sind in den Erbinformationen aller Cantara gespeichert.

Da die Nachkommenschaft immer nur durch Zellteilung einiger frisch gewachsener Zellen besteht, tragen diese neuen Gebilde alle Erbinformationen der vergangenen Jahrtausende in sich.

Sie brauchen keine Waffen, denn auf diesem Planeten gibt es für die Cantara keine Feinde.

Da sich die Cantara über Zellteilung vermehren, wenn sie die Notwendigkeit dafür sehen, kennen sie so etwas wie körperliche Liebe nicht. Nun ja. Es gibt auf Cantara Tiere, die ein Leben lang zusammenbleiben, wenn sie sich einmal gefunden haben. Ewige Treue kann man ja mit Liebe assoziieren. Ansonsten haben Tiere einen Geschlechtstrieb, der sie antreibt, sich zu vermehren, und sie versuchen auch, sich zu gefallen. Sie reiben die Köpfe aneinander, gurren, oder schlagen mit den Flügeln. Auch das kann man mit Zuneigung beschreiben. Zumindest beim Menschen und bei den Tieren auf der Erde ist das so. Die Cantara sehen also durchaus, dass es so etwas gibt, wie Zuneigung oder Liebe.

Dafür ist ihnen Hass, Rache oder Gleichgültigkeit völlig fremd. Auf ihrem Planeten gibt es das nicht. Wenn ein Tier ein anderes auffrisst, geschieht das nicht aus Hass, sondern es entspringt einzig und allein der Notwendigkeit, zu überleben und sich zu vermehren, und wenn die Männchen miteinander kämpfen, um die stärksten Gene an die Weibchen weiterzugeben, dann ist das biologisch bestimmt. Mit Gefühlen hat das nichts zu tun. Die Funktion der Cantara, als Wächter des Lebens, ist also eine genetisch bestimmte Aufgabe, die der Gattung seit Tausenden von Jahren innewohnt. Auf der Erde würde man sagen, das ist angeboren, aber eine Geburt gibt es ja bei den Cantara auch nicht, außer, wenn man eine reine Zellteilung oder Zellabspaltung, wie bei einer simplen Amöbe, bereits als Geburt definieren würde. Insofern unterscheiden sich die Cantara auch von den Tieren auf ihrem Planeten, wo ein Junges wirklich geboren wird, sei es durch Lebendgeburt, wie bei den Säugern, oder durch das Schlüpfen aus der Eierschale, wie bei Lurchen, Fischen oder Vögeln. Das stellt die Cantara aber nicht auf eine geringer entwickelte Stufe, ganz im Gegenteil.

Das Volk der Cantara verteilt sich über den gesamten Planeten. Auch

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