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Die Gesetze der kosmischen Moral
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eBook342 Seiten5 Stunden

Die Gesetze der kosmischen Moral

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Über dieses E-Book

"Die Landwirte waren die ersten Moralisten", sagt Meister Omraam Mikhaël Aïvanhov. "Wenn sie nicht säen, erwarten sie auch keine Ernte, und wenn sie Salat pflanzen, wissen sie, daß sie keine Karotten ernten werden. Und warum hofft ein Mensch nun darauf, Liebe und Frieden zu ernten, wenn er Haß und Zwietracht sät?

Wenn man einen Marmorpalast haben will, verwendet man keine Ziegelsteine. Wenn man einen gesunden Körper haben will, ißt man keine faulenden Nahrungsmittel. Wie sollte man also eine solide, widerstandsfähige psychische Struktur, eine klare Intelligenz und ein großzügiges Herz haben, wenn man unaufhörlich ungeordnete, von Begierden und Groll vergiftete Gedanken und Gefühle hin- und herwälzt? Wie bei der Nahrung oder beim Bau eines Hauses, so muß man auch bei seinen Gedanken und Gefühlen eine Auswahl treffen.

Die Gesetze, die man in den anderen Bereichen der Natur und der Technik entdeckt hat, gelten auch für unsere psychische Struktur. Weder die Menschen noch die Gesellschaft haben die Moral erfunden, sie ist überall in der Natur aufgezeichnet, sie ist die Weiterführung der Naturgesetze in unserer psychischen Struktur. Wenn der Mensch diese Gesetze der Natur nicht achtet – ganz gleich, ob die Gesellschaft das erkennt oder nicht – muß er das mit Leiden oder Krankheiten bezahlen."
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum6. Aug. 2017
ISBN9783895159626
Die Gesetze der kosmischen Moral
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Autor

Omraam Mikhaël Aïvanhov

Omraam Mikhaël Aïvanhov war ein großer spiritueller Meister, ein lebendiges Vorbild, ein »Überbringer des Lichts« und ein warmherziger, humorvoller Lehrer, der durch sein selbstloses, zugängliches und brüderliches Verhalten überzeugte. Er strebte an, alle Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten – so wie ein Bergführer seine Kameraden sicher bis auf den höchsten Gipfel führt. Das Gedankengut, das Omraam Mikhaël Aïvanhov verbreitet hat, bietet zahlreiche Methoden und einen klaren, begehbaren Weg zu größerer Vollkommenheit und mehr Lebensglück. In wohltuend einfacher Sprache erklärt er alle wichtigen Zusammenhänge des Lebens und ist gerade bei den Fragen unserer heutigen Zeit wegweisend. Ob es um die Bewältigung des Alltags geht, um das Thema der Liebe und Sexualität oder um tiefgründige philosophische Themen – stets sind seine Antworten überraschend klar und hilfreich.

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    Buchvorschau

    Die Gesetze der kosmischen Moral - Omraam Mikhaël Aïvanhov

    Über den Autor

    Omraam Mikhaël Aïvanhov war ein großer spiritueller Meister, ein lebendiges Vorbild, ein »Überbringer des Lichts« und ein warmherziger, humorvoller Lehrer, der durch sein selbstloses, zugängliches und brüderliches Verhalten überzeugte.

    Er strebte an, alle Menschen bei ihrer persönlichen Entwicklung zu begleiten – so wie ein Bergführer seine Kameraden sicher bis auf den höchsten Gipfel führt.

    Das Gedankengut, das Omraam Mikhaël Aïvanhov verbreitet hat, bietet zahlreiche Methoden und einen klaren, begehbaren Weg zu größerer Vollkommenheit und mehr Lebensglück.

    In wohltuend einfacher Sprache erklärt er alle wichtigen Zusammenhänge des Lebens und ist gerade bei den Fragen unserer heutigen Zeit wegweisend. Ob es um die Bewältigung des Alltags geht, um das Thema der Liebe und Sexualität oder um tiefgründige philosophische Themen – stets sind seine Antworten überraschend klar und hilfreich.

    Kurzbeschreibung

    »Die Gesetze der kosmischen Moral«

    Reihe Gesamtwerke – Band 12

    »Die Landwirte waren die ersten Moralisten«, sagt Meister Omraam Mikhaël Aïvanhov. »Wenn sie nicht säen, erwarten sie auch keine Ernte, und wenn sie Salat pflanzen, wissen sie, dass sie keine Karotten ernten werden. Und warum hofft nun ein Mensch darauf, Liebe und Frieden zu ernten, wenn er Hass und Zwietracht sät? Wenn man einen Marmorpalast haben will, verwendet man keine Ziegelsteine. Wenn man einen gesunden Körper haben will, isst man keine faulenden Nahrungsmittel. Wie sollte man also eine solide, widerstandsfähige psychische Struktur, eine klare Intelligenz und ein großzügiges Herz haben, wenn man unaufhörlich ungeordnete, von Begierden und Groll vergiftete Gedanken und Gefühle hin- und herwälzt? Wie bei der Nahrung oder beim Bau eines Hauses, so muss man auch bei seinen Gedanken und Gefühlen eine Auswahl treffen. Die Gesetze, die man in den anderen Bereichen der Natur und in der Technik entdeckt hat, gelten auch für unsere psychische Struktur. Weder die Menschen noch die Gesellschaft haben die Moral erfunden, sie ist überall in der Natur aufgezeichnet, sie ist die Weiterführung der Naturgesetze in unserer psychischen Struktur. Wenn der Mensch diese Gesetze der Natur nicht achtet – ganz gleich, ob die Gesellschaft das erkennt oder nicht – muss er das mit Leiden und Krankheiten bezahlen.«

    Omraam Mikhaël Aïvanhov

    Da Omraam Mikhaël Aïvanhov seine Lehre ausschließlich mündlich überlieferte, wurden seine Bücher aus stenographischen Mitschriften, Tonband- und Videoaufnahmen seiner frei gehaltenen Vorträge erstellt.

    Inhaltsverzeichnis

    Über den Autor

    Kurzbeschreibung

    Inhaltsverzeichnis

    Vorwort

    Kapitel 1: Ihr werdet ernten, was ihr gesät habt

    Kapitel 2: Die Wahl ist wichtig: Sucht die Arbeit und nicht das Vergnügen

    Kapitel 3: Schöpferische Tätigkeit als Mittel zur inneren Entwicklung

    Kapitel 4: Die Gerechtigkeit

    Kapitel 5: Das Gesetz der Affinität und der Frieden

    Kapitel 6: Das Gesetz der Affinität und die wahre Religion

    Kapitel 7: Naturgesetze und moralische Gesetze

    Kapitel 8: Die Reinkarnation

    Kapitel 9: Macht nicht auf halbem Wege Halt!

    Kapitel 10: Über den rechten Gebrauch der eigenen Energien

    Kapitel 11: Wie man die Quintessenz erlangt

    Kapitel 12: Die Moral der Quelle

    Kapitel 13: Warum wir unsere Vorbilder in den höheren Regionen suchen sollen

    Kapitel 14: Durch seine Gedanken und Gefühle wirkt der Mensch schöpferisch auf die unsichtbare Welt ein

    Kapitel 15: Lasst die Verbindung nicht abbrechen

    Kapitel 16: »Bist du Licht, dann gehst du zum Licht«

    Kapitel 17: Das ätherische Doppel - Die neuen Muster

    Kapitel 18: Die Moral bekommt ihre volle Bedeutung in der jenseitigen Welt

    Kapitel 19: Die beste pädagogische Methode ist das Beispiel

    Kapitel 20: »Wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt...«

    Vom selben Autor – Reihe Gesamtwerke

    Vom selben Autor – Reihe Izvor

    Vom selben Autor – Reihe Broschüren

    Copyright

    Vorwort

    Das Frühjahr 1968 brachte in Frankreich soziale Unruhen und den Studentenaufstand, die in die Geschichte als die 68er Ereignisse eingegangen sind. Die Aufgabe eines Meisters ist es nicht, in einem solchen Konflikt Partei zu ergreifen, sondern über diese Ereignisse hinaus die moralischen und geistigen Tendenzen einer Epoche aufzuzeigen. Ganz besonders hat die Revolte der Jugend das Ausmaß der Unordnung einer Welt sichtbar gemacht, die den Sinn für die moralischen Werte verloren hat. Auch da ist es nicht die Aufgabe eines Meisters, die traditonelle, wandelbare, willkürliche Moral zu predigen, die schon vor Jahrhunderten nach Montaigne auch Pascal schreiben ließ: »Wahrheit diesseits, Irrtum jenseits der Pyrenäen.« Deshalb entschied sich Meister Omraam Mikhaël Aïvanhov, im Laufe des Sommers 1968 einige Vorträge zu halten, die unwiderlegbar die Existenz einer kosmischen, ewigen Moral beweisen, deren Gesetze der Mensch nicht übertreten darf, ohne nach und nach seine eigene komplette Zerstörung zu riskieren.

    Der erste Teil dieses Buches enthält einige dieser Vorträge. Der zweite Teil besteht aus einer Anzahl weiterer Vorträge, die entweder früher oder später als 1968 gehalten wurden. Diese wurden ausgewählt, um den Sinn zu vervollständigen oder zu ergänzen.

    Kapitel 1: Ihr werdet ernten, was ihr gesät habt

    I

    Freier Vortrag

    Wenn ihr euch noch daran erinnert, meine lieben Brüder und Schwestern, ich habe euch gestern einige Worte darüber gesagt, was es aus psychologischer Sicht bedeutet, mit jemandem in innerer Übereinstimmung zu sein. Wenn ihr einem Freund, der mit euch spricht, zuhört, dann müsst ihr mit ihm in Einklang sein, um ihn zu verstehen.

    Jemanden zu verstehen bedeutet, mit ihm in Einklang zu schwingen. Genau das ist die Definition von »Verständnis«. Um eine Radiosendung zu empfangen, müsst ihr eine bestimmte Wellenlänge einstellen. Um Gedanken, Gefühle und Worte aufnehmen zu können, müsst ihr genauso auf der gleichen Wellenlänge sein wie die Person, von der sie ausgehen. Wenn ihr also jemanden nicht versteht, so liegt es daran, dass ihr nicht mit ihm in Einklang schwingt, euch nicht auf sein Bewusstseinsniveau – nach oben oder nach unten – einstellen könnt oder wollt. Versteht ihr ihn jedoch, so deshalb, weil es euch – zumindest für einen Moment – gelungen ist, euch auf ihn einzustellen. Darin liegt das Geheimnis des Verstehens. Verständnis ist eine Art von Übereinstimmung mit einer Sache oder einem Wesen.

    Allerdings müssen wir das der Klarheit wegen etwas genauer betrachten. Wenn ihr jemandem zuhört, muss ein Teil von euch mit ihm in Übereinstimmung sein, damit ihr seine Worte hören und deren Sinn verstehen könnt; es kann jedoch sein, dass ein anderer Teil von euch nicht mit ihm in Einklang ist. Nur weil ihr jemandem zuhört und ihn zu verstehen versucht, müsst ihr ja nicht unbedingt gleicher Meinung sein. Ihr könnt mit ihm darin einig sein, ihn anzuhören, um ihn zu verstehen, und gleichzeitig uneins mit ihm sein bezüglich dessen, was er sagt. Schenkt ihr ihm allerdings nicht nur eure Aufmerksamkeit, sondern stimmt ihm noch zu und habt mit eurem ganzen Wesen teil an dem, was er sagt, dann seid ihr in doppelter Übereinstimmung mit ihm. Darin gibt es also verschiedene Stufen.

    Der Mensch setzt sich aus einer bestimmten Anzahl von Organen zusammen, deren Schwingung unterschiedlich ist. Die Wellenlängen von Herz, Gehirn, Leber, Magen, Milz usw. sind nicht gleich, aber der Organismus fasst sie doch zu einem Ganzen zusammen. Und das Denken, sagen wir hier einmal das Gehirn, obwohl es nicht ganz das Gleiche ist, ist ein Spiegel für das Verhalten aller Zellen, deren Wollen und Wünschen, deren Launen, deren Zwiespältigkeit und Leiden es zum Ausdruck bringt. Es sind also einige Milliarden Gehirnzellen, die dazu ausersehen sind, Sprachrohr für das ganze Individuum zu sein. Auch die anderen Zellen »sprechen«, »erklären« und »fordern« etwas, es fehlt ihnen jedoch das Werkzeug, ein »Mund«, mit dem sie sich verständlich machen könnten. Somit hat das Gehirn die Aufgabe, Wollen, Neigung und Bedürfnisse des ganzen »Völkchens« auszudrücken, das der Organismus darstellt. Aber nur weil das Gehirn mit Intelligenz begabt ist, weil es der Zunge die Sprache gibt, weil es bewirkt, dass man mit den Augen rollt oder die Nase rümpft, ist es doch nicht der einzige Teil im Organismus, der es versteht, sich auszudrücken. Nein, alles im Menschen spricht auf seine Weise, nur zur Zeit hat das Gehirn die Aufgabe, die Wünsche der anderen Organe mit auszudrücken. Allerdings nicht das ganze Gehirn, sondern nur einige Zellen im Bereich der mittleren Stirn; die anderen Zellen haben eine andere Funktion.

    Die Organe, die den Menschen bilden, sind aber selten untereinander einig. Was der Magen will, entspricht nicht dem, was das Herz will; und was dieses möchte, weist das Gehirn zurück. Der Mensch hat seine verschiedenen Bereiche nicht gut aufeinander abgestimmt, er lebt in inneren Konflikten und Spannungen, die von widersprüchlichen Anschauungen und Leidenschaften hervorgerufen werden und ist daher unglücklich. Ein Teil von ihm strebt nach Güte, Licht und Ehrenhaftigkeit, während ein anderer Teil ihn zu Grausamkeit und finsterer Gewalt hintreibt.

    Was sollen wir nun mit all diesen verschiedenartigen und widersprüchlichen Neigungen in uns anfangen? Gerade mit Hilfe des kleinen Häufchens von Gehirnzellen, die wach und intelligent sind, muss man Mittel und Wege finden, alle anderen im Zaum zu halten, zu bändigen, zu besänftigen und vor allem Einheit unter ihnen herzustellen, damit sie wie ein geschlossenes Land dastehen und nicht wie viele einzelne Staaten oder Fürstentümer, die miteinander im Krieg liegen. Hierzu kann uns die Geschichte ein Beispiel sein. Vor einigen Jahrhunderten noch war jedes Land in Herzog- und Fürstentümer oder kleine Königreiche zerstückelt, die sich ständig bekriegten, bis sie es schließlich dank einer Erweiterung des Bewusstseins schafften, mehr oder weniger schnell natürlich, sich besser zu verstehen und die Einheit herzustellen. Ebenso muss auch im menschlichen Gehirn eines Tages ein Licht aufleuchten, eine Intelligenz erwachen, ein »König« aufstehen, der die Herrschaft übernimmt und dem es gelingt, sämtliche Zellen aller Organe davon zu überzeugen, dass sie das gemeinschaftliche Interesse an die erste Stelle setzen müssen und dass es nötig ist, wenn sie wirklich stark und reich werden wollen, dass sie alle eine Einheit bilden.

    Krankheit ist der größte Beweis dafür, dass Anarchie und Zwietracht im menschlichen Organismus herrschen, dass die Intelligenz und das Licht noch nicht bis in jedes Organ und in jede Zelle vorgedrungen sind. Da der Mensch unwissend ist, hat er es zugelassen, dass Unfrieden sich in ihm breit macht. Von nun an sollte er jedoch im allgemeinen Interesse seinen Willen bei seinem gesamten Völkchen durchsetzen, die Disziplin wiederherstellen und es mit Hilfe bestimmter Methoden so weit bringen, dass alle Zellen in Harmonie sind und in Einheit schwingen. Dann werden alle Organe brav und vernünftig gehorchen, liebevoll zusammenarbeiten, und es wird nur noch Freude und inneres Erfülltsein geben.

    Allerdings können die Menschen in einer Welt, in der eine Philosophie des Unfriedens, der Anarchie und des Zerfalls herrscht, diesen Zustand der Harmonie nicht erreichen. Daher muss man auf der Erde einen Ort finden, wo eine Philosophie der Harmonie gepflegt wird, und dort, nachdem man in all diese großen Wahrheiten eingedrungen ist und sich tiefgehend damit auseinander gesetzt hat, an sich selbst arbeiten. Das ist die beste Arbeit, die es gibt. Keine Tätigkeit der Welt kann bedeutender sein als das Bemühen eines Menschen um innere Harmonie, Ordnung und Schönheit, damit er mit der kosmischen Intelligenz eins wird und mit ihr verschmilzt. Alle Menschen üben einen Beruf aus (was gut und notwendig ist, denn jeder muss für seinen Lebensunterhalt sorgen), nur haben sie darüber die beste Tätigkeit aufgegeben, die es gibt, nämlich die, an sich selbst zu arbeiten, um in alle Zellen bis hin zu den Atomen und Elektronen, die Harmonie einstrahlen zu lassen, so dass sämtliche Partikel in Einklang schwingen, in Übereinstimmung mit einer göttlichen Idee, und auch beständig daran weiterzuarbeiten, um dem ganzen Organismus die Überzeugung zu vermitteln, dass er in erster Linie diese Harmonie braucht.

    Aber wie soll man den Menschen diese Wahrheiten, die sie noch nicht einmal erahnen, begreiflich machen? In der Vergangenheit waren diese Wahrheiten für alle Weisen, die es verstanden, das Leben zu beobachten, völlig klar und offensichtlich. Da sie sehr lange lebten und so die Möglichkeit hatten, die großen Gesetze, die in der Natur wirken, zu überprüfen, haben diese Weisen aus ihren Beobachtungen auf ein Gesetz, auf eine Wahrheit geschlossen, worauf ich nun näher eingehen will. Und wenn ihr euch heute bemüht, mich zu verstehen, dann werdet ihr unerschütterlich sein und könnt den chaotischen Anschauungen widerstehen, die keinerlei innerer Ordnung folgen, sich aber mehr und mehr in der Welt verbreiten.

    Dieses Gesetz, das größte, das uns die kosmische Intelligenz gegeben hat, befindet sich dort, wo es niemand sucht, wo selbst die Philosophen und die Geistlichen es nicht mehr verstehen, ihren Blick hinzuwenden, nämlich in der Natur und insbesondere in der Landwirtschaft. Jeder Landwirt weiß, wenn er einen Feigenbaum pflanzt, wird er keine Trauben ernten, sondern eben Feigen, und von einem Apfelbaum wird er keine Birnen ernten. Dies ist das größte moralische Gesetz: Man erntet das, was man gesät oder gepflanzt hat. Die Landwirte waren demnach die ersten Moralisten; sie hatten erkannt, dass die Intelligenz der Natur ein striktes, unumstößliches Gesetz eingerichtet hatte. Daraufhin beobachteten sie das Leben, das Tun und Treiben der Menschen, und stellten fest, dass man auch dort die gleichen Gesetze wie in der Landwirtschaft wiederfindet, dass man nämlich nur das erntet, was man gesät hat. Das bedeutet also, wenn jemandes Benehmen von Egoismus, Gewalt und Grausamkeit geprägt ist, wird eines Tages Gleiches auf ihn zurückfallen. Es ist auch das gleiche Gesetz wie beim Echo oder wie bei einem Rückstoß. Der Ball prallt ab und flieg