BRIEFE: Die schönsten Briefe von und an Theodor Storm
Von Theodor Storm
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Über dieses E-Book
Theodor Storm (1817-1888) war ein deutscher Schriftsteller, der als Lyriker und als Autor von Novellen und Prosa des deutschen Realismus mit norddeutscher Prägung bedeutend war. Im bürgerlichen Beruf war Storm Jurist. Storm gilt als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter des "bürgerlichen" bzw. "poetischen Realismus", wobei neben seinen Gedichten besonders seine Novellen seinen Ruhm begründeten. Zahlreiche seiner Werke werden heute noch aufgelegt.
Aus dem Buch:
"Ihr Brief, liebster Freund, so willkommen er mir ist, hat mich doch in ärgerlicher Weise an meiner Saumseligkeit ertappt, mit welcher ich seit Monaten mit einem Briefe an Sie laborierte. Der Winter ist mir zum ersten Mal fast unerträglich geworden und hat fast alle Schreiberei lahmgelegt. Immer grau und lichtlos, dabei ungewöhnlich kalt und schneereich, nach vorangegangenem Regenjahr, hat er mir fast täglich namentlich die Morgenstunden vereitelt. Ein einziges Mal hatte ich neulich ein Frühvergnügen, als ich eines Kaminfegers wegen um vier Uhr aufstehen mußte, der den Ofen zu reinigen hatte. Da sah ich das ganze Alpengebirge im Süden, auf acht bis zwölf Meilen Entfernung, im hellen Mondscheine liegen, wie einen Traum, durch die vom Föhnwinde verdünnte Luft. Am Tage war natürlich alles wieder Nebel und Düsternis..."
Theodor Storm
Theodor Storm (1817-1888) hat Literaturliebhabern ein breites Werk hinterlassen. Sein bekanntestes Werk ist Der Schimmelreiter, ein Buch, welches bis heute gern gelesen wird. Neben seinen bekannten prosaischen Werken hat er auch viel Lyrik verfasst. Storm hat viele andere Autoren mit seinen Texten beeinflusst.
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Buchvorschau
BRIEFE - Theodor Storm
Theodor Storm
BRIEFE
Die schönsten Briefe von und an Theodor Storm
Books
- Innovative digitale Lösungen & Optimale Formatierung -
musaicumbooks@okpublishing.info
2017 OK Publishing
ISBN 978-80-272-0398-7
Inhaltsverzeichnis
An Bertha von Buchan (Kiel, 31.01.1841)
An Erich Schmidt (Husum, 29.12.1877)
An Ernst Esmarch (Husum, 23.12.1871)
An Ernst Storm (Husum, 29.12.1870)
An Ernst Storm (Husum. 26.-30.12.1871)
An Ernst Storm (Hademarschen, 24.12.1887)
An Friedrich Eggers (Heiligenstadt, 20.12.1856)
An Gottfried Keller (Hademarschen, 22.12.1882)
An Hans Storm (Husum, 16.12.1866)
An Hans Storm (Husum, 21.12.1868)
An Hartmuth Brinkmann und Laura Setzer (Husum, Dezember 1851)
An Ludwig Pietsch, (Husum, 16.12.1864)
An PaulHeyse, (Husum, 20.12.1876)
An Therese Rowohl (Kiel, Anfang 1838)
An seine Eltern (Heiligenstadt, 20.12.1856)
An seine Eltern (Heiligenstadt, 19.12.1858)
An Wilhelm Petersen (Hademarschen, 23.12.1887)
An Wilhelm Petersen, (Husum, 23.12.1877)
An Wilhelm Petersen (Husum, 20.12. 1878)
An Wilhelm Petersen (Hademarschen, 21.12.1880)
An Wilhelm Petersen (Hademarschen, 31.12.1880)
An Theodor Storm (Zürich, 30. März 1877.)
An Theodor Storm (Zürich, den 31. Dezember 1877.)
An Theodor Storm (Zürich, den 26. Februar 1879)
An Theodor Storm (Zürich, den 29. Dezember 1881.)
An Theodor Storm (Zürich, den 22. September 1882.)
An Theodor Storm (Zürich, den 21. November 1882.)
An Bertha von Buchan (Kiel, 31.01.1841)
Inhaltsverzeichnis
Wir haben seit meinem letzten Briefe Weihnacht und Neujahr gehabt², was ich ja alles, wie schon besagt und beklagt, hier in Kiel verleben mußte. Indes hatten wir sechs Husumer doch einen Weihnachtsabend, wovon ich Dir wenigstens etwas erzählen will, da das Ganze bei mir gewiß bleibend einen freundlichen Eindruck zurücklassen wird. Ich mit noch einem Freunde arrangierte das Ganze mit aller möglichen Heimlichkeit vor den andern; in einem großen hohen Zimmer stellten wir eine prachtvolle 8 Fuß hohe Tanne auf, schmückten sie reichlich mit goldenen Äpfeln, Eiern, Netzen, Zuckerzeug und vielen bunten Lichtern; von der Spitze zu jeder Seite herab hängen zwei lange weißseidene Fahnen, auf der einen die Wappen von Schleswig und Holstein, darunter einen Königsspruch, der die bleibende Vereinigung dieser beiden Herzogtümer ausspricht: „wi laven dat Sleswik und Holsten bliven ewig tosamende ungedeelt!³ − auf der andern Fahne das Husumer Stadtwappen, als Umschrift einen Vers aus einem alten Studentenliede: „Süßer Traum der Kinderjahre, kehr noch einmal uns zurück.
− Für die Gesamtbeiträge wurde für jeden 1 Geschenk gekauft, außerdem wurden gegenseitig an uns als Kommission manche Privatgeschenke abgeliefert, ferner hatte ich von den Eltern, Geschwistern, Bräuten der Andern alle zum Weihnachtsabend bestimmten Geschenke an mich schicken lassen. Das alles stellten wir auf großen Tischen um den Weihnachtsbaum, und nachdem wir alle Lichter angezündet hatten, riefen wir die ungeduldigen Kinder zum Christfest. Unsre Einrichtung verfehlte ihren Zweck nicht. So rasch sie bis zur Tür stürmten, so langsam gingen sie hinein; denn der Christbaum ist ein brennendes Geheimnis! Ich sah