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Sagen und Legenden aus Hannover: Stadtsagen Hannover

Sagen und Legenden aus Hannover: Stadtsagen Hannover

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Sagen und Legenden aus Hannover: Stadtsagen Hannover

Länge:
72 Seiten
42 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057134
Format:
Buch

Beschreibung

Erstmals urkundlich erwähnt wurde die an dem Fluss Leine gelegene Stadt "Hannovere" um 1150. Reste von Tongefäßen, die bei Ausgrabungen unter der Aegidienkirche gefunden wurden, zeugen von einer Besiedlung aus dem 1. bis 3. Jahrhundert nach Christus. Heinrich der Löwe ließ den Ort im 12. Jahrhundert ausbauen. 1241 erhielt Hannover das Stadtprivileg. 1350 bauten die Hannoveraner eine 8 Meter hohe Steinmauer mit 34 Wachtürmen um ihre Stadt. Zu dieser Zeit erlebte die Stadt seine wirtschaftliche Blüte und trat der Hanse bei...
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057134
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Buch

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Sagen und Legenden aus Hannover - Christine Giersberg

Sagen und Legenden aus Hannover

Cord Borgentrick - der Retter von Hannover

Der Winter sandte schon einen Vorboten in Form eines schneidend kalten Ostwindes über dass Land, als sich der Ölschläger Cord Borgentrick, aus dem vor der Stadtmauer liegenden Ziegelhof wieder auf den Heimweg nach Hannover machte. Man schrieb Mittwoch, den 24. November des Jahres 1490 und Cord Borgentrick beeilte sich sehr, denn es dämmerte schon und er wusste, dasss die Tore der Stadt bereits mit Einbruch der Dunkelheit geschlossen wurden. Und wirklich, als er dass südöstliche Stadttor, dass Aegidientor erreichte, fand er dieses fest verschlossen. „Verflixt und zugenäht, Cord hieb mit der Faust gegen dass Holztor, „was mache ich nun? Er blickte um sich, doch nichts als tiefe Dunkelheit umgab ihn, selbst der Mond hatte sich hinter eine dichte Wolkendecke verzogen. Und so kauerte Cord sich resigniert in eine Nische unter dem Torbogen, um wenigstens etwas vor dem schneidenden Wind geschützt zu sein. Er wickelte seinen Umhang, den er bis über den Kopf hochgezogen hatte, fest um sich und hoffte, dasss es wenigstens nicht auch noch zu schneien beginnen würde.

So verbrachte er etliche, ungemütliche Stunden, zitternd und frierend, denn die Kälte kroch unbarmherzig unter seine Kleidung. An Schlaf war nicht zu denken.

Als Cord irgendwann glaubte es nicht mehr aushalten zu können, begann es aber im Osten langsam heller zu werden. „Gott lob", Cord erhob sich, wobei er sich am der Mauer abstützen musste, da ihm seine steif gewordenen Glieder nicht mehr gehorchen wollten. Während er versuchte, auf und ab zu gehen, um wieder etwas Wärme in seinen Körper zu bringen, glaubte er in einem der umliegenden Gärten ein Wispern und Raunen zu hören.

Sein erster Gedanke war: „O, da ist jemand, da kann ich mich vielleicht aufwärmen bis dass Tor geöffnet wird", doch irgendetwas mahnte ihn zur Vorsichtig. Leise, den Kopf lauschend vorgereckt, näherte er sich dem Geräusch und tatsächlich da sah er hinter dichtem Gebüsch einen Planwagen stehen, aus dem aufgeregtes Flüstern drang. Vorsichtig, bemüht kein Geräusch zu machen, trat er näher. Und was er da hörte, ließ sein Herz vor Schreck schneller schlagen. Drinnen, in dem Planwagen saß niemand Geringeres als der mit Hannover verfeindete Herzog Heinrich der Ältere zu Braunschweig und Lüneburg und einige seiner Getreuen. Und dessen listiger Plan war, dass nach Öffnen des Ägidientores, der Planwagen, getarnt als Kaufmannswagen, bis unter dass Fallgitter der Stadt fahren sollte.

Dort sollte der Wagen stehen bleiben und durch einen Schuss dem wartenden Heer verkünden, dasss der Zugang zur Stadt frei wäre. „Meiner Seel´, schnell hielt Cord Borgentrick sich die Hand vor den Mund um den Laut zu ersticken der seinen Lippen entweichen wollte, „ich muss die Stadt warnen! So schnell er konnte, aber mit äußerster Vorsicht schlich er sich zurück zur Stadtmauer. Denn plötzlich sah er im fahlen Licht des aufkommenden Morgens überall hinter den Büschen schlafende Landsknechte liegen, ihre Hellebarden, Piken, Arkebusen und sonstige Kriegswaffen dicht neben sich.

Und Gott sei Dank, auf einem nahen Turm erblickte er einen Wächter, den er mit fuchtelnden und winkenden Armbewegungen auf sich aufmerksam machte. Eilig verließ der seinen Posten, denn ihm war klar, dass der Mann versuchte, ihm etwas Wichtiges mitzuteilen.

Und als er dann erfahren hatte, was sich vor der Stadtmauer zusammenbraute, hastete er wieder seinen Turm hinauf und alarmierte mit einem Schuss aus seiner Büchse die Bürger der Stadt.

Ein jeder der erwachsenen Bürger, die so abrupt aus dem Schlaf gerissen wurden, wusste was dies bedeutete: „Höchste Gefahr! Ein Feind steht vor den Toren Hannovers!" und von überall her rannten die Menschen, mehr oder weniger bewaffnet auf die Straßen und Gassen.

Doch der Schuss hatte ebenso die feindlichen Landser aus ihren Verstecken gelockt, die vermeintlich dachten,

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