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Sagen und Legenden aus Leipzig: Stadtsagen Leipzig

Sagen und Legenden aus Leipzig: Stadtsagen Leipzig

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Sagen und Legenden aus Leipzig: Stadtsagen Leipzig

Länge:
66 Seiten
36 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057271
Format:
Buch

Beschreibung

Urpsrünglich bewohnten slawische Siedler, die Sorben das Gebiet mit den Flüssen Elster, Parthe und Pleiße. Die bekannteste urkundliche Erwähnung der Stadt stammt aus dem Jahre 1165 n. Chr., als Markgraf Otto der Reiche Leipzig das Stadtrecht verlieh. Dieses beinhaltete damals weitreichende Privilegien. So entwickelte sich Leipzig, das an den Handelsstraßen Via Emperii (Reichsstraße) und Via Regia (Königsstraße) lag, zu einer der wichtigsten Handelsmetropolen der damaligen Zeit. Die Leipziger Messe gilt bis heute als die älteste der Welt. Die florierende Wirtschaft führte zu Wohlstand der Stadt und angenehmen Lebensbedingungen seiner Bürger, was vermehrt auch Künstler und Schöngeister anzog. Zu den bekanntesten gehörten Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy sowie Johann Wolfgang von Goethe, von dem das bekannte Zitat aus Faust I. "Mein Leipzig lob' ich mir. Es ist ein Klein-Paris und bildet seine Leute." stammt. Leipzig war aufgrund seiner geografischen Lage aber auch immer wieder Schauplatz historischer Schlachten: 1631 fand während des Dreißigjährigen Krieges die Schlacht von Breitenfeld nördlich von Leipzig statt, die mit der Niederlage von Heerführer Tilly endete. Vom 16. bis 19. Oktober 1813 besiegten die Truppen von Schweden, Österreich, Preußen und dem Russischen Reich die von Napoléon Bonapartes bei der großen Völkerschlacht. An sie erinnert noch heute das Völkerschlachtdenkmal, das 1913 eingeweiht wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts war Leipzig der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Mitteldeutschland und ist bis heute als Stadt des Buch- und Verlagswesens weltbekannt.
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057271
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus Leipzig - Kristina Hammann

Sagen und Legenden aus Leipzig

Ritter von Harras

Im Wappen von Leipzig ist ein Löwe zu finden, ein Tier, das für Edelmut und Kühnheit steht. Ein besonderer Vertreter dieser Tierart hat durch seine Tapferkeit und Treue erreicht, dass man in Leipzig noch heute von ihm erzählt.

Die Geschichte beginnt mit dem Ritter von Harras, den der Krieg einst weit von Leipzig entfernte. In der Heimat ließ er seine Liebste: Eine blutjunge, bildschöne Frau. „Holdes Weib, ich muss nun ziehen, muss meinen Dienst auf dem Feld erfüllen, so sprach er und gab ihr einen letzten Kuss. „Ich weiß, Du bleibst mir treu, harrst fest meiner Rückkunft! Zur Antwort senkte sie schweigend ihr Haupt, einzig eine Träne verriet Trauer und Verzweiflung und benetzte ihr die rosige Wange.

Anderntags schon begann die Reise: Bevor noch die Sonne den Horizont erklomm, verließ Ritter Harras die Vaterstadt. Er sah sich nicht um – zu fest pochte der Schmerz in seiner Brust. Er ritt Stunde um Stunde und Tag um Tag, und jeden Meter, der ihn weiter entfernte, spürte er stechend in seinem Herzen. Seinem Weib indes blieb zumindest ein Anblick, der wunde Seelen zu vertrösten vermag: Die schöne Stadt Leipzig, deren bekannte Wege und Gassen, die Flüsschen Elster, Pleiße und Parthe. Zudem blieb ihr die Mutter des Geliebten. Nichtsdestoweniger vermisste sie ihn schmerzlich, ihr täglich Gebet galt seinem Wohlergehen.

So ging Jahr um Jahr ins Land, ohne dass von Harras zurückgekehrt, oder Nachricht von ihm eingegangen wäre. Da begann mancher Junker zu munkeln, der Ritter sei gefallen. Und so stellten sich die ersten Freier ein, sie baten um die Hand der vermeintlichen Witwe. „Schert euch weg, mein geliebter Mann ist am Leben!" So hätte sie gern voller Mut und Zuversicht aus dem Fenster gerufen. Doch sie war edel, gebildet, sittsam, und so empfing sie die Männer, hörte sie an, dann beschied sie jedem einzeln sein Nein. Die Schwiegermutter sah mit Wohlfgefallen, wie treu die junge Frau ihrem Sohne war. Indes eines Nachts hatte sie einen Traum:

Das eben noch junge rosige Weib lag nun auf dem Totenbett, grau, hässlich und verstaubt. Noch mit ihrem letzten Atemzug versagte diese Alte einem Freier die Hand. Kinder hatte diese Frau nicht empfangen, ihr fehlte ein Mann und ihr fehlte ein Auskommen, bittere Traurigkeit einstellte ihre Züge. Schweißnass schreckte die Schwiegermutter auf. Gleich am nächsten Morgen ging sie zu ihres Sohnes Gattin, nahm deren Hand und begann zu sprechen: „Meine Tochter, die Rückkehr meines Sohnes erwartet ihr mit innigerer Liebe noch als ich. Jedoch hab ich die bitterste Nachricht erhalten: Er ist gefallen." Da sank die Frau von Harras ohnmächtig darnieder.

Dies aber war eine List der Schwiegermutter: Der Sohn mochte gefallen oder gefangengenommen sein, sein Weib jedenfalls sollte weiterleben, sollte Mutterglück finden, sollte Ehefrau sein. Selbstlos hatte die Alte gelogen, um der Jungen späteres Wohl zu bewirken. Ein Gatte wurde ausgewählt, der tauglich schien, jene glücklich zu machen. Der Tag der Trauung wurde bestimmt und die Schwiegertochter war's zufrieden. Ihr Sinn des Lebens nämlich schien gefallen, im Krieg ausgelöscht, so weit entfernt von der Heimat.

Dort weitab allerdings saß der Harras, quicklebendig, zu seinen Füßen ein Löwe. Mehrfach hatte er Boten geschickt, doch niemals Nachricht zurückerhalten. Die Gedanken aber

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