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Nürnberg Sagen und Legenden: Stadtsagen Nürnberg

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Nürnberg Sagen und Legenden: Stadtsagen Nürnberg

Länge:
58 Seiten
34 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057264
Format:
Buch

Beschreibung

Rund um die alte Reichsstadt Nürnberg ranken sich zahlreiche Mythen und Sagen, die heute leider weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Der passionierte Geschichtenerzähler Marco Kirchner hat sie zusammengetragen und haucht ihnen neues Leben ein. Packend berichtet er davon, wie der goldene Ring in den Brunnen kam, warum des abends um neun im Nürnberger Land alle Glocken läuten, von Zwergen, Goldschätzen, von so manch gruseliger Gestalt oder gar der Begegnung mit dem Teufel selbst...
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057264
Format:
Buch

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Nürnberg Sagen und Legenden - Marco Kirchner

Sagen und Legenden aus Nürnberg

Der Neun-Uhr-Glockenschlag

Wenn es Abend wird in Nürnberg kann man das nicht überhören, denn Schlag Neun läuten alle Kirchenglocken der Stadt. Seit alter Zeit ist dies nun schon so. Und fragte man die Nachtwächter warum das so ist, hörte man meist nur die einfache Antwort: „Schlag Neun beginnt die Nacht!"

Ja so sagte man in früherer Zeit! Doch die Nachtwächter vergessen dabei ganz, dass man sich in Nürnberg noch eine alte Geschichte zu diesem Glockenschlag erzählt. Ich weiß es noch, als wäre es erst gestern gewesen, da wohnte am Hauptmarkt, gleich neben dem Schönen Brunnen, mit Blick auf die Frauenkirche, ein reicher Nürnberger Kaufmann. Wie alle reichen Kaufleute, besaß auch dieser Handelsbeziehungen in ferne Länder. Oft waren die Kaufherren unterwegs. Wie auch an diesem einen besagten Tag. Die Familie des Kaufmanns saß gerade bei Tisch, als sein Sohn, ein Knabe von neun Jahren, plötzlich fragte:

„Ist noch was Süßes da? Ich möcht’ jetzt so gern was Süßes essen!" Man suchte alles in Hause ab, doch selbst der Honigtopf war an diesem Tage leer. Die Mutter des Jungen sagte sofort:

„Du musst warten bis die Waldimker, die Zeidler wieder in die Stadt kommen! Sie kommen doch jede Woche zum Marktplatz, so lange wirst du doch wohl warten können! Der Junge hatte aber seinen eigenen Kopf. Trotzig sagte er schnell: „Ich geh selbst hinaus in den Wald! Ich kenne den Weg genau! Der Vater hat mich oft mitgenommen!

Und noch eh man etwas tun konnte, rannte der Junge zu Tür hinaus. Er lief zuerst über den Hauptmarkt, vorbei an Frauenkirche und Heilig-Geist-Spital, quer durch die Stadt, durchs Frauentor, über die Felder, mitten hinein in den großen und tiefen Lorenzer Reichswald. Es war damals ein schöner Tag. Die Sonne stand am Himmel, der Weg war hell und breit und so kam der Junge gut voran. Stunde um Stunde lief er. Er merkte gar nicht wie die Zeit verstrich. Erst als die Schatten länger wurden und die Sonne verschwand, da bemerkte er seinen Fehler. Der Junge hatte sich im tiefen Wald heillos verlaufen. Keine Zeidlerhütte war weit und breit zu sehen. Und wo war plötzlich der Weg? Hörte er da nicht auch schon ein wildes Tier schreien? Dem Jungen fiel plötzlich ein! Hingen nicht gerade überall in der Stadt große Tafeln, worauf zu lesen stand, dass man zu Ansbach einen Wolf gefangen, der zwölf Kindelein gefressen!

Vor lauter Angst kniete sich der Junge auf dem Waldboden nieder und er flehte zu den 14 Nothelfern, Sie mögen ihm doch ein Zeichen schicken. Und plötzlich, wie durch ein Wunder, hörte der Knabe ein Glockenläuten. Doch der Glockenklang kam nicht aus dem Himmel! Nein, er kam aus einer bestimmten Richtung! Der Junge schöpfte

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