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Sagen und Legenden aus Frankfurt: Stadtsagen Frankfurt
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Sagen und Legenden aus Frankfurt: Stadtsagen Frankfurt
eBook68 Seiten39 Minuten

Sagen und Legenden aus Frankfurt: Stadtsagen Frankfurt

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Über dieses E-Book

Die alte Reichsstadt Frankfurt am Main, die bereits im Jahre 794 n. Chr. erstmals in einer Urkunde von Karl des Großen erwähnt worden ist, ist reich an wundervollen Sagen und Legenden. So verbirgt die heutige moderne Stadt einige gruselige und fantastische Geschichten, die weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Das eBook der Sagen-Autoren Kristina und Katharina Hammann aus Mainz erzählt die schönsten Frankfurter Stadtsagen neu. Lassen Sie sich von den Autoren in die mythische Welt alter deutscher Sagen und Legenden entführen.
SpracheDeutsch
HerausgeberJohn Verlag
Erscheinungsdatum1. Okt. 2015
ISBN9783942057257
Sagen und Legenden aus Frankfurt: Stadtsagen Frankfurt
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    Sagen und Legenden aus Frankfurt - Kristina Hammann

    Sagen und Legenden aus Frankfurt

    Der Franken Furt

    Kaiser Karl der Große war ein bedeutender Feldherr und hat mit seinen Franken manchen Krieg ausgefochten. So ging es vor allem gegen die Sachsen, die Karl der Große gern zu Christen machen wollte. Letztlich sollte er siegreich bleiben, doch musste seine Streitmacht bis dahin auch einige Niederlagen hinnehmen.

    An einem Herbsttag hatten die Franken tapfer gekämpft, doch zahlreiche Verluste erlitten, die der Kaiser nicht unnötig mehren wollte. Er sprach: „Lieber sollen die Völker sagen, dieses Mal sei ich mit meinen Franken geflohen, als dass sie sagen, hier sei ich mit ihnen gefallen! Sein „Rückzug! hörte man weit über die Ebene und seine Mannen verließen das Schlachtfeld und flüchteten vor den Sachsen. Diese trieben ihre Gegner weithin vor sich her. Des Kaisers Streitmacht schlug Haken wie ein Hase, wich hierhin und dorthin, verkroch sich und rannte, doch jedes Mal, wenn sie sich in Sicherheit wiegte, erschienen die Sachsen hinter einer Kuppe oder preschten aus einem Waldstück hervor. In dem dichten Nebel des Herbsttages wollten sie ihre Gegner nicht aus den Augen verlieren, und so gaben sie ihren Pferden die Sporen, dass den Tieren das Maul schäumte.

    Plötzlich stoppte die von Karl dem Großen geführte Armee. Es fehlte nicht viel und die hintersten Rösser hätten die vorderen überrannt. „Was ist in euch gefahren, reitet euch der Teufel?! Verdammt, warum haltet ihr so unverhofft an?! Ein Soldat verlor die Fassung und preschte ein Stück weiter durch die Menge, bevor er seinen Rappen schlitternd zum Stehen brachte. „Halt an, du Narr, wenn dir dein Leben lieb ist! zischte ein Nebenstehender. Vor den Hufen seines Tieres schimmerten Wellen. Die Sachsen hatten die Franken bis an den Main gedrängt, nun versperrte der meterbreite Strom den Weg. Keine Fluchtmöglichkeit blieb der Streitmacht. „Gütiger Gott! Hier also sollen wir zu Tode kommen!" der aufgebrachte Soldat wurde bleich. Zitternd bekreuzigte er sich mit der Rechten. Furcht auch in den Gesichtern der anderen Männer. Murmelnd wurden Gebete gesprochen, andere klagten laut ihr Leid heraus, Wut und Angst prägten ihre Stimmen. Alle Gesichter waren gen Osten gewandt, in Erwartung der Sachsen, die von dort kommen mussten. Noch regte sich nichts am Horizont.

    Da lief ein Raunen durch die Menge: Der Kaiser war von seinem Ross gestiegen! Ergriffen sahen die Soldaten zu, wie ihr Herrscher in Richtung des Maines schritt und am nebligen Ufer niederkniete. Dann sank die gesamte Armee auf die Knie. Während seine Männer schwiegen – die Augen geschlossen und die Köpfe gesenkt – betete Karl der Große inbrünstig. „Lass uns einen Weg durch das Wasser finden, Herr im Himmel. Rette das Volk, das Dir ergeben ist! Gott sei bei uns, sonst sind wir verloren!" Der Kaiser schloss mit dem Vater unser und seine Streitmacht fiel ein, auf die Kraft dieser Worte vertrauend. Dann erklommen die Soldaten erneut ihre Pferde. Mit gefalteten Händen warteten sie ab. Mehr war nicht zu tun.

    Der Himmel brach auf. Mit gewaltiger Kraft drängte die Sonne durch die Wolken, ihre Strahlen drangen durch den Dunst, die Nebelschwaden verflüchtigten sich. Nun sah man den Fluss in der gesamten Breite. Eine reißende Tiefe, zu Pferd nicht zu durchschwimmen, die missliche Lage der Armee offenbar. Sprachlos starrten die Männer zum Himmel, die Augen und Münder ungläubig geweitet. Was würde geschehen?! Die ersten die die Hirschkuh entdeckten, die am Rande des Waldes erschien, schnappten ungläubig nach Luft. Als habe es die Streitmacht nicht bemerkt, die zwischen ihm und dem Fluss

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