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Sagen und Legenden aus München: Stadtsagen München

Sagen und Legenden aus München: Stadtsagen München

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Sagen und Legenden aus München: Stadtsagen München

Länge:
65 Seiten
36 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057202
Format:
Buch

Beschreibung

Der 14. Juni 1158 gilt als offizieller Stadtgründungstag Münchens. Nachdem Herzog Heinrich der Löwe eine der beiden wichtigen Isarbrücken (bei Föhring) zerstören ließ sie verbanden die Salzhandelsstraße von Reichenhall nach Augsburg mit dem Ufer, waren die damaligen Händler gezwungen die wild strömende Isar am Brückenzollposten Bei den Mönchen zu überqueren. Dieser stand unter dem Einfluss von Heinrich dem Löwen. Der Zollposten gewann dadurch enorm an Bedeutung und so wandelte sich die einst kleine Siedlung an der Isar im Laufe der Jahrhunderte zur wirtschaftlich wichtigen Weltmetropole. München ist heute nach Berlin und Hamburg die drittgrößte Stadt Deutschlands und hat sich trotz der stetig wachsenden Bevölkerungszahl den urbayerischen Charme erhalten und alte Traditionen bewahrt. So finden sich in der Hauptstadt des Freistaates Bayern noch heute zahlreiche Orte, an denen sich wundersame Dinge zugetragen haben sollen. Wie entstand der bekannte Teufelstritt in der Münchner Frauenkirche? Welches sagenhafte Ereignis geschah am Wurmeck des Rathauses? Dieses Hörbuch liefert Antworten und vereint die schönsten Sagen der Landeshauptstadt Bayerns. Dabei gewinnt so manche Erzählung zusätzlich an Spannung, weil deren Spuren noch heute für jedermann an Münchner Bauwerken zu bestaunen sind...
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057202
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus München - Kristina Hammann

Sagen und Legenden aus München

Wie der Name der Stadt München entstand

Es war zu der Zeit der Hunnenkriege. Die wilden Krieger lehrten ganz Europa das Fürchten und leiferten sich schließlich auch im östlichen Bayern so manche Schlacht. Das Reitervolk bestand aus harten und genügsamen Kriegsleuten, die keinen Schmerz fürchteten. Im Umgang mit Pfeil, Dolch und Schwert waren sie dermaßen geschickt, dass sich ihrer niemand erwehren konnte, wenn es erst einmal zum Kampfe kam. Die Nachricht ihrer schrecklichen Greueltaten verbreitete sich von Mund zu Mund, und gelangte schließlich auch in ein abgelegenes Fleckchen im Isartal, in dem ein Benediktinerkloster gelegen war.

Es war ein freundlicher Tag, als durch einen Bauern, der in der Nähe des Klosters seine Felder bewirtschaftete, die Kunde des sich nahenden Kriegsvolkes in die Klostermauern drang und dort rasch die Runde machte. Da es eben gerade zu Mittag schlug, versammelten sich die Mönche wie gewöhnlich im Speisesaal. Doch wenngleich sie alle von der mühsamen Verrichtung ihrer Pflichten hungrig waren, war an ein genussvolles Mittagessen kaum zu denken. Aufgeregt debattierte man über die Schreckensnachricht aus dem Osten und darüber, wie man sich nun am besten verhalten sollte. „Fliehen! Wir müssen fliehen!" rief da der eine.

„Lasst uns in den dichten Wäldern ringsumher den Schutz suchen, den uns unsere, wenn auch dicken Mauern nicht werden bieten können. „Ach was entgegnete ein anderer, „unser Kloster liegt so versteckt, dass die Widersacher es nicht entdecken und daran vorüber reiten werden. Die Unterhaltung geriet immer heftiger und es wäre wohl noch zu einem richtigen Streit über die Sache gekommen, wenn nicht in diesem Moment der Abt des Klosters den Raum betreten hätte. Seine würdevolle Ausstrahlung kühlte die erhitzten Gemüter schlagartig ab. Nachdem ihm berichtet worden war, was die Ursache des Streitgesprächs gewesen sei und dass man unterschiedliche Haltungen der Sache gegenüber habe, warteten alle Anwesenden gespannt auf seine Worte, die über die Zukunft richten würden. Sein Urteil war schlicht: „Ich verstehe Eure Sorgen und Ängste gut. Seid getrost, der Herr wird Euch nicht im Stich lassen. Ein jeder möge entscheiden, wie es ihm das richtige erscheint. Wer gehen möchte, der gehe, wer bleiben möchte, der bleibe.

Als der Abend nahte, machten sich denn also einige der Mönche, wenige Habseligkeiten in einem Bündel zusammen genommen, auf, wanderten ein Stück an der Isar entlang und nahmen am Abend ein unbequemes Nachtquartier in den Wipfeln einer Baumgruppe. Bei Sonnenaufgang zogen sie noch ein wenig weiter und wählten schließlich in einer abgelegenen, unbesiedelten Gegend einen Ort aus, an dem sie die Kriegszeit überdauern wollten. Unter geschickten Händen entstand rasch eine kleine, karge Holzhütte, in der sie fortan ihr Leben im Dienste des Herrn weiterlebten. In mühevoller Arbeit errichteten sie nach und nach auf dem wilden Land Felder, über die sie sich mit der nötigen Nahrung versorgen konnten. Und an jedem Abend beteten sie für ihre Kameraden, die im Kloster verblieben waren, und hofften dass auch diese ihr Tagewerk in Sicherheit verrichten konnten.

So vergingen einige Wochen und Monate, bis die kleine Gemeinschaft die frohe Botschaft erreichte, dass es den Truppen des Kaisers nach langen und harten Kämpfen schließlich doch gelungen war, die Hunnenkrieger aus den Bayernlanden zu vertreiben. Freudig brachen sie in Richtung ihres Heimatklosters auf. Schnell war ihr Schritt, die

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