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Sagen und Legenden aus Düsseldorf: Stadtsagen Düsseldorf

Sagen und Legenden aus Düsseldorf: Stadtsagen Düsseldorf

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Sagen und Legenden aus Düsseldorf: Stadtsagen Düsseldorf

Länge:
69 Seiten
38 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057356
Format:
Buch

Beschreibung

Es war der 23. Mai 1159 als Papst Hadrian IV. verfügte, dass die Bewohner eines kleinen Dorfes einmal im Jahr fünf Schillinge an St. Ursula in Köln abzuführen hätten. Düsseldorf war damals klein, wirtschaftlich aber bereits von Bedeutung. Trotzdem einige Düsseldorfer das Fährrecht besaßen und auch ein Pfarrkirchlein ihr eigen nannten, stand das Dorf lange im Schatten von Kaiserswerth, Gerresheim und der Römerstadt Neuss. Die Schlacht von Worringen, an die noch heute das Stadterhebungsdenkmal von Bert Gerresheim erinnert, änderte dies.
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057356
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus Düsseldorf - Nadine Boos

Sagen und Legenden aus Düsseldorf

Die Radschläger und das Stadtrecht

In seinen Anfangstagen war Düsseldorf – das soll hier ehrlich berichtet und nicht verschwiegen werden – nicht mehr als eine winzige Ansiedlung an der Stelle, an der die Düssel ihre sandige Mündung in den Rhein hat. Zwar besaßen einige Düsseldorfer das Fährrecht und auch ein kleines Pfarrkirchlein sein eigen nannte, dennoch stand das Dorf lange im Schatten von Kaiserswerth, Gerresheim und der Römerstadt Neuss. Wie es aber dazu kam, dass ausgerechnet diese kleine Siedlung, die vor 1159 nirgends Erwähnung fand, Stadtrecht erhielt und später zur Residenzstadt wurde, ergab sich so:

Es trug sich im Jahre 1288 zu, am 5. Juni, als die Schlacht von Worringen gerade geschlagen war und der siegreiche Graf Adolf von Berg nur den einen Wunsch hatte: So schnell wie nur irgend möglich nach Hause zurückzukehren. Auch wollte er seine Geisel, den Erzbischof Siegfried von Westerburg, nach Schloss Burg bringen und ein Lösegeld verlangen, wie es damals üblich war.

Weil Treue ihm aber an oberster Stelle kam, gab er seinem Bundesgenossen, dem Herzog Johann von Brabant, noch das Geleit bis Heerdt und setzte erst hier über die Düssel.

So voller Kraft und Freude über den Sieg war Graf Adolf, dass er als Erster aus dem Boot auf das Ufer sprang. Da sah er aber, dass seine Männer müde waren, von der Schlacht. Viele Wunden waren ob des schnellen Aufbruchs noch nicht versorgt. Die Soldaten bliesen Trübsal und schienen keinen Mut mehr zum Leben zu haben. Der Kölner Erzbischof zog ebenfalls ein langes Gesicht, aber das verwunderte sicherlich keinen. Trotz des errungenen Sieges, war also niemandem zum Lachen zumute.

Es war aber so, dass die jungen Burschen des Dorfes herbeigelaufen kamen, um die edlen Herren mit ihren Waffen Rüstungen und Pferden zu schauen. Dies brachte Graf Adolf auf eine Idee. Er rief ihnen zu: „Ihr Rabauken, wißt ihr nicht etwas Lustiges, um meine Männer wieder aufzuheitern?" Woraufhin die Burschen anfingen, auf den Händen zu laufen und Räder zu schlagen und schon bald konnte keiner mehr eine finstere Miene ziehen und die Soldaten strahlten wieder.

Nur der Kölner, der schaute sauertöpfisch drein wie eh und je und ließ sich auf von den wagemutigsten Sprüngen kein Lächeln abringen. So kam es, dass die Düsseldorfer Burschen vor Fremden Kunststücke vorführten und dafür einen kleinen Obolus erhalten. Dem Brauch der Radschläger begegnet man in Düsseldorf bis heute noch allerorten. Und manchmal, da kann man junge Burschen an schönen Sommertagen noch immer im Freien ihre Räder schlagen sehen.

Am nächsten Morgen betrachtete Graf Adolf das Dorf einmal näher, in dem sie genächtigt hatten. Es war klein, fürwahr, gerade einmal drei Straßen gab es hier und wer einmal um das Dorf herumlief, der benötigte dafür weniger als eine Stunde Zeit. Aber es hatte eine Besonderheit, die dem Grafen sofort ins Auge sprang: „Düsseldorp", wie es zu dieser Zeit noch hieß, lag auf einem sorgfältig aufgeschütteten Wall, den die Arme der Düssel umschlossen. Graf Adolf, der bei der Schlacht von Worringen das Recht zurückerrungen hatte, befestigte Plätze am Rhein zu errichten, sah seine nächste Festung vor Augen. Umschwärmt von seinem Gefolge lief er die Straßen ab und umriß mit einem Remscheider Messer die zukünftige Stadt auf einem Holzbrett. Als er geendet hatte, rammte er das Messer bis zum halben Heft ins Holz, genau an jener Stelle, an der die Burg entstehen sollte.

Lange spotteten die Kölner daraufhin:

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