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Sagen und Legenden aus Konstanz: Stadtsagen Konstanz

Sagen und Legenden aus Konstanz: Stadtsagen Konstanz

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Sagen und Legenden aus Konstanz: Stadtsagen Konstanz

Länge:
63 Seiten
34 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057325
Format:
Buch

Beschreibung

Konstanz am Bodensee ist eine reizvolle, weltoffene, historische Stadt. Die Landschaft und der Blick über den See bis zu den Voralpen begeistern jährlich tausende Besucher. Die Konstanzer sind zu recht stolz auf ihre Stadt und ihre abwechslungsreiche Geschichte. Im ersten Jahrhundert v. Chr. siedelten Kelten im Gebiet der heutigen Niederburg; die eigentliche Stadtgeschichte jedoch begann um das Jahr 300 herum, als Konstanz ein Teil des Limes war. Seit 2003 kann man unter eine Glaspyramide auf dem Münsterplatz Spuren der spätrömischen Festungsanlage betrachten oder unterirdisch begehen. Mit einem vielseitigen Kulturangebot und einer ausgezeichneten Universität und Hochschule ist Konstanz heute weit über seine Region hinaus bekannt und geschätzt...
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057325
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus Konstanz - Christine Giersberg

Sagen und Legenden aus Konstanz

Das Bernrainer Kreuz

Über Kreuzlingen-Emmishofen steht die 600 Jahre alte Wallfahrtskapelle Heiligkreuz in Bernrain. Sie ist eine Station auf dem Jakobsweg, auch „Schwabenweg" genannt, zwischen Konstanz und Einsiedeln.Ihren Bau, den Johannes Kränzlin im Jahr 1388 veranlasste, verdankt sie eigentlich einem Lausbuben, der sich mit dem Wegkreuz, das dort in früheren Zeiten stand, einen üblen Scherz erlaubte. Diese Legende ist die einzige im Bodenseeraum, der ein genaues Datum, der exakte Ort und eine Person zugrunde liegt. In Stadelhofen, einer Konstanzer Vorstadt, lebte einst eine Witwe, die einen Sohn mit Namen Schappeler hatte. Eigentlich sollte man annehmen, dass dieser Junge eine Stütze für seine Mutter sein würde, doch das arme Weib war mit diesem Buben mehr als gestraft.

Er war ein Faulpelz und Nichtsnutz, zu keiner rechten Arbeit zu gebrauchen.Ab und an schickte ihn seine Mutter in den Wald über Kreuzlingen-Emmishofen, um dort Brennholz für die kalten Wintertage zu sammeln. Dies war eine der wenigen Tätigkeiten, die man dem Jungen auftragen konnte, denn er liebte es frei und unabhängig im Wald von Schwaderloch herum zu streifen, weit weg von den Ermahnungen und Nörgeleien seiner Mutter. Eines Winters, es soll am Tag der Heiligen Agnes, am 21. Januar 1384, gewesen sein, kam Schappeler mit seinen Freunden auf einem seiner Streifzüge auch nach Bernrain. Die Burschen waren müde vom Holzsammeln, darum warfen sie ihre ganzen Reisigbündel auf den Boden und setzten sich in die Nähe des dortigen Wegkreuzes auf einige Holzstämme, um sich ein wenig auszuruhen. Dem Schappeler wurde es bald langweilig. Er schlenderte zu dem schlichten Holzkreuz mit dem schützenden kleinen Dach über dem gekreuzigten Jesus.

Breitbeinig stellte sich der Bengel vor das Marterkreuz, die Hände auf dem Rücken verschränkt. Da es ein nebliger, nasskalter Januartag war, hing dem gekreuzigten Christus ein Wassertropfen an der Nase. Schappeler, übermütig und frech wie er war, griff dem Gekreuzigten an die Nase, lachte dabei und rief: „So, Herrgott, nun lass dir erst einmal die Nase schnäuzen, denn dann küss ich Dich viel lieber!" Nachdem der Lausbub den Herrn so verspottet hatte, wurde er plötzlich bleich und schrie auf. Seine Freunde dachten, der Schappeler erlaube sich einen Scherz mit ihnen: Der wand und drehte sich und versuchte mit aller Kraft seine Hand von der Nase des Kruzifixes zu lösen. Doch so sehr er sich auch anstrengte, es wollte ihm nicht gelingen. Zuerst lachten und grölten die Freunde, ob des Schauspiels, die ihnen der Schappeler bot und schlugen sich vor Vergnügen gegenseitig auf die Schultern. Bald wurden sie allerdings gewahr, dass der Schappeler in echten Nöten war - er konnte seine Hand wirklich nicht mehr vom Gesicht des Gekreuzigten lösen.

Die Buben rannten von Panik ergriffen nach Konstanz und berichteten aufgeregt, was oben am Wegkreuz geschehen war. Angeführt von einigen Geistlichen und der Mutter des frevelhaften Burschen pilgerte eine lange Prozession mit Konstanzer Bürgern hinauf nach Bernrain. Als sie bei dem Kreuz angekommen und die Mutter ihren Sohn so an dem Kruzifix hängen sah, fiel sie, ohne den nassen und schmutzigen Boden zu beachten,

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