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Sagen und Legenden aus Augsburg: Stadtsagen Augsburg
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Sagen und Legenden aus Augsburg: Stadtsagen Augsburg
eBook64 Seiten34 Minuten

Sagen und Legenden aus Augsburg: Stadtsagen Augsburg

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Über dieses E-Book

Hätt ich Venedigs Macht und Augsburger Pracht, Nürnberger Witz, Straßburger Geschütz und Ulmer Geld, wär ich der Reichste in der Welt. Dieses Sprichwort aus dem 16. Jahrhundert schwärmt von der Stadt Augsburg. Zwischen Lech und Wertach gelegen, war Augsburg schon immer eine Stadt der Superlative. Im Jahr 15 v. Chr. unter Kaiser Augustus als Augusta Vindelicorum gegründet, zählt die Stadt heute zu den ältesten in Deutschland. Unter der Führung der Kaufmannsfamilie Fugger wuchs Augsburg im Mittelalter zu einer Weltmetropole. Kaiser Maximilian I. besaß hier ein Haus und Kaiser Karl V. hatte eigene Räume im Fuggerschen Stadtpalast. Nach dem Dreißigjährigen Krieg endete die Augsburger Pracht für lange Zeit. Erst mit Leopold Mozart, Rudolf Diesel und Berthold Brecht schimmerte dieser Glanz in Bayerns drittgrößter Stadt wieder auf.
SpracheDeutsch
HerausgeberJohn Verlag
Erscheinungsdatum1. Okt. 2015
ISBN9783942057288
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    Buchvorschau

    Sagen und Legenden aus Augsburg - Marco Kirchner

    Sagen und Legenden aus Augsburg

    Augusta Videlicorum

    Augusta Videlicorum, so lautete im alten Rom der Name unserer geliebten Heimatstadt. Gegründet wurde unser Augsburg vor über 2000 Jahren, um 15 vor Christus. Der große Kaiser Augustus hatte seine beiden Stiefsöhne Tiberius und Drusus mit dem Bau beauftragt und als Hauptstadt der römischen Provinz Raetia erstreckte sich der Einfluss Augsburgs in der Spätantike bis nach Norditalien. Damit ist Augsburg heute nicht nur eine der geschichtsträchtigsten, sondern auch einer der ältesten Städte Deutschlands.

    Der Name Augusta leitet sich vom Namen des Kaisers ab. Videlicorum dagegen ist der lateinische Name eines alten keltischen Stammes, der einst zwischen den Flüssen Wertach und Lech siedelte, wo sich auch heute unsere Stadt erstreckt. Diese Kelten nannten sich „die Vindeliker". An die alten Römer erinnert in Augsburg heute noch so vieles. Neben wichtigen Ausgrabungen, wie dem Forum und einer Thermenanlage, zeugt auch eine Zirbelnuss im Stadtwappen, das einst das Feldzeichen einer römischen Legion war, von dieser alten geschichtsträchtigen Herkunft.

    Wer nun aber glaubt, dass damit die lange Geschichte schon zu Ende sei, der wisse, dass es noch sehr viel mehr zu erzählen gibt. Denn das alte Augsburg wuchs im späten Mittelalter zu einer reichen Stadt heran. Die Familie Fugger trieb Handel in der ganzen Welt. Kaiser Maximilian weilte hier besonders gern und die Renaissance erlebte in Augsburg auf deutschem Boden ihre erste Blütezeit. Neben allen diesen Wahrheiten erzählen sich die alten Augsburger auch gern manch phantastische Geschichten. So behaupten alte Legenden, die Stadt sei einst von den Söhnen Japhets gegründet wurde. Wer den Namen Japhet bis jetzt noch nicht gehört hat, dem sei gesagt, das Japhet einer der Söhne Noahs war, des Mannes, der einst die Arche baute, als die Sintflut über die Erde kam.

    So alt ist, den Sagen nach, auch unser Augsburg. Unter den Kindern und Kindeskindern Japhets soll die Stadt zum ersten Mal erblüht sein und zwar so lange, bis Marthesia, eine Königin der Amazonen, aus dem fernen Osten kommend die Stadt eroberte und diese zerstörte. Das alles soll sich ereignet haben ganze 600 Jahre vor der Gründung Roms.

    Ja, so erzählen es die alten Geschichten. Aber steckt nicht in jeder Sage auch ein Fünkchen Wahrheit? Vielleicht, wenn man sich die Mühe machte und einmal tiefer gräbe als es bisher geschehen ist, so fände man unter Umständen die Gebeine der Kinder Japhets. Vielleicht findet man auch noch die strahlende Rüstung einer Amazonenkriegerin. Doch bis es soweit ist, bleibt Kaiser Augustus, der auch heute noch Tag für Tag mit erhobener Hand von seinem Brunnen auf dem Rathausplatz grüßt der offizielle Gründer der Stadt Augsburg, dem alten Augusta Vindelicorum.

    Agnes Bernauer

    Die nun folgende Begebenheit ist zwar schon oft erzählt worden, aber auf Grund ihrer Tragik ist sie es wert, immer und immer wieder vorgetragen zu werden. Es ist eine Geschichte die von Arm und Reich, von Liebe und Hass erzählt, und diese Sage, so sagt man, hat sich genau so zugetragen:

    Es war als Kaiser Sigismund auf dem Thron des Heiligen Römischen Reiches saß. Alljährlich pflegte

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