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Sagen und Legenden aus Dresden: Stadtsagen Dresden

Sagen und Legenden aus Dresden: Stadtsagen Dresden

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Sagen und Legenden aus Dresden: Stadtsagen Dresden

Länge:
64 Seiten
33 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 1, 2015
ISBN:
9783942057370
Format:
Buch

Beschreibung

Neue Ausgrabungen weisen auf eine Besiedlung des Elbtals durch die Slawen im 7. Jahrhundert hin. Dabei geht der Name auf das slawische Wort für "Sumpfwald" zurück. Um 929 von der Burg Meißen unterworfen, entwickelte sich die Stadtbevölkerung so geschwind, dass es zur Germanisierung und 1206 schließlich zur ersten urkundlichen Erwähnung von Dresden kam. Das Hochmittelalter war geprägt von einer Blütezeit der Wirtschaft, den Folgen der Pest und Belagerungen. 1485 kam es zur Teilung Sachsens durch die Herzogsbrüder Ernst und Albrecht, der letztere wählte Dresden so dann zu seinem ständigen Hauptsitz.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 1, 2015
ISBN:
9783942057370
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus Dresden - Kristina Hammann

Sagen und Legenden aus Dresden

Der heilige Benno

Seit jeher steht das Bistum Dresden-Meißen, das seinen Sitz in Dresden hat, unter dem Schutz des heiligen Benno. Der Name dieses Mannes ist daher eng mit unserer Heimatstadt verwoben.

Die bekannteste Geschichte des Heiligen ist ebenso eindrucksvoll wie rasch erzählt. Es war um das Jahr eintausend, da sollte Bischof Benno von Meißen auf Geheiß des Papstes nach Rom kommen. Da er jedoch mit dem Kaiser arg zerstritten war, fürchtete er, jener würde während seiner Abwesenheit die Schätze des Meißener Domes räuberisch an sich bringen. Um diese Gefahr zu bannen verschloss er die Kirchentür aufs Sorgfältigste und warf den Schlüssel in die Elbe, auf dass die Wellen ihn sicher bergen sollten.

Doch währet kein Streit ewig, und nachdem die Fehde gebannt war, so kehrte Benno, unerkannt und in Gestalt eines Pilgers in seine Bischofsstadt zurück. Es war schon zu vorgerückter Stunde, dass er an die Türe eines Gasthauses pochte und um Einlass bat. Der wurde ihm auch gerne gewährt, und da es sich jener Wirt zur Aufgabe gemacht hatte, einem jeden Gast sich anzunehmen als wäre es gleichsam ein Monarch, so sorgte er höchst selbst dafür, dass dem Fremden nicht nur ein weiches Nachtlager sondern auch noch eine warme Mahlzeit zu Teil wurde. Da in der Vorratskammer jedoch nur noch leere Regalbretter vorzufinden waren, erteilte der Schenk einem Diener den Auftrag an die Elbe zu laufen und einen Fisch zu fangen. So geschah es und bald kehrte jener mit glücklichem Fang in die Wirtsstube zurück, mit einem Tier, das allein schon durch seine ungewöhnliche Größe für einiges Aufsehen sorgte.

Doch sollte die Überraschung sich noch mehren. Als man nämlich dem Schwimmer den Bauch aufschnitt um Gräten und Eingeweide sauber zu entfernen, so fand sich darin der Schlüssel des Doms, der unter den Kiemen des Fisches zu liegen gekommen war. Da erkannte man, welch besonderen Mann man heute Abend als Gast empfangen hatte. Die Nachricht von diesem Vorfall und von der Rückkehr Bennos durchlief die ganze Stadt in Windeseile und am kommenden Morgen wurde der beliebte Bischof gemeinschaftlich von den Domherren und einer Vielzahl von Bürgern, die sich vor dem Wirtshause versammelt hatten, willkommen geheißen und zurück in seine Kirche geleitet. Seither aber sind Fisch und Schlüssel zum Erkennungszeichen des heiligen Mannes geworden.

Doch auch in Dresden selbst hat Benno Wunder gewirkt. So soll einmal inmitten der Stadt ein großes Feuer aufgegangen sein, das hatte schon der Häuser achtzehn in Brand gesetzt und die Leute standen greinend auf der Straße und gaben ihren Besitz schon verloren. Da hat eine rechtschaffene Frau aus der Nachbarschaft, von deren Heimstatt die Flammen gerade Besitz ergreifen wollten, um Hilfe zum heiligen Benno gerufen, und siehe - das Feuer blieb stehen und hörte auf zu wüten. Somit und durch andere Taten hat der heilige Benno sich um unsere Heimatstadt verdient gemacht. Daher findet sich auch in der Kathedrale zu Dresden eine prunkvoll ausgestaltete Kapelle, die zu seinen Ehren errichtet wurde und bis heute noch

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