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Sagen und Legenden aus Lübeck: Stadtsagen Lübeck

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Sagen und Legenden aus Lübeck: Stadtsagen Lübeck

Länge:
68 Seiten
38 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057363
Format:
Buch

Beschreibung

Liubice, die Liebliche, nannten Slawen den zu Zeiten Karls des Großen (748-814) gegründeten Ort, der auf der Altstadtinsel im Norden des heutigen Lübecks lag. 1143 verlieh Graf von Schauenburg und Holstein einer Siedlung, die etwa einen halben Kilometer entfernt von dem Ort Liubice auf dem Hügel Bucu lag das Stadtrecht und gab ihr den Namen Lübeck. Lübeck, zwischen den Flüssen Waknitz und Trave gelegen, war ein idealer Handelsort. Nach der Übernahme der Stadt durch Herzog Heinrich dem Löwen erhielt Lübeck 1160 das Soester Stadtrecht, das später von vielen Ostseestädten als das "Lübsche Recht" übernommen wurde. Dies war wohl der Beginn der Kaufmannshanse. Lübeck entwickelte sich zunehmend zur wichtigsten Handelsstadt Nordeuropas...
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Okt. 2015
ISBN:
9783942057363
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus Lübeck - Christine Giersberg

Sagen und Legenden aus Lübeck

Marci Panis

Alteingesessene Manufakturen in Lübeck bewahren seit vielen, vielen Jahren ein besonders süßes Geheimnis: das Rezept zur Herstellung von Marzipan. Diese verführerische Köstlichkeit wird gemacht aus Mandeln, Zucker und, welch ein Luxus, aus Rosenwasser. Bis heute sind Mandeln und Zucker die Grundmasse des Marzipans, doch die übrigen Zutaten und Aromen, bleiben ein gut behütetes Geheimnis der jeweiligen Lübecker Marzipan-Manufaktur.

Ursprünglich stammt die edle Leckerei, das „Haremskonfekt, aus dem Orient, von wo es, über Venedig, nach Europa kam. Im 14. Jahrhundert war das teure Konfekt, besonders beim Adel, sehr beliebt. Allerdings durfte es früher, wie andere Süßwaren, nur von Apothekern hergestellt werden und galt als Medizin gegen Blähungen, Verstopfungen und, man höre und staune, als Potenzmittel. Erst ab 1714 war es den Lübecker Zuckerbäckern gestattet, das exklusive Naschwerk herzustellen, das allerdings für die einfachen Menschen, schon wegen des teuren Zuckers, kaum bezahlbar war. Bis heute ist Lübeck als die „Marzipanstadt weltweit bekannt. Neben all den vielen historischen Fakten um das berühmte Konfekt, gehört zu dem Lübecker Marzipan natürlich auch eine Sage, die hier erzählt werden soll.

Einst lebte in Lübeck ein junger Bursche mit Namen Piet Gerkes. Piet, der älteste Sohn eines Tagelöhners, dessen Frau im Kindsbett bei der Geburt des vierten Kindes gestorben war, half seinem Vater wo er konnte, die Familie zu ernähren. Doch Piet, flink und gewitzt, war das Glück hold. Der Bäcker Momsen nahm ihn in seine Dienste und bald hatten er und vor allem seine Frau, den fleißigen Jungen ins Herz geschlossen.

So steckte sie Piet, wenn er seine Familie besuchte, immer einen Laib Brot oder einen Sack Gerste, Hafer oder Hirse zu, um für die Seinen einen nahrhaften Brei zu kochen. Aber die Zeiten wurden immer schlechter, und im Jahre 1407 beutelte eine große Hungersnot die Stadt Lübeck. Bald war auch das Korn in den Speichern aufgebraucht und es gab kein Mehl mehr um daraus Brot zu backen.

Als Piet eines Tages, wieder mit leeren Händen, seinem Elternhaus, in der Nähe der Katharinenkirche, einen Besuch abstattete, empfing ihn sein Vater mit besonders sorgenvoller Miene. „Vater, was ist? Ich sehe, du hast Kummer! Der deutete nur wortlos in eine Ecke der einzigen Kammer, in dem „Bude genannten kleinen Häuschen, in welcher sich das gesamte Familienleben abspielte. Dort lag, auf einem aus rohen Brettern gezimmerten Lager, unter einer dünnen, fadenscheinigen Decke, Piets kleine Schwester Anike, die er innig liebte.

Die Fieber glänzenden Augen in dem schmalen, blassen Gesicht des Kindes leuchteten auf, als sich ihr großer Bruder zu ihr hinab beugte. „Anike, mein Herz, was machst du denn für Sachen! Piet strich der Kleinen über die feuchte Stirn, um die sich feine, blonde Locken kringelten. Sein Vater trat hinzu:„Es ist wohl der Hunger, der sie so schwächt. Du weißt ja, sie war schon immer von zarter Gesundheit. Anders als deine robusteren Brüder. Er deutete auf zwei Buben, die in der engen Kammer in ein Murmelspiel vertieft waren.

„Ich tue, was ich kann, um genügend Nahrung auf zu treiben, der Vater rieb sich mit beiden Händen das von tiefen Sorgenfalten zerfurchte Gesicht. „Doch außer hier und da einen Hering gibt es ja fast nichts mehr- die Hungersnot hat uns alle fest im Griff. „Ich weiß, Vater, ich weiß aber ich werde etwas zu Essen finden, das verspreche ich Euch!" Nach einem letzten besorgten Blick auf seine kleine Schwester, die in

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