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Sagen und Legenden aus Salzburg: Stadtsagen Salzburg

Sagen und Legenden aus Salzburg: Stadtsagen Salzburg

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Sagen und Legenden aus Salzburg: Stadtsagen Salzburg

Länge:
69 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 1, 2015
ISBN:
9783942057622
Format:
Buch

Beschreibung

Das zauberhafte Salzburg, durch das die Salzach fließt, ist Landeshauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes und liegt inmitten des Salzburger Beckens. Iuvavum lautete der Name der Stadt zu Zeiten der Römer. Im 6. Jahrhundert erfolgte die Besiedelung der Gegend durch die Bajuwaren. 696 erfuhr Salzburg eine Neugründung als Bischofssitz und wurde 798 dann Sitz des Erzbischofs. Der Salzbergbau bescherte dem Fürsterzbistum um 1600 herum eine Zeit des Aufschwungs. Im Dreißigjährigen Krieg gelang es Salzburg neutral zu bleiben. Erzbischof Paris Graf Lodron ließ um die Stadt in 25 Jahren ein hervorragendes Verteidigungssystem errichten. Von 1772 bis 1800 war die Stadt das Zentrum der Spätaufklärung. 1816 fiel Salzburg endgültig an Österreich.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 1, 2015
ISBN:
9783942057622
Format:
Buch

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Sagen und Legenden aus Salzburg - Christine Giersberg

Sagen und Legenden aus Salzburg

Das Garnknäuel der Wilden Frau

Im Pinzgau, einem Bezirk südwestlich von Salzburg, lebten einst drei sehr reiche Grundbesitzer, die von den Leuten die Könige des Pinzgaus genannten wurden. Einer der drei Bauern, der Widrechtshäuser, erblickte eines Tages, unweit seines Hofes eine junge Frau, die auf einem Felsblock saß und spann. Dabei summte sie eine leise, reizende Melodie. Dem Widrechtshäuser wurde ganz warm ums Herz, als er langsam auf die junge Frau zuging, die ihm, aus großen, nebelgrauen Augen, freundlich entgegen blickte. Er wollte sie ansprechen, fragen wer sie sei, woher sie komme, er hätte sie hier noch nie gesehen und warum sie an einem solch ungewöhnlichen Orte spinnen würde? Doch als er vor ihr stand, fehlten ihm die Worte, so gefangen war er vom Anblick des jungen Weibes, das leise lachte und das lange, schwarze Haar, das ihr der Wind ins Gesicht wehte, mit einer anmutigen Bewegung hinters Ohr strich.

„Wollt Ihr noch lange hier stehen und mich mit offenem Munde anstarren? fragte sie den stummen und etwas einfältig blickenden Mann vor sich mit einem leisen Lachen und schaute ihn mit seitlich geneigtem Kopfe schelmisch von unten herauf an. „Ähh, nein, nein, ich, ich, stotterte der Widrechtshäuser und fuhr sich verlegen mit der Hand über das Gesicht. Dann holte er tief Atem: „Ich wollte Euch eigentlich fragen wer Ihr seid, denn ich wohne schon seit Kindesbeinen da drüben auf dem Gehöft und habe Euch noch nie gesehen. „Ich weiß, antwortete die junge Frau. „Ich aber kenne Euch mittlerweile ganz gut! Als sie den erstaunten Blick des Widrechtshäusers sah, zeigte sie nach oben zu einer steil abfallenden Felswand: „Von dort oben habe ich beste Sicht auf Euren Hof und konnte Euer Kommen und Gehen stets genau beobachten.

Da ging dem Manne plötzlich ein Licht auf: „Ihr seid eine der wilden Frauen, die unser Gebirge bevölkern! stieß er hervor. „Ja, Ihr habt´s erkannt, lachte diese. „Aber keine Sorge, anders als viele meiner Schwestern bin ich den Menschen sehr wohlgesonnen. Dem Widrechtshäuser trat der Schweiß auf die Stirne, und er glaubte sich verhört zu haben, als die wilde Frau leise hinzufügte: „Und einem ganz besonders. Damit winkte sie den Mann näher zu sich und deutete ihm an, sich neben sie auf den Fels zu setzen. Eine Weile saßen die beiden in stummem Einvernehmen nebeneinander, bis die junge Frau sich erhob: „Ich muss nun zurück in meinen Berg, aber, sie fasste nach der Hand des Widrechtshäusers, als sie seinen ängstlichen Blick sah. „Aber morgen, eine Stunde vor Mitternacht werde ich wieder hier sein. Dann griff sie nach ihrem Spinnrad und verschwand hinter einem großen Felsblock.

Der Widrechtshäuser aber ging wie im Traume nach Hause zu seiner Frau, wo er sich jedoch sehr zusammen nehmen musste, dass diese ja nichts von seinem verzauberten Zustand bemerkte. Am nächsten Abend, einem Samstag, als seine Frau schon fest schlief, schlich er, zitternd und aufgeregt, schon lange vor der Zeit zum verabredeten Treffpunkt. Und wirklich, genau eine Stunde vor Mitternacht, trat die wilde Frau hinter dem großen Fels hervor. Der Widrechtshäuser war so glücklich über ihren Anblick, dass er sie, ohne darüber nachzudenken, in seine Arme schloss. Und die Wilde Frau ließ es gerne geschehen und schmiegte sich eng an ihn.

So traf sich das Paar von da an an vielen Samstagen, immer zur selben nächtlichen Stunde, und bald zeigte die wilde Frau dem Widrechtshäuser sogar den geheimen, versteckt liegenden Eingang, zu ihrer Höhle.

Doch die geheime Liebschaft Ihres Mannes, blieb der Widrechtshäuserin irgendwann nicht mehr verborgen. Sie war

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