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Sagen und Legenden aus Aachen: Stadtsagen Aachen
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Sagen und Legenden aus Aachen: Stadtsagen Aachen
eBook68 Seiten38 Minuten

Sagen und Legenden aus Aachen: Stadtsagen Aachen

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Über dieses E-Book

Erste Spuren vom heutigen Kurbad Aachen lassen sich bis in die Jungsteinzeit zurück verfol­gen, später folgten Besiedlungen durch die Kelten und Römer. Pippin der Jüngere erwähnte die Stadt erstmals schriftlich im Jahr 765 als Aquis villa. Sein Sohn, Karl der Große, machte Aachen einige Jahre später zu seiner Residenz und ordnete den Bau eines Schlosses und des Doms an. In den folgenden 600 Jahren bleibt die Stadt Krönungsort deutscher Könige. Im Jahr 1166 erhielt Aachen durch das Karlsprivileg Stadtrechte verliehen und wurde freie Reichsstadt.
SpracheDeutsch
HerausgeberJohn Verlag
Erscheinungsdatum1. Okt. 2015
ISBN9783942057431
Sagen und Legenden aus Aachen: Stadtsagen Aachen
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    Sagen und Legenden aus Aachen - Nadine Boos

    Sagen und Legenden aus Aachen

    Die Gründung der Stadt Aachen

    Die Stadt Aachen wurde über die Zeiten mehr als einmal gegründet und mehr als einmal ging sie unter. Sie versank im Vergessen, blühte erneut auf und stets war ihr Wiederaufleben prachtvoller und glänzender als jemals zuvor.

    Bereits in der Steinzeit siedelten Menschen, die in den umliegenden Hügeln nach Feuerstein gruben, an den heißen Quellen. Später erbauten die Kelten hier ihre Wohnsitze. Nach diesen errichteten die Römer an dieser Stelle ihre Thermen und Paläste. All diesen Völkern war gemeinsam, dass sie das heilkräftige Wasser der heißen, schwefelhaltigen Quellen, die in Aachen aus dem Boden hervortreten, verehrten. Es verwundert also niemanden, dass die Römer die Stadt gar nach einem Gott benannten. Grannus hielt seine schützende Hand über Wasser und Bäder, weshalb der römische Name für die Stadt „Aquae Granni lautet: die „Wasser des Grannus. Doch die Pracht der antiken Bäder und Paläste sollte schon bald dem Untergang geweiht sein. Mit dem Ende des Römischen Imperiums fiel die Siedlung der Vergessenheit anheim, bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem Karl der Große die Ruinen aus ihrem Schlaf erweckte.

    Karl entstammte dem Geschlecht der Karolinger. Er war Herrscher über das Frankenreich und zu dieser Zeit noch nicht zum Kaiser gekrönt sondern „König der Franken". Wie damals üblich kannte er keine Hauptstadt für sein riesiges Reich, sondern zog mit seinen Getreuen zu Pferde durch das Land. Dabei residierte er in den Pfalzen, sprach Recht, hörte, was seine Untertanen auf dem Herzen hatten und erinnerte sture Fürsten an die Steuern und andere Lehnspflichten. Wenn der Herrscher nicht in der Nähe weilte, vergaßen diese nur allzu gern ihre Verpflichtungen.

    Von Köln nach Maastricht war die Reise für damalige Verhältnisse sehr angenehm. Der Tross konnte eine alte Heerstraße der Römer nutzen und kam gut voran. Schließlich erreichten sie eine Gegend mit dichten Wäldern, die sich über ein sanft gewelltes Land zogen. Hier gönnte Karl seinen Männern eine Rast und ließ zur allgemeinen Unterhaltung eine Jagd ausrichten. Nicht ganz uneigennützig. Wie alle Franken war der König ein begeisterter Jäger, der seine Kraft und sein Geschick nur zu gern mit anderen Männern und mit dem Wild maß. Oft preschte er seinem Gefolge voraus, um das Wild von eigener Hand zu erlegen. So verhielt es sich auch an diesem Tag.

    Karl hatte bereits von weitem einen ungewöhnlich prächtigen Hirsch erspäht und gab seinem Pferd die Sporen um das Tier als erster zu erreichen. Schon bald fiel die Jagdgesellschaft hinter ihm zurück. In rasendem Galopp ging es immer tiefer in den Wald hinein, bis die Bäume so dicht standen, dass es für Pferd und König kein Durchkommen gab, während der Hirsch geschickt durch das Unterholz setzte.

    Atemlos von der Hatz suchte Karl nach einem Weg durch das Gestrüpp. Es war ihm nicht entgangen, dass die schmalen Wildpfade leicht bergab führten und er bald den Grund eines Tals erreichen würde. Bald sah er durch die Baumwipfel das Schimmern von Wasser und schöpfte Hoffnung, dass der Hirsch sich dorthin begeben hatte. Er tat einen kurzen Stoß in sein Horn, um seine Männer zur finalen Hatz zu rufen. Aber die Antwort klang fern und Karl fürchtete, dass die Beute ihm entkommen würde, wenn er jetzt auf sein Gefolge wartete. Deshalb entschloss er sich, den Weg durch den unwegsamen Wald fortzusetzen. Tatsächlich erspähte er kurz darauf auf einer Lichtung erneut das begehrte Wild. Der Hirsch aber

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