Genießen Sie von Millionen von eBooks, Hörbüchern, Zeitschriften und mehr - mit einer kostenlosen Testversion

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Sagen und Legenden aus Bremen: Stadtsagen Bremen
Sagen und Legenden aus Bremen: Stadtsagen Bremen
Sagen und Legenden aus Bremen: Stadtsagen Bremen
eBook73 Seiten42 Minuten

Sagen und Legenden aus Bremen: Stadtsagen Bremen

Bewertung: 0 von 5 Sternen

()

Über dieses E-Book

Die Freie Hansestadt Bremen ist das kleinste Land der Bundesrepublik Deutschland und wird zu den Stadtstaaten gezählt. Die ersten Siedlungen der späteren Hansestadt lagen auf einer Düne an der Weser, die sowohl Schutz vor Hochwasser als auch Zugang zu einer Furt bot. Im Jahre 787 unter Kaiser Karl der Große wurde die Stadt Bischofssitz und, 1186, mit dem Gelnhauser Privileg erhob Kaiser Barbarossa sie zur Reichsstadt. Die Anerkennung seiner Reichsunmittelbarkeit konnte Bremen im Dreißigjährigen Krieg durch das Linzer Diplom erreichen. Bis heute ist Bremen eine Stadt, die Historie und Moderne, Tradition und das Beschreiten neuer Wege auf das Vorbildlichste in sich vereinigt.
SpracheDeutsch
HerausgeberJohn Verlag
Erscheinungsdatum1. Okt. 2015
ISBN9783942057462
Sagen und Legenden aus Bremen: Stadtsagen Bremen
Vorschau lesen

Mehr lesen von Christine Giersberg

Ähnlich wie Sagen und Legenden aus Bremen

Titel in dieser Serie (34)

Mehr anzeigen

Rezensionen für Sagen und Legenden aus Bremen

Bewertung: 0 von 5 Sternen
0 Bewertungen

0 Bewertungen0 Rezensionen

Wie hat es Ihnen gefallen?

Zum Bewerten, tippen

    Buchvorschau

    Sagen und Legenden aus Bremen - Christine Giersberg

    Sagen und Legenden aus Bremen

    Die Bremer Stadtmusikanten

    In einem kleinen Dorf, ungefähr zwei Tagstrecken entfernt von Bremen, lebte dereinst ein Bauer, dem sein Esel viele Jahre lang die Getreidesäcke in die Mühle getragen hatte. Doch das graue Langohr wurde älter und älter und irgendwann begannen seine Kräfte zu schwinden. Dies bemerkte sein Herr und als der Esel eines Tages unter der schweren Last der Säcke fast zusammenbrach, hörte er wie dieser murmelte: „Jetzt wird es Zeit, jetzt muss er weg".

    In der Nacht darauf, als der Esel auf seiner Weide stand und aus Angst vor dem Schicksal, das ihm sein Herr wohl zugedacht hatte, nicht schlafen konnte, hob er den Kopf und schickte ein jämmerliches: „Ii aaa, Ii aaa!! hinauf zu dem langsam verblassenden Mond. Nach dem letzten „Ii aaa! stutzte er einen Moment, denn plötzlich war ihm eine Idee gekommen. „Eigentlich hört sich meine Stimme doch noch recht gut an. Ich denke, ich gehe als Stadtmusikant nach Bremen". Gedacht, getan. Der Esel machte sich sogleich auf den Weg.

    Als er so eine ganze Weile vergnügt vor sich hin getrabt war, mittlerweile stand schon die Sonne am Himmel, traf er an einer Weggabelung auf einen Jagdhund, der sich die Seele aus dem Leib heulte. Der Esel beugte sich zu dem Hund hinunter: „Nun, Packan, warum heulst du denn so jämmerlich? „Wuhuu, wuhuu!, jaulte der Hund. „Weil ich auf der Jagd nicht mehr so mithalten kann wie früher, will mich mein Herr totschlagen. Darum hab ich Reißaus genommen, aber womit soll ich denn nun mein Brot verdienen? „Nun, sprach der Esel, „komm mit nach Bremen. Ich will mich dort als Musikant verdingen. Ich zupfe die Laute und du kannst dann die Trommel schlagen. „Wauwau, wohlan, sprach der Hund, „so soll es denn sein.". Und schon wieder vergnügt, schloss er sich dem Esel an.

    Es dauerte nicht lange und da sahen sie eine graue Katze am Wegesrand sitzen, die ein tief betrübtes Gesicht machte, so betrübt, dass selbst ihre Barthaare traurig nach unten hingen. „Gott zum Gruße, Bartputzer, der Esel stupste die Katze vorsichtig mit dem Kopfe an, „Welche Laus ist dir denn über die Leber gelaufen? „Miauoooh, miauoooh, jammerte die Katze. „Mir soll´s an den Kragen gehen, weil ich alt und müde werde, meine Zähne stumpf und mein Gehör schlechter geworden ist, und ich lieber auf der Ofenbank liege, als Mäuse zu fangen, wollte mich meine Herrin ersäufen. Es gelang mir gerade noch, zu entkommen. Aber wo soll ich denn nun hin?

    „Bartputzer, antwortete der Esel, du verstehst dich doch so trefflich auf Nachtmusik! Drum komm mit uns nach Bremen, wo wir uns Arbeit als Musikanten suchen. Das hielt die Katze für eine gute Idee und so schloss sie sich frohgemut den beiden an. Als die drei sich auf ihrer Wanderung einem Bauernhof näherten, hörten sie schon von weitem ein nicht enden wollendes „Kikeriki, kikerikiiii! Als sie an dem Hof angelangt waren, sahen sie einen Hahn auf dem Tor sitzen, der den Hals in die Höhe gereckt, unermüdlich sein,„Kikerikii" krähte.

    „Iaa, iaa, meiner Seel, versuchte sich der Esel Gehör zu verschaffen. „Dein Geschrei geht einem ja durch Mark und Bein. Was ist denn mit dir los? „Kik, kik, kikt, was mit mir geschehen soll, antwortete der Hahn. „Da hab ich mein Lebtag lang für Ordnung im Hühnerhof gesorgt, abgesehen von dem vielen Nachwuchs, jeden Morgen getreulich den Tag angekündigt und jetzt das; der Hahn plusterte empört sein Gefieder auf, „nur weil sich für morgen, Sonntag, Gäste angekündigt haben, soll mir heute Abend die Köchin den Kopf abschlagen um mich morgen als Suppe den Gästen zu servieren. Und nun schreie und krähe ich eben solange ich es noch kann."

    „Eiaa, eiaa," beruhigte

    Gefällt Ihnen die Vorschau?
    Seite 1 von 1