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Islam reformiert Christentum: Was Christen von Muslimen lernen können

Islam reformiert Christentum: Was Christen von Muslimen lernen können

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Islam reformiert Christentum: Was Christen von Muslimen lernen können

Länge:
500 Seiten
6 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 15, 2018
ISBN:
9783743104334
Format:
Buch

Beschreibung

Ich war Islamkritikerin, ließ mich von den Medien manipulieren. Es ist ein Spiel mit der Angst!
Der Wahrheit musste ich auf den Grund gehen. Ich durchforstete die islamische Geschichte, wollte die politischen Zusammenhänge verstehen und den Koran genau studieren. Mein Ergebnis fasse ich nun in diesem Buch zusammen.
Mit Hass auf Religion, verstärkt durch Mitgefühl und Mitleid profitieren die Kritiker und Medien von steigernden Verkaufszahlen. Letztlich fordert der Islam die Christen heraus, ihren Glauben und die Bibel kritisch zu hinterfragen. Die Muslime konfrontieren die christliche Glaubensgemeinschaft mit deren Ideologien, Lebensweise und appellieren an die Fehlentwicklungen der Kirchengeschichte.
Nie war Aufklärung so notwendig wie heute. In diesem Buch versuche ich, auf offene Fragen historisch, politisch und wissenschaftlich einzugehen. Aus einem anderen Blickwinkel wird der Leser begreifen, dass das Christentum durchaus von islamischen Glaubensgrundsätzen lernen kann.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 15, 2018
ISBN:
9783743104334
Format:
Buch

Über den Autor

Rita Kuonen (1977) ist Fachfrau Gesundheit und machte das Nachdiplomstudium in Trans-kultureller Kommunikation und Ethik, absolvierte dann das Studium zu Betriebswirtschaft. Heute arbeitet sie als selbstständige Sozialberaterin und Coach.


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Buchvorschau

Islam reformiert Christentum - Rita Kuonen

Rita Kuonen, geboren 1977

Wichtiger Hinweis: Alle Inhalte ohne Gewähr.

Umwelthinweis: Dieses Buch wurde auf säure-, holz- und

chlorfreiem Papier PEFC (Program for the Endorsement of

Forest Certification Schemes) gedruckt.

Coverbild: www.pixelio.de

Textquellen: wikipedia; Lutherbibel; Zohar; IRF Islamic

Research Foundation

Verzeichnis

Vorwort

Die Heiligen Bücher

Die Bibel

Der Koran

Die Erschaffung des Menschen

Sündenfall - Erbsünde

Die Lehre des Christentums im Vergleich zum Islam

Maria (Maryam) - Mutter Jesus (Isa)

Jesus (Isa) - Gottessohn oder Prophet?

Mohammed - wahrer Prophet oder falscher Prophet?

Trinität und Monotheismus

Was die Kirche verschweigt

Die verschwiegenen Persönlichkeiten

Die Reinkarnationslehre

Vegetarismus der Urchristen

Apokryphe Evangelien

Das Urevangelium nach Matthäus

Evangelium nach Thomas

Evangelium nach Maria Magdalena

Evangelium nach Petrus

Evangelium nach Judas

Evangelium nach Barnabas

Die Wunder der Bibel und im Islam

Religionskriege, Ketzerjagd und Hexenverfolgung

Die Christianisierung

Die Kreuzzüge

Dschihad

Ketzerbewegungen

Verzeichnis der verbotenen Bücher

Hexenverfolgung

Die Frau im Islam

Die Revolution und die Moderne

Die Revolution

Menschenrechte

Islam reformiert das Christentum

Sexualität und Ehe

Polygynie

Konkubinat – Islamische Zeitehe (Mutah)

Die Herrin des Hauses

Homosexualität

Zinssystem

Aufklärung rund um die mediale Hetze:

Die Scharia

Sitten und Gebräuche

Schlusswort

Danksagung

Literatur

Die Autorin

Vorwort

Ich war Islamkritikerin, ließ mich von den Medien manipulieren und war fast so weit mich an Muslime anzufeinden! Es ist ein Spiel mit der Angst! In verschiedenen Sendungen beobachtete ich einige Islamkritiker. Wiederholt schien etwas nicht stimmig zu sein. Ihre Argumente standen etliche Male auf wackeligen Beinen. Vermehrt treten Kritiker in kontroversen Sendungen auf, brüsten sich damit den Islam zu kennen und genießen den selbst verherrlichenden Applaus des Publikums. Bin ich vor 23 Jahren ernsthaft zu einer barbarischen Religion konvertiert? Ich wollte es wissen. Dem musste ich auf dem Grund gehen. Ich durchforstete die islamische Geschichte, wollte die politischen Zusammenhänge verstehen und den Koran genau studieren. Mein Ergebnis fasse ich nun in diesem Buch zusammen und stelle beide Religionen, das Christentum und den Islam wissenschaftlich und politisch gegenüber.

Ich verstand, dass Islamkritiker absichtlich wichtige Details über den Islam verschweigen. Ihre Kritik hat nicht mehr viel mit Aufklärung zu tun. Andererseits geschieht es im Interesse der Verkaufszahlen. Eine typische Aussage wie beispielsweise; Mohammed habe sich vom friedlichen Propheten zum Kriegsführer verwandelt, ist manipulativ. Denn in der Anfangszeit von Mekka wurden Muslime verfolgt, enteignet und misshandelt. Auch der Prophet musste diese Misshandlungen und Enteignungen erfahren. Er ist der Prophet, dem am meisten Leid widerfahren ist. Diese Verfolgung ging so weit, dass die Muslime drei Jahre lang in minimalsten Existenzbedingungen und unter Angst in einem Tal lebten. Dennoch war es ihnen in dieser leidvollen Zeit nicht erlaubt, gewaltsam gegen die Mekkaner vorzugehen. Sie waren so gesehen Pazifisten. Als die Auswanderung nach Medina stattfand, konnte Mohammed sich als Oberhaupt, der dort lebenden Muslimen, Heiden und Juden behaupten. Er schrieb die gerechte Verfassung von Medina. Selbstverständlich gewann er an Macht. Die Wirtschaft florierte und es gab reichlich Vermögen. Zu Unrecht bezichtigen einige, Mohammed übte den Job eines Feldherren aus. Im Gegenteil er war so zu sagen „Politiker″. Wie man weiß entstand durch seine Verfassung einen organisierten Stadtstaat in Arabien und sie wurde dadurch stark. Die Mekkaner nahmen dies zweifelsohne als Bedrohung wahr. Daraufhin griffen die feindlichen Mekkaner die Muslime an. Nach dem errungenen Sieg schloss Mohammed mit seinen Feinden einen Friedensvertrag. Der Vertrag von Hudaybiyya. Dieser war wohlwollend und enthielt mancherlei Begünstigungen für seine Gegner. Der genannte Vertrag wird im Koran als großer Sieg gefeiert und nicht, wie es die Islamkritiker gerne darstellen, die Eroberung Mekkas. Übrigens mochte Mohammed nicht mit dem Schwert zu kämpfen. Die Muslime haben Mekka kampflos erobert, als sie den Friedensvertrag gebrochen haben. Die Muslime erließen eine Generalamnestie, zusätzlich gegenüber jenen, die zuvor barbarisch ihre Besitztümer plünderten und sie gequält haben.

Immer mehr Islamkritiker springen auf dieses Pferd und hoffen auf Erfolg. Den Zuschauer wird eine immer wiederholende und leicht angepasste Lebensgeschichte serviert, über welche ein Erstaunen ausgelöst wird. Einen solchen Hass auf Religion, verstärkt durch Mitgefühl und Mitleid des Westens, profitierten sie zusätzlich von steigernden Verkaufszahlen.

Sabatina James wollte ebenso auf dieses Pferd aufspringen, in dem sie ihren Lebenslauf etwas frisierte. Sie hat eine rührende Geschichte zu erzählen. Sie sollte zwangsverheiratet werden mit einem Cousin aus Pakistan. Sie werde, seitdem sie zum Christentum konvertierte, mit dem Tod bedroht. Sie hat einen Verein gegründet, indem sie Frauen helfen wolle, die von Zwangsverheiratung betroffen sind. Ihr richtiger Name übrigens ist Sarwat. Sie stammt aus einer pakistanischen Familie und ist mit 10 Jahren nach Österreich ausgewandert. Es herrschen erhebliche Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Botschafterin von Terre des Femmes. Die NEWS veröffentlichte 2003 einen Bericht: Unter anderem wurde gezeigt, dass James mit ihrem Cousin verheiratet war und im Jahr 2002 eine weitere Ehe in Ägypten für rund 7500 € Brautgeld einging. Das Interessante war jedoch, dass James im Jahr 2001 angeblich konvertiert sein will und im Jahr 2002 für Geld eine Ehe schloss, bei der sie unter Religion vor einem ägyptischen Amt, Islam eintragen ließ. Alles wurde schön dokumentiert. Damals ließ sich die Tochter einer angeblichen fundamentalistischen Familie obendrein nackt ablichten. Natürlich ging die Dame gegen die Bilder gerichtlich vor, doch ihre Glaubwürdigkeit gerät ins Wanken. Im Verlauf der ganzen Zeit deckten die Medien weitere Details auf. Zum Beispiel wurden die Vorwürfe, ihre Eltern wollten sie töten ad absurdum geführt. Dabei kamen zahlreiche Bekannte der Familie und von Sabatina zu Wort. Sie zeichneten das Bild einer geldgierigen Frau, die auf Ruhm aus sei. Folglich kann dieser Islamkritikerin keinen Glauben geschenkt werden.

Ich bin mir gewiss, das Volk muss keine Angst vor dem Islam haben. Letztlich fordert der Islam die Christen heraus, ihren Glauben und die Bibel kritisch zu hinterfragen sowie sich endlich mit der christlichen Historik auseinanderzusetzen. Die Muslime konfrontieren die Glaubensgemeinschaft mit deren Ideologien, Lebensweise und appellieren an die Fehlentwicklungen der Kirchengeschichte. Den Kleriker scheint das Wohl der Mitglieder, nicht großartig zu interessieren, geschweige wie Christen mit den Geschwistern umgehen. Der Kirche fehlt es schlicht an Glaubwürdigkeit. Muslime können ihnen in der Hinsicht als Vorbild dienen, wie man einen interreligiösen Dialog führt und sich mit der wahren Botschaft des jeweiligen Propheten auseinandersetzt.

Ich beobachte, genau hier wiederholt sich die Geschichte des Christentums erneut. Damals als im alten Rom die Wissenschaft als Ketzerei abgetan wurde, waren die Muslime in Sache Forschung und mit ihrer Offenheit fremden Kulturen gegenüber, den Christen weit voraus. Seit vielen Jahren schon laufen den christlichen Kirchen die Mitglieder davon, dessen ungeachtet stagniert sie, ruht sich auf die Reformation aus und glaubt, sie müsse sich nicht weiterentwickeln. Während Muslime sich mit ihren Dogmen und Denkmuster auseinandersetzten, werden sie erneut eher oder später fortschrittlicher sein als die Christen.

Politiker und Banken scheuen sich allerdings vor der islamischen Gesinnung. Durch die Islamisierung würden diese enorm an Gewinne und Macht verlieren. Ist es das, was sie befürchten? Der Islam verbietet den Zins sowie unethisches Handeln. Es ist beispielsweise verboten mit Waffen, pornografischen Werken und Alkohol sowie Drogen Handel zu betreiben. Übrigens hat die Islamic Banking unter der Wirtschaftskrise keinesfalls so gelitten wie die hiesigen Banken. Was heißt das konkret? Käme es zur Umwälzung, indem ein ethisches Finanzsystem entstünde, gingen den westlichen Banker all die Einnahmen aus den unethischen Handelsgüter verloren. Die Boni der Direktoren wären zunichte. Der Islam lehnt die Anhäufung von Reichtümern ab. Eine Säule des Islams bildet die Zakat-Spende, sprich die vorgeschriebene Almosensteuer an die Bedürftigen und Armen. Diese kalkuliert sich nach allen Abzügen auf 2.5%. Stellen Sie sich einmal die immensen Summen vor, von denen die Politiker und Banker an Armen und Bedürftigen abgeben müssten! Diese wären enorm! Andererseits würde es den Wohlstand der Gesellschaft anheben. Argwöhnen die Einflussreichen deshalb den Islam, weil sie diese Auswirkungen erahnen? Immerhin bremst er die Geldgier und den Egoismus. Gegner versuchen derzeit Einfluss zu nehmen und machen die Muslime mundtot, mit dem einfachsten Weg durch die Medien.

Der Islam wirft Fragen auf. Bringen Themen zur Sprache, die sonst nie kritisch hinterfragt worden wären. Ein Beispiel ist das fragwürdige Zinssystem, die Frauendiskriminierung in der Arbeitswelt, die frauenfeindliche Werbung mit softpornoprafischen Darstellungen und die zunehmende Kritik gegenüber der Alkoholwerbung. All diese Themen wurden Jahre unter dem Teppich gekehrt und stillschweigend akzeptiert. Dank Islam werden sie zunehmend zum Gespräch.

Nie war die Aufklärung des Islam so notwendig wie heute. In diesem Buch versuche ich auf offene Fragen historisch, politisch und wissenschaftlich einzugehen. Aus einem anderen Blickwinkel wird der Leser begreifen, dass das Christentum durchaus von islamischen Glaubensgrundsätzen lernen kann. Ich bin überzeugt, dass der Islam mit der Zeit das Christentum durchaus reformieren wird.

Die Heiligen Bücher

Die Bibel

Wie entstand die Bibel? Die lateinische Bibelübersetzung wird als Vulgata bezeichnet. Es ist die Bibel, die sich seit der Spätantike gegen andere ältere lateinische Übersetzungen durchgesetzt hat. Unter Papst Damasus I. begann Hieronymus, die Evangelien ins Lateinische zu übersetzten. Nach dem Tod des Papstes 384 zog Hieronymus nach Bethlehem und wandte sich der Übersetzung des Alten Testaments zu.

Wir finden zahlreiche wesentliche Widersprüche in der Bibel. Zahlreiche Autoren ließen unterschiedliche Betrachtungsweisen in diesem Buch mit einfließen. Erklärt man alles zu „Gottes Wort″, erhält man ein irrsinniges Gottesbild. Einmal soll Gott etwas gesagt haben und ein andermal widerspricht er sich. Dazu ein einfaches Beispiel. Im Jakobusbrief (2,14.24) des Neuen Testaments heißt es: „Was hilft´s, liebe Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, und hat doch keine Werke? Kann denn der Glaube ihn selig machen? So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glaube allein.″ Im Paulusbrief (3,28) an die Römer steht aber das glatte Gegenteil, nämlich: „So halten wir nun dafür, dass der Mensch gerecht wird ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben.″

Ein weiteres Beispiel im 2. Buch Mose, Kapitel 20 werden die Zehn Gebote genannt, die Gott durch Mose übermittelt hat: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. 3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. 4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist: 5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, 6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten. 7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht. 8 Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst. 9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 10 Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. 11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. 12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird. 13 Du sollst nicht töten. 14 Du sollst nicht ehebrechen. 15 Du sollst nicht stehlen. 16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. 17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.″

In Kapitel 34 heißt es dann erneut, hier würden nun die Zehn Gebote aufgezählt, die Mose von Gott erhalten habe. Dieses Mal werden ganz andere Gebote genannt als im 20. Kapitel: „Siehe, ich will einen Bund machen vor allem deinem Volk und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und unter allen Völkern, und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des HERRN Werk; denn wunderbar soll sein, was ich bei dir tun werde. 11 Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir herausstoßen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter. 12 Hüte dich, dass du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des Landes, da du hineinkommst, dass sie dir nicht ein Fallstrick unter dir werden; sondern ihre Altäre sollst du umstürzen und ihre Götzen zerbrechen und ihre Haine ausrotten; denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heißt ein Eiferer; ein eifriger Gott ist er. Dass du nicht einen Bund mit des Landes Einwohnern machest und wenn sie ihren Göttern nachlaufen und opfern ihren Göttern, sie dich nicht laden und du von ihrem Opfer essest, … Du sollst dir keine gegossenen Götter machen. 18 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Ägypten gezogen. 19 Alles, was die Mutter bricht, ist mein; was männlich sein wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf. 20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lösen. Wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen. Und dass niemand vor mir leer erscheine! 21 Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, mit Pflügen und mit Ernten. 22 Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Weizenernte und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist. 23 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist, erscheinen vor dem Herrscher, dem HERRN und Gott Israels. 24 Wenn ich die Heiden vor dir ausstoßen und deine Grenze erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, die weil du hinaufgehst dreimal im Jahr, zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott. 25 Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern neben gesäuertem Brot und das Opfer des Osterfestes soll nicht über Nacht bleiben bis an den Morgen. 26 Die Erstlinge von den Früchten deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch. 27 Und der HERR sprach zu Mose: Schreib diese Worte: denn nach diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht. Und er war all da bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig Nächte und aß kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die Zehn Worte.″

Die einzige plausible Erklärung für diese Änderung wäre, dass diese Texte verändert wurden, aufgrund dessen, da die Gelehrten für ihren üppigen Fleischgenuss bekannt waren. Deswegen sollte Mose Gott Tieropfer darbringen, um dies zu untermalen, und rechtfertigen. Dazu schreibt der Kirchenvater Clemens von Alexandria: „Die blutigen Opfer aber, glaube ich, wurden nur von Menschen erfunden, welche einen Vorwand suchten, um Fleisch zu essen.‘ Von einigen Religionen wurden diese Tieropfer von Priester vollzogen, um anschließend das Fleisch verzehren zu können, obwohl dies klar untersagt war.

Wer die Bibel aufmerksam und kritisch durchliest, kann an einigen Stellen die Fälschungen selber entlarven, zum Beispiel durch den Propheten Jeremia 7.21: ‚Ich habe euren Vätern an dem Tage, als ich sie aus Ägypten führte, nichts gesagt noch geboten von Brandopfer und Schlachtopfern, sondern dies habe ich ihnen geboten: Gehorcht meinem Wort, so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein.‘

Das ist ein derartiger Widerspruch zu den Bücher Mose, die uns heute vorliegen, die sogar detailliert beschreiben, wie man ein Tier zu schlachten hat. Jeremia ist nicht der einzige Prophet, der das Schlachtopfer zu Passah ablehnte. Jesaja sagt: ‚Ich habe keinen Gefallen am Blut des Stieres, Lämmer und Böcke. Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel.‘ Der Prophet Hosea 6.6 spricht: ‚Ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis Gottes und nicht am Brandopfer.‘

Dies bekräftigt der Prophet Amos 5.21: ‚Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag eure Versammlungen nicht riechen. Und wenn ihr mir auch Brandopfer und Speiseopfer opfert, so habe ich keinen Gefallen daran und mag auch eure fetten Dankopfer nicht ansehen.‘

Gibt es noch Zweifel, dass die Bibel doch nicht gefälscht wurde, wenn die Widersprüche selber durch die eigenen Propheten aufgedeckt werden?

Darüber hinaus fand Hieronymus in den Texten keine einzige Übereinstimmung und teilte dies dem Papst mit. Hilflos saß er vor häufigen widersprüchlichen Texten, dass er zum Teil überfordert war, diese einheitlich zusammenzubringen. Ich habe die Bibel aufmerksam durchgelesen und sie ergab überhaupt keine einheitliche Lehre, geschweige ein einheitliches Gottesbild. So verstehe ich die Aussage des atheistischen Philosophen Ludwig Feuerbach: „Der Mensch schuf Gott nach seinem Bild″.

Die etlichen abweichenden Gottesbilder in der Bibel, die nebeneinander existieren, werden durch die verschiedenen kirchlichen Konfessionen aufrechterhalten. Es stamme doch alles von einem all weisen und allmächtigen Gott. Es zeigt sich klar, dass in der Bibel diese Vorstellungen vielfach miteinander im Widerstreit liegen. So wie der Glaube des Politikers, einen Krieg mit der Bibel begründen zu können, eben im Widerstreit liegt mit dem Glauben des Pazifisten.

Was sagte Hieronymus einst zu diesen Widersprüchen? Nachfolgend ein Auszug aus seinem Brief, den er an Papst Damasus I. schrieb: „Du zwingst mich, ein neues Werk aus einem alten zu schaffen, gleichsam als Schiedsrichter zu fungieren über Bibelexemplare, nachdem diese (seit langem) in aller Welt verbreitet sind, und, wo sie voneinander abweichen, zu entscheiden, welche mit dem authentischen griechischen Text übereinstimmen. Es ist ein Unterfangen, das ebenso viel liebevolle Hingabe verlangt, wie es gefährlich und vermessen ist; über die anderen zu urteilen und dabei selbst dem Urteil aller zu unterliegen; in die Sprache eines Greises ändernd einzugreifen und eine bereits altersgraue Welt in die Tage ihrer ersten Kindheit zurückzuversetzen. Wird sich auch nur einer finden, sei er gelehrt oder ungelehrt, der mich nicht, sobald er diesen Band (die Überarbeitung der Evangelien) in die Hand nimmt und feststellt, dass das, was er hier liest, nicht in allem den Geschmack, dessen trifft, was er einmal in sich aufgenommen hat, lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern? Zwei Überlegungen sind es indes, die mich trösten und dieses Odium auf mich nehmen lassen: zum einen, dass du, der an Rang allen anderen überlegene Bischof, mich dies zu tun heißest; zum anderen, dass, wie auch meine Verleumder bestätigen müssen, in differierenden Lesarten schwerlich die Wahrheit anzutreffen ist. Wenn nämlich auf die lateinischen Texte Verlass sein soll, dann mögen sie bitte sagen: Welchen? Gibt es doch beinahe so viele Textformen, wie es Abschriften gibt! Soll aber die zutreffende Textform aus einem Vergleich mehrerer ermittelt werden, warum dann nicht gleich auf das griechische Original zurückgehen und danach all die Fehler verbessern, ob sie nun auf unzuverlässige Übersetzer zurückgehen, ob es sich bei ihnen um Verschlimmbesserungen waghalsiger, aber inkompetenter Textkritiker oder aber einfach um Zusätze und Änderungen unaufmerksamer Abschreiber handelt? … Ich spreche nun vom Neuen Testament: … Matthäus, Markus, Lukas, Johannes; sie sind von uns nach dem Vergleich mit griechischen Handschriften – freilich alten! - überarbeitet worden. Um jedoch allzu große Abweichungen von dem lateinischen Wortlaut, wie man ihn aus den Lesungen gewohnt ist, zu vermeiden, haben wir unsere Feder im Zaum gehalten und nur dort verbessert, wo sich Änderungen des Sinns zu ergeben schienen, während wir alles übrige so durchgehen ließen, wie es war.″

(Vorrede zum Neuen Testament; zit. nach A. M. Ritter, Kirchen- und Theologiegeschichte in Quellen, Bd. 1 - Alte Kirche, 1. Auflage 1977, S. 181 f.; im Original bei J. P. Migne, Patrologiae cursus completus, series Graeca (MPG) 29, Sp. 525 ff.)

Der Verfasser Hieronymus schreibt weiter, dass nicht wahr ist, was voneinander abweicht und spricht von „Verschlimmbesserungen, Unzuverlässigkeiten und Abschreibfehlern″. Im römisch-katholischen Katechismus erhält die überarbeitete Bibel das Dogma als „fehlerlos″.

Was hören wir vom Vatikanischen Konzil über die Bibel? Dogmatische Konstitution DEI VERBUM über die göttliche Offenbarung ist Folgendes nachzulesen: „Das von Gott Geoffenbarte, das in der Heiligen Schrift enthalten ist und vorliegt, ist unter dem Anhauch des Heiligen Geistes aufgezeichnet worden; denn aufgrund apostolischen Glaubens gelten unserer heiligen Mutter, der Kirche, die Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes in ihrer Ganzheit mit allen ihren Teilen als heilig und kanonisch, weil sie, unter der Einwirkung des Heiligen Geistes geschrieben (vgl. Joh 20,31; 2 Tim 3,16; 2 Petr 1,19-21; 3,15-16), Gott zum Urheber haben und als solche der Kirche übergeben sind (1). Zur Abfassung der Heiligen Bücher hat Gott Menschen erwählt, die ihm durch den Gebrauch ihrer eigenen Fähigkeiten und Kräfte dazu dienen sollten (2), all das und nur das, was er – in ihnen und durch sie wirksam (3) – geschrieben haben wollte, als echte Verfasser schriftlich zu überliefern (4).″

Das ist eine gegenteilige Aussage von Hieronymus, der von der Kirche heilig gesprochen wurde und nun als Kirchenvater verehrt wird. Hieronymus meinte selber, was die Aussage im Bezug zu den Legenden und Erzählungen des Altes Testamentes, welche durch den Heiligen Geist inspiriert worden sein soll, Zitat: „er wisse nicht wer die Lüge hat einfallen lassen.″ Er unterscheidet deutlich: „Etwas anderes ist es nämlich, Prophet, etwas anderes, Übersetzer zu sein. Beim Prophezeien sagt der Geist Künftiges voraus, beim Übersetzen kommt es auf gelehrtes Wissen und einen reinen Wortschatz an, ferner auf das Verständnis dessen, was übersetzt werden soll.″ Ihm waren oft die Hände gebunden, da Papst Damasus jeden Satz genau kontrollierte und ihn dazu aufforderte dieses oder jenes zu ändern, wenn ihm etwas nicht passte.

Vor mehr als 1800 Jahren wurde zusätzlich Marcion als Ketzer und Bösewicht bezeichnet. Er taucht in der Kirchengeschichte immer wieder auf, wenn es um den rechten Kanon der Heiligen Schrift geht und um das älteste Evangelium gestritten wird. Marcion soll ein reicher Kaufmann gewesen sein. Er kam nach Rom und schloss sich der christlichen Gemeinde an. Seine radikale Theologie weckte bald Widerspruch. 144 wurde er exkommuniziert. Daraufhin reiste er nach Osten und Anhänger schlossen sich ihm an. Diese Marcioniten sollen in manchen Gebieten zahlreicher als ihre orthodoxen Gegner gewesen sein, von denen sie als Gnostiker verdammt und verfolgt wurden. Erst im 7. Jahrhundert wurden die Gnostiker und seine Schriften endgültig getilgt.

Historiker Karl Heinz Deschner hält fest: „In Wirklichkeit existiert kein Original, blieb weder ein neutestamentliches noch überhaupt ein biblisches Buch in seinem ursprünglichen Wortlaut erhalten. Demgegenüber liegen ferner die ersten Abschriften nicht vor. Lediglich findet man Abschriften von Abschriften von Abschriften. Der heutige Text des Neuen Testaments ist ein Mischtext. Das heißt, er wurde aus den verschiedensten Überlieferungen zusammengestückelt.″

Die Bibel teilt sich in mehreren Abschnitten auf. Ein Abschnitt ist das Alte Testament. Diese ist wiederum wie folgt aufgeteilt:

Thora (Gesetz): 1. - 5. Mose

Nebiim (vordere Propheten): Josua, Richter, Samuel, Könige

Nebiim (hintere Propheten): Jesaja, Jeremia, Hesekiel, 12 Prophetenbuch

Ketubim (Schriften): Psalmen, Hiob, Sprüche, Rut, Hohelied, Prediger, Klagelieder, Ester, Daniel, Esra / Nehemia, Chronik

Wir finden diese Einteilung in der Bibel erwähnt:

Jos 1,8 Gesetz

Mt 5,17 Gesetz und Propheten

Alle Bestandteile des AT werden erwähnt in:

Lk 24,44 „Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch gesagt habe, als ich noch bei euch war: Es muss alles erfüllt werden, was von mir geschrieben steht im Gesetz des Mose, in den Propheten und in den Psalmen.″

Buch Mose (Genesis)

Schöpfung, Erzvatergeschichten als Vorgeschichte der Israeliten

Buch Mose (Exodus)

Auszug Israels aus Ägypten, Bundesschluss am Sinai

Buch Mose (Levitikus)

Ritual- und Opfergesetze, Weisungen zum Bau der Stiftshütte

Buch Mose (Numeri)

Wüstenwanderung Israels

Buch Mose (Deuteronomium)

Abschiedsrede des Mose als Wiederholung vieler Gebote,

Rückblick auf den Exodus

Josua

Eroberung Kanaans, Aufteilung unter den zwölf Stämmen Israels

Richter

Wiederholte Unterwerfung Israels und Befreiung durch die Richter

Rut

Lebensgeschichte Ruts

1. und 2. Samuel

Leben Samuels, Anfänge des Königtums in Israel unter Saul und David

1. und 2. Könige

Frühes Königreich Israel, Teilung des Landes, die Propheten Elija und Elischa

1. und 2. Chronik

Bericht vom Königtum Davids bis zum Babylonischen Exil

Esra

Wiederaufbau des Tempels, Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft, soziale und religiöse Reformen

Nehemia

Wiederaufbau der Mauern Jerusalems, Restauration der Thora als Staatsgesetz

Tobit

Lebensgeschichte Tobits

Judit

Tötung des nebukadnezaischen Generals Holofernes und Rettung Israels durch Judit

Ester

Rettung Israels durch Ester vor einem Vernichtungsschlag durch die Perser, Einsetzung des Purim-Festes

Makkabäer

Unabhängigkeitskämpfe der Makkabäer gegen die Seleukiden

Makkabäer

Vorgeschichte des Makkabäeraufstands

Makkabäer

Erfolgloser Versuch Ptolemaios’ IV., die Juden in Alexandrien zum Dionysoskult zu zwingen und nach deren Weigerung zu vernichten

Makkabäer

Philosophische Rede über die „Herrschaft der Vernunft über die Triebe"

Lehrbücher und Psalmen

In den Lehrbüchern und Psalmen wird die Geschichte und Theologie des Volkes Israel wiedergegeben. Die Lehr- oder poetischen Bücher wurden erst in nachexilischer Zeit und damit relativ spät in den Kanon des Alten Testaments aufgenommen.

Grossen Propheten

Als große oder hintere Propheten gelten Jesaja; Jeremia; Daniel; Ezechiel.

Zwölfprophetenbuch

Sie werden im Judentum als das Dodekapropheton bezeichnet, was auf Deutsch als kleine Propheten bekannt ist. Diese sind Hosea; Joel; Amos; Obadja; Jona; Micha; Nahum; Habakuk; Zefanja; Haggai; Sacharja; Maleachi.

Das Neue Testament

Dieses umfasst 27 Bücher und wird ähnlich wie das Alte Testament aufgegliedert. Die Lutherbibel hat entgegen den anderen Bibeln die Hebräer- und Jakobusbriefe hinter die drei Johannesbriefe gesetzt, mit folgender Begründung, dass beim Hebräerbrief es an der Verfasserangabe fehle und beim Jakobusbrief mit der Tatsache, dass der Opfertod von Jesus und seine Auferstehung nicht erwähnt werden.

Das Neue Testament teilt sich ebenfalls in den vier Evangelien (Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) auf, die sich mit dem Leben Jesus auseinandersetzen. Das Wort „Evangelium″ stammt aus dem Griechischen und heißt übersetzt „frohe Botschaft″. Zum neuen Testament gehören zusätzlich die Apostelgeschichte, die Apostelbriefe, Paulusbriefe, Hebräerbriefe und die katholischen Briefe sowie das apokalyptische Buch.

Wie viel Evangelien gibt es wirklich? Neben den vier bekannten Evangelien, die für die Bibel auserwählt wurden, gab es noch zahlreiche weitere Evangelien und Briefe. Häufige neutestamentliche Apokryphen sind nicht vollständig im Original erhalten, hingegen nur in Fragmenten. Häufig wurden die Schriften unter einem Namen eines bekannten Apostels oder Jüngers Jesu als Pseudepigraf verbreitet. Seit den Funden von Nag Hammadi, der eine umfangreiche gnostische Bibliothek erschloss, wurden einige bisher nur dem Namen nach oder auch gar nicht bekannte Texte in koptischen Versionen wiederentdeckt, darunter:

das Petrusevangelium (wiederentdeckt 1886)

die Oxyrhynchus Papyri (1897 ausgegraben, nur ein kleiner Teil ist bisher publiziert)

der Egerton-Papyrus (1935)

das Thomasevangelium (unter den Schriften von Nag Hammadi)

In mehreren Briefen verwies Hieronymus Papst Damasus darauf hin, dass es ein Urevangelium gäbe, nämlich das vom Apostel Matthäus. Dieses Urevangelium habe Matthäus selber geschrieben und wurde von Hieronymus übersetzt. In einem weiteren Brief kritisierte er, die unübersehbaren Unstimmigkeiten des Matthäusevangeliums im Neuen Testament. Die Kirche wollten die Worte des Urevangeliums nicht hören. Dieses Urevangelium nach Matthäus blieb außen vor. Sie wurden durch andere Schriften ersetzt und mit einer Überschrift „Matthäus″ versehen.

Mit einem Blick in der Bibel stellen wir bald mal fest, dass Gott der alleinige Schöpfer der Erde ist. Wir lesen die Entstehungsgeschichte und später erkläre ich Ihnen wie es zu diesen Motiven kam: Buch Genesis – 1. Mose 1:

1 Als Gott mit der Schöpfung von Himmel und Erde begann, 2 gab es die Erde noch gar nicht: Finsternis herrschte über dem Wasser und ein göttlicher Sturmwind fegte über die Fluten. 3 Da sprach Gott: „Helligkeit soll entstehen! - und Helligkeit entstand. 4 Gott sah, dass die Helligkeit gut war. Er teilte Helligkeit und Finsternis; die eine nannte er „Tag und die andere nannte er „Nacht. 5 Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein „Tag. 6 Dann sprach Gott: „Ein Schalenförmiges soll im Wasser entstehen und das Wasser teilen! - so geschah es auch. 7 Gott machte das Schalenförmige und teilte so das Wasser auf in das Wasser unterhalb des Schalenförmigen und das Wasser oberhalb des Schalenförmigen. 8 Gott nannte dieses Schalenförmige „Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: Ein zweiter Tag. 9 Dann sprach Gott: „Das Wasser soll sich an einem Ort sammeln und Trockenes freigeben! - so geschah es auch. 10 Gott nannte dieses Trockene „Erde, das gesammelte Wasser dagegen nannte er „Meer. Gott sah, dass es gut war. 11 Und Gott sprach weiter: „Auf der Erde soll es grünen und blühen! Getreide soll wachsen, das Frucht trägt, und Bäume, die Früchte tragen! - so geschah es auch. 12 Die Erde grünte und blühte und all die verschiedenen Arten von Getreide und Fruchtbäumen sprossen empor.

In Jesaja 45,18 ist weiter zu lesen: „Denn so spricht der HERR, der den Himmel geschaffen hat – er ist Gott; der die Erde bereitet und gemacht hat – er hat sie gegründet; er hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie bereitet, dass man auf ihr wohnen solle: Ich bin der HERR, und sonst keiner mehr."

Wie kommt Gott darauf die Wasser zu spalten und die Ausdehnung „Himmel″ zu nennen? Der Gedanke stammt vom sumerischen „Lob der Hacke″, wo dieses landwirtschaftliche Werkzeug ausführlich gepriesen wird. Dort heißt es: „Der Herr, dessen Entscheidungen unabänderlich sind, Enlil, beeilte sich, den Himmel von der Erde zu trennen".

Es ist einer der ältesten und bekanntesten Schöpfungsmythen der westlichen Welt. Diese Motive der Sumerer können wir in der Bibel zum Teil nachlesen. Bekanntermaßen wurden diese dort übernommen. Die sumerische Religion gilt als erste schriftlich fassbare Religion der Region Mesopotamiens; sie inspirierte in den nachfolgenden Zeitepochen viele Kulturen.

Diese modernen Theorien kannten übrigens die Menschen im alten Ägypten genauso. ‚Die Erde entstand aus dem Wasser. Aus diesem erhoben sich ein Urhügel und nach und nach die gesamten Lebewesen. Die Vorstellung über das unendliche Meer in der Dunkelheit, der durch seine Stimme Gott Atum aus sich selbst materialisiert. Atums leuchtendes Auge sendet Lichtstrahlen in die Dunkelheit und über das Meer. Atum schafft, wiederum durch Stimme einen Ort, einen Hügel, um sich auszuruhen. Zu Kraft gekommen, kreiert Atum Shu, Gott des Windes und des Atems sowie Tefnut, Göttin des Wassers, die die Welt erschaffen sollen. Er sendet das erste Auge als Licht über den Himmel der neuen Welt, also die Sonne. Die Wärme der Sonne soll Ra, den Größten aller Götter erwecken. Über die Rückkehr von Shu und Tefnut vor Glück weinend, entstehen – aus den Freudentränen – die ersten Menschen der Welt. Wir sind die Kinder von Shu und Tefnut und sollen Erde und Himmel bewohnen. Atum gibt den Menschen die Aufgabe für diese Welt zu sorgen, genauso wie er für die Menschen sorgt. Er erschafft Samen, Pflanzen und Tiere, um sie den Menschen zu übergeben.‘

Dieses strahlende Auge im Dreieck können wir noch heute in Kirchen beobachten. Es soll der all sehende Gott darstellen. Das Motiv wurde von den heidnischen Ägyptern übernommen. Zu sehen ist es zugleich auf den 1 Dollarschein. Die Kirche arbeitete nicht selten mit solchen heidnischen Symbolen, was wiederum beweist, dass die Gelehrten an deren Macht glaubten. Sie eigneten sich das heidnische Wissen an.

Die Ursprünge der Bibel verbergen sich im Judentum. Wir denken, dass das Alte Testament nichts anderes als die Thora ist. Die Juden kennen eine weitere verborgene Schöpfungsgeschichte, und zwar die der Kabbala. Die Schriften der Kabbala wurden verschlüsselt niedergeschrieben. Sie bleiben bloß wenigen jüdischer Gelehrten vorbehalten. Auserwählte Rabbis wurden in der mystischen Tradition des Judentums der Kabbala eingeführt. Sie steht in einer jahrhundertelangen mündlichen Überlieferung, deren Wurzeln sich im Tanach, der Heiligen Schrift des Judentums, finden. Die Basis kabbalistischer Traditionen ist die Suche des Menschen nach der Erfahrung einer unmittelbaren Beziehung zu Gott. Es gibt keine allgemeingültige kabbalistische Lehre, da verschiedene Schulen und Lehren der Kabbala verbreitet sind. Die Bezeichnung Kabbala bedeutet ‚Überlieferung‘ oder ‚Weiterleitung‘ und stammt aus dem Hebräischen. In der kabbalistischen Lehre hat Gott die Welt mit den 22 Buchstaben der hebräische Schrift erschaffen. „Und Gott sprach, es werde Licht!″ Die 22 Buchstaben der hebräischen Schrift waren demnach die Zeichen der Schöpfung. „Das Buch der Schöpfung ″, also „Sefer Jetzira″, wie es auch genannt wird, erzählt detaillierter über die Schöpfungsgeschichte als die Geschichte, die wir aus der Bibel kennen. Gott nahm zum Beispiel die drei Buchstaben Alef, Bet und Nun, diese ergeben das Wort oban = Stein. Indem er diese drei Buchstaben nahm, entstand ein Stein. Die ganze Welt sei entstanden, in dem er die Buchstaben mit Zahlen kombinierte. Die Rabbis hielten die Weisheit für zu mächtig für einen gewöhnlichen Mann, somit behielten sie das Wissen für sich. Die Weisheit gaben sie ausschließlich Eingeweihten weiter.

Der Koran

Die Schöpfungsgeschichte im Koran ist zwar spartanisch beschrieben aber dennoch höchst interessant.

In Sure 41,8 ff wird berichtet, dass Gott die Erde in zwei Tagen schuf, Berge über sie setzte und ihr in vier Tagen die Nahrung

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