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Wie ich als junge Frau meine Haare verlor
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eBook49 Seiten42 Minuten

Wie ich als junge Frau meine Haare verlor

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Über dieses E-Book

Mit Ende Zwanzig ändert sich das Leben von Renate Winterhalter vollkommen: Sie verliert in relativ kurzer Zeit ihre Haare, Wimpern und Augenbrauen. Lange hat ihr Problem keinen Namen, bis ein Arzt kreisrunden Haarausfall diagnostiziert. Doch die eigentliche Ursache für den totalen Haarausfall kommt erst viele Jahre später ans Tageslicht. Eine Homöopathin verordnet Renate ein Mittel, damit sie sich morgens nach dem Aufwachen an ihre Träume erinnern kann. Und so findet Renate heraus, dass ein traumatisches Erlebnis in ihrer Kindheit bei ihr zu einer Trennungsangst geführt hat, die sie als Erwachsene erneut durchleben musste. In „Wie ich als junge Frau meine Haare verlor“ beschreibt Renate Winterhalter ihren Kampf gegen diese Krankheit, die zwar ihr Leben nicht bedroht, aber bis heute einschränkt. Das Buch ist ein Appell an alle Betroffenen, den Mut nicht zu verlieren, und an alle Nichtbetroffenen, mehr Verständnis aufzubringen.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum1. Apr. 2013
ISBN9783837251746
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    Buchvorschau

    Wie ich als junge Frau meine Haare verlor - Renate Winterhalter

    Perücke

    Neue Herausforderung

    Es war März 1982. Ich fing in Bonn als Floristin an. Davor arbeitete ich in Genf. Zwischen diesen beiden Stellen hatte ich zwei Monate frei, denn ich wollte mich unbedingt von dem stressigen Job in Genf erholen.

    In der Schweiz kannte ich keine 40-Stunden-Woche. Ich musste 45 Stunden arbeiten. Da ich genügend Französisch sprach, durfte ich die Kunden bedienen, das war sozusagen eine Ehre. Wir hatten nämlich sehr berühmte Kunden. Mein Chef war sehr anstrengend. Seine ständigen Stimmungsschwankungen waren für uns Angestellte oft nur sehr schwer zu ertragen. Daher brauchte ich dringend eine Erholungsphase. Zum Glück konnte ich jederzeit zu meinen Eltern fahren. Also war ich erst einmal zwei Monate bei ihnen in Süddeutschland. Kaum waren diese um, brauchte ich wieder eine neue Herausforderung.

    Durch eine Fachzeitschrift für das Floristenhandwerk war dies kein Problem. Schließlich wollte ich auch nicht in Süddeutschland bleiben. Daher bewarb ich mich in verschiedenen Orten Deutschlands. Das heißt, ich stellte mich dort vor. Weil ich gerne reise, sah ich darin kein Problem. Unter anderem stellte ich mich in Bonn vor. Dort suchte man eine Floristin in leitender Position. Die Stelle sagte mir zu und Bonn als Wohnort ebenfalls. Das war ja auch ein wichtiger Aspekt.

    Somit hatte ich wieder ein neues Ziel. Mit einem Zimmer half mir meine Chefin. Für‘s Erste tat es dieses Zimmer erst einmal.

    Als ich anfing, hatte noch ein Florist für ein paar Wochen diese Position inne. Zuerst verhielt er sich mir gegenüber zurückhaltend. Später verstanden wir uns gut. Er verließ die Arbeitsstelle, um das Geschäft seiner Mutter zu übernehmen. Wir haben übrigens bis heute noch Kontakt.

    Nachdem er weg war, musste ich mich als leitende Floristin erst einmal beweisen. Da meine Chefin kurze Zeit danach in Urlaub ging, war für mich der Probelauf gekommen. Ich war für den Wareneinkauf, den Laden, Auszubildende sowie für die ausgelernten Fachkräfte verantwortlich. Beim Einkauf stand mir die Mutter der Chefin zur Seite. Schließlich handelte es sich um schnell verderbliche Ware. Da konnte man sich keine allzu großen Fehler leisten. Da ich noch nicht lange in diesem Geschäft war, kannte ich das Mengenverhältnis noch nicht so gut. Doch es klappte recht ordentlich. Auch mit meinen Arbeitskolleginnen, bis auf eine. Sie war der Meinung, ich hätte ihr nichts zu sagen. Nun musste ich mich durchsetzen, sonst hätte ich verloren. Doch auch das bekam ich hin.

    Als meine Chefin aus dem Urlaub zurück kam, war sie mit uns allen sehr zufrieden.

    Nun wollte sie wissen, ob es mir gefiele; doch direkt fragen wollte sie wohl nicht. So fragte sie mich, wann ich im Sommer in Urlaub gehen wollte. Ich antwortete ihr, ich hätte erst zwei Monate Urlaub gehabt und bräuchte diesen Sommer keinen Urlaub mehr. Dafür würde ich gern das Jahr darauf drei Wochen am Stück nehmen. Somit zeigte ich ihr, dass ich bleiben wollte. Neugierig geworden, wollte sie natürlich wissen, was ich vorhatte. Ich erzählte ihr, dass ich eine Freundin in Hongkong hätte und von ihr eingeladen worden sei. Durch einen langen Sparvertrag wäre diese Reise machbar geworden. Spontan meinte sie, ich könnte auch vier Wochen am Stück nehmen.

    Am nächsten Tag bewilligte sie mir sogar sechs Wochen. Das war für mich wie sechs Richtige im Lotto. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Es verstand sich von selbst, dass ich blieb. Somit war meine Chefin auf der sicheren Seite. Nirgendwo hätte ich sechs Wochen Urlaub am Stück bekommen.

    Ich plante eine Reise nach Asien, schrieb meiner Freundin, dass ich kommen könnte. Da es damals noch keine Computer gab, musste man Briefe per Luftpost versenden. Wie lange so ein Luftpostbrief

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