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Ich und das, was man so Demokratie nennt: Unsere Republik auf dem Prüfstand
Ich und das, was man so Demokratie nennt: Unsere Republik auf dem Prüfstand
Ich und das, was man so Demokratie nennt: Unsere Republik auf dem Prüfstand
eBook132 Seiten1 Stunde

Ich und das, was man so Demokratie nennt: Unsere Republik auf dem Prüfstand

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Über dieses E-Book

Der Autor erzählt zunächst Kindheitserinnerungen aus den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges sowie der Nachkriegszeit und setzt sich sodann mit den Entwicklungen des neuen demokratischen Staatswesens in Deutschland auseinander. Die Erwartungen, die in die demokratische Grundordnung gesetzt wurden, erwiesen sich für ihn und große Teile des Volkes als nicht erfüllbar. Mit großer Offenheit schildert er die negativen Einflüsse, die die Errungenschaften einer demokratischen Gesellschaft bedrohen und zum Teil bereits beseitigt haben. Insbesondere mahnt er die schädlichen Auswirkungnen der Digitalisierung der Lebensbereiche, des Lobbyismus und des immer weniger würdevollen Umgangs der Menschen untereinander an.
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum1. Apr. 2013
ISBN9783837251128
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    Buchvorschau

    Ich und das, was man so Demokratie nennt - Klaus K. T. Bitterauf

    Klaus K. T. Bitterauf

    Ich und das, was man so

    Demokratie nennt

    Unsere Republik auf dem Prüfstand

    AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG

    FRANKFURT A.M. • WEIMAR • LONDON • NEW YORK

    Die neue Literatur, die – in Erinnerung an die Zusammenarbeit Heinrich Heines und Annette von Droste-Hülshoffs mit der Herausgeberin Elise von Hohenhausen – ein Wagnis ist, steht im Mittelpunkt der Verlagsarbeit.

    Das Lektorat nimmt daher Manuskripte an, um deren Einsendung das gebildete Publikum gebeten wird.

    ©2013 FRANKFURTER LITERATURVERLAG FRANKFURT AM MAIN

    Ein Unternehmen der Holding

    FRANKFURTER VERLAGSGRUPPE

    AKTIENGESELLSCHAFT

    In der Straße des Goethehauses/Großer Hirschgraben 15

    D-60311 Frankfurt a/M

    Tel. 069-40-894-0 ▪ Fax 069-40-894-194

    E-Mail lektorat@frankfurter-literaturverlag.de

    Medien- und Buchverlage

    DR. VON HÄNSEL-HOHENHAUSEN

    seit 1987

    Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek

    Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet abrufbar über http://dnb.d-nb.de.

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    www.haensel-hohenhausen.de

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    Dieses Werk und alle seine Teile sind urheberrechtlich geschützt.

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    Lektorat: Jörg Frank

    ISBN 978-3-8372-5112-8

    Die Autoren des Verlags unterstützen den Bund Deutscher Schriftsteller e.V., der gemeinnützig neue Autoren bei der Verlagssuche berät. Wenn Sie sich als Leser an dieser Förderung beteiligen möchten, überweisen Sie bitte einen – auch gern geringen – Beitrag an die Volksbank Dreieich, Kto. 7305192, BLZ 505 922 00, mit dem Stichwort „Literatur fördern". Die Autoren und der Verlag danken Ihnen dafür!

    Dieses Buch widme ich meiner Frau Renate, die seit

    nunmehr 54 Jahren Freud und Leid mit mir teilt.

    1. Kapitel

    Ich

    Ich bin am 08. Februar 1936 geboren, also in der Zeit, in der in Deutschland der Nationalsozialismus unter dem Diktator Adolf Hitler herrschte.

    Ich war neun Jahre alt, als im Mai 1945 der unselige Zweite Weltkrieg mit dem Einmarsch der alliierten Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika, Russlands, Großbritanniens und Frankreichs beendet wurde.

    Ich erinnere mich noch an verschiedene Erlebnisse aus dieser Zeit.

    Der Luftangriff

    Schon als Neunjähriger habe ich die Grausamkeiten des Krieges unmittelbar erleben müssen.

    Mein Vetter Werner, der mit Mutter und Schwester wegen der ständigen Luftangriffe auf die Stadt München zu uns nach Weilheim gezogen war (der Vater war als Soldat im Krieg) und ich begleiteten den Gori-Bauern aus der oberen Stadt häufig auf seinen Fahrten mit dem Ochsengespann. Der Gori, wie wir ihn nannten, hatte den Auftrag, vom städtischen Trifthof an der Ammer Brennholz abzuholen und an verschiedene Empfänger im Stadtbereich auszuliefern.

    Bei diesen Fahrten kam er fast immer am elterlichen Grundstück vorbei. Mein Vetter und ich sprangen auf den Leiterwagen, um dem alten Bauern beim Be- und Entladen zu helfen. Das brachte uns viele Vorteile. Neben dem Vergnügen, auf dem rumpelnden Fuhrwerk mitfahren, es sogar manchmal mit hü und hott selbst führen zu dürfen, gab es von den Holzempfängern ein paar Groschen Trinkgeld und nach getaner Arbeit beim Gori ein Glas Milch und ein dick mit Butter bestrichenes Bauernbrot.

    An einem schönen Frühlingstag mit strahlend blauem Himmel, es muss wohl im April 1945 gewesen sein, waren wir mit dem voll beladenen Wagen, der von den Ochsen Max und Moritz gezogen wurde, unterwegs zu einer Lieferstelle in der Nähe der Gärtnerei Bauschinger, die zwischen dem Fluss Ammer und dem östlich oberhalb gelegenen Industrie- und Bahnhofsgelände lag. Kurz vor Erreichen unseres Zieles wurde die vormittägliche Ruhe durch ein brummelndes Summen am Himmel über uns unterbrochen. Wir sahen ein Geschwader silbern in der Sonne glitzernder Flugzeuge aus dem Süden (Italien) kommend über uns hinweg nach Norden fliegen. Der Gori meinte, sie würden nach München fliegen, um dort ihre Bomben abzuwerfen. Er sollte nicht recht behalten. Das gesamte Geschwader flog plötzlich einen Bogen, verringerte die Flughöhe und überflog im Tiefflug das Industrie- und Bahnhofsgelände.

    Dabei schossen die Besatzungen mit ihren Bordkanonen auf alles, was sich bewegte. Der Gori, mein Vetter und ich sprangen vom Fuhrwerk, mit dem Max und Moritz in Panik durchgingen und in ein nahe gelegenes Gehölz rasten, wo der Leiterwagen zwischen Bäumen hängen blieb und die beiden Ochsen sich losrissen.

    Wir drei waren hinterher gelaufen und fanden unmittelbar vor dem Gehölz einen Unterstand, der teilweise in die Erde gegraben und mit Holzbalken und Betonteilen abgedeckt war. Dorthin kamen auch die Bewohner umliegender Siedlungshäuser. Der Unterstand war auf drei Seiten geschlossen und hatte auf der dem Bahnhofsgelände zugewandten Seite eine breite Öffnung, durch die man die Flugzeuge beobachten konnte. Dadurch konnte man sehen, dass die Flugzeuge mehrmals den Bahnhofsbereich überflogen, wobei sie aus den Fenstern weiße Fähnchen schwenkten. Dann begann die Bombardierung von Bahnhof, Industriebetrieben und anderen Gebäuden. Bei den Bombeneinschlägen bebte die Erde förmlich, die Dachziegel auf den Siedlungshäusern sprangen 30 bis 40 Zenitmeter in die Höhe, um dann vom Dach zu rutschen und am Boden zu zerschellen. Wir weinten vor Angst und wurden von Frauen im Unterstand getröstet.

    Weshalb Weilheim in den letzten Kriegstagen angegriffen wurde und weshalb die Bombardierung nicht sofort begann, wurde uns erst später bekannt.

    Weilheim war Verkehrsknotenpunkt für vier Bahnstrecken, nämlich nach München, Augsburg, Garmisch-Partenkirchen/Mittenwald und Schongau. Es galt, die Nachschubwege zu unterbrechen.

    Dass aus den Fenstern der Lightnings, so hießen die amerikanischen Flugzeuge, wie wir später erfuhren, weiße Fahnen geschwenkt wurden, war darauf zurückzuführen, dass sich zum Zeitpunkt des Luftangriffs ein Lazarettzug mit verwundeten Soldaten im Bahnhof befand, auf dessen Waggondächern das Rote Kreuz zu sehen war. Mit den weißen Fahnen wurden die Verantwortlichen aufgefordert, den Zug aus dem Bahnhof auf die freie Strecke zu fahren, um die Bombardierung des Bahnhofs zu ermöglichen. Die Verantwortlichen glaubten anscheinend, die Zerstörung verhindern zu können, wenn sie den Zug im Bahnhof stehen ließen, ein Irrtum, der viele Menschenleben kostete.

    Nach dem Ende des Angriffs liefen wir weinend im Dauerlauf nach Hause. Auf der Wiese beim Dittmeyer-Hof, an dem wir vorbeikamen, lagen tote Kälber, die die Bordschützen mit ihren Kanonen erschossen hatten.

    Zu Hause angekommen, mussten wir zwei Stunden später einen zweiten Luftangriff erleben, der dem Industriegebiet im Süden der Stadt galt und in häuslicher Obhut leichter zu ertragen war.

    Ich möchte nicht behaupten, dass ich durch den erlebten Luftangriff einen seelischen Schaden erlitten habe, wenngleich es mir eiskalt über den Rücken läuft, wenn ich das Brummen einer Transportmaschine der Bundeswehr vom Typ Transall bei einer Tiefflugübung über dem Chiemsee höre. Die Bilder von damals

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