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Kriegserlebnisse eines Jungen: Tatsachenbericht aus dem 2. Weltkrieg

Kriegserlebnisse eines Jungen: Tatsachenbericht aus dem 2. Weltkrieg

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Kriegserlebnisse eines Jungen: Tatsachenbericht aus dem 2. Weltkrieg

Länge:
68 Seiten
53 Minuten
Freigegeben:
Jun 1, 2013
ISBN:
9783837251203
Format:
Buch

Beschreibung

Auch die Menschen, die im 2. Weitkrieg nicht als Soldaten an der Front waren, haben den Krieg unmittelbar miterleben müssen. In den Städten wurden die von den Alliierten durchgeführten Luftangriffe allmählich zu einer andauernden Bedrohung mit verheerenden Folgen. So wurde Berlin im Sommer 1943 evakuiert. Frauen und Kinder mussten die Stadt verlassen und auf das Land ziehen. Auch der Verfasser, damals 12 Jahre alt, zog mit seiner Mutter und der 7 Jahre jüngeren Schwester zu Verwandten in den Spreewald. Seine persönlichen Erlebnisse in der Zeit von Beginn bis nach Beendigung des Krieges und am Tag seiner Flucht vom sowjetischen Sektor Berlins nach Westdeutschland werden vom Verfasser in dem vorliegenden Buch in sehr bewegender und fesselnder Weise geschildert.
Freigegeben:
Jun 1, 2013
ISBN:
9783837251203
Format:
Buch

Über den Autor


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Werner Niegisch

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Tatsachenbericht aus dem

2. Weltkrieg

AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG

FRANKFURT A.M. • WEIMAR • LONDON • NEW YORK

Die neue Literatur, die – in Erinnerung an die Zusammenarbeit Heinrich Heines und Annette von Droste-Hülshoffs mit der Herausgeberin Elise von Hohenhausen – ein Wagnis ist, steht im Mittelpunkt der Verlagsarbeit.

Das Lektorat nimmt daher Manuskripte an, um deren Einsendung das gebildete Publikum gebeten wird.

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Lektorat: Dr. Peter Posse

ISBN 978-3-8372-5120-3

Die Autoren des Verlags unterstützen den Bund Deutscher Schriftsteller e.V., der gemeinnützig neue Autoren bei der Verlagssuche berät. Wenn Sie sich als Leser an dieser Förderung beteiligen möchten, überweisen Sie bitte einen – auch gern geringen – Beitrag an die Volksbank Dreieich, Kto. 7305192, BLZ 505 922 00, mit dem Stichwort „Literatur fördern". Die Autoren und der Verlag danken Ihnen dafür!

Meiner lieben Frau Hedi gewidmet

Vorwort

Irgendwann kam mir der Gedanke, mein Leben, so wie ich es erlebt habe, aufzuschreiben. Ich war damals 47 Jahre alt und unsere Tochter war gerade 7 Jahre geworden. Für sie wollte ich festhalten, was ich erlebt hatte.

Meine Aufzeichnungen habe ich mehrmals unterbrochen, oft für sogar sehr lange Zeit. Denn manchmal kam mir der Gedanke: „Wofür machst du das eigentlich? Wahrscheinlich interessiert sich ja doch niemand dafür." Aber dann habe ich mich immer wieder aufgerafft und weitergeschrieben. Irgendwie habe ich es auch für mich selbst getan; denn beim Schreiben habe ich alles noch einmal wieder intensiv erlebt, und dabei kamen mir oft wieder Dinge in Erinnerung, die mir eigentlich längst nicht mehr gegenwärtig gewesen waren.

Von diesen Aufzeichnungen, deren Inhalt sich über 65 Jahre meines Lebens erstreckt, habe ich für das vorliegende Buch den Teil ausgewählt, der sich mit den Jahren des Zweiten Weltkriegs und den unmittelbaren Jahren danach befasst.

Frankfurt am Main im Januar 2013 Werner Niegisch

Kriegszeit

Am 1.September 1939, ich war 8 Jahre alt, wurde ich morgens nicht wie üblich von meiner Mutter geweckt. Als ich dann von alleine wach wurde, bekam ich einen großen Schreck, denn es war schon viel zu spät, um noch pünktlich in die Schule zu kommen. Ich sprang aus meinem Bett und fragte meine Mutter, warum sie mich nicht geweckt hätte. Sie sagte mir, dass ich heute nicht in die Schule gehen müsse, da Krieg sei. Es sei im Radio durchgesagt worden.

– KRIEG ! –

Oh Schreck, davon hatte ich schon viel von den Erwachsenen erzählen hören, wenn sie vom 1. Weltkrieg sprachen! Damals, so erzählten sie immer, gab es nichts zu essen und nichts anzuziehen. Es gab viel Elend und Not und viele Tote. Und nun war wieder Krieg!

Ich bekam große Angst, denn ich glaubte, da nun Krieg sei, würden wir bald nichts mehr zu essen und anzuziehen haben. Aber dann lief zunächst doch alles seinen normalen Gang. Ich ging wie üblich zur Schule. Vom Krieg selbst war bei uns vorerst nichts zu spüren. Nur im Radio hörte man dann täglich von irgendwelchen Siegen und Eroberungen, die immer als „Sondermeldungen" bekanntgegeben wurden.

Des Krieges wegen wurden bald die privaten Autos für die Verwendung beim Militär beschlagnahmt. Auch unser Privatauto, wir hatten für unser Geschäft auch noch zwei Geschäftswagen, sollte beschlagnahmt werden. Nach langem Hin und Her durften wir den Wagen dann aber doch behalten, da mein Vater ihn auch geschäftlich benötigte. Damit wir mit dem Wagen weiterhin fahren durften, wurden sogenannte „Rote Winkel" an die Nummernschilder vorne und hinten angebracht. Deswegen wurden wir auf der Straße nicht mehr von der Polizei kontrolliert. Auch unsere Geschäftswagen bekamen Rote Winkel, da wir viele wichtige Firmen, die unsere Kunden waren, laufend beliefern mussten.

Am 22.Juni 1941 begann

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