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Giordano Bruno: Von der Ursache dem Princip und dem Einen
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Giordano Bruno: Von der Ursache dem Princip und dem Einen
eBook152 Seiten2 Stunden

Giordano Bruno: Von der Ursache dem Princip und dem Einen

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Über dieses E-Book

Für Bruno stammte alles aus der Natur von der göttlichen Einheit von Materie und Dunkelheit ab. Zum einen trennte er Gott von der Welt und zum anderen tendierte er zu einem dazu entgegengesetzten Pantheismus. Bruno verband die These, dass Gott allem innewohne, mit dem Glauben, dass die Realität der Vorstellung entspringe. Damit nahm er die Gedanken von Gottfried Wilhelm Leibniz und Baruch de Spinoza vorweg. Er stellte sich gegen das geozentrische Weltbild, nahm stattdessen an, dass die Welt und die Menschen ein einmaliger "Unfall" einer einzelnen lebenden "Welt-Substanz" seien, und bekannte sich zur kopernikanischen Theorie (Heliozentrisches Weltbild).

Giordano Bruno (1548-1600) war ein italienischer Priester, Dichter, Philosoph und Astronom. Er wurde durch die Inquisition der Ketzerei und Magie für schuldig befunden und vom Gouverneur von Rom zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Am 12. März 2000 erklärte Papst Johannes Paul II. nach Beratung mit dem päpstlichen Kulturrat und einer theologischen Kommission, die Hinrichtung sei nunmehr auch aus kirchlicher Sicht als Unrecht zu betrachten.
SpracheDeutsch
HerausgeberMusaicum Books
Erscheinungsdatum15. Sept. 2017
ISBN9788027213245
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    Buchvorschau

    Giordano Bruno - Giordano Bruno

    Dialog

    Widmungsschreiben [Auszug]

    Inhaltsverzeichnis

    Giordano von Nola

    An die Prinzipien des Universums

    Der du im flutenden Meer noch weilst an der Grenze des Orcus,

    Titan, steige empor, fleh' ich, zum Sternengefild!

    Wandelnde Sterne, o seht den Kreislauf mich auch betreten,

    Jenem gesellt, wenn ihr frei nur eröffnet die Bahn.

    Gönne mir euere Huld, dass des Schlafes doppelte Pforte

    Weit aufstehe, wenn ich eile durchs Leere empor.

    Was missgünstig die Zeit in dichten Schleier verhüllet,

    Dürft' ich's aus dunkler Nacht ziehen ans freudige Licht!

    Zauderst du, schwaches Gemüt, dein hehres Werk zu vollenden,

    Weil unwürdig die Zeit, der du die Gabe verleihst?

    Wie auch der Schatten Schwall die Länder decke, du hebe,

    Unser Olymp, das Haupt frei zu dem Aether empor!

    An den eignen Geist

    Wurzelnd ruhet der Berg, tief mit der Erde verwachsen,

    Aber sein Scheitel ragt zu den Gestirnen empor.

    Du bist beiden verwandt, mein Geist, dem Zeus wie dem Hades,

    Und doch von beiden getrennt. Mahnend ertönt dir der Ruf:

    Wahre dein Recht auf des Weltalls Höhn! Nicht haftend am Niedern

    Sinke vom Staube beschwert dumpf in des Acheron Flut!

    Nein, vielmehr zum Himmel empor! Dort suche die Heimat!

    Denn wenn ein Gott dich berührt, wirst du flammender Glut.

    An die Zeit

    Greis, der langsam und schnell zugleich, der verschliesset und aufthut,

    Nennt man richtiger gut, nennt man dich böse vielmehr?

    Reichlich giebst du und bist doch geizig; was du gespendet,

    Raubst du; was du gezeugt, selber vernichtest du's auch.

    lles entspringt aus dir, dann schlingst du alles hinunter;

    Was du am Busen gehegt, pflücket dein gieriger Schlund.

    Wenn du alles erzeugst und alles zerstörest im Wechsel.

    Dürft' ich dich dann nicht gut nennen und böse zugleich?

    Doch wo umsonst in Wut du dich liebst zu grausigem Streiche,

    Strecke nicht sichelbewehrt dorthin die drohende Hand!

    Wo von des Chaos Nacht die letzten Spuren verschwunden,

    Nimmer zeige dich gut, nimmer dich böse, o Greis!

    Von der Liebe

    Gott Amor thut mir auf die Demantpforten

    Und lehrt die hehre Wahrheit mich verstehen.

    Das Aug' ist meines Gottes Thor; im Sehen

    Entspringt, lebt, wächst er, ewig herrscht er dorten.

    Er offenbart die Wesen aller Orten;

    In treuem Bild darf ich das Ferne spähen.

    Mit Jugendkraft zielt er: nun ist's geschehen.

    Er trifft ins Herz und sprenget alle Pforten.

    O thöricht Volk, von Sinnen stumpf und öde,

    Hör' auf mein Wort! denn es ist recht und tüchtig.

    Kannst du's, thu' ab vom Aug' die dunkle Binde!

    Ihn schiltst du blind, weil deine Augen blöde;

    Weil wankelmütig du, nennst ihn du flüchtig;

    Weil du unmündig, machst du ihn zum Kinde.

    Ursach' und Grund und Eins von Ewigkeiten,

    Daraus Bewegung, Leben, Sein entspringen,

    Was immer Himmel, Erd' und Höll' an Dingen

    Umfasst in allen Längen, Tiefen, Breiten:

    Mit Sinn, Verstand, Vernunft schau' ich die Weiten,

    Die keine That, nicht Maass noch Rechnung zwingen;

    Die Masse, Kraft und Zahl kann ich durchdringen,

    Die Untres, Obres wie die Mitte leiten.

    Nicht blinder Wahn, der Zeit, des Schicksals Tücke,

    Nicht ohne Wut, noch Hasses gift'ges Flüstern,

    Nicht Bosheit, roher Sinn und freches Trachten

    Vermögen je, den Tag mir zu verdüstern,

    Mir zu verschleiern meine hellen Blicke,

    Noch meiner Sonne Glanz mir zu umnachten.

    Erster Dialog

    Inhaltsverzeichnis

    Personen: Elitropio, Filoteo, Armesso.

    ELITROPIO. Gefangenen gleich, die an Dunkelheit gewöhnt aus finsterm Burgverliess an das Licht heraustreten, werden viele Anhänger der landläufigen Philosophie und manche andere dazu scheu werden, stutzen und weil sie unfähig sind, die neue Sonne deiner hellen Gedanken zu ertragen, böse werden.

    FILOTEOFILO. Nun, dann liegt die Schuld nicht am Licht, sondern an ihren Augen. Je schöner und herrlicher die Sonne an sich selber ist, - den Augen der Nachteulen wird sie dadurch nur um so verhasster und widerwärtiger.

    ELITROPIO. Ein schweres, seltenes und ungewöhnliches Ding unternimmst du, Filoteo, indem du jene Leute aus ihrem lichtlosen Abgrund hervorlocken und zu dem offenen, ruhigen und heiteren Anblick der Gestirne führen willst, die wir in so schöner Mannigfaltigkeit über den blauen Himmelsmantel ausgestreut sehen. Gewiss will dein frommer Eifer nichts als den Menschen sich hilfreich erweisen; gleichwohl werden die Angriffe der Undankbaren auf dich ebenso mannigfach sein, wie die Thiere es sind, welche die gütige Erde in ihrem mütterlich umfassenden Schoosse erzeugt und nährt: falls es nämlich wahr ist, dass die menschliche Gattung in ihren Individuen, in jedem besonders, die Verschiedenheiten aller anderen Gattungen nachbildet, um in jedem Individuum ausdrücklicher das Ganze zu sein, als es in andern Gattungen der Fall ist. Daher werden die Einen blinden Maulwürfen gleich in demselben Moment, wo sie die freie Luft spüren, sich möglichst schnell wieder in die Erde vergraben und in die dunkeln Höhlen zurückkehren, für die sie die Natur bestimmt hat. Die andern werden wie Nachtvögel nicht sobald im leuchtenden Osten die röthliche Botin der Sonne erblicken, als sie sich wegen der Schwäche ihrer Augen auch schon zur Rückke