Erfreu Dich an Millionen von E-Books, Hörbüchern, Magazinen und mehr

Nur $11.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Bambi: Eine Lebensgeschichte aus dem Walde

Bambi: Eine Lebensgeschichte aus dem Walde

Vorschau lesen

Bambi: Eine Lebensgeschichte aus dem Walde

Bewertungen:
3/5 (252 Bewertungen)
Länge:
166 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2019
ISBN:
9783744865258
Format:
Buch

Beschreibung

Der junge Rehbock mit dem Namen Bambi wird im schützenden Dickicht des Waldes geboren und lernt nach und nach seine Umwelt kennen. Unter Anleitung durch seine Mutter lernt Bambi, was Leben im Wald bedeutet, er lernt andere Rehe, seinen Vater als 'den Alten' und auch die weiteren Mitbewohner des Waldes kennen. Auch die Begegnung mit 'Ihm', dem Menschen, der mit seinem Donnerstock so viel Unheil anrichtet, bleibt dem kleinen Rehbock nicht erspart. Er wird seine Mutter und manchen Freund durch 'Ihn' verlieren, er wird mit seiner Freundin Faline selbst eine Familie gründen, und er wird einmal selbst 'der Alte' sein.
Herausgeber:
Freigegeben:
12. Nov. 2019
ISBN:
9783744865258
Format:
Buch

Über den Autor

Felix Salten (1869–1945) was an Austrian author and critic in Vienna. His most famous work is Bambi.


Ähnlich wie Bambi

Titel in dieser Serie (40)

Ähnliche Bücher

Buchvorschau

Bambi - Felix Salten

Er kam mitten im Dickicht zur Welt, in einer jener kleinen, verborgenen Stuben des Waldes, die scheinbar nach allen Seiten offenstehen, die aber doch von allen Seiten umschirmt sind. Es war denn auch nur wenig Platz da, knapp genug für ihn und seine Mutter.

Hier stand er nun, schwankte bedenklich auf seinen dünnen Beinen, blickte mit trüben Augen, die nichts sahen, blöd vor sich hin, ließ den Kopf hängen, zitterte sehr und war noch ganz betäubt.

»Was für ein schönes Kind!« rief die Elster.

Sie war herbeigeflogen, angelockt durch das röchelnde Stöhnen, das die Wehen der Mutter entpreßt hatten. Nun saß die Elster auf einem Ast in der Nähe. »Was für ein schönes Kind!« rief sie jetzt. Sie bekam keine Antwort und sprach eifrig weiter.

»Wie erstaunlich, daß es gleich stehen und gehen kann! Wie interessant!

Ich habe das noch nie in meinem Leben gesehen. Nun freilich, ich bin ja noch jung, erst seit einem Jahr aus dem Nest, wie Sie vielleicht wissen werden. Aber ich finde es wunderbar. So ein Kind ... kommt in dieser Sekunde zur Welt und kann gleich auf den Beinen stehen. Ich finde es vornehm. Ich finde überhaupt, daß alles bei euch Rehen sehr vornehm ist. Kann es auch gleich laufen ...?«

»Gewiß«, entgegnete die Mutter leise. »Aber Sie müssen entschuldigen, wenn ich jetzt nicht imstande bin, ein Gespräch zu führen. Ich habe jetzt sehr viel zu tun ... außerdem fühle ich mich noch ein wenig matt.«

»Lassen Sie sich durch mich nicht stören«, sagte die Elster, »viel Zeit habe ich ja auch nicht. Aber so etwas sieht man nicht alle Tage. Ich bitte Sie, wie umständlich und wie mühsam geht es bei uns zu in diesen Dingen! Da können sich die Kinder nicht rühren, wenn sie aus dem Ei sind, liegen hilflos im Nest und brauchen eine Pflege, eine Pflege, sage ich Ihnen, von der machen Sie sich natürlich keinen Begriff. Was für eine Arbeit hat man, sie zu füttern, was für eine Angst, sie zu bewachen!

Ich bitte Sie, denken Sie einmal darüber nach, wie anstrengend das ist, für die Kinder Futter holen und zugleich aufpassen müssen, daß ihnen nichts geschieht; sie können sich ja nicht helfen, wenn man nicht dabei ist. Geben Sie mir nicht recht? Und wie lange muß man warten, bis sie sich rühren können, wie lange dauert das, bis sie Federn kriegen und nach etwas Anständigem aussehen!«

»Verzeihen Sie«, erwiderte die Mutter, »ich habe nicht zugehört.«

Die Elster flog davon. »Dumme Person«, dachte sie für sich, »vornehm, aber dumm!«

Die Mutter bemerkte es kaum. Sie fuhr fort, das Neugeborene eifrig zu waschen. Sie wusch es mit ihrer Zunge und das war alles in einem, Körperpflege, wärmende Massage und Liebkosung.

Das Kleine taumelte ein wenig. Unter dem Streicheln und Schubsen, von dem es überall leise berührt wurde, knickte es ein bißchen zusammen und hielt still. Sein rotes Röckchen, das noch ein wenig zerzaust war, hatte feine, weiße Sprenkel, und in seinem duseligen Kindergesicht war noch ein Ausdruck wie von tiefem Schlaf.

Ringsumher wuchsen Haselstauden, Hartriegel, Schlehdornbüsche und junger Holunder. Hohe Ahornbäume, Buchen und Eichen bauten ein grünes Dach über der Dickung, und dem festen, dunkelbraunen Boden entsprossen Farnwedel, Walderbsen und Salbei. Ganz niedrig schmiegten sich die Blätter von Veilchen, die schon geblüht hatten, und von Erdbeeren, die eben zu blühen begannen, an die Erde. Durch das dichte Laubwerk drang das Licht der Frühsonne als ein goldenes Gespinst. Der ganze Wald erschallte von vielerlei Stimmen, war von ihnen durchdrungen wie von einer fröhlichen Erregung. Der Pirol jauchzte unablässig, die Tauben gurrten ohne Aufhören, die Amseln pfiffen, die Finken schlugen, die Meisen zirpten. Dazwischen riß zänkisch der Schrei, den die Häher ausstießen, lachte das Schakern der Elstern, brach metallisch das berstende Gocken der Fasanen. Manchmal drang das gellend kurze Aufjubeln eines Spechtes durch alle die Stimmen. Falkenruf schrillte hell und dringend über den Baumwipfeln, und andauernd ließ sich der heisere Chor der Krähen vernehmen.

Das Kleine verstand keinen einzigen von den vielen Gesängen und Zurufen, kein Wort von den Gesprächen. Es hörte noch gar nicht darauf.

Es nahm auch noch keinen einzigen von all den Gerüchen wahr, die der Wald atmete. Es hörte nur das leise Knistern, das über sein Röckchen hinlief, während es gewaschen, gewärmt und geküßt wurde, und es roch nichts als den nahen Leib der Mutter. Eng schmiegte es sich in diese wohlig dunstende Nähe, suchte hungrig daran herum und fand den Quell des Lebens.

Während es trank, fuhr die Mutter fort, das Kleine zu liebkosen.

»Bambi«, flüsterte sie.

Dabei hob sie jeden Augenblick das Haupt, ließ die Lauscher spielen und sog den Wind ein.

Dann küßte sie wieder ihr Kind, beruhigt und glücklich. »Bambi«, wiederholte sie, »mein kleiner Bambi.«

Jetzt im Frühsommer standen die Bäume still unter dem blauen Himmel, hielten die Arme ausgebreitet und empfingen die niederströmende Kraft der Sonne. An den Hecken und Sträuchern im Dickicht gingen Blüten auf, weiße, rote oder gelbe Sterne. An manchen wieder begannen schon die Fruchtknospen sichtbar zu werden, zahllos, saßen an den feinen Spitzen der Äste, zart und fest und entschlossen, und sahen aus wie kleine, geballte Fäuste. Aus dem Boden kamen die bunten Sterne vieler und vielfältiger Blumen, so daß die Erde am dämmernden Grunde des Waldes in einer stillen, inbrünstigen Farbenheiterkeit sprühte. Es roch überall nach frischem Laub, nach Blüten, nach feuchter Scholle und nach grünem Holz. Wenn der Morgen anbrach, und wenn die Sonne unterging, klang der ganze Wald von tausend Stimmen, und vom Morgen bis zum Abend sangen die Bienen, summten die Wespen, brausten die Hummeln durch die duftende Stille.

Das waren die Tage, in denen Bambi seine erste Kindheit verlebte.

Er ging hinter seiner Mutter auf einem schmalen Streifen, der mitten durch das Gebüsch lief. Wie angenehm war es, hier zu gehen! Das dichte Laubwerk streichelte ihm sanft die Flanken, bog sich gelind zur Seite.

Der Weg schien überall zehnfach versperrt und verrammelt, dennoch kam man in der größten Bequemlichkeit vorwärts. Überall gab es solche Straßen, sie liefen kreuz und quer durch den ganzen Wald. Die Mutter kannte sie alle, und wenn Bambi manchmal vor einem Gestrüpp wie vor einer undurchdringlichen grünen Mauer stand, die Mutter fand immer ohne Zögern und Suchen die Stelle, wo der Weg gebahnt war.

Bambi fragte. Er liebte es, seine Mutter zu fragen. Es war das schönste für ihn, immerfort zu fragen und dann zu hören, was die Mutter zur Antwort gab. Bambi staunte gar nicht, daß ihm beständig und mühelos Fragen über Fragen einfielen. Er fand das vollkommen natürlich; es entzückte ihn nur sehr.

Es entzückte ihn auch, neugierig zu warten, bis die Antwort kam. Mochte sie nun ausfallen, wie sie wollte, er war immer damit zufrieden. Manchmal verstand er sie freilich nicht, aber auch das war schön, weil er immer weiter fragen konnte, wenn er wollte.

Manchmal fragte er nicht weiter, und das war wieder schön, weil er dann damit beschäftigt war, sich das, was er nicht verstanden hatte, auf seine eigene Weise auszumalen. Manchmal fühlte er sehr deutlich, daß seine Mutter ihm keine ganze Antwort bot, ihm absichtlich nicht alles sagte, was sie wußte. Und das war erst recht schön. Denn da blieb noch eine so besondere Neugier in ihm zurück, eine Ahnung, die ihn geheimnisvoll und beglückend durchzuckte, ein Erwarten, bei dem ihm bang und heiter in einem Sinne wurde, so sehr, daß er schwieg.

Jetzt fragte er: »Wem gehört diese Straße, Mutter?«

Die Mutter antwortete: »Uns.«

Bambi fragte weiter: »Dir und mir?«

»Ja.«

»Uns beiden?«

»Ja.«

»Uns beiden allein?«

»Nein«, sagte die Mutter, »uns Rehen . . .«

»Was sind das, Rehe?« fragte Bambi und lachte.

Die Mutter sah sich nach ihm um und lachte auch: »Du bist ein Reh, und ich bin ein Reh. Das sind Rehe. Verstehst du das?«

Bambi sprang in die Höhe vor Lachen. »Ja, ich verstehe das. Ich bin ein kleines Reh, und du bist ein großes Reh. Nicht wahr?«

Die Mutter nickte ihm zu. »Nun, siehst du.«

Bambi wurde wieder ernst: »Gibt es noch andere Rehe als dich und mich?«

»Gewiß«, sagte die Mutter. »Viele.«

»Wo sind sie?« rief Bambi.

»Hier, überall.«

»Aber ... ich sehe sie nicht.«

»Du wirst sie schon sehen.«

»Wann?« Bambi blieb stehen vor lauter Neugier.

»Bald.« Die Mutter ging ruhig weiter.

Bambi folgte ihr. Er schwieg, denn er grübelte darüber nach, was das wohl bedeuten möge: »Bald.«

Er kam zu dem Ergebnis, »bald« sei gewiß nicht »gleich«. Aber er wurde sich nicht einig darüber, in welcher Zeit dieses »bald« aufhöre, »bald«

zu sein, und anfange, »lange« zu werden. Plötzlich fragte er: »Wer hat diese Straße gemacht?«

»Wir«, gab die Mutter zurück.

Bambi tat erstaunt: »Wir? Du und ich?«

Die Mutter sagte: »Nun, wir ... wir Rehe.«

Bambi fragte: »Welche?«

»Wir alle«, fertigte ihn die Mutter ab.

Sie gingen weiter. Bambi war vergnügt und hatte Lust, vom Wege abzuspringen, aber er hielt sich brav bei der Mutter. Vor ihnen raschelte es dicht am Boden. In heftiger Bewegung fuhr etwas daher, das die Farnwedel und Lattichblätter verdeckten. Ein fadendünnes Stimmchen pfiff erbärmlich auf, dann war es still. Nur die Blätter und Grashalme bebten an der Stelle noch ruckweise nach. Ein Iltis hatte eine Maus gejagt. Nun kam er vorbeigehuscht, duckte sich seitwärts und machte sich an seine Mahlzeit.

»Was war das?« fragte Bambi erregt.

»Nichts«, beschwichtigte die Mutter.

»Aber ...« Bambi zitterte, »aber ... ich hab's doch gesehen.«

»Nun ja«, sagte die Mutter, »erschrick nicht. Der Iltis hat die Maus getötet.«

Aber Bambi war furchtbar erschrocken. Ein unbekanntes, großes Entsetzen umklammerte sein Herz. Es dauerte lange, bis er wieder sprechen konnte. Dann fragte er: »Warum hat er die Maus getötet?«

»Weil ...« Die Mutter zögerte. » ... gehen wir schneller«, sagte sie dann, als sei ihr etwas eingefallen, und als habe sie die Frage vergessen. Sie begann zu trollen. Bambi hüpfte hinter ihr drein.

Eine lange Pause verstrich; sie schritten wieder ruhig dahin. Endlich fragte Bambi beklommen: »Werden wir auch einmal eine Maus töten?«

»Nein«, erwiderte die Mutter.

»Nie?« fragte Bambi.

»Niemals«, war die Antwort.

»Warum nicht?« fragte Bambi erleichtert.

»Weil wir niemanden töten«, sagte die Mutter einfach.

Bambi wurde wieder heiter.

Von einer jungen Esche, die nahe an ihrem Wege stand, drang ein lautes Kreischen nieder. Die Mutter ging weiter, ohne darauf zu achten. Bambi aber blieb neugierig stehen. Zwei Häher zankten sich da oben in den Zweigen um ein Nest, das sie geplündert hatten.

»Machen Sie, daß Sie weiterkommen, Sie Halunke!« rief der eine.

»Regen Sie sich doch nicht auf, Sie Narr«, antwortete der andere, »ich habe keine Angst vor Ihnen.«

Der erste tobte: »Suchen Sie sich Ihre Nester selber, Sie Dieb!

Ich schlage Ihnen den Schädel ein.« Er war außer sich. »So eine Gemeinheit!« keifte er, »so eine Gemeinheit!«

Der andere hatte Bambi bemerkt, flatterte ein paar Zweige herunter und schnarrte ihn an: »Was hast du hier zu gaffen, du Fratz! Pack dich!«

Eingeschüchtert sprang Bambi davon, erreichte dann seine Mutter, ging wieder hinter ihr drein, sittsam und verschreckt, und glaubte, daß sie sein Zurückbleiben gar nicht bemerkt habe.

Nach einer Weile fragte er: »Mutter ... was ist das, eine Gemeinheit?«

Die Mutter sagte: »Ich weiß es nicht.«

Bambi überlegte. Dann fing er wieder an: »Mutter, warum sind die beiden so böse zueinander gewesen?«

Die Mutter antwortete: »Sie haben sich wegen des Essens gezankt.«

Bambi fragte: »Werden wir uns auch einmal wegen des Essens zanken?«

»Nein«, sagte die Mutter.

Bambi fragte: »Warum nicht?«

Die Mutter entgegnete: »Es ist genug da für uns alle.«

Bambi wollte noch etwas wissen: »Muttern ...?«

»Was denn?«

»Werden wir auch einmal böse zueinander sein?«

»Nein, mein Kind«, sagte die Mutter, »bei uns gibt es das nicht.«

Sie gingen weiter. Mit einem Male wurde es ganz hell vor ihnen, strahlend hell. Das grüne Gewirr von Büschen und Sträuchern war zu Ende, die Straße war zu Ende. Nur ein paar Schritte noch, und sie kamen hinaus in die lichte Freiheit, die sich vor ihnen öffnete. Bambi wollte vorwärtsspringen, doch die Mutter blieb stehen.

»Was ist das?« rief er ungeduldig und schon

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Bambi denken

3.0
252 Bewertungen / 18 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen

  • (4/5)
    Salten's tale of the forest is much darker and richer than the cartoon version. The animals still talk, but their interactions seem strangely appropriate, as if the author has been given the ability to sense what it actually going on in their minds. This is an unforgiving world, and the weak and hurt do not fair well. It is also a beautiful world, with captivating descriptions of Bambi's word and the creatures who inhabit his forest.I'm not sure I expected a novel about a deer to be a page-turner, but it was. I found myself eager to return to its pages, and feel emotionally invested in the story from the first chapter. I also felt a genuine amount of tension as I read, which is not a feeling I generally get from chapter book fiction. I'm really glad I decided to read this, and will definitely keep it on the shelves to read to the kids. I might wait for a bit - I'm not sure I'm ready for them to hear a book with quite this much death, even if it is about a deer. But this is an excellent novel, and I do recommend it for your little person library.
  • (5/5)
    I am not sure if it is possible to find someone who can now read the book BEFORE seeing the movie.. but if you are one of those people, you might try it out. For the rest of us, as the first reviewer hinted.. there is at least one lesson left out of the movie.
  • (4/5)
    I loved this book as a child. I remember renewing it every two weeks for about three months from the library at one point. I just re-read to see what I would think of it as an adult and found it really interesting. Salten's depictions of masculinity and femininity are really interesting to parse out, especially in regards to the ideas of independence, solitude and wisdom. I wasn't as focused on the relationship of Man to wildlife that forms the core of the book, but instead was really taken by the ways in which Salten defines the transition from youth to adulthood.
  • (5/5)
    This is not Disney. This book was incredible. The description was so real, the language not dumbed down for kids. Yes, the animals talked, but it wasn't cutesy, silly talking. It was Watership Down kind of talking. I read this to my five-and-a-half-year-old daughter (I'm trying to give her the original versions of all of the stories before she sees the Disney versions). When the first scary thing happened, I worried that I'd made a horrible mistake. But, although she was upset, she put it all into perspective very quickly. I loved watching her build a connection with the characters. At one point she said something like, "The words seem so real!" How wonderful to watch my daughter's love of reading and storytelling develop!

    Update: I've thought about this book overnight and now I've got a few more things I wanted to add. Like another reviewer mentioned, the conversation between two leaves at the end of fall was masterful. There are so many issues of life and death and of God and of domestication. I was thinking about this book in the context of Salten's life as a Jew in Austria before the second World War. Apparently, he was born in Budapest in 1869 and moved to Vienna when he was just a baby because in 1867, Jews got full citizenship in Vienna. This book was published in 1926, and I'm just starting to think about the messages in the book in the context of what was going on in Europe at the time. There are just so many layers of understanding. No wonder I found this book so satisfying.
  • (5/5)
    Much, much better, and much more nuanced (and darker) than the Disney version. I read this to my children and we all loved it. If you hated the movie, give the book a chance. I picked up the book after reading Sommerset Maugham's high praise for the book. I was not disappointed.
  • (4/5)
    I first read this book when I was in the fourth grade. It's probably been over 40 years since I last read it, but as I found an old copy in a resale store, I decided to reread it.Bambi can be read by children, as I read it many years ago, and enjoyed for the animals, but it's really not a children's story, but a story that can be enjoyed by young and old alike, for different reasons. I really enjoyed it from an adult perspective. It told the story of the animals of the woods, and the encroachment of man "He/Him", but not in a preachy manner. There is violence and death, but it is not overdone or glorified for a cause.Well written, nice dialogue and descriptions of forest and meadow life.
  • (4/5)
    A very heartbreaking story about the struggles of a baby dear out in the wild, Bambi is sure to expose your soft side.
  • (5/5)
    There are a number of ways of approaching Bambi, but one way it should not be seen is as a children's book; it was originally published in Austria in 1923 for adults - it was the Disney film that associated Bambi with children's fare. Bambi is considered by some critics to be the first "environmental novel" which is probably the most significant aspect. The descriptions of woodland life are some of the most sublimely beautiful I've ever read. It's also been called a political allegory on the treatment of Jews in Europe, and was banned in Nazi Germany (Salten was Jewish), which makes the novel even more powerful as you read along considering how history would unfold and who the author was. It would probably lessen the novel to call it a political allegory though it easily stands alongside Animal Farm; and it's more than just a beast fantasy even though it has echoes of Watership Down. It is all these things and also just a beautifully told story.
  • (3/5)
    I'm really not completely sure how I feel about this book now that I've finished it. On one hand, it is well written and there are scenes that illustrate the beauty and innocence of nature so vividly that one is able to picture them even without the wonderful illustrations of this particular version. Yet, there is also much of this book that deals with the violent and grisly destruction that humans bring to the wildlife of the forest.How this became regarded as a children's story, I'm not really sure. The scenes of death throughout the book are graphic and horrifying and their is a true feeling of absolute terror at times that is truly palpable. To me, this book is being aimed directly at those who choose to kill and destroy for the pure thrill and feeling of power that they derive from it and is an attempt to illustrate the destruction that these kind of actions provoke. It's done through very powerful imagery and makes one very uncomfortable at times.Why Disney decided to make this into a mostly feel-good story, I'm not sure, but those unsuspecting children who decided to read the book that one of their favorite films was based upon were surely exposed to quite a shocking experience.I didn't hate it, but I can't really say that I enjoyed it all that much either.
  • (4/5)
    The differences between this book and Disney's animated version are many. As others have already mentioned, this is definitely a darker tale. I thought the beginning was slow, but by the first appearance of the fall season I was hooked. I hope that other adults will not shy away from giving this children's classic a try. You will not be disappointed.

    Now that the story is over I find myself still mulling over the conversation between the two leaves. I have great respect for Salten's ability to evoke empathy for something as seemingly innocuous as a leaf. I'm also mentally munching on the face-off between the fox and the hound. That scene was incredible.
  • (4/5)
    I know what you're thinking...Bambi, seriously? Yes, I've been on a kick of reading children's classics that are also Disney movies, in order to see how Disney ruined them or improved them.

    First off, Bambi is a strange book. You could group it with other animals-with-human-characteristics books, such as Watership Down and The Rats of NIMH. But, unlike those books, which have a great-escape type plot, Bambi doesn't have much of a plot, it's simply the life of a deer, being born and growing old.

    Disney made the film version very cutesy, however, Bambi as a book is very serious. There's no skunk named Flower, no Thumper (although there is a rabbit with a minor role), and no running around being "twitterpated". There's no comedy or laugh out loud cute moments. The film builds up to the potential-childhood-scarring-scence were Bambi's mother dies, making it the great tragedy of the cartoon. However, in Bambi the book, there is much more death.

    Seeing as Bambi is probably not on a lot of people's "must read", I'll go ahead and ruin it for ya...animals with minor roles die (squirrel, rabbit, fox), Bambi's mother, Bambi's cousin, Bambi's father, and even one of the hunters dies in the forest. It's unclear if the hunter tripped and hit his head or killed himself with a gun or what since it's from Bambi's point-of-view, anyhow he's bleeding and dead.

    One could argue that Bambi's doe, Faline, is dead at the end of the book, because there's a fawn running around looking for her mother that looks just like Faline. However, I just read that Felix Salten wrote a sequel with Faline as one of the characters, so I guess she's not dead. Although, if you didn't know that, you could interpret that way.

    Anyhow, after reading the book, I really wish there was a film version that did the book justice. I think the essence of Bambi's story would fit in well with Hayao Miyazaki films such as Pom Poko and Princess Mononoke.

    Overall, Salten did a good job in teaching the reader about a deer's life, but it's an odd book.
  • (4/5)
    A true classic! I will forever remember Chapter 8 as one of the best chapters ever written. The perfect story for all ages. I'll never look at deer the same way again.
  • (4/5)
    It's a nice little book. It's kind of hard to read, not because of itself but because everyone knows the story of Bambi - the Disney story. Which bears little resemblance to this, like 101 Dalmations. No Thumper, no Flower, a lot more death and grimness. Gobo was completely cut out of the movie - not surprising, that's a complicated and morally ambiguous sequence. And the insistence on self-sufficiency is pretty much out of the movie, or at least not given anything like the emphasis it has in the book. Now I wonder if there are other translations of the book, or if Chambers' version is the standard one? This language is just a little odd - slightly stilted, with some odd word choices, particularly with adjectives. I'd be interested to read a different translation, to see if the feel is different. Nice story, but carrying a lot of baggage until it's hard to see it for itself.
  • (4/5)
    I suspect I'm not terribly unique in never having read Bambi and having my only knowledge of the story being the Disney film. Bambi is a short novel written by Felix Salten in the early 1920s and was widely popular when it was released. It even had a sequel (Bambi's Children).For those unfamiliar with the concept of the novel, Bambi is a book set in a forest and centered around the character of Bambi. It just happens that Bambi is a deer. We start the novel learning of Bambi's birth and then continue through the various stages of his life. Initially, the only characters are Bambi and his mother. Slowly, Bambi's circle of existence expands and he meets other animals and eventually even meets other deer, including a pair of other fawns born the same season as him.The story progresses at a leisurely pace, letting us grow slowly with young Bambi. We learn about the way of life in the forest, the way things are balanced, the various small dangers lurking about. We also see Bambi's innate curiosity when he discovers various topics that his mother is unwilling to expound to him. She teaches him that there is danger standing out in the open meadow in the middle of the day, but she isn't willing to go into detail about the threat of Man. She only tells him that they must only go to the meadow at night and that if they are ever in the meadow and she starts to run, that he must run as well and keep running no matter what.Bambi's natural curiosity continues to grow with each passing month. I really enjoy the way Salten portrays the childlike innocence of Bambi as he explores his world and asks many questions as he tries to understand the motivations and behaviors of the world around him. I also found it interesting the way Salten portrayed some of the instinctual behaviors of the animals and either explained them or didn't explain them but rather commented that they were just the way things were supposed to be.Naturally I found many points where the story diverged from the version portrayed in the Disney movie. There were many points of similarity and some familiar characters but I found the book more thoughtful and thought provoking than the film. Both had elements of humor and are definitely appropriate for children, especially for generating deeper conversations with kids, but the cartoon movie was naturally a bit more whimsical while the book had a little more seriousness even during playful sequences.There were two key differences from the movie that I especially appreciated.I liked the interactions with the additional fawns, in particular the interaction with the little deer named Gobo. I don't want to reveal spoilers, but I found Gobo to be a very interesting character as he shared his opinions and insights on Man. He provided an interesting counterpoint that sets Bambi thinking and creates later tension and intrigue amongst the animals.The difference that I most enjoyed between the movie and the novel was that the novel went into much more depth about the other bucks and in particular the Old Stag. In the movie, he is presented as a sort of wise, stoic creature who shows up briefly with words of knowledge. While this is certainly true in the book, he has a much larger presence and Bambi makes a distinct effort to learn more about and from the Old Stag. I really liked the way the book portrayed the animal relationship with their elders and the way the older deer, especially the old stag, interacted with the other deer.On the whole, this was a great read. With my only knowledge of Bambi being the Disney movie, this book was much different than I expected and I rather enjoyed that. Reading was a peaceful commune with nature that led me down thoughtful paths to ponder on later. Salten's other novels also seem to be explorations of the lives of animals and the natural world. He has one direct sequel to this book (Bambi's Children) as well as a number of stories in the same forest as Bambi (it's unclear to me if those stories are just excerpts from Bambi or if they are new tales). Salten's bibliography has a number of books that look interesting and varied. Bambi is an excellent place to start but I am interested in reading more.****4 out of 5 stars
  • (3/5)
    Let's get Disney out of the way first. This book does feature a deer named Bambi, and his mother is shot by a hunter. There are no other similarities between the book and the animated Disney Classic. This is a "talking animal" story, in which apart from talking, the animals all largely behave the way real animals of their particular species behave. The villain is "man" simply referred to in the book as He, with a capital H, and there are several encounters with man - none of which are positive. Bambi is a fawn through about the first third of the story. Then a "young adult" for the next third, and a full scale Prince of the Deer for the final third.I would have enjoyed a bit more actual story to the book. Apart from the encounters with He, it felt largely like just witnessing scenes from a deer's life. (To be fair, since these deer mainly behave like real deer, a true plot might have destroyed the effect.) Maybe it hasn't aged well, or maybe it's just not the kind of tale I get into. I'm clearly in the minority of reviewers on this site.
  • (5/5)
    this is an EXCELLENT book. it's a lot different and much darker than the disney movie(which i also love). there is a chapter with a seriously philosophical discussion between the last two leaves in the forest at the end of fall, which i have to say is one of coolest things i've ever read. ”
  • (4/5)
    A classic story for animal fantasy. The book from which Disney’s movie Bambi was based, though the book and movie have only some similarities. The book is a lot more violent though most of it is only hinted and the man (called He and Him in the book) plays a lot more of an in story role. I really liked how within the story so many different views are given to what He is from almost a kind of a god to just another living being. A really heart warming tale.
  • (4/5)
    This edited/abridged version of classic children's novel loses some of the harsh, dark charm but is beautifully illustrated.