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Revision: Gebt den Mainstream endlich zum Müll. Plädoyer für eine Rückkehr zu echter Aufklärung.

Revision: Gebt den Mainstream endlich zum Müll. Plädoyer für eine Rückkehr zu echter Aufklärung.

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Revision: Gebt den Mainstream endlich zum Müll. Plädoyer für eine Rückkehr zu echter Aufklärung.

Länge:
334 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 4, 2017
ISBN:
9783744883863
Format:
Buch

Beschreibung

"Revision! Gebt den Mainstream endlich zum Müll" ist ein Plädoyer für eine erneuerte, tiefer reichende Auseinandersetzung mit Geschichte, als sie von der konventionellen, also "Schul"-Geschichtsschreibung und den Massenmedien geliefert wird. Diese ist oftmals oberflächlich und dogmatisch erstarrt; zudem offeriert die deutsche Presse in weit überwiegender Zahl nur noch Lesarten von Geschichte, die politisch stark eingefärbt bzw. an bündnispolitischen Vorgaben der Vereinigten Staaten ausgerichtet sind. Der Autor unternimmt in dieser Schrift den Versuch, das berühmte Diktum des französischen Schriftstellers Honoré de Balzac unter Beweis zu stellen, dass die offizielle Geschichte eine "verlogene, für den Schulunterricht bestimmte" sei, hinter der sich die wahren Ursachen vieler großer historischer Ereignisse verbergen. Diese "wahren" Motive aufzudecken, ist Absicht des vorliegenden Werkes.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 4, 2017
ISBN:
9783744883863
Format:
Buch

Über den Autor

Axel B.C. Krauss ist freier Journalist, Publizist und Komponist. Er lebt und arbeitet in Berlin.


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Buchvorschau

Revision - Axel B.C. Krauss

Inhaltsverzeichnis

Vorwort:

Wer sind die eigentlich?:

Netzwerke der Macht: Bemerkungen zu Geschichte, Organisationsstruktur und Personalien einiger der wichtigsten Denkfabriken der Welt:

Die Federal Reserve: Der größte Finanzschwindel der Geschichte:

Die United States of America - Staat oder Firma?:

Dr. Sowjet oder wie ich lernte, nutzdialektische Feindbilder zu fürchten:

Der Orden der Illuminaten - Versuch einer Annäherung:

Die Illuminaten und der Rat für auswärtige Beziehungen:

Schritt für Schritt - bis es wieder Aufklärung gibt & Abschließende Bemerkungen:

Index:

Vorwort

Stellen Sie sich vor, Sie wollten entscheidenden Einfluß auf den Gang der Weltgeschichte nehmen. Warum Sie diesen Wunsch überhaupt hegen sollten? Dazu kann ich Ihnen gleich zu Beginn noch nicht viel sagen, sonst müßte ich Sie sofort ins kalte Wasser werfen. Verzeihung, sagte ich kaltes Wasser? Sonst müßte ich Sie ja schon am Anfang dieser kleinen, buchförmigen Reise durch die Geschichte vor allem des Zwanzigsten Jahrhunderts aus zehn Kilometern Höhe ohne Fallschirm über der tiefsten Stelle des Mariannengrabens aus einem Überschallflieger werfen. Denn der Themenkomplex, der in dieser bescheidenen Schrift behandelt wird, ist zu umfangreich, als daß man ihn in wenigen einleitenden Sätzen zusammenfassen könnte. Moment. Lassen Sie mich das bitte nochmal überdenken.

Das muß ich zurücknehmen. Doch, im Prinzip ginge das schon. Aber es würde vermutlich niemand glauben. Wieso? Ist es denn so unglaubwürdig? So kompliziert? So abenteuerlich und phantastisch? Um eine dieser drei Fragen gleich zu beantworten: Nein, so kompliziert, daß nur ein Genie es verarbeiten könnte, ist es definitiv nicht. Im Gegenteil sogar: Ich bin mir ziemlich sicher, daß die allermeisten Menschen sehr wohl dazu in der Lage wären - sofern man es entsprechend erklärt. Also ohne unnötig verkompliziertes Geschwurbel, sorgfältig strukturiert, logisch aufgebaut, unterfüttert mit entsprechenden Belegen - Zitaten, Quellenangaben usw. - sowie in kleinen, verdaulichen Häppchen. Übrigens: Genau darauf spekulieren die Eliten - die Zirkel und Machtgruppen, um die es in diesem Buch gehen wird - sogar: nämlich darauf, daß es für viele schlicht zu unglaubwürdig, zu phantastisch klingt.

Genau deshalb habe ich dieses Buch geschrieben. Nicht, um ein holistisches, also vollumfängliches, ganzheitliches Geschichtsbild zu liefern und alles lückenlos zu erklären. Das kann ich selbstverständlich nicht; das kann übrigens niemand. Wie sollte es einem einzelnen Menschen auch jemals gelingen, aus der schier schwindelerregenden Zahl historischer Ereignisse und Prozesse, die man der groben begrifflichen Einfachheit halber unter dem Schlagwort Geschichte zusammenfaßt, eine absolute Wahrheit zu synthetisieren? Aus Prozessen, die zudem oftmals im Dunkel einer Vergangenheit liegen, das nur durch die unermüdliche Arbeit ganzer Heerscharen von Geschichtswissenschaftlern und sämtlicher damit mehr oder weniger stark verbundener Fachrichtungen im Gänsemarsch aufgehellt werden kann?

Ich habe lediglich versucht, anhand einiger Anhaltspunkte, neuerer Erkenntnisse über historische Schlüsselereignisse, die in der Mainstream-Geschichtsschreibung bisher bloßem Zufall oder einer ganz natürlichen, unbeeinflußten Entwicklung zugesprochen wurden (obwohl tatsächlich Planung und strategisches Denken dahinterstand), bislang aufgedeckten Beweis-, oftmals auch nur Indizienmaterials, mühseligen Durchforstens ganzer Bücherwälder (in meinem Fall seit knapp 25 Jahren) und manchmal auch einfach nur spekulativer Schlußfolgerungen einige kleine Streiflichter zu werfen.

Aber das ist doch eigentlich selbstverständlich? Warum ich also überhaupt darauf hinweise? Nun, weil es das leider nicht ist. Vielleicht sind Sie bei ihren Spaziergängen durchs Internet ja auch schon über gewisse Theorien gestolpert, die gerade dort in jüngerer Zeit zunehmende Verbreitung finden und eine mittlerweile schier unübersichtliche Zahl sogenannter alternativer Medien sowie Truther, also Wahrheitssucher, hervorgebracht haben: seien es die unzähligen Abhandlungen und Thesen über Geheimgesellschaften wie z.B. die Freimaurerei oder die Illuminaten, ein Projekt namens Neue Weltordnung (NWO) und dergleichen mehr. Vielleicht sind Sie schonmal über Online-Diskussionen zur Bilderberg-Gruppe gestolpert oder haben irgendwann einmal etwas von ominösen Hintermännern der US-Zentralbank Federal Reserve gehört oder gelesen. Aber was ist denn nun dran an solchen Behauptungen? Kann man sie alle getrost verwerfen, ist das alles nur krudes Zeug, wie der Presse-Mainstream gebetsmühlenartig zu wiederholen nicht müde wird, und falls nicht, wie filtert man dann unseriöse Informationen aus? Herrje, wie soll ich mich in dieser Datenflut denn noch orientieren?

Kurz und bündig: Heidenarbeit. Klipp und klar: Niemand, der sich den Anspruch gibt, diesbezüglich seriöse, fundierte Aufklärungs- und Informationsarbeit leisten zu wollen, wird um zeit- und arbeitsintensive Quellenstudien, das Abtragen veritabler Berge an Literatur, kontinuierliches, kritisches Prüfen des verfügbaren Materials, endlose Kreuzreferenzierungen, also Abgleich einer bestimmten Quelle mit möglichst vielen anderen - stammt dieses Zitat wirklich von dieser Person? Zeit, Datum? Wann und wo hat sie sich so geäußert, gibt es Belege dafür, existiert es evtl. in unterschiedlichen Versionen, deren Wortlaut vielleicht einen ganz anderen Sinn ergibt, wurde es womöglich aus einem viel größeren Kontext gerissen zum Zwecke der Sinnverfälschung oder handelt es sich gar um eine bloße Erfindung usw. usf. - herumkommen. Niemand.

Da aber natürlich nicht jeder die Zeit hat - gerade heutzutage nicht - sich mit solchen Dingen intensiv beschäftigen zu können, auch deshalb halten Sie nun dieses Buch in Händen. Ich möchte diese Schrift verstanden wissen als bescheidene Einstiegshilfe für Leser, die mit dieser Thematik bislang nur sehr wenig bis gar nicht in Berührung kamen. Alte Verschwörungshasen werden darin - abgesehen von einigen wenigen Informationen vielleicht - sicher nichts Neues finden, ja, sich vielleicht sogar langweilen. Was die anderen betrifft, so ist meine Hoffnung, mit diesem Buch ihr Interesse wecken, vor allem aber, den Nachweis erbringen zu können, wie goldrichtig der französische Philosoph und Schriftsteller Honoré de Balzac (*1799, †1850) lag, als er schrieb: Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: die eine ist die offizielle, verlogene, für den Schulunterricht bestimmte; die andere ist die geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt.

Ich brauche wohl nur den wenigsten Lesern noch zu erklären, daß man sich in puncto Aufklärung und Information auf die etablierten Massenmedien leider nicht mehr verlassen kann. Falls man es überhaupt jemals konnte. Es mag Zeiten gegeben haben, in denen zumindest etwas vielfältiger und tiefschürfender berichtet und informiert wurde. Heute jedoch befinden sie sich in einem schlicht katastrophalen Zustand. Ursprünglich sollten sie die Funktion erfüllen, den Herrschenden auf die Finger zu schauen; heute sind sie nur noch deren fünfte Kolonne, in Deutschland und gerade in Sachen Außen- und Geopolitik das fünfte Rad am Dienstwagen des US-Angriffsministers; sie haben sich zu Bückdienern, PR-Dienstleistern, Mundstücken und Durchreichen für machtelitäre Propaganda degradiert. Ich möchte unter diese traurige, leidige Diskussion, die schon seit Jahren geführt wird, hiermit einen Schlußstrich in Form zweier Zitate ziehen. Das erste stammt von dem am 16. August 2014 verstorbenen Journalisten und Publizisten Peter Scholl-Latour, eines der letzten ernstzunehmenden Vertreters dieser Zunft: Wir leben in einem Zeitalter der Massenverblödung, besonders der medialen Massenverblödung.¹

Das zweite stammt von John Swinton (*12.12.1829, † 15.12.1901). Er war ein amerikanischer Journalist, Publizist und Leitartikler für die New York Times. Große Berühmtheit erlangte er vor allem für einen kleinen Ausbruch, bei dem er darob völlig verdutzten und sprachlosen Journalistenkollegen gehörig den Kopf gewaschen haben soll. Anlaß? Am 12. April 1883 trafen sich führende Vertreter der US-Presse im sogenannten Twilight Club, einer regelmäßigen Veranstaltung, die in besagtem Jahr im D'Orville's Restaurant in New York abgehalten wurde und auf der über bestimmte Tagesthemen diskutiert wurde. Teilnehmer sollten Reden halten, die auf maximal fünf Minuten begrenzt waren. Als es um Dinge, die ein Herausgeber normalerweise nicht zu besprechen wagt ging sowie die Unabhängigkeit der Presse zur Sprache kam, hob Swinton zu einer kleinen Philippika an, die es in sich hatte - und die heutigen Lesern, obschon mehr als ein Jahrhundert (!) zurückliegend, sicher melancholische Gefühle bescheren dürfte:

"So etwas gibt es bis zum heutigen Tage nicht in der Weltgeschichte, auch nicht in Amerika: eine unabhängige Presse. Sie wissen das, und ich weiß das. Es gibt hier nicht einen unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben. Und wenn er es täte, wüsste er vorher bereits, dass sie niemals im Druck erschiene. Ich werde wöchentlich dafür bezahlt, dass ich meine ehrliche Meinung aus dem Blatt, mit dem ich verbunden bin, heraushalte. Andere von Ihnen erhalten ähnliche Bezahlung für ähnliche Dinge, und wenn Sie so verrückt wären, Ihre ehrliche Meinung zu schreiben, würden Sie umgehend auf der Straße landen, um sich einen neuen Job zu suchen. Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, durchweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. Sie wissen das, und ich weiß das, also was soll das verrückte Lobreden auf eine freie Presse? Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte."²

Fairerweise möchte ich aber auch gleich hinzufügen, daß natürlich nicht alle Journalisten ihre Leser vorsätzlich belügen; insofern ist der in letzter Zeit vieldiskutierte Begriff Lügenpresse gewiß viel zu pauschal. Es gibt nach wie vor honorige Journalisten, die hervorragende Arbeit leisten. Auch wenn sie manchmal nicht so können, wie sie wollen - da bei bestimmten Themen peinlichst darauf geachtet wird, keine unerwünschten Informationen an die Öffentlichkeit gelangen zu lassen. Da kann man als Journalist, der trotzdem auf ihre Veröffentlichung drängt, schnell berufliche Schwierigkeiten bekommen. Zum anderen befinden sich große Pressehäuser nicht selten im Besitz eben jener Eliten, die natürlich überhaupt kein Interesse daran haben, ihre Netzwerke der Macht im Rampenlicht zu sehen; die nicht wollen, daß Knechte ihnen in die Karten schauen und ihre Machinationen der Macht durchschauen. Das glauben Sie nicht? Dann möchte ich Sie auffordern, sich eine Studie der ETH Zürich, also der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zu besorgen. Sie können das Papier im pdf-Format gratis herunterladen und studieren.³ Den Autoren gelang der Nachweis der Existenz eines Bankenkartells, dem der Großteil der weltweiten Konzerne und Unternehmen gehört. Recherchiert man auf dieser Grundlage noch tiefer, wird man feststellen, daß auch große Medienkonzerne zu diesem Komplex gehören. Mit anderen Worten konnten sie zeigen, daß die angeblich verschwörungstheoretische Machtpyramide, um die es auch in diesem Buch gehen wird, tatsächlich existiert - sie ist überaus real.

Geschichte, so sagte der ehemalige NASA-Astronaut Clark C. McClelland einmal, wird erschaffen, manipuliert und geschrieben von denen, die sich hauptsächlich auf der siegreichen Seite der Nation befinden, die politisch und vor allem militärisch dominant ist. Jede »Wahrheit«, die auch nur das geringste Potenzial besitzt, ihren Griff auf die Massen zu schwächen, wird nicht toleriert. Jede Wahrheit, die sich auf ihre Macht auswirken könnte, wird unterdrückt oder clever von ihnen versteckt, üblicherweise in einer fabrizierten Medien-Veröffentlichung, die der nichtsahnenden Öffentlichkeit vorgesetzt wird und oft in jovialer Weise, um die Information lächerlich und dadurch unschädlich zu machen.

Weil die Themen, die hier behandelt werden, Grenzbereiche der Mainstream-Geschichtsschreibung berühren und oftmals sogar weit darüber hinausgehen, gemeinhin als abstruses, unseriöses Zeug belächelt, meistens vorschnell - ohne jede kritische Prüfung - verworfen und dem Reich bloßer Spinnereien zugeschrieben werden, habe ich mich natürlich darum bemüht, mit der größten mir möglichen Sorgfalt vorzugehen und meine Quellen nach bestem Wissen und Gewissen zu prüfen. Man sollte es seinen Kritikern schließlich nicht auch noch dadurch leicht machen, Unausgegorenes hinzuhudeln. Leider wird in der Verschwörungsliteratur dieser Fehler recht oft begangen; nach dem Stille Post-Prinzip werden Zitate zuweilen ungeprüft weiter verbreitet, was daran liegt, daß einige Autoren mehr oder weniger voneinander abschreiben.

Die sogenannte akademische Fachwelt tut sich oft sehr schwer damit, andere Sichtweisen außer ihrer eigenen, bisweilen erstarrten zuzulassen. Dies gilt übrigens für jeden Wissenschaftszweig, nicht nur für die Historiographie oder die Wirtschaftswissenschaften; und das ist auch kein neues Phänomen - es scheint schon immer so gewesen zu sein. Menschen, die alternative oder neue Perspektiven, Erklärungsmodelle, Theorien etc. aufstellen, haben seit jeher einen schweren Stand. Sie gelten oftmals als nicht konsensfähige Außenseiter, als Verrückte - was in einer buchstabengetreuen, etymologischen Lesart des Wortes auch gar nicht falsch ist, denn sie sind relativ zu vorherrschenden Ansichten tatsächlich ver-rückt. In früheren Zeiten konnte es passieren, daß solche Andersmeinenden in Verliese geworfen und gefoltert, schlimmstenfalls sogar auf Scheiterhaufen verbrannt wurden für ihre Häresie.

In den modernen Massenmedien, oder besser: Vermassungsmedien läßt man sie immerhin am Leben, allerdings könnten sie sich üblen Verleumdungs- und Schmutzkampagnen zum Zwecke der Herabsetzung, Stigmatisierung und gesellschaftlichen Verbannung ausgesetzt sehen, wofür die deutschen Leitmedien in den letzten Jahren eine Fülle großinquisitorischer Beispiele lieferten, die eine verblüffende Ähnlichkeit mit den in totalitären Systemen üblichen öffentlichen Schauprozessen aufwiesen. Erinnern Sie sich nur an den bekannten Popsänger Xavier Naidoo, der nach seinen kritischen Äußerungen zur Souveränität Deutschlands gleich von mehreren Blättchen herzhaft abgewatscht wurde. Obwohl er nicht nur vollkommen richtig damit lag, sondern zum Zeitpunkt, als er sich so äußerte, seine krude Behauptung sogar vom deutschen Finanzminister, Dr. Wolfgang Schäuble, bereits bestätigt war: Wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen.⁵ Erinnern Sie sich an all diejenigen Prominenten oder Politiker, die es gewagt haben, das Vorgehen der Nato im Nahen und Mittleren Osten oder gegenüber Russland infrage zu stellen. In vielen Fällen dauerte es noch nicht mal einen Tag, bis die führenden Zeitungen des Landes über sie herfielen wie ein Rudel ausgehungerter Hyänen. Schnell! Wir™ brauchen eine Live-Schalte zur Dissidenten-Schelte.

Doch nun Vorhang auf für die große Dramödie namens Geschichte. Warum ich die Mischform beider Genres gewählt habe, also aus Drama und Komödie? Der Schriftsteller Hermann Hesse schrieb einmal, er glaube, je mehr Menschen dem großen Welttheater mit Humor und Gelassenheit zusähen, desto geringer fiele die Wahrscheinlichkeit großer Kriege und anderer geschichtlicher Unglücke auf. Da ich das ganz genauso sehe, bitte ich Sie darum, die in diesem Buch versammelten Informationen, die für Frischlinge auf dem Gebiet der revisionistischen Geschichtsforschung, das ich hier beackere, teilweise gewiß Anlaß zu großem Zorn liefern, ja in einigen Fällen vielleicht gar schockierend sein könnten, da sie dem konventionellen Welt- und Geschichtsbild, wie man es an den Schulen und Universitäten gelehrt und in der Presse überwiegend vermittelt bekommt, teilweise völlig zuwiderlaufen, auch nicht allzu schwer zu nehmen oder sich gar davon runterziehen zu lassen. Im Gegenteil: Nur Menschen, die ihre Geschichte gut kennen, laufen nicht mehr so leicht Gefahr, sie zu wiederholen.

Als ich begann, mich in diesen Stoff einzuarbeiten, erging es mir nicht anders. Ein ums andere Mal senkte ich das Buch, in dem ich gerade las, schüttelte ungläubig den Kopf und murmelte: Mensch, das kann doch alles nicht sein! Was ist das denn für ein Schwachsinn!?. Schließlich wurde ich mit diesem Wissen ja nun auch nicht geboren - so weit, so banal. Doch glauben Sie mir: je besser man die Machinationen und Strippenziehereien, die Motive und Ziele, den Lug und Betrug hinter der Pappmaché-Kulisse namens Offizielle Geschichte versteht, desto gelassener wird man; die Gefahr, vom Strudel der Ereignisse wie ein Stück Treibgut hilf- und orientierungslos mitgerissen zu werden, sinkt, da man von vielen Entwicklungen nicht mehr überrascht wird, sobald man die dahinterstehenden Absichten, gerade im geo- und finanz- sowie wirtschaftspolitischen Bereich leichter erkennt. Ich hoffe, daß dieses Buch meiner Intention, ein wenig Licht in einen nach meinem Dafürhalten sträflich vernachlässigten Themenkomplex werfen zu können, gerecht wird - und daß es Leser zu eigenen Nachforschungen animieren möge. Es ist nur ein bescheidener Beitrag zur Aufklärung, die vom konventionellen Geschichtsverständnis gemeinhin als vergangene Epoche betrachtet wird, gerade so, als wäre dieses Projekt bereits abgeschlossen, als gäbe es in historiographischer Hinsicht nichts mehr zu entdecken. Das ist natürlich ein fataler Trugschluß. Aufklärung ist ein kontinuierlicher Prozeß, sie läßt sich nicht auf ein abschließendes Datum fixieren und in einem geschichtswissenschaftlichen Aktenschrank verstauen. Ja, meiner Meinung nach befindet sie sich - gerade was die revisionistische Geschichtsforschung betrifft - sogar noch in den Kinderschuhen. Es gibt noch sehr viel zu tun, und ich hoffe, mit diesem Buch ein kleines Scherflein dazu beitragen zu können.

Axel B.C. Krauss, Oktober 2017


¹ Scholl-Latour: Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung, http://www.heise.de/tp/artikel/41/41168/2.html

² Das Zitat von Swinton ist übrigens authentisch. Es ist keine Erfindung von Verschwörungstheoretikern. Ich finde es bemerkenswert, daß schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts einflußreiche Herausgeber, Publizisten oder Journalisten wie Swinton - er war nicht der einzige, der sich so äußerte - die Existenz einer Gruppe von Leuten hinter der Szene bestätigte, die Strippen ziehen. Werfe ich einen Blick auf die sogenannte Alpha-Riege heutiger Qualitätsjournalisten, vermisse ich - verzeihen Sie mir die rustikale Ausdrucksweise - Swintons vergleichsweise kirchenglockengroßen Eier schmerzlichst.

³ The Network of Global Corporate Control (Das Netzwerk globaler Firmenkontrolle), https://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v1.pdf

⁴ Zitat des ehemaligen NASA-Astronauten Clark C. McClelland, zitiert nach: John Hamer, The Falsification of History - Our Distorted Reality, herausgegeben von John Hamer, lulu.com, 2013, S. 13.

⁵ http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Reden/2011/2011-11-18-european-banking-congress.html

I

Wer sind die eigentlich?

Es gibt zwei Arten von Weltgeschichte: die eine ist die offizielle, verlogene, für den Schulunterricht bestimmte; die andere ist die geheime Geschichte, welche die wahren Ursachen der Ereignisse birgt.

- Honoré de Balzac,

(1799 - 1850), französischer Philosoph und Romancier

Mein lieber Coningsby, die Welt wird von ganz anderen Personen regiert als diejenigen es sich vorstellen, die nicht hinter den Kulissen stehen.

- Benjamin Disraeli,

(1804-1881), englischer Premierminister von 1868-1874, in seinem Roman Coningsby

"Der effektivste Weg, Menschen zu zerrütten, besteht in der Verleugnung

und Auslöschung ihres eigenen Verständnisses ihrer Geschichte"

- George Orwell, 1984

Um noch einmal auf den ersten Satz dieses Buches zurückzukommen: Stellen Sie sich also vor, Sie wollten entscheidenden Einfluß auf den Gang der Weltgeschichte nehmen. Mutterseelenallein, dies dürfte sich wohl von selbst verstehen, werden Sie das natürlich nicht bewerkstelligen können, also suchen Sie nach Gleichgesinnten, nach Menschen, die, umgangssprachlich ausgedrückt, auf derselben Wellenlänge liegen wie Sie. Da Sie sehr hochgesteckte, ambitionierte Ziele verfolgen, zu deren Umsetzung beträchtliche Mengen Hirnkraft nötig sind, werden sie darum bemüht sein, nur die klügsten Köpfe für ihr Projekt zu gewinnen, die Crème de la Crème, die Besten der Besten. Sie werden also versuchen, Intellektuelle um sich zu scharen, fähige Köpfe aus den Naturwissenschaften beispielsweise, aus Literatur und Kunst, Philosophie, Soziologie und Politologie, kurz, den Sozial- und Geisteswissenschaften im Allgemeinen, den Wirtschaftswissenschaften etc. pp. Vor allem letzteren. Warum? Weil Sie nach der Dominanz eines ganz bestimmten wirtschaftlichen Denkens streben. Und warum das? Was hätten Sie denn davon? Weil Sie derjenige sind, der das herrschende Geld- und Finanzsystem überhaupt erst schuf, weil Sie sein Architekt sind und dessen Regeln bestimmten. Weil Sie als der Hauptprofiteur dieses Systems, oder, wenn Sie so wollen, dieser monetären Matrix naturgemäß versuchen werden, sich diese Machtbasis möglichst lange zu erhalten. Denn dieses Geldsystem ist ja ihre Haupteinnahmequelle, es ist der größte und wichtigste Stützpfeiler ihres weltweiten Einflusses, auf dem die Umsetzung ihres Planes für die Welt ruht, die ja nicht für'n Appel und'n Ei zu haben ist, sondern enorme Finanzmittel erfordert. Kürzer und prägnanter: Wenn Sie nicht wollen, daß jemand etwas über das Fundament ihres Hauses erfährt, verbreiten Sie einfach gefälschte Grundrisse.

Denn vielleicht sind Sie der Meinung, daß die supranationale Souveränität einer intellektuellen Elite und von Weltbankiers der nationalen Selbstbestimmung vergangener Jahrhunderte sicher vorzuziehen sei. Im englischen Original lautet dieses Zitat: The supranational sovereignty of an intellectual elite and world bankers is surely preferable to the national auto-determination practiced in past centuries. Es wird David Rockefeller (*12.6.1915, †20.3.2017) zugeschrieben, dem wohl berühmtesten Mitglied der Rockefeller-Familie, die in der Geschichte des 20. Jahrhunderts - vor allem für die industrielle und politische Entwicklung der USA, aber auch die medizinische und bildungssystemische - eine bedeutende Rolle spielte. Er soll das auf einem Bilderberg-Treffen in Baden-Baden im Jahre 1991 gesagt haben. Allerdings ist die Echtheit des Zitats umstritten. Ich werde im weiteren Verlauf dieses Buches zeigen, warum ausufernde Diskussionen über seine Authentizität, wie man sie vor allem in zahlreichen Internetforen zum Thema findet, mittlerweile eigentlich hinfällig sind. Grund: Die Welt entwickelt sich - heute deutlicher und geschwinder denn je - genau in diese Richtung. Mit anderen Worten: Es spielt schon gar keine Rolle mehr, wer nun tatsächlich Urheber dieses Zitates war. Denn inhaltlich wurde es von der realhistorischen Entwicklung bereits bestätigt. Darüber hinaus läßt es sich auch dadurch quasi-verizifizeren, authentifizierte, also hieb- und stichfest nachgewiesene Äußerungen prominenter Köpfe aus Rockefellers Umfeld anzuführen. Denn David Rockefeller sprach nicht für sich alleine; er war Teil einer Machtelite, die tatsächlich - wie man ihren eigenen Schriften entnehmen kann - auf eine Weltgesellschaft oder, wenn man so will, eine Weltregierung hinzuarbeiten scheint. Der Clou ist nun, daß einige dieser Schriften überhaupt nicht geheim gehalten werden, sie liegen in keinem schwer bewachten Tresor - sondern sind öffentlich zugänglich. Die Kritik an der Verschwörungsszene ist zumindest in diesem Punkt teilweise berechtigt: Es gibt diesbezüglich eigentlich keine Geheimhaltung. Jeder, der den Willen dazu besitzt, kann die Zielsetzungen dieser Machtelite selber recherchieren, sie sind Schwarz auf Weiß nachzulesen. Aber wer macht sich schon diese Mühe? Genau das ist der Trick: Sage den Leuten ruhig ganz offen, was du willst. Viele, vielleicht sogar die Meisten, kümmert es eh nicht. Sie werden es selbst dann nicht glauben und dir immer noch den Vogel zeigen, wenn du ihnen die entsprechenden Belege offerierst. Diese Erfahrung durfte ich regelmäßig machen.

Doch zunächst möchte ich zu allgemeineren Überlegungen diesbezüglich zurückkehren, wie ein so hochtrabendes Ziel - die Herbeiführung einer "integrierteren globalen politischen und ökonomischen Struktur, einer Eine-Welt, wenn Sie so wollen"⁶ - organisiert werden könnte.

Ohne wirkungsvolle Hilfsmittel wird es sicher nicht gelingen. Was könnte man denn tun, welcher Methoden könnte man sich bedienen, welche Instrumente geopolitischer, ökonomischer, sozial- bzw. massenpsychologischer Gestaltung entwickeln, um die Weltgeschichte in Richtung einer Eine-Welt zu lenken? Nun, man könnte beispielsweise versuchen, ein institutionelles Netzwerk

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