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Der Handel mit dem Tod: Spionage-Krimi

Der Handel mit dem Tod: Spionage-Krimi

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Der Handel mit dem Tod: Spionage-Krimi

Länge:
152 Seiten
2 Stunden
Freigegeben:
Mar 28, 2019
ISBN:
9781386851172
Format:
Buch

Beschreibung

Was kann mehr Wert sein als ein Menschenleben?

Waffenschmuggel sahen bereits Ende des vorigen Jahrhunderts einige als ganz normales Geschäft, bei dem sie keinen Skrupel hatten über Leichen zu gehen. Doch die gefährlichste Waffe war und ist die Überheblichkeit, und die sollte man niemals unterschätzen.

Steve McCoy ist der Joker und Einzelkämpfer gegen das organisierte Verbrechen. Sein Auftraggeber ist so geheim, dass nur sehr wenige wissen, dass es ihn überhaupt gibt. McCoys neuer Auftrag: Unterbindung des Schmuggels, Aufdeckung der Quellen, Vernichtung der Waffen. Doch ist es überhaupt möglich, dass ein einzelner Mann in einem völlig fremden Land gegen Menschen und deren Organisationen ankommt, die sich durch Korruption einen festen Platz in der Gesellschaft erkauft haben?

Freigegeben:
Mar 28, 2019
ISBN:
9781386851172
Format:
Buch

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Der Handel mit dem Tod - Hans-Jürgen Raben

DER HANDEL MIT DEM TOD

Hans-Jürgen Raben

Spionage-Krimi

IMPRESSUM

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© Roman by Author / Titelbild: Nach Motiven von Pixabay mit Steve Mayer, 2017

Korrektorat: Kerstin Peschel

Früherer Titel:  Waffen für Afrika

© dieser Ausgabe 2017 by Alfred Bekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Klappentext:

Was kann mehr Wert sein als ein Menschenleben?

Waffenschmuggel sahen bereits Ende des vorigen Jahrhunderts einige als ganz normales Geschäft, bei dem sie keinen Skrupel hatten über Leichen zu gehen. Doch die gefährlichste Waffe war und ist die Überheblichkeit, und die sollte man niemals  unterschätzen.

Steve McCoy ist der Joker und Einzelkämpfer gegen das organisierte Verbrechen. Sein Auftraggeber ist so geheim, dass nur sehr wenige wissen, dass es ihn überhaupt gibt. McCoys neuer Auftrag: Unterbindung des Schmuggels, Aufdeckung der Quellen, Vernichtung der Waffen. Doch ist es überhaupt möglich, dass ein einzelner Mann in einem völlig fremden Land gegen Menschen und deren Organisationen ankommt, die sich durch Korruption einen festen Platz in der Gesellschaft erkauft haben?

ES WAR IM SOMMER 1979.

Mit leichtem Knirschen schob sich der Kiel der Barkasse auf den Sandstrand. Es herrschte fast Windstille. Der Motor blubberte dumpf und röhrte aus. Die schwache Dünung des Atlantiks umspülte die Planken. Aus der Dunkelheit der Nacht lösten sich vier hochgewachsene Schwarze in ausgebleichten blauen Anzügen. Zwei Weiße, die das Boot an Land gesteuert hatten, riefen scharfe Kommandos, und die vier Farbigen wateten ins Wasser.

Jeweils zu zweit wuchteten sie schwere, längliche Kisten aus dem Boot und brachten sie an Land. Zwei mit Maschinenpistolen bewaffnete Schwarze in uniformähnlichen Kombinationen sahen zu, wie der Kistenstapel immer höher wurde.

Schließlich war die letzte Kiste ausgebootet. Der Motor wurde wieder angeworfen. Die leere Barkasse setzte zurück und nahm Kurs auf das dunkle Schiff, das weiter draußen vor Anker lag.

An Bord ging es lebhaft zu. Zwar waren alle Positionslichter abgedunkelt, aber ständig huschten schmale Lichtstrahlen über Deck. Derrick-Kräne holten aus dem Bauch des Schiffes weitere Kisten, die in die Barkasse gehievt wurden.

Das Schiff war ein 8000-Tonnen-Frachter, der 1952 gebaut worden war. Er hatte eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Jetzt lief es unter liberianischer Flagge und war von einem Amerikaner gechartert worden, der dafür tausendfünfhundert Dollar pro Tag bezahlte. Das Schiff hieß „Libertad". und hatte eine Höchstgeschwindigkeit von zwölf Knoten.

Die Fracht war in den Papieren als Maschinenteile deklariert. Der offiziell angegebene Zielhafen wurde nie erreicht. Im Schutz der Dunkelheit wurden die „Maschinenteile" irgendwo an der westafrikanischen Küste ausgeladen.

Als die Morgendämmerung hereinbrach, war die letzte Kiste an Land. Dort hatte inzwischen ein reger Lastwagenverkehr eingesetzt. Alte klapprige Diesellaster beförderten die Fracht weiter ins Landesinnere. Eine Gruppe von Bewaffneten sicherte den Platz nach allen Seiten. Man wollte keine ungebetenen Zeugen haben.

Als der letzte Lastwagen zwischen den Bäumen verschwunden war, blieben auf dem Strand drei Schwarze in Zivilkleidung mit Aktentaschen zurück. Ihr Anführer winkte zwei Bewaffnete heran, und dann bestiegen sie alle die Barkasse, wobei die Zivilisten ihre Aktentaschen krampfhaft festhielten.

An Bord der „Libertad", empfing sie ein mittelgroßer Weißer in ausgebleichter Tropenkleidung am Fallreep. Er kaute auf einer erloschenen Zigarre und fröstelte in der kühlen Morgendämmerung.

Ohne die Zigarre aus dem Mund zu nehmen, begrüßte er die Ankömmlinge im breiten Slang der amerikanischen Südstaaten. Dann brachte er sie unter Deck.

In der geräumigen Kabine wurden sie von einem weiteren Amerikaner erwartet, der mit einer Handbewegung zum Sitzen aufforderte. Wortlos griff er in seine Brusttasche und zog ein Blatt Papier hervor, das er sorgfältig auseinanderfaltete und auf den Tisch legte.

Mit leiser Stimme las er vor: „500 automatische Gewehre zu 250 Dollar das Stück, 100.000 Schuss Munition pro Gewehr zu 140 Dollar für 1000 Schuss, 50 MGs Kaliber 0,762 zu 1200 Dollar pro Stück, 100.000 Schuss Munition pro Maschinengewehr, Preis wie oben." Er sah auf und blickte die anderen fragend an.

Einer der Schwarzen, der die Positionen mit seiner eigenen Liste verglichen hatte, nickte bestätigend.

Der Amerikaner sah wieder auf die Liste. „10 leichte Granatwerfer zu je 2400 Dollar, 1000 Werfergranaten zu 75 Dollar, 50 Maschinenpistolen zu je 80 Dollar. 100.000 Schuss Munition pro MP zu 48 Dollar für 1000 Schuss, 100 Bazookas zu je 1000 Dollar, 10.000 Bazookagranaten zu je 48 Dollar." Der Amerikaner sah wieder auf. Niemand antwortete. Nur der Farbige mit der Liste nickte wieder.

Nach einer kurzen Pause fuhr der Amerikaner fort: „In einer Woche erhalten Sie den Rest der Schusswaffen und der Munition zuzüglich der zehn leichten Flakgeschütze. Dann wurde sein Ton geschäftsmäßiger. „Der Preis der heutigen Lieferung beläuft sich auf 8,8 Millionen Dollar, wobei wir den Rabatt schon abgerechnet haben. Abzüglich ihrer Anzahlung macht das 6,5 Millionen Dollar. Zahlbar bei Lieferung.

Der Schwarze, der der Anführer zu sein schien, hatte sich etwas zurückgelehnt und nickte dann seinen Begleitern zu. Die Schlösser der Aktentaschen klickten, und gebündelte Pakete von Dollarnoten stapelten sich auf dem Tisch. Schweigend wurde gezählt.

Schließlich sah der Amerikaner auf. „Es stimmt genau. Es war ein Vergnügen, mit Ihnen Geschäfte zu machen. Sie wissen, wie Sie mich erreichen können, wenn Sie weitere Lieferungen benötigen. Darf ich Ihnen irgendetwas anbieten?"

Der Schwarze schüttelte den Kopf. „Danke. Es ist schon spät. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie uns wieder an Land bringen ließen."

Alle hatten sich erhoben. Kurzes Händeschütteln folgte. Wenig später legte die Barkasse zum letzten Mal ab. Ein Jeep wartete am Strand auf sie.

Auf dem Schiff wurden bereits die Anker gelichtet. Es gab keinen Grund, hier eine Minute länger als nötig zu bleiben. Das Schiff war jetzt wieder ein ganz gewöhnlicher Trampfrachter. Vielleicht würde er in wenigen Tagen mit Bananen oder Kakao beladen werden. Niemanden an Bord kümmerte es, was mit der gefährlichen Fracht geschah, die im afrikanischen Busch verschwunden war.

DAS METALLSCHILD AM Hauseingang seines Brotgebers entlockte Steve McCoy immer wieder ein freundliches Lächeln: ACE. Das stand für „Association of Criminal Enlightenment – ‚Gesellschaft für kriminalistische Aufklärung‘". Aber man konnte es auch für das englische Wort für As halten. ACE war für Steve die Trumpfkarte, die immer gewann.

ACE war eine staatliche Institution, aber so geheim, dass nur wenige Eingeweihte von der Existenz und der Funktion dieser Organisation wussten. Sie war direkt dem Nationalen Sicherheitsrat unterstellt, und zwischen Alec Greene und den Direktoren von FBI und CIA gab es ständigen Kontakt. ACE wurde für Aufgaben herangezogen, die von anderen Geheimdiensten oder Sicherheitsorganen aus bestimmten Gründen nicht erfüllt werden konnten.

ACE war nur eine kleine Organisation, hatte aber einen nahezu unbegrenzten Etat. Hier im Haus waren Verwaltung, Archiv, Labor und Trainingsräume untergebracht. Der Tiefkeller beherbergte Schießkino, Sporträume und eine Garage mit einer Sammlung von Fahrzeugen, die ausnahmslos frisiert waren.

Aber das Wichtigste an ACE waren die jahrelang ausgebildeten Spezial Agenten, die weltweit operierten. Es waren knapp zwanzig, und Steve McCoy war einer von ihnen.

Er ging mit schnellen Schritten durch die kühle Eingangshalle und drückte den Knopf für den Fahrstuhl. Er wusste, dass er nun eine halbe Minute warten musste. So lange dauerte es, bis die automatischen Kameras ihn erfasst und mit dem Datenspeicher verglichen hatten. Sein Fingerabdruck auf dem Fahrstuhlknopf wurde ebenfalls kontrolliert. Erst wenn alles übereinstimmte, würde sich die Lifttür öffnen.

Steve McCoy war genau 1,80 Meter groß, sechsunddreißig Jahre alt und in bester körperlicher Verfassung. Er hatte dunkles, fast schwarzes Haar, das locker über seinen Kragen fiel, und graue Augen, die sich in gefahrvollen Situationen dunkel färbten. Er hatte einen offenen Blick und lachte gern. Ein ganz leichter arroganter Zug um die Mundwinkel störte einige Leute.

Er hatte Psychologie studiert, beherrschte drei Sprachen und hatte es bei der Marineinfanterie, den Ledernacken. bis zum Captain gebracht. Außerdem hatte er noch eine Reihe anderer Fähigkeiten, die auf keinem College gelehrt werden.

Er warf einen Blick zur Treppe hinüber. Ein Besucher, der sich hierher verlaufen hatte, würde auch dort nicht weit kommen. Die Treppe endete nach der nächsten Biegung vor einer grau gestrichenen Stahltür, die Tag und Nacht bewacht wurde.

Die Lifttür schob sich zur Seite. Er trat ein und drückte den obersten Knopf.

Nach den Schildern am Eingang müsste es noch andere Firmen geben, aber in Wahrheit war das ganze Gebäude nur von ACE in Beschlag genommen. Drei Stockwerke und zwei Kellergeschosse.

Als der Lift mit leisem Surren nach oben glitt, blinzelte er in die Fernsehkamera, die an der Decke angebracht war. Daneben waren zwei feine Düsen zu sehen. Er wusste, dass man damit den Fahrstuhl mit Betäubungsgas füllen konnte.

Der Fahrstuhl hielt, und die Tür öffnete sich. Er nickte zwei Mädchen zu, die den Gang herunterkamen und dicke Aktenordner schleppten. Wenige Schritte weiter klopfte er an einer Tür und trat ein.

Das Mädchen hinter dem Schreibtisch sah erfreut auf und lächelte ihn an. „Da sind Sie ja, Steve. Der Boss erwartet Sie schon." Sie deutete zu der gepolsterten Tür, die in einen weiteren Raum führte.

„Hallo, Mary. Er beugte sich zu ihr hinunter und drückte ihr einen leichten Kuss auf die Wange. „Wie ist seine Laune heute?

Sie machte eine unbestimmte Handbewegung. „Soweit ich es beurteilen kann, ganz gut. Aber er hat einige Zigarren mehr als sonst geraucht, das heißt, irgendetwas beunruhigt ihn. Gehen Sie rein, er hat schon nach Ihnen gefragt."

Der Raum war nicht sehr groß und nur spärlich möbliert. Die metallenen Aktenschränke sahen düster aus. Das einzige Zugeständnis an Wohnlichkeit war der riesige Perserteppich.

Steve McCoy drückte die Tür hinter sich zu und ging einige Schritte nach vorn. „Pardon, Sir. Schneller ging es nicht. Ich habe den Fall Atkins übergeben."

Der Mann hinter dem Schreibtisch nickte. „Atkins macht das gut. Ich brauche Sie für eine andere Sache."

Alec Greene, Boss von ACE, legte die Fingerspitzen zusammen und starrte nachdenklich auf die fast leere Schreibtischplatte. Er war um die fünfzig, hatte stark ergraute Haare und einen leichten Bauch. Man hätte ihn für einen normalen Beamten in gehobener Stellung halten können. Die Augen verrieten aber mehr. Für Sekunden war die Stille im Raum fast körperlich spürbar. Steve McCoy setzte sich vor den Schreibtisch und blickte zum Fenster hinaus, auf die schmucklose Fassade eines anderen Bürohauses im Zentrum von Washington. Die ACE-Zentrale lag nicht weit weg von anderen Regierungsstellen, mit denen Kontakt bestand.

Alec Greene sah McCoy scharf an. „Steve, was wissen Sie über Waffenschmuggel?"

McCoy runzelte die Stirn. „Wenn ich ehrlich sein darf, nicht sehr viel."

Greene erhob sich und ging zum Fenster. Er verschränkte die

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