Genießen Sie diesen Titel jetzt und Millionen mehr, in einer kostenlosen Testversion

Nur $9.99/Monat nach der Testversion. Jederzeit kündbar.

Märchen auf Ruhrpottisch: Band 3

Märchen auf Ruhrpottisch: Band 3

Vorschau lesen

Märchen auf Ruhrpottisch: Band 3

Länge:
120 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 9, 2017
ISBN:
9783744866187
Format:
Buch

Beschreibung

Hömma, dieset Döneken is eingslich geloogn, abba wahr isset doch, weisse. Denn mein Großvadda, wat mein Oppa wa, Gott habbin seelich, von dem ich datt Döneken haabm tu, pfleechte imma, wenna et ma eazählze, zu saagn:

Hömma, mein Bengl, wahr musset ja schonn sein tun, sonnz könnte man se ja nich eazäähln, woll.

De Geschichte abba hatte sich so zugetraagn.

Et wa eima...., annen Sonntachmoaagn im Heabzt, da wo de Blätters bald vonne Bäukes falln tun. Grade alz der Buchweizn blühte; wa der Lorenz am Himmlke aufgegang un der Wind strich waam übba de Stoppln det Feldz, de Leerchn trällatn hoch inne Lüfte un de Bienkes summtn im Buchweitzn, weisse. De Leutz laatschtn in ihren töftn Sonntachsplörren inne Kiiache un alle Geschöppe auffe Welt waan vagnücht, au der Iigl, weisse. Hömma, der Iigl stand voa seina Tür, hatte seine Aame vaschränkt, glotzte innen Moaagnwind hinaus un trällate ein kleinet Liedken voa sich hin, ker dat wa sowatt von töfte, abba au widda so grottnschlecht hömma, wie et eehmt ein Iigl am Sonntachmoaagn zu trällan pfleecht.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 9, 2017
ISBN:
9783744866187
Format:
Buch

Buchvorschau

Märchen auf Ruhrpottisch - Books on Demand

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Vom Fischa un seina Olle

Vonnem Strohhalm, Kohle un Böhnken

Hänsken im Glück

Dat Mäachen vom Schlaraffmland

Dat Lumpmgesindl

De Gänsemaacht

Vom apgezocktn Schneidaken

Häsken un Iigl

De sieem Schwaabm

Könich Drosslbaat

De zeaschwooftn Schühkes

Jorind un Joringl

Der Zaunkönich un der Bäar

De wahre Braut

Vom Deibel un sein Omma

Hallo liebe Leutz,

hiamit möcht ich mich füa eure Treue zu de Mäachen auf Ruhrpottisch bei euch bedankn un euch mitteil, dat au nochn viiata Mäachen Band geplaant un diesa dann rauskomm tut, wenn de Zeit gekomm is, denn ich hap imma noch Bock de Mäachen vonne Grimms umzuschreim un wenna au noch weita Spässkes haabm tut, hömma, is dat imma nonnich dat Ende.

Ker hömma, dat et mittlawile getz schonn dat dritte Büüchsken mitte Mäachen vonne Grimm Brüda gibbt, dat is euja vadiezt, wissta. Denn wenna euch nich so dafüa intressian wüadet, dann wäaret gaanich so weit gekomm, abba dat is au gut so, dat et so gekomm is. Diesa Band hat au widda fuffzenn Mäachen intus un soll euch Späassken bring.

Ker, wea von euch hätte dat gedacht, dat aussm Hiiangespinnzt von mia son töfta Eafolch wiad, denn dat „Mäachenbüüchsken Band 1" is bei BoD im Büchaschopp zu nen Bestsella gewoadn un wiad getz seit übban Jäahrchen imma noch bei Amasoon un Co in reichlichn Auflaagn bestellt.

Der zweite Band findet fast den selbm Anklang wie der easte, is abba nich so eafolchreich, darum binnich getz ma wie son Flitzeboogn gespannt, wie der dritte Band bei einschläächt, denn de Mäachen weadn mitlaweila au imma unbekannta un somit ewentwell au unintressanta, abba deshalp nich schlechta vom Inhalt, vastehsse!? Abba et sin ja imma noch welche dabei, die der ein- oda andre von euch kenn tun, nä.

Ich wünsch damma viel Spässkes im Mäachenwald un mit alle darinnen voakommende Geselln un Gestaltn, woll.

Liebe Grüßkes vom Autor

Vom Fischa un seina Olle

Hömma, et wa eima ein Fischa un seine Olsche, se wohntn zusamm innem olln Appelkahn dicht anne See un der Fischa ging alle Taage hin un anglte, anglte un anglte. So saßa auma widda mit seina Angl un glotzte imma inz klaare Wassa hinein, weisse un er saaß un saaß. Hömma, mitma ging de Angl auf Grund, tief, ganz tief hinap un wieja se raufholte, da zoocha nen mächtign Butt hearaus.

Illustration: Alexander Zick 1845 - † 1907 (Bild-PD-alt)

Da sachte der Butt zu ihm:

„Ker hömma Fischa, ich bitt dich, laß mia am leehm, ich bin kein richitga Butt, vastehsse, ich bin ein vawunschna Prinz. Wat hilft et dich denn wennze mich abmuakzt. Hömma, ich wüad dich donnich schmeckn tun. Ker, setz mich einfach widda inz Wassa un lass mich schwimm machn!"

„Nuja, sachte der Fischa, „du brauchs nich so viele Woaate zu machn, hömma, ein Butt, der quassln kann, den wead ich wohl schwimm lassn.

So setzte er ihn also widda inz klaare Wassa hinein un der Butt schwamm zurück zum Grund hinap un ließ ein lang Streifm Blut hinta sich. Der Fischa abba stand auf un laatschte zu seina Olschn, auffm olln Applkahn.

„Ker Alta, sachte seine Olle, „hasse heute nix gefang?

„Nöö, sachte ihr Kerl, „ich hap zwaa ein Butt gefang, der abba sachte, datta ein vawunschna Prinz sei, da habbich ihn de Freiheit geschänkt.

„Vadorri nomma, hasse dich nix gewünscht, fraachte de Olle. „Nee, wat glaupse denn, sachte ihr Kerl, „wat sollich mich denn wünschn tun?"

„Ach ker, sachte de Olle, „et isso üübl, hia imma auffm olln Kahn wohn zu tun, hömma, hia isset so müffelich un asselich; du hättz unz doch´n kleinet Kabachl wünschn könn. Geh nomma hin un ruf den Butt un sachhim, dat wa´n kleinet Kabachl hamm wolln. Hömma, der tut dat gewiss, weisse.

„Ach nee, sachte Ihr Kerl, „wat sollich nomma dahin laatschn?

„Isso, sacht de Olle, „du hasshim doch gefang un widda schwimm lassn, also mach dich wacka auffe Porrepiepm un seh zu, datte den Butt dat sachs, wat ich dich gesacht hap, der tut dat gewiss. Also gehma hinne.

Der Seega hatte zwaa kein Bock auf Stress; abba er wollte seina Olschn au nich widdasprechn tun un laatschte also zua See, woa den Butt gefang hatte. Alza nun hinkam, wa de See ganz grüün un gelb un gaanich so klaar.

Da stelle er sich hin un rief:

„Männeke, Männeke, Timpe Te,

hömma Butt, da inne See,

meine Olsche, de oll Ilsebill,

will nich so, wie ichet will."

Da kam der Butt angeschwomm un sachte: „Ker, wat willze denn?"

„Ach ker weisse", sachte der Kerl,

„du weiss ja ich hatte dich gefang un nun sacht mein Alte zu mich, ich hätt mich dowatt wünschn solln. Hömma, se mach nich auffm olln Applkahn wohn, se will ne Hütte, vastehsse!?"

„Hömma Fischa, geh nua hin, sachte der Butt, „se hattse schonn!

Da laatschte der Fischa hin zu seina Olle, un se saß nich mehr auffm olln Kahn, abba et stand getz n´ kleinet Kabachl da un seine Olle saß voare Tür auffe Bank. Da nahm ihn seine Alte anne Flosse un sachte zu ihm:

„Komma bei mich bei, un glotz ma rein, siehsse, is do viel bessa, woll."

Da gingn se inne Hütte hinein un inne Hütte wa ein kleina Voaplatz, ne kleine schnucklige Stube un ein Kabäuksken, wo füa jeedn ne Fuazmolle stand. Unne Küche, nen Kabuff füa Speisn unnen Gerääteschuppm wa au noch da un allet wa so töfte un in Gelsnkiiachna Barock mit Zinn un Messinkzoich eingerichtet, wie sich sowatt gehöaat, weisse. Un hintam Kabachl, da wa nochn mickriga Hof mit Hühna un Entn un nochn kleina Gaatn mit Obzt un Gemüüse.

„Siehsse, sachtse zu ihm, „is dat nich schnieke, da hat sich dat Fraagn do gelohnt, nä?

„Jau, sachte ihr Kerl, „so sollz bleim tun; nun wolln wa vagnücht leehm.

„Abba hömma, dat solln wa unz bedenkn." sachte de Olle.

Un dann vaputztn se sich wat vonnem Obzt un gingn freudich inne Poofe. So ging et wohl acht bis viiazehn Tage hömma, mitma sachte de Olle:

„Hömma Alta, de Hütte is zu eng, der Hof un der Gaatn sin mich zu mickrich. Der Butt hätt unz ruhich nen größret Häusken schänkn könn, ich möcht wohl innem mächtign Schloßk wohn tun. Gehma wacka hin un sach dem Butt, datta unz nen Schloß schänkn soll."

„Ach ker Alte, sachte ihr Kerl, dat Kabachl is doch groß genuch hömma, wat solln wa denn mittn Schloß.

„Aah wat, sachte se, „gehma nua hin, der Butt kann et wohl machn tun.

„Ker nee, Alte, der Butt hat unz den olln Kabachl gegeehm, sachte der Fischa, „ich mach nich schonn widda um wat bettln gehn, dat könnt den Butt vaknuusn"

„Ach ker, geh donomma, sachte se. „Der Butt kannet doch recht töfte un er tut dat bestimmt geane, geh du nua ma un mach hinne.

Dem Fischa tat et inne Seele weh un sein Heaz wa so schwea un er wollte dat au nich. Er sachte bei sich selpzt: Dat is nich recht, abba ging doch hin. Alza annem See kam hömma, wa dat Wassa ganz

Sie haben das Ende dieser Vorschau erreicht. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen!
Seite 1 von 1

Rezensionen

Was die anderen über Märchen auf Ruhrpottisch denken

0
0 Bewertungen / 0 Rezensionen
Wie hat es Ihnen gefallen?
Bewertung: 0 von 5 Sternen

Leser-Rezensionen