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320 PS-Jim #69 - Aufs Kreuz gelegt

320 PS-Jim #69 - Aufs Kreuz gelegt

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320 PS-Jim #69 - Aufs Kreuz gelegt

Länge:
139 Seiten
1 Stunde
Freigegeben:
Nov 4, 2017
ISBN:
9781386339816
Format:
Buch

Beschreibung

Glenn Stirling

Auf's Kreuz gelegt

Ein Roman aus der Serie 320 PS-Jim.

Abenteuer auf den endlosen Highways Amerikas – Trucker-Stories um die modernen Cowboys des amerikanischen Westens.

Freigegeben:
Nov 4, 2017
ISBN:
9781386339816
Format:
Buch

Über den Autor


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320 PS-Jim #69 - Aufs Kreuz gelegt - Glenn Stirling

Glenn Stirling

Auf's Kreuz gelegt

Ein Roman aus der Serie 320 PS-Jim.

Abenteuer auf den endlosen Highways Amerikas – Trucker-Stories um die modernen Cowboys des amerikanischen Westens.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker.

© Roman by Author, Titelbild Steve Mayer, Serienrechte 320 PS-JIM by Olaf Dietsch, Erbe von Werner Dietsch

© dieser Ausgabe 2017 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Roman

Hegen trommelte gegen die großen Fenster des feudalen Büros in der Chefetage.

An einem dieser Fenster stand ein vornehm gekleideter älterer Mann und schaute über die Dächer der Häuser hinweg, wippte dabei auf den Absätzen und machte ein äußerst nachdenkliches Gesicht. , Plötzlich drehte er sich um und blickte auf seine drei Besucher, die wie aufgereiht auf der anderen Seite des wuchtigen Schreibtisches nebeneinander saßen.

»Ihr habt euch benommen wie Dilettanten. Wie absolute Anfänger«, stieß der Mann am Fenster hervor und machte einen Schritt auf seinen Schreibtisch zu, stemmte die Arme in die Hüften und meinte kopfschüttelnd: »Ich kann es nicht fassen. So bewegen sich Vorstadtganoven. Marco, was haben Sie dazu zu sagen?«

Er blickte auf einen Mann, der sich in etwa in seinem Alter befand, aber klein und korpulent war. Hinter einer dicken Brille wirkten die Augen dieses Mannes unruhig. Auch seine Hände verrieten Nervosität.

»Aber Ernest«, sagte dieser Marco, »wir konnten doch nicht ahnen, daß' das FBI schon die Hände drin hatte.«

»Ich habe euch von Anfang an gesagt, Marco«, erklärte Ernest, »daß wir damit rechnen müssen. Wir können von Glück sagen, daß sie relativ spät darauf gekommen sind und nicht sofort eine große Aktion gestartet haben. Ir habt euch wirklich wie Anfänger benommen. Und es sollte mich nicht wundern, wenn sie uns auf die Sprünge kommen. Aber das verantworten Sie, Marco. Sie ganz allein. Das können Sie nicht auf andere abwälzen. Sie hatten die Leitung des gesamten Unternehmens.«

Neben Marco saß ein Mittvierziger, schlank, drahtig, elegant gekleidet im dunkelblauen Nadelstreifenanzug, dessen verwegen wirkendes Gesicht ein wenig von dem verriet, was diesem Manne zuzutrauen war.

»Mister Tafting«, sagte er, »Sie tun Marco Conelli unrecht. Von seiner Seite aus ist alles genaustens geplant gewesen. Und es hat auch funktioniert. Der Geldtransporter gelangte in unseren Besitz, ohne daß die Polizei überhaupt dahintergekommen ist, bevor wir ihn in Sicherheit hatten. Und es ist uns auch gelungen, ihn aus der Stadt zu bringen. Und dies dazu so unverdächtig, wie man so etwas nur machen kann. Selbst das FBI war sich seiner Sache nicht sicher. Sonst hätten sie tatsächlich einen Großeinsatz losgelassen. Statt dessen sind nur zwei Leute eingesetzt worden. Okay, Mister Tafting, daß sich der Geldtransporter auf diesem Sattelzug befindet und...«

Mit einer herrischen Handbewegung unterbrach Ernest Tafting diese Rede. »Hören Sie zu, Lewis! Wenn Sie mir das schon erzählen, dann sollten Sie das korrekt tun. Dieses Spielchen, sich einen Sattelzug zu kapern, einen der beiden Fahrer wie eine Geisel halten zu wollen und den anderen völlig unbedeckt mit zwei Millionen in einem Geldtransporter loszuschicken, ist für mich, nachdem ich davon erfahren habe,der perfekte Schwachsinn. Ich würde es noch deutlicher formulieren. Was habt ihr euch dabei gedacht, irgindeinen Fremden mit seinem Lastzug loszuschicken, auf den ihr den Geldtransporter geladen habt und in dem wiederum sich mehr als zwei Millionen Dollar an Geld und Werten befinden.«

»Aber er ist nicht allein gefahren. Wir haben einen Wagen in Begleitung gehabt. Dieser Bursche war ständig überwacht«, beteuerte Lewis.

Tafting lachte spöttisch. »Natürlich, Lewis, ihr habt ihn ständig überwacht. Und was ist mit dem zweiten Mann?« Er seufzte. »Hören Sie zu, Lewis, und das gilt auch für Sie beide, Marco und Mister Maxwell. Ich werde wohl die ganze Sache noch mal so wiederholen müssen, wie sie mir bekannt ist. Vielleicht auch, um sie Ihnen ins Gedächtnis zu rufen, damit Sie endlich begreifen, was Sie hier losgelassen haben. Und das betrifft Sie, Marco, Sie hatten die Verantwortung. Gehen wir doch einmal ganz nüchtern die Sache durch.«

»Aber, Ernest«, rief Marco Conelli, »wir kennen doch die Story,«

»Offenbar aber nicht«, widersprach Tafting. Er hob den Daumen hoch, als wolle er abzählen. »Erstens«, sagte er, »gelingt planmäßig die Inbesitznahme des Geldtransportes. So weit, so gut. Das klappt. Das Fahrzeug wird in eine vorbereitete Autolackiererei gebracht. Das klappt auch.« Er tippte sich an seinen Mittelfinger. »Und drittens«, fuhr er fort, »steht ein Lastzug bereit, der diesen Geldtransporter auf laden soll. Und hier wird der erste Kardinalfehler begangen. Da nimmt man nicht irgendeinen Truck, wie es Tausende in Amerika gibt, nein, nein, man sucht sich ein auffälliges Fahrzeug aus, auch noch rot, ein deutsches Fabrikat, ein Lastzug also, der in Amerika bekannt ist wie ein bunter Hund.«

Lewis unterbrach ihn heftig. »Aber genau das ist ja der Grund, Mister Tafting. Wir wollten ja diesen Lastzug nehmen, weil ihn sogar der größte Teil der Fernstraßenpolizei kennt. Und die beiden Jungs darauf haben einen guten Namen bei den Bullen.«

Tafting winkte ab. »Hören Sie doch auf! So etwas macht man nicht. Guter Name hin, guter Name her. Das ganze Unternehmen ist zum Scheitern verurteilt, weil Sie schon einmal diesen auffälligen Truck gewählt haben. Einen roten Ausländer, der sogar einen Namen hat: RED BARON. Und nicht nur die Polizisten kennen ihn, sondern auch die meisten der Trucker kennen ihn. Und somit besteht die Möglichkeit, daß das ganze Unternehmen auf fallen muß. Aber das Blödsinnigste, was ihr euch leisten konntet, war dann dieser Schwachsinn, einen der beiden Fahrer und dessen Tochter als Geisel zu nehmen, ihn in die taxanische Wüste zu unserem Camp in die Sperrzone zu bringen. Und nun kommt es. Wie ich bisher weiß, ist es dem Manne gelungen, sich irgendwie zu befreien und dieses Camp, trotz der Minen und der Blindgänger, die rundum liegen, zu verlassen. Da sind zwei Bewacher gewesen. Und trotzdem scheint dieser Mann die beiden Bewacher überwältigt zu haben. Mister Maxwell, erzählen Sie mir doch noch mal ganz genau, was wir als neueste Meldung haben.«

Tafting schaute auf den dritten Mann der Besucher: ein breitschultriger hellblonder Athletentyp mit stahlblauen Augen und blondem Haar. Sein Alter war schwer zu schätzen. Er konnte Anfang Dreißig oder auch vierzig sein, wirkte sehr durchtrainiert wie auch sein Nachbar Lewis, war aber im Gegensatz zu dem lässig gekleidet. Hemdkragen offen, braunes Lederblouson, beigefarbene Hosen. Ein sportlicher Typ, der nicht bloß so aussah.

Maxwell machte ein ernstes Gesicht. »Nach den Informationen, die ich seit einer Stunde habe, ist folgendes passiert: Als unsere Funksprüche nicht mehr beantwortet wurden, hat Bingo den Hubschrauber auf den Weg geschickt. Außer dem Piloten flog Han’ mit, ein sehr zuverlässiger Mann. Bingo und Hank wären sowieso zum Camp geflogen, aber als die Funksprüche nicht mehr beantwortet wurden, entschloß sich Bingo, den Hubschrauber früher zu starten. Er selbst konnte aber nicht mitfliegen, und ich betrachte das mittlerweile als Glücksfall. Der Hubschrauber ist, sobald es halbwegs hell war, losgeflogen. Erst zum Camp, das verlassen wirkte, und dann auf der Spur, die sie entdeckten, bis zu diesem Truck, der sich in die Wüste hineinbewegte.«

»Was für eine Spur?« wollte Tafting wissen.

»Die Spur des Trucks. Das kann man da im Sand ziemlich gut sehen. Und dann wollten sie den Truck angreifen. Jedenfalls war das der letzte Funkspruch. Und dann wurden sie beschossen. Danach haben wir keine Meldung mehr bekommen. Bingo geht davon aus, daß der Hubschrauber abgeschossen worden ist.«

»Aber wieso wissen wir das nicht mit Sicherheit?« fragte Tafting erregt.

»Weil wir dort zur Zeit keinen anderen Hubschrauber haben. Von mir ist Anweisung erlassen worden, mit einem Charter-Helikopter zu dieser Stelle zu fliegen, um zu sehen, was passiert ist.«

»Und mehr nicht?« fragte Tafting.

»Natürlich noch mehr, Mister Tafting. Wir werden diesen Truck vernichten.«

»Wer ist dieser Mann, den wir da hops genommen hatten und dem es gelingen konnte, sich zu befreien? Und wen hat er da bei sich?«

Maxwell zog die Stirn kraus. »Ich muß zugegen, daß Bingo sich da einen üblen Scherz erlaubt hat. Auf diesem Camp war die ganze Zeit ein alter Mann, ein Goldsucher, wie sie ihn genannt haben, ein Digger. In Wahrheit hat er von dieser vielen Munition, die da herumliegt, die Edelmetallteile gesammelt und wohl verkauft. Dieser kauzige Alte hätte von Bingo entfernt werden müssen. Aber weil der Alte alle Wege dort kennt, die durch die Minenfelder führen, hat das Bingo nie getan. Hat wohl gedacht, er braucht ihn noch irgendwann. Ich glaube, daß das ein Fehler war. Nach meiner Einschätzung konnte Stonewall nur mit Hilfe des Alten fliehen. Vielleicht haben sie gemeinsam die Bewacher überwältigt.«

»Mal der Reihe nach«, rief Tafting ungeduldig. »Wer ist die Bewachung, und wer ist dieser Bursche, den wir gefangengenommen hatten, diese Geisel, ich meine Stonewall?«

»Stonewall, um damit anzufangen«, erklärte Maxwell, »ist einer der beiden Trucker, denen der RED BARON gehört. Jim Stonewall ist ein Mann Ende Dreißig, geschieden und Vater eines Kindes. Zur Sicherheit hatten wir ja auch dieses Kind gekidnappt und...«

»Und das war der zweite Kardinalfehler«, rief Tafting. »Ein Mädchen zu kidnappen bringt uns die gesamte Bundespolizei auf die Beine. Und die ist ja schon hinter uns her. Daß sie noch am falschen Platz sucht, ist reiner Zufall. Aber das wird nicht mehr lange so sein. Wie konnte man nur so verrückt und verblendet sein, dieses Kind in die Sperrzone zu bringen? Auch noch dahin, wo man den Vater dieses Kindes festhält. Und jetzt?«

Maxwell richtete sich auf und machte ein trotziges Gesicht. »Jetzt haben wir keine andere Wahl mehr.«

»Wie, keine andere Wahl? Was

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