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Antidota: Handbuch der Klinischen Metalltoxikologie

Antidota: Handbuch der Klinischen Metalltoxikologie

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Antidota: Handbuch der Klinischen Metalltoxikologie

Länge:
393 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Nov. 2017
ISBN:
9783746001067
Format:
Buch

Beschreibung

Die Allgemein- und Umweltmedizin widmet sich mehr denn je der Behandlung metallbedingter Langzeitbelastungen. Das Interesse an der Chelattherapie wächst somit zusehends. Mit dieser erneuten Auflage stellen die Autoren mit ihrem Wissen und ihrer Berufserfahrung den interessierten Therapeuten und erfahrenen Chelattherapeuten ein wissenschaftlich fundiertes Handbuch zur Verfügung. Pharmazeutisch wissenschaftliche Informationen sind in übersichtlicher und leicht leserlicher Form vermittelt. Zusätzlich zu den für die tägliche Praxis wichtigen Anwendungshinweisen, begründet dieses Handbuch die Wirkungsweise der gängigen Chelatsubstanzen, erklärt deren chemische Unterschiede und Gemeinsamkeiten, und welche Schwermetalle mit welcher Substanz am besten entgiftet werden. Die Bioverfügbarkeit der oralen Chelatsubstanzen wird erläutert.
Fundierte Anwendungsprotokolle in übersichtlicher Rezeptform erleichtern den Einstieg in die Chelattherapie. Für die Behandlung von Langzeitbelastungen wird der parenterale Einsatz verschiedener Chelatsubstanzen wie CaEDTA, MgEDTA, DMSA, DMPS, sowie der DTPAs erklärt. Auch wie oral verabreichte Chelatbildner am Effektivsten eingesetzt werden wird erläutert. Wichtige diagnostische Hinweise werden erwähnt.
Die langjährige Erfahrung der Autoren kann selbst erfahrenen Chelattherapeuten helfen Anwendungsfehler zu vermeiden und Nebenwirkungen frühzeitig zu erkennen werden. Das gut durchdachte Konzept dieses Handbuchs gilt als Grundlage für eine erfolgreiche Chelattherapie.
Das Buch nennt Protokolle zur sanften Entgiftung für Kinder und enthält neueste Informationen zu Kombinationstherapien und deren Nutzen. Erfolgsversprechende, teils populäre Entgiftungsmaßnahmen werden erwähnt und medizinisch/wissenschaftlich eingestuft.
Herausgeber:
Freigegeben:
1. Nov. 2017
ISBN:
9783746001067
Format:
Buch

Über den Autor

Eleonore Blaurock-Busch PhD, 1973 bis heute, Gründerin und Direktorin der analytisch-medizinischen Umweltlabore Micro Trace Minerals (MTM) in Hersbruck, Deutschland, sowie Trace Minerals International (TMI) in Boulder, Colorado. Von 2001-2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin des King James Medical Laboratory in Cleveland, Ohio, USA. Von 2001-2014 wissenschaftliche Beraterin des International Board of Clinical Metal Toxicology (IBCMT), dessen Award for Outstanding Service sie 2005 erhielt. Seit 2009 ist sie wissenschaftliche Beraterin der Deutschen Ärztegesellschaft für Metalltoxikologie. Blaurock-Busch ist Autorin mehrerer Bücher und vieler Artikel in deutscher und englischer Sprache. Teilweise wurden ihre Schriften in spanisch, französisch, portugiesisch und anderen Sprachen veröffentlicht. E. Blaurock-Busch referierte an Universitäten weltweit. Ihre Forschungsarbeiten wurden in Kooperation mit der Universität Montana, USA, der Universität Kairo, u.a. Instituten durchgeführt und in internationalen Fachzeitschriften publiziert.


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Buchvorschau

Antidota - Eleonore Blaurock-Busch

Dr. E. Blaurock-Busch PhD¹

Dr. med. Reinhard Strey²

¹ Forschungsdirektor, Labor Micro Trace Minerals

² Internist, Betriebsmediziner, Ärztegesellschaft für Klinische Metall Toxikologie

Vorwort: Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing

Inhaltsverzeichnis

Zum Geleit dieser Auflage

Vorwort

Kapitel 1 Die Metalltoxikologie heute

Allgemeines zu Chelatsubstanzen, auch Antidota genannt

Antidota (Chelatsubstanzen) in der Umweltmedizin

Antidot Wirkung und Funktion

Gefahren und Mortalität

Offizielle Antidot Liste der Giftzentren

Literatur

Kapitel 2 Therapie - Kriterien

Patientenauswahl, Kinder und Erwachsene

Patientenanamnese

Mögliche Expositionsursachen

Körperliche Untersuchung

Wichtige Labortests (verpflichtend, auch aus juristischen Gründen)

Diätetische Informationen

Umweltverbessernde Maßnahmen

Kapitel 3 Wahl des Komplexbildners unter Berücksichtigung der Erkrankung

Vaskuläre Krankheitsbilder

Neurologische Erkrankungen

Immunologisch bedingte Erkrankungen

Therapiekonzepterstellung

Patienteneinwilligung

Patienteninformationsblatt für Entgiftungskonzept

Kassenärztliche Situation

Kapitel 4 Die EDTAs

Funktion und Wirkungsweise

Na2EDTA - Endrate oder DiNatriumEDTA

EDTA, Parathormon und der Knochenstoffwechsel

EDTA Fakten

Nephrotoxizität

Na2CaEDTA Versenate oder DiNatriumCalciumEDTA

NaMgEDTA – Natrium-Magnesium-EDTA

NaMgEDTA bei vaskulären Erkrankungen

Na2EDTA und die Blutgerinnung

Thrombin

Thrombozytenmembran Rezeptor Glycoprotein II b / III a

Thrombozyten und deren Funktion

Verhinderung der Thrombozytenaggregation

II b / III a Hemmer

Gegenanzeigen der II b / III a Hemmer

Pseudo-Thrombozytopenie

Vorteile der NaMgEDTA Therapie

EDTA – indizierte Reaktionen und Toxizitäten

Kanülenproblematik

Hypotension oder Hypotonie

Hypoglykämie

Hypokalzämie

Systemische Reaktionen

EDTA und kardiovaskuläre Medikamente

Digitalis

Betablocker

Calciumkanalblocker

Nitrate

Statine

Gerinnungshemmende Agenzien

Heparin

Coumarin

Thrombozytenaggregationshemmer

NaMgEDTA Verabreichungsprotokoll

Therapiehinweise

Wichtige Behandlungshinweise

Protokolle

Basis-Urin-Entnahme (Basalurin)

EDTA Provokationsurin

NaCaEDTA Allgemeines

Anwendungsbereich

Nebenwirkungen/Kontraindikation

Verabreichungsprotokoll

Sammelurin

Literatur

Kapitel 5 DMPS (Dimercapto-1-propansulfonsäure)

Allgemeines

Darreichungsformen und Bestandteile

Anwendungsgebiete

Gegenanzeigen

Nebenwirkungen

Kontraindikation

Pharmakologische Eigenschaften

Pharmakokinetik

Intravenöse Verabreichung bei chronischen Belastungen

Anwendungsgebiete

Variante 1: DMPS Injektion

Variante 2: Kurzinfusion

DMPS Provokation zur Diagnose der Metallbelastung

Orale Verabreichung von DMPS (Dimaval)

Akute Vergiftung

Chronische Exposition

Sammelurin

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Bioverfügbarkeit

Sonstige Hinweise

Anwendung während Schwangerschaft und Stillzeit

Bindet ein Mehr an Substanz so viel mehr?

Amalgamfüllungen und DMPS

Transdermales DMPS (TD-DMPS)

Literatur

Kapitel 6 DMSA - Dimercapto-Bernsteinsäure

Allgemeines

Bioverfügbarkeit

Pharmokinetik

Wirkungsweise

Nebenwirkungen

Anwendungsbeschränkung

Anwendungsgebiete

Dosierung

DMSA Ausleitungsprotokoll bei chronischer Belastung

Unterstützende und/oder begleitende Maßnahmen

Provokationsurin

Probeentnahme bei Kleinkindern

DMSA iv

Literatur

Kapitel 7 Die DTPAs

Allgemeines

Anwendungsgebiete

Pharmakokinetik und Bioverfügbarkeit

DTPA Vergleichsdaten

Toxizität

CaDTPA - Calcium-trinatrium-pentetat

Bestandteile

Zulassung

Darreichungsform

Anwendungsgebiete

Gegenanzeigen

Pharmakologische Eigenschaften

Nebenwirkungen

Dosierung bei akuten Vergiftungen

Sammelurin

Behandlung chronischer Metallexpositionen

CaDTPA iv + DMSA oral Forschung

Zusammenfassung

ZnDTPA - Trinatrium-Zink-Pentetat

Bestandteile

Zulassung

Allgemeines

Pharmakologische Eigenschaften

Anwendungsgebiete

Literatur

Kapitel 8 Die Chronische Eisenüberladung

Transfusionen als Ursache einer Eisenüberladung

Eisenüberladung bei Leberstörungen

Antidot Therapie bei Eisenüberladung

Weitere Indikation

Deferasirox

Deferipron

Deferoxamin oder Desferal als Injektion

Literatur

Kapitel 9 Antidot Therapie bei akuten Kupferbelastungen

Kupferbelastungen aus Nahrung und Umwelt

Diagnose und Therapie

Morbus Wilson: genetische Stoffwechselfunktionsstörung

d-Penicillamin (DPA)

Anwendungsbereich

Dosierung

Urinentnahme

Wirkmechanismus

Kupferausscheidung im Urin nach oraler DPA Gabe

Indikation

Allgemeines

Nebenwirkungen

Wechselwirkungen

Gegenanzeigen, Kontraindikationen

Tetrathiomolybdate (TM)

Anwendung

Wirkmechanismus

Anwendungsbereiche

Dosierung

Kontraindikationen

Triethylentetramin-Dihydrochlorid (Trien)

Wirkungsweise

Indikation

Dosierung

Nebenwirkungen

Adjuvante Medikationen bei M.Wilson

Zinksalze

Antioxidantien

Kupferarme Diät

Kapitel 10 Thallium- und Caesiumexposition

Preußisch Blau oder Berliner Blau

Wirkungsweise

Anwendung und Dosierung bei akuter Thallium- oder Caesiumintoxikation

Art und Dauer der Anwendung

Sonstige Hinweise

Anwendung bei chronischer Thallium- oder Caesiumexposition

Nebenwirkungen

Wichtige Hinweise

Wechselwirkungen mit anderen Mitteln

Kapitel 11 Natriumthiosulfat

Allgemeines

Anwendungsgebiet akute Intoxikation

Langzeitbelastung

Gegenanzeigen - Warnhinweis

Nebenwirkungen

Dosierung

Pharmakologisch-toxikologische Eigenschaften

Kapitel 12 Kombinationstherapien

Historie

Häufig genutzte Kombinationen

NaCaEDTA iv und DMPS iv

DMPS iv + ZnDTPA iv

DMPS iv + ZnDTPA iv + DMSA oral

NaMgEDTA iv + DMSA oral

NaCaEDTA iv + DMPS oral

Kombinationen mit fraglichem Stellenwert

Kapitel 13 Labordiagnostik zum Nachweis chronischer Expositionen

Einführung

Nachweis einer Akutintoxikation

Nachweis einer geringfügigen Momentanexposition

Referenzwerte - Definition

HBM-Werte - Definition

Nachweis einer chronischen Exposition

Metalle im Blut (Serum, Plasma, Vollblut)

Vollblut

Plasma

Serum

Chrom, Kobalt und Titan im Blut durch Metallabrieb

Metalle im Urin

Basalurin

Provokationsurin als Diagnostikum zum Nachweis von Langzeit-expositionen

Nierenfunktion - Tests

Provokationsprotokolle

DMPS Provokationstests

DMPS Provokationstest - Vergleichsbefund

Befunderklärung und Interpretation

Wann entgiften, wann nicht mehr?

Porphyrine im Urin

Haaranalyse - Nachweis der Langzeitbelastung

Speicheluntersuchungen als Nachweis einer Momentan-Exposition

Stuhluntersuchungen: Nachweis einer oralen Momentanexposition

Entgiftungsenzyme

Literatur

Kapitel 14 Komplementäre Entgiftungsmöglichkeiten

Wirkung und Funktion entgiftender Nährstoffe

Nährstoffinfusionen

Glutathion

Orales Entgiftungsprotokoll auf Nährstoffbasis

Entsäuern - weshalb?

Urin pH-Wert messen

Kapitel 15 Toxische Metalle- Kurzfassung

Weiterführende Diagnostik und Therapie

Allgemeines

Die Biologische Halbwertszeit

Aluminium (Al)

Antimon (Sb)

Arsen (As)

Barium (Ba)

Beryllium (Be)

Blei (Pb)

Caesium (Cs)

Chrom (Cr)

Kadmium (Cd)

Kobalt (Co)

Mangan (Mn)

Nickel (Ni)

Quecksilber (Hg)

Silber (Ag)

Thallium (Tl)

Vanadium (V)

Zinn (Sn)

Uran (U)

Literatur

Kapitel 16 Aus der Praxis, für die Praxis

Infundieren - Vorgehensweise

Mischen von Wirkstoffinfusion und Zusatzstoffen

Kombinieren von Chelatsubstanzen

Überschreiten der Normaldosis

Notfallkoffer

Zu den Autoren

Zum Geleit dieser Auflage

Nach dem Erscheinen der ersten Auflage war es, auf Grund der Entwicklung, notwendig, die nächste Auflage zu konzipieren. Inzwischen wurde diese Auflage nochmal bearbeitet. Durch die Zusammenarbeit der Autoren und die Hilfestellung von Experten im chemischen wie auch pharmazeutischen Bereich wurde auch diese Auflage auf den neuesten und modernsten Stand gebracht.

Dieses Handbuch betrachten die Autoren als ein ‚Kochbuch‘ für Chelattherapeuten und Umweltmediziner. Es soll interessierten Ärzten und Therapeuten die praktische Arbeit erleichtern und wegweisend für die Chelatbehandlung sein. Die Autoren sind sich ihrer Verantwortung bewusst und haben nach bestem Wissen und Gewissen vorhandene Informationen aus Forschung, Praxis und Labor zu einem leicht leserlichen und übersichtlichen Handbuch zusammengestellt.

Die hier angeführten Daten wurden sorgfältig gewählt und stammen zu einem Großteil aus der inzwischen stattlichen Datenbank des Labors Micro Trace Minerals, wobei sich die Autoren bewusst sind, dass in vielen Bereichen das Wissen von heute nicht der endgültige und letzte Stand der Medizin sein kann. Die Autoren sind sich darüber im Klaren, dass auch die neuesten Erkenntnisse, die in dieser Ausgabe niedergeschrieben wurden, irgendwann durch neuere und bessere ersetzt werden.

Wir nehmen an, dass diese neue Auflage eine lebhafte Resonanz finden wird, überholen doch einige der hier vorgestellten Erkenntnisse den Wissenstand, der vor Jahren von verdienten Pionieren der Chelattherapie festgelegt wurde. Auf diesen wichtigen Grundlagen haben wir aufgebaut und wir unterliegen nicht der Illusion, dass die hier vorgestellte Arbeit ein Anrecht auf Endgültigkeit hat. Wir wissen auch, dass ein Großteil unserer Ergebnisse von der Kommunikation und Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten der Chelattherapie abhängig war und bleibt.

Für Leser, die sich tiefer in die Materie einarbeiten möchten, haben die Autoren mit dem Handbuch der Metalltoxikologie 2017 (MTM Verlag) ein Folgewerk erstellt, das sich im Detail mit den medizinischen Aspekten der Metalltoxikologie, einschließlich der Diagnose und Therapie von metallbedingten Umwelterkrankungen befasst.

Hersbruck/St.Augustin, im Oktober 2017

Vorwort

Sehr gern übernehme ich die ehrenvolle Aufgabe, dieses Vorwort zu schreiben, zumal die Klinische Metalltoxikologie immer bedeutender wird. Toxische Schwermetalle sind inzwischen ubiquitär vorhanden und können für eine Vielfalt von Krankheiten, Symptomen und Symptomkomplexen (mit)verantwortlich sein. Wir sehen das im Bereich der Gynäkologie, Endokrinologie, Onkologie und Immunologie tagtäglich.

Wer sich jahrzehntelang mit der Klinischen Metalltoxikologie befasst, weiß, dass es weltweit nur sehr wenige aktuelle und gleichzeitig praxisorientierte Lehr- und Handbücher zur Klinischen Metalltoxikologie gibt. Die wenigen seriösen Bücher sind leider meist sehr kompliziert und didaktisch schwierig.

Das vorliegende Handbuch der Klinischen Metalltoxikologie ist aktuell und sehr praxisorientiert. Auch ist es gut lesbar und hervorragend strukturiert. Es kann den Autoren nicht genug gedankt werden, dass sie sich die große Mühe gemacht haben, dieses Werk zu aktualisieren und sehr praxisorientiert neu herauszubringen.

Das vorliegende Buch ist bestens geeignet, ein Standard-Werk zu werden und zu bleiben. Es gibt vielfache Hilfestellung für Praktiker, ist didaktisch hervorragend gegliedert. Nach einer Einführung mit Erläuterungen des Stellenwertes der Metalltoxikologie heute, der Chelatsubstanzen (Antidota) allgemein, der Grenzen und Risiken der Chelat-Therapie etc. werden Aspekte der Patientenselektion und Anamnese beleuchtet. Das Buch gibt anschließend eine gute Übersicht zur Wahl der Komplexbildner unter Berücksichtigung der Erkrankung, zur Therapiekonzept- Erstellung, Patient(inn)en-Einwilligung (u. a. mit Patient(inn)en- Info- Blättern, Hinweisen zur Kassenärztlichen Situation etc.).

Ausführlich werden alle Aspekte wichtiger Chelatoren erläutert. Es finden sich auch eine Reihe plausibler Therapie-Kombinationen mit Beispielen, sowie diverse komplementäre Entgiftungsmöglichkeiten.

Somit kann zusammenfassend hervorgehoben werden, dass das Buch nicht nur viele anwenderfreundliche Beispiele gibt, sondern darüber hinaus als Standard- und Nachschlagewerk für alle Therapeut(inn)en (und auch interessierte Patient(inn)en) bestens geeignet ist. Es kann von mir wärmstens empfohlen werden. Ich wünsche diesem Werk eine weite Verbreitung.

Prof. Dr. med. Claus Schulte-Uebbing, München

Frauenarzt, Umweltmediziner

Kapitel 1

Die Metalltoxikologie heute

Allgemeines zu Chelatsubstanzen, auch Antidota genannt

Antidota sind Gegengifte oder Antitoxine. Der Begriff Antidot stammt aus dem Griechischen: αντιδοτοσ und bedeutet „dagegen gegeben", denn unter einem Antidot versteht man eine Substanz, die einen giftigen Stoff inaktivieren oder dessen Wirkung herabsetzen bis aufheben kann. Ιn der Humanmedizin werden Antidota seit etwa 1930 mit Erfolg zur Behandlung akuter Vergiftungen eingesetzt. Viel später, etwa seit 1980, werden diese Substanzen auch zur Behandlung chronischer Expositionen genutzt, wobei die Antidota Anwendung bei Langzeitexpositionen von den Protokollen der Akutmedizin entsprechend abweicht. Während das Grundprinzip bei der Akutintoxikation eine schnelle, am besten sofortige Maximalentgiftung ist, erfolgt die Behandlung der chronischen Exposition, bei der eine Gefahr für die Gesundheit erst mit Verzögerung zu erwarten ist, weitaus gemäßigter und über einen längeren Zeitraum hinweg.

Antidota (Chelatsubstanzen) in der Umweltmedizin

Die Chelattherapie ist im Wesentlichen eine Entgiftungstherapie. Es werden Chelat- oder Komplexbildner eingesetzt, die Metalle binden. Das Hauptziel ist, Schwermetalle wie Blei, Arsen, Kadmium, Quecksilber, aber auch Aluminium, Eisen, Kupfer und andere potentiell toxischen Elemente zu binden und auszuleiten. Um schnell positive Ergebnisse zu erzielen, sollte der Therapeut vor der Behandlung über den Mineralstoffhaushalt des Patienten informiert sein.

Viele Enzyme enthalten Metalle. Diese sogenannten Metalloenzyme sind notwendig fϋr Stoffwechselfunktionen und die Gesunderhaltung der Zelle. Das Verhältnis oder Gleichgewicht der Metalle zueinander muss stimmen. Beispielsweise würde bei Magnesiummangel eine erhöhte Calciumzufuhr die Zell- und Stoffwechselfunktion beeinträchtigen, das zweiwertige Magnesium wird für über 300 Enzymsysteme, das zweiwertige Calcium dagegen nur für etwa 10 Enzyme benötigt. Das Verhältnis von Eisen zu Kupfer ist ebenfalls kritisch. Wird dem Organismus zu viel Eisen verabreicht, steigt die freie Radikalentwicklung an, es kommt zu Zellschädigungen.

Toxine, wozu auch Schwermetalle zählen, stören Mineralstoffsysteme und Zellfunktionen ganz entscheidend. Liegt zusätzlich zur Schwermetallbelastung ein Mangel an essentiellen Mineralstoffen und/oder Spurenelementen vor, wird die Zelle leichter und nachhaltiger geschädigt. Beispielsweise würde Zinkmangel die toxische Wirkung von Blei, Nickel und Kadmium verstärken. Gleichermaßen können zu hohe Zinkgaben den Kupfer-, Eisen- und auch Manganstoffwechsel stören und sogar Defizite an einem oder mehreren dieser essentiellen Spurenelemente auslösen. Weiterhin kann sich der Organismus bei ausreichender Versorgung mit essentiellen Spurenelementen wie Selen länger vor der zellzerstörenden Wirkung des Quecksilbers oder anderer Toxine schützen. Sicher ist, Giftstoffe, gleich welcher Art, fördern die zellschädigende Bildung freier Radikale und damit die Zellzerstörung und den Zelltod.

Jede Entgiftung trägt somit zu einer Normalisierung des gesamten

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