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Die Klinik am See 7 – Arztroman: Für alle war's ein Wunder

Die Klinik am See 7 – Arztroman: Für alle war's ein Wunder

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Die Klinik am See 7 – Arztroman: Für alle war's ein Wunder

Länge:
115 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 29, 2017
ISBN:
9783740921125
Format:
Buch

Beschreibung

Besonders beliebt bei den Leserinnen von Arztromanen ist der Themenbereich Frauenklinik. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig eine sensible medizinische und vor allem auch seelische Betreuung für die Patientinnen ist, worauf die Leserinnen dieses Genres großen Wert legen. Die große Arztserie Klinik am See setzt eben dieses Leserinteresse überzeugend um.

Der Unfall war vorprogrammiert. Das Schreckliche würde noch in dieser Nacht eintreten. Und niemand würde es begreifen können, würde es sinnlos finden.
Es zeigte sich wieder einmal wie gut es ist, daß man nicht in die Zukunft schauen kann. Hätte der Mensch diese Fähigkeit, würde sie ihm nur Unglück und Trauer bescheren.
Marion und Gerhard Günther waren von Regensburg nach Bad Tölz gefahren, um Marions Eltern zu besuchen. Sie hingen ganz besonders aneinander, denn Marion war ihr einziges Kind, das sie immer mit aller Liebe umgeben hatten, derer sie fähig waren. Und Maria und Peter Sebastians Herzen waren angefüllt mit Liebe, Liebe und noch einmal Liebe, die sie wie selbstverständlich auch auf Gerhard übertrugen.
Natürlich waren die beiden alten Leute gehörig eifersüchtig auf Gerhard gewesen, als Marion ihn zu einem Wochenende mit nach Bad Tölz brachte und ihnen erklärte, das sei für sie der Mann fürs Leben, und sie wolle sich nie, nie wieder von ihm trennen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 29, 2017
ISBN:
9783740921125
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Die Klinik am See 7 – Arztroman - Britta Winckler

Die Klinik am See

– 7–

Für alle war's ein Wunder

Zwei Leben standen auf dem Spiel

Britta Winckler

Der Unfall war vorprogrammiert. Das Schreckliche würde noch in dieser Nacht eintreten. Und niemand würde es begreifen können, würde es sinnlos finden.

Es zeigte sich wieder einmal wie gut es ist, daß man nicht in die Zukunft schauen kann. Hätte der Mensch diese Fähigkeit, würde sie ihm nur Unglück und Trauer bescheren.

Marion und Gerhard Günther waren von Regensburg nach Bad Tölz gefahren, um Marions Eltern zu besuchen. Sie hingen ganz besonders aneinander, denn Marion war ihr einziges Kind, das sie immer mit aller Liebe umgeben hatten, derer sie fähig waren. Und Maria und Peter Sebastians Herzen waren angefüllt mit Liebe, Liebe und noch einmal Liebe, die sie wie selbstverständlich auch auf Gerhard übertrugen.

Natürlich waren die beiden alten Leute gehörig eifersüchtig auf Gerhard gewesen, als Marion ihn zu einem Wochenende mit nach Bad Tölz brachte und ihnen erklärte, das sei für sie der Mann fürs Leben, und sie wolle sich nie, nie wieder von ihm trennen.

Es war auch selbstverständlich gewesen, daß sie Gerd auf Herz und Nieren überprüft hatten. Sie hatten sich sogar diskret über eine Auskunftei nach ihm erkundigt. Und als wirklich, wie Maria sich später lachend ausdrückte, kein Haar in der Suppe zu finden war, obwohl man sich doch bei der Suche sehr angestrengt hatte, da hatten sie Gerd nicht nur akzeptiert, sondern ihm auch gezeigt, daß sie sie im Grunde genommen sehr mochten.

Gerd hatte schon in jungen Jahren nach dem Tod seines Vaters das Immobilien-Geschäft übernommen und es in kurzer Zeit immer weiter ausgebaut, klug und umsichtig gewirtschaftet und vorsichtig investiert. Heute hatte er in einem respektablen Hochhaus eine ganze Etage für seine kleine Gesellschaft, die mittlerweile auch Treuhandaufgaben übernahm. Es war eine sehr eindrucksvolle Etage, mit mausgrauem Teppichboden, einer Empfangsdame, die einem Modekatalog entstiegen zu sein schien und trotzdem sehr tüchtig und freundlich war. Wenn man den alten Knispel mitzählte, der das Faktotum war und eigentlich gar nicht zu arbeiten brauchte, weil er eine gute Rente hatte, hatte Gerhard siebzehn Angestellte. Und jeder von ihnen wäre für den Chef durchs Feuer gegangen. Ganz besonders aber Vater Knispel, der alte Mann mit der guten Rente, der sich bei Sohn und Schwiegertochter nicht wohl, sondern ausgenutzt fühlte und eigentlich in ein Altenheim hatte gehen wollen, bis er Gerd kennengelernt hatte. Heute hatte er in einer Seniorensiedlung seine eigene kleine Wohnung, die, wie er immer schmunzelnd betonte, seine Zufluchtsstätte war. Vater Knispel behauptete heute noch, daß er sein Glück nur Gerhard Günther zu verdanken habe, der ihm den Vorschlag mit der Seniorensiedlung machte. Dort war man sein eigener Herr, konnte tun und lassen, was man nur wollte, und konnte sich zurückziehen, wenn einem danach war.

Es gab überhaupt keinen einzigen Menschen, der Gerd und Marion Günther etwas Schlechtes gewünscht hätte – und doch kam das Unheil schon mit Riesenschritten auf sie zu.

Im Augenblick saßen sie alle beisammen auf der hübschen Terrasse des gemütlichen alten Hauses in Bad Tölz, in dem Marion aufgewachsen war. Maria Sebastian hatte wieder einen ihrer herrlich lockeren Sandkuchen gebacken, die niemand so gut machte wie sie, wenn man ihrem Schwiegersohn glauben konnte.

Plötzlich stellte Marion ihre Kaffeetasse hin und lehnte sich zurück. Mit strahlendem Lächeln sah sie sich in der Runde um und lächelte wie ein Kind am Weihnachtsabend, wenn es erkennt, daß das Christkind alle, aber auch wirklich alle Wünsche erfüllt und keinen einzigen vergessen hatte.

Maria sah ihre schöne Tochter, die sich gerade das schwarze widerspenstige Haar nach hinten strich, an und sagte erwartungsvoll: »Du siehst aus, als hättest du etwas sehr Schönes erlebt.«

»Du bist nahe dran, Mutti. Aber du hast es nicht ganz getroffen. Ich habe nicht etwas Schönes erlebt, sondern bin gerade dabei, es voll auszukosten. Aber ich möchte es weitergeben an euch und euch teilhaben lassen.«

Nun wurden Gerhard und Peter aufmerksam, Gerhard, der neben Marion saß, legte seine Hand auf die ihre und strahlte sie an. Da nahm Marion die Hand ihres Mannes und legte sie sich gegen die Wange, als sie klar und deutlich erklärte: »Ich bekomme nämlich ein Kind, müßt ihr wissen.«

Zuerst war es einmal ganz still am Tisch. Und dann schienen alle auf einmal sprechen zu wollen. Nur Marion saß da und strahlte, war glücklich und fühlte sich sichtlich wohl.

Gerd endlich nahm seine Frau fest in die Arme, zog sie zu sich empor und fragte besorgt: »Seit wann weißt du es? Und – ist es auch wirklich so? Ist kein Irrtum möglich?«

»Ich weiß es seit gestern.« Marion lächelte wie ein Engel. »Und es ist kein Irrtum möglich. Ich war vorgestern beim Arzt und habe heimlich den Test machen lassen. Und gestern morgen habe ich ihn noch einmal angerufen, um ganz sicher zu sein. Und er hat mir versichert, daß…«

Weiter ließ Gerd seine Frau gar nicht sprechen. Er verschloß ihr den Mund mit seinen Lippen und ließ sie auch nicht los, als er tief Luft geholt hatte.

»Ich durfte ihn am Sonnabend morgen anrufen, weil er Bereitschaftsdienst hatte und mir wohl am Freitag meine Unsicherheit angemerkt hatte. Ich – ich war so erschüttert, daß ich an mein Glück kaum glauben konnte.«

»Da ergeht es mir ebenso«, flüsterte Gerd und legte das Gesicht in Marions weiches dunkles Haar. »Ich kann es noch gar nicht fassen.«

Maria Sebastian weinte vor Glück und stieß schluchzend immer wieder hervor.

»Oh, daß ich das noch erleben darf! Daß ich das wirklich noch erleben darf!«

»Jetzt hör schon auf, so etwas zu sagen. Du bist doch noch keine alte Frau, Maria!« protestierte Peter Sebastian lachend. »Mit achtundvierzig Jahren ist man doch im besten Alter. Du wirst eine wundervolle Großmama sein!« Er sah sie neckend an und fügte hinzu: »Als du so alt warst wie Marion, war sie schon zwei Jahre und lief schon herum, um jedermann mit Fragen zu löchern.«

»Ach, ich könnte die ganze Welt umarmen«, stieß Maria Sebastian schluchzend hervor, nahm einfach eine der hübschen Kaffeeservietten vom Tisch und fuhr sich damit über die tränennassen Augen. Dann ging sie zu Marion hinüber, nahm sie fest in ihre Arme und küßte sie auf beide Wangen.

Es dauerte noch eine ganze Weile, bis die vier glücklichen Menschen sich so weit gefaßt hatten, daß sie sich wieder ruhig an den Kaffeetisch setzen und normal miteinander unterhalten konnten.

Maria war wild entschlossen, die Baby-Ausstattung ganz allein zu bestreiten, indem sie häkeln und stricken würde, was das Zeug hielt. Jedenfalls erklärte sie das voller Energie, als sie einen Schluck Kaffee genommen hatte. Ihr Mann versprach für die Kindermöbel aufzukommen, und Gerd protestierte endlich lachend, indem er fragte: »Besser, ihr sagt nicht, was ihr alles für das Baby tun wollt. Es wäre richtiger, wenn ihr uns sagen würdet, was wir, als die Eltern, dafür tun dürfen. Immerhin sind Marion und ich doch auch beteiligt und betroffen, wie ihr zugeben müßt, egal, ob euch das nun gefällt oder nicht.«

»Du hast natürlich völlig recht«, gab Maria zu und versuchte, ein zerknirschtes Gesicht zu machen, was ihr aber nicht gelingen wollte. »Da sitzen wir hier und reden und reden und denken gar nicht an Marion, die ja schließlich die Hauptperson ist.«

Gerd schien die Hand seiner Frau nicht mehr loslassen zu wollen. Er sah sie eindringlich an und fragte dann besorgt: »Fühlst du dich auch wirklich wohl, Marion? Ich möchte nicht, daß du dir zuviel zumutest und…«

»Siehst du, gerade das habe ich befürchtet!« rief Marion lachend aus.

»Ich habe gewußt, daß du versuchen wirst, mich in Watte zu packen, wenn ich das nicht von Anfang an verhindere.«

»Aber ich will doch nur nicht, daß du dich übernimmst, Liebling!« sagte Gerd beleidigt. Marion lachte ihn einfach aus.

»Hör zu, ich sage dir jetzt wortwörtlich, was Dr. Montag mir gesagt hat. Eine Schwangerschaft ist keine Krankheit. Und es ist grundfalsch, wenn man eine Schwangere wie eine Schwerkranke behandelt. Sie soll ein ganz normales Leben führen, nicht trinken und nicht rauchen. Und mit beidem habe ich keine Probleme, weil ich nie geraucht und nie getrunken habe. Nicht, weil ich prüde bin, sondern weil es mir einfach nicht geschmeckt hat. Ich werde mein normales Leben weiterleben, irgendwann, wenn Dr. Montag meint, es sei an der Zeit, zur Schwangerschaftsgymnastik zu gehen und mich nach dem neuesten Stand der Medizin auf das Baby vorbereiten. Ich wäre glücklich, wenn du bei der Geburt dabeisein könntest. Aber das hat doch alles noch Zeit. Ich wollte nur betonen, daß ich ganz normal weiterleben werde. Das kann ich aber nur, wenn ihr mich laßt.«

»Recht hat sie«, stimmte Peter Sebastian energisch zu und warf ihr einen anerkennenden Blick zu, als wollte er ihr damit sagen, daß er stolz auf

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